Draußen vor der Tür

Diskutiere Draußen vor der Tür im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ja... seltsam sind sie schon. Aber auch sehr bequem - und Monsieur hat offensichtlich beschlossen, dass es doch bequemer ist, sich von mir füttern...
  • Draußen vor der Tür Beitrag #161
Ja... seltsam sind sie schon. Aber auch sehr bequem - und Monsieur hat offensichtlich beschlossen, dass es doch bequemer ist, sich von mir füttern und tüddeln zu lassen, als da draußen herumzustromern und sich mit der Hängebauchkatze zu prügeln (die mobbt ihn nämlich... Sirius liegt vor den Garagen, denkt sich nichts böses, sie kommt hin und *klatsch* Die Nachbarn haben sie dann natürlich gleich verscheucht...)

Herr Schmusebär ist nämlich offensichtlich zurück. In den letzten Tagen nahm er seine Tablette schon aus meiner Hand, lief dann nach dem Leberwurstgenuss aber immer gleich weg. Gestern Abend ließ er sich aber schon ein bisschen übers Fell tätscheln, und heute ist seine Lieblingsbeschäftigung des Vormittags, um meinen Stuhl zu streichen und herzerweichend zu maunzen... "Streichel mich! Streichel mich! Hab mich lieb! Schmus mich!" Das muss man nicht verstehen, oder? :roll: Vielleicht liegt es ja am Catitude, das wir gestern gekauft und versprüht haben... vielleicht aber auch nicht. Und ehrlich gesagt ist es mir auch ein bisschen egal *g*

Aber ich bin froh, dass ich meine rheinische Langhalskatze wiederhabe und dass er sich wieder kraulen lässt und nicht mehr bei jeder Bewegung von mir wegläuft. Er guckt auch schon ganz anklagend in die Richtung "seines" Sofas, so als ob er fragen wollte, was wir damit gemacht haben (ausgeklappt haben wirs...). Wenn er nachher einen kleinen Abstecher nach draußen macht, werd ich es wieder einklappen, vielleicht will der Herr Bär sich ja nachher zum Fußballgucken anschließen? Ich bin auf jeden Fall sehr happy.

Abgenommen hat er anscheinend auch nicht zu viel, sein Rückgrat und seine Hüftknochen stehen zwar heraus wie immer, aber die Rippen spürt man nur, wenn man danach sucht, und seine Katzenschenkelchen sind eher größer geworden als kleiner. Vielleicht ist er einfach einer von den Senioren, die dünn bleiben... aber solange er weiter seine Muskeln aufbaut und seine Dose am Tag verputzt, darf er das auch gerne!

Leider hat er eine große Anzahl an kleinen Mitbewohnern von seinen Touren durch die heißen Nächte mitgebracht, der große Zeck auf seinem Rücken (und mit groß meine ich ca. 1 cm) ist noch immer da und tut ihm offensichtlich auch weh (ich muss beim Streicheln immer einen Bogen machen, sonst schreit er :( ), und an den Ohren hab ich auch mindestens drei Stück ertasten können. Sobald ich die Tür zumindest für ein paar Minuten hinter ihm zumachen darf, bekommt er also das neue Spot-On in den Nacken (wir sind ein paar Wochen zu spät dran durch seinen Abstecher, und der Regen hat es sicher nicht besser gemacht), ich hoffe, das hilft zumindest bei den kleinen Zecken. Außerdem hab ich gestern Zeckenhaken gekauft, vielleicht funktioniert das besser... mit der Pinzette bin ich ein totaler Versager.

Trotzdem wollte ich noch fragen, ob es da eventuell ein Mittel gibt, das man lokal auf die Zecken aufsprüht oder aufträgt, damit sie abfallen? Gerade die großen, fiesen Zecken tun Sirius dann immer schon so weh, dass ich keine Chance habe, sie zu fassen, ohne ihn in eine Katzenrolle zu verwandeln, und das möchte ich ehrlich gesagt vermeiden, vor allem, weil ich denke, dass dieses ständige "Hier ich muss deine Zecken ziehen" dazu beigetragen hat, dass er sich hier drinnen nicht mehr wohl und sicher gefühlt hat :(

Und jetzt muss ich das Bettchen in die Waschmaschine packen! Herr Bär braucht es wieder! :mrgreen:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #162
Siehste, jetzt ging es doch schneller als gedacht. Er weiß den Service bei euch doch zu schätzen. Nach all' den Jahren draussen, ist die Umstellung für einen älteren Herren nicht so einfach.

Zu den Zecken kann ich nichts sagen, bei Wohnungskatzen hat man das Problem ja nicht.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #163
Na bitte, geht doch!:)
Freigänger sind im Sommer leider undurchschaubar, freu dich er ist wieder da, hatte vorher einfach keine Zeit für dich!;-)
Zu den Zecken, eigentlich ist das einzige wirklich verlässliche Mittel der Zeckenhaken.
Wenn er nicht still hält, kannst du nur warten, wenn die Biester satt sind fallen sie von allein ab.
Dann schön die Wohnung absuchen, bevor sie sich verkriecht, einsammeln, killen und fertig.:mrgreen:
Zecken Prophylaxe ist schwierig, 100 % habe ich noch nicht gefunden.:???:
Spot On wirkt gegen Flöhe 4 Wochen und gegen Zecken, je nach Mittel, 1 - 2 Wochen, bleibt eine Lücke.
Bierhefetabletten helfen bei meinen Katzen ganz gut, bei den Nachbarkatern eher nicht.
Derzeit versuche ich Leedum Globolis, helfen aber auch nur zu 80%, Zecken sind einfach lästig!:evil:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #164
Mittleweile scheint der ältere Herr die neue Routine sehr angenehm zu finden. Die Nacht verbringt er draußen, morgens um Acht, wenn ich aufstehe, schlägt er dan hier an der Terrassentüre auf und maunzt herzerweichend, bis ich ihm dann öffne und er mit aufgestelltem Schwänzchen hier hereinmarschiert, als ob die Wohnung ihm gehören würde. Imperator Sirius erwartet die Aufmerksamkeit seiner Untertanen!

Unter stetigem, forderndem Gemaunze hole ich dann die Näpfe von draußen herein. Näpfe? Ja, Plural... letzte Nacht zum Beispiel waren es zum Beispiel drei. Sirius' Futternapf, der Futternapf von Herrn Schnüffelschnauf (wobei die beiden es mit der Trennung nicht so ernst nehmen wie ich), und der Wassernapf. Wer eigentlich Herr Schnüffelschnauf ist? Nun, Herr Schnüffelschnauf ist der Igel, der seit dem zweiten Halbfinale regelmäßig hier an unserem Terrassen-Buffet auftaucht, um sich zu bedienen. Seinen Namen hat er bekommen, weil ich gemeinsam mit Herrn Glasi so auf dem Sofa lag und das Spiel geguckt hab, und durch die offene Tür klappern am Napf und Schnüffelschnaufen gehört habe. Ich denk mir so, "Hm, Sirius schnüffelschnauft aber anders, wenn er frisst?" und gehe zur Tür, und dann sitzt das propere Kerlchen da direkt vor der offenen Terrassentüre im Licht und sammelt die Krümel auf, die Sirius beim Fressen auf der Terrasse aus seinem erhöhten Napf verteilt hat. Nett, wie ich bin, gab es für den kleinen Kerl dann noch eine Extraportion Katzenfutter ohne Phosphatbinder, die er auch vollends verdrückt hat. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie er es danach von der Terrasse geschaft hat, das waren sicher 100g, eher 150g, und es kann doch nur so viel Futter in so ein kleines Tier passen... wahrscheinlich ist er gerollt. Gedankt hat er es uns übrigens artig, indem er ein Würstchen direkt neben dem Futterplatz hinterlassen hat :roll:

Auf jeden Fall kommen jetzt abends, wenn ich ins Bett gehe, die Reste von Sirius' letzter Mahlzeit nach draußen, und wenn ich Herrn Schnüffelschnauf sehe, bekommt er etwas extra. Gestern hat Sirius allerdings die Hälfte vom "extra" verdrückt (ich hab es genau gesehen!) und Herr Schnüffelschnauf hat sich dafür revanchiert, indem er Sirius' erhöht stehenden Teller abgeräumt und sich in den großen Wassernapf gesetzt hat. Vielleicht ist er jetzt auch ein Igelbad und nicht nur ein Vogelbad? Aber ich schweife ab...

Ich hole die Näpfe also nach drinnen, aber als allererstes gibt es die Tablette für Sirius. Leberwurst ist ganz offensichtlich wieder TOTAL in, denn sobald ich die Tablette eingepackt und mich auf meinen Platz gesetzt habe, kommt Sirius wie ein geölter schwarzer Blitz angerauscht und verdrückt den Leberwurstklecks auf meinem Finger so schnell, dass er gar keine Zeit hat, um die Tablette wieder auszuspucken. Hungrige Katzen haben doch ihre Vorteile. Danach mache ich sein Frühstück, was, egal, wie schnell ich bin, natürlich niemals schnell genug gehen kann, und dann wird erst einmal bei offener Terrassentür gemampft. Zumachen kann ich die Tür noch immer nicht, das findet er überhaupt gar nicht gut (haben wir am Montag ausprobiert, damit ich das ganze Fläschchen Spot-On in seinen Nacken bekommen konnte... böse!), aber mittlerweile kann ich mich tatsächlich bewegen und sogar aufstehen, ohne dass er panisch nach draußen verschwindet. Wenn Monsieur den ersten Gang verdrückt hat, muss natürlich gekuschelt und geschmust werden, und geköpfelt und gemaunzelt, was das Zeug hält. Zwischendrin wandert er dann gelegentlich hinüber zu seinem Napf und frisst noch ein paar Bissen, und dann kommt er zu mir zurück, bis er keine Lust mehr auf betüddelt werden hat, und nach draußen verschwindet (heute hat das circa zwei Stunden gedauert).

Tagsüber bis in die Nacht hinein kommt er dann immer wieder auf Besuch, entweder, um sich nur den Bauch vollzuschlagen, oder, um sich betüddeln zu lassen, oder beides, und dann verschwindet er wieder. Er scheint mit der Situation auch ziemlich zufrieden zu sein, magert nicht weiter ab, wird sogar eher muskulöser, und sein Hinterteil kommt mir auch nicht mehr ganz so knochig vor wie früher. Seit ich ihn wieder streicheln darf, kann ich auch wieder verklebte Stellen mit den Fingern durchkämmen und all die schönen Dinge (wie Nacktschnecken), die er sich da so hineinhängt, herauszupfen. Dafür sieht es jedes Mal hier aus, als hätte ich ein Wollschaf gerupft, denn selbst macht er ja so gar nichts für seine Fellpflege, außer an ausgewählten Stellen.

Sorgen machen mir nur die Zecken, eine grobe Zählung hat heute Morgen so um die zehn Stück ergeben, die auf ihm draufhängen - wo er die nur alle herhat? - und das trotz Spot-On-Gabe am Montag :( Sie scheinen bei ihm auch nicht wirklich abzufallen, eines von den Mistviechern hatte er sogar schon, bevor er keine Zeit mehr für mich hatte und nach draußen verschwunden ist. Abmachen kann ich sie ihm allerdings auch nicht... ich hab hier zwar zwei nigelnagelneue Zeckenhaken und versuche jedes Mal, wenn er hier ist, eines von den Mistviechern zu erwischen, aber spätestens in dem Moment, wo ich das Fell geteilt habe und die Zecke sehe, beschließt Monsieur, dass jetzt ein ausgezeichneter Zeitpunkt wäre, um um meine Beine zu streichen oder sein Köpfchen gegen meine Hand zu rammen, und dann ist es wieder vorbei mit der Sichtbarkeit. Und wenn er sich auf den Boden legt, komme ich vom Stuhl aus nicht an ihn ran... sobald ich mich auf den Boden setze, liegt Sirius aber nicht mehr. Mäh. Doofkatze! Und doofe Zecken!

Abgesehen davon werd ich wahrscheinlich dem nächsten Nachbarn ins Gesicht springen, der mir sagt, dass Sirius ja jetzt sooooooo viel besser aussieht und sich soooooooo toll gemacht hat :evil: Von allen Seiten kriegen wir zu hören, dass es ja so wunderbar ist, dass es dem armen, kleinen Katzi jetzt besser geht... NA-TÜR-LICH geht es dem besser. Sollte es ja auch, nachdem wir mit Futter und Streu und Tierarzt und allem Möglichen eine vierstellige Summe in den armen, kleinen Kerl gesteckt haben! Die Nachbarn über uns haben ihn ja wenigstens gefüttert, wenn auch nur mit Trockenfutter, aber alle anderen... "Oh, der arme, kleine Kater, der sitzt in den Büschen und maunzt ganz herzerweichend, ist er nicht arm?" Aber sieben gottverdammte Jahre hat es nicht dazu gereicht, dass die Nachbarn aus der Umgebung endlich zusammenlegen, sich eine Lebendfalle ausleihen und ihn zum Tierarzt schleppen, damit er durchgecheckt wird! Dafür war keine Zeit da, und kein Geld für eine anständige Dose Nassfutter! Wir mussten ihn ja nicht einmal umstellen... in der Sekunde, als es Nassfutter gab, hat er das Zeug weggehauen, als ob er nie etwas Besseres bekommen hätte! Wenn ich mir vorstelle, dass seine Nieren und seine Schilddrüse jetzt vielleicht schon so kaputt wären, weil sich niemand verantwortlich gefühlt hat sieben Jahre lang, dann kommt mir das kalte Grausen... GAH! sag ich da nur!
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #165
Also hat Sirius für den Moment seinen Weg gefunden, nachts auf der Rolle und tagsüber betüddelt werden. :mrgreen:

Das wird sich im Herbst sicher auch noch einmal verschieben und wenn er jetzt seine Tablette regelmässig bekommt, ist das schon viel wert. Der Rest kommt auch noch.

Dann pass' mal auf Herrn Schnüffelschnauf auf und wenn notwendig, biete ihm einen Winterschlafplatz an.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #166
Also ich würde dem Schnüffelschnauf im Sommer KEIN Futter hinstellen. Gegen Herbst kannst du ja füttern, falls er unter Gewischt sein sollte. Oder, du nimmst dir den guten Stachel mal zur Brust und entfernst dem mal die Zecken. Baden hilft auch, gegen die 100 000 Flöhe, die sich auf so ’nem Igel tummeln. Oder Igel vorher mit klassischem Flohpulver bestäuben und dann nach einer weile duschen. Meine Ma füttert immer Igel, auch durch den Winter (und 2 wilde Katzen, die sie hat sterilisieren lassen). Wenn du die dir öfters hernimmst und z.B. auf dem Terrassentisch setzt und etwas zu futtern vor die Nase packst, verlieren die recht schnell die Scheu und rollen sich auch nicht mehr so krampfartig ein. Ggfs wäre ein SpotOn für den Igel auch nicht verkehrt. Denn DER ist auf jeden Fall die reinste Brutstätte für Zecken und Flöhe. Und die Zecken sitzen bei Igeln gerne an den Ohren und im Gesicht, weil sie da besser dran kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass Herr S sie sich da abholt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Draußen vor der Tür Beitrag #167
Sag mal, wie wäre es eigentlich mal mit nem aktuellen Bild des gepäppelten Herren? :-D

(Oder hast du in anderen Threads welche gepostet und ich habs nur nicht gesehen? ;-))
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #168
Huch, das hab ich ja ganz übersehen... ich werde Herrn Bär mal fragen, was er davon hält, wenn er das nächste Mal hier aufschlägt. Im Moment ist er im frisch gemähten Feld verschwunden, um dort ein wenig herumzuhängen und den Grashüpfern hinterherzugucken (bei der Jagd ist er nicht so enthusiastisch wie die Graumietz, die dort seit gestern herumspringt und mit angestellten Ohren und wackelndem Schwänzchen auf die Grashüpfer hopst. Leider hat ihr noch niemand erklärt, dass die Grashüpfer wieder wegspringen, wenn man die Pfote hebt, um zu gucken, ob einer darunter ist :roll:).

Aber... er sieht gut aus. Das Fell an seinem Rücken ist komplett nachgewachsen, und er ist auch im Umgang mit uns wieder stolzer Kater und nicht verschrecktes kleines Bündel. Außerdem nimmt er seine Streicheleinheiten auch wieder hoheitlich auf der Terrasse entgegen, lässt sich wieder gerne von meinem Verlobten schmusen und streicheln, und ich kann wieder in die Nähe der Terrassentür kommen und sie sogar hinter ihm zumachen, ohne dass er gleich panisch wegläuft. Man merkt ihm zwar noch immer an, dass er es nicht mag, wenn ich die Tür hinter ihm zumache, und er wird dann sichtlich ängstlicher und unruhiger, aber wenn es mal für 15 Minuten sein muss, muss es eben sein. Nur die Zecken machen mir Sorgen, trotz Spot-On hängen gefühlt endlos viele von diesen Mistviechern auf ihm drauf, manche bis zu einem Zentimeter groß, und auch wenn ich sehe, dass sie ihm unangenehm sind, abmachen lässt er sie mich nicht, weil er nicht lange genug stillhält und ich ihn nicht festhalten kann, ohne dass er panisch wird. Doofkater. Flöhe hat er sich durch die Spot-On-Pause wohl auch eingefangen, zumindest kauen die Tiere gerne auf mir herum, wenn ich ihn streichle *brummel* Aber wenigstens ist er im Moment so selten drinnen und dann nur auf den Fliesen, dass es damit getan ist, den Kater zu behandeln, und ich nicht gleich die ganze Einrichtung entflohen muss.

Donnerstag haben wir jetzt endlich den Tierarzttermin für die zweite Impfung und für die erste Untersuchung der Schilddrüsen- und Nierenblutwerte, seit er seine Medikamente bekommt. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt und ob die Dosis jetzt passt, und nachdem er fürs Blutabnehmen ohnehin hingelegt werden muss, ist das auch eine gute Gelegenheit, ihn von all seinen Zecken zu befreien. Und neues Spot-On gibt es dann auch... die alte Dosis ist zwar erst zwei Wochen her, aber nachdem er in diesen zwei Wochen mindestens fünf Mal klatschenass geworden ist, ist davon nicht mehr viel übrig. Donnerstag Nacht wird er dann wahrscheinlich extrem doof finden, aber Freitag kann er dann ja wieder raus, und ich muss hoffen, dass er mir dann verzeiht... aber Tierarzt ist wichtiger, und wenn er dann entzeckt und be-spot-ont ist, darf er wieder ein paar Tage Scheuchen sein, ohne dass es Konsequenzen hat.

Und ein schickes Bild vom großen Miauetier gibt es auch... auf dem man vor allem sieht, dass er haart wie ein Wollschaf.
 

Anhänge

  • FDSCN0917.JPG
    FDSCN0917.JPG
    54,7 KB · Aufrufe: 130
  • Draußen vor der Tür Beitrag #169
Ich find, du machst das großartig. Nimmst für die Gesundheit deines Katers in Kauf, dass er nicht mehr so zutraulich ist. Das würd bestimmt nicht jeder so handhaben.

Ich drück die Daumen, dass die Dosis der Medikamente stimmt und er danach dann etwas Ruhe bekommt!
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #170
Auch wenn der Tierarzt-Besuch einen Rückschritt bedeuten wird, so wird es auch dafür sorgen, das er kapiert, es ist nur vorübergehend und er so mehr Vertrauen hat - langfristig.

Schön, das Sirius das Bettchen mag. :mrgreen:

Ich bin auch gespannt, was die Blutwerte sagen. Ich drücke euch die Daumen, das alles im grünen Bereich ist!
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #171
Hallo Glasi,
oh ich war so happy für Euch. Und nun das! Ach Sirius du bist ein richtiger Doofkater.
Ich glaube jedenfalls je stärker der Zeckenbefall ist, desto schlechter ist ist das Immunsystem intakt.
Aber 7 Jahre haben bei Sirius ihre Spuren hinterlassen.
Ihr habt so Euer Herz an ihn veloren und er will nicht verstehen, dass Ihr seine Schutzengel seid.
Es macht mich ein bissel trauig.
LG Willybaerchen

PS ich hab von einem neuen Floh und Zeckenmittel gehört es heißt
Ixotan
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Draußen vor der Tür Beitrag #172
Huch schon so spät?! *schmöker -Eine tolle Geschichte! :d070:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #173
Ich bin mal gespannt, wie sich euer Neuer machen und was Sirius zu ihm sagen wird.
Auf weitere Erzählungen / Berichte bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.
Lasst es euch gut gehen.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #174
Ach, lasst mir doch mein Wolkenkuckucksheim mit den rosa Wölkchen. Ich will doch daran glauben, dass alle Leute das beste für ihre Katzen vor das beste für sie stellen :cry:

Aber wenn Bärchen lieber draußen bleiben möchte, dann mag Bärchen lieber draußen bleiben, und dann soll er auch so lange und so viel draußen bleiben, wie das geht. Man merkt an seinem Verhalten (wenn schon nicht an seinen Laborergebnissen), dass es ihm guttut, er läuft jetzt auch auf der Terrasse draußen wieder freudig auf uns zu und hat seine Lieblingsplätze hier unter den Büschen wieder erobert.

Die guten Nachrichten zuerst: Sirius ist tatsächlich flohfrei (kein Flohkot im Fell) und zeckenfrei, seine Nierenwerte sind gut, er hat vom Tierarzt besser wirkendes Spot-On als das aus dem Fressnapf aufgetragen bekommen und ich hab noch ein Fläschchen gekauft, hat gestern fleißig seinen Rausch ausgeschlafen, schon gefressen, getrunken und das Katzenklo benutzt, und liegt jetzt schnurrend hinter meinem Stuhl. Ich hab ihm noch nicht ganz erklären können, dass ich ihn nicht streichle, wenn er so saudumm liegt, er probiert es trotzdem immer wieder.

Die schlechten Nachrichten: Er hat ca. 500g abgenommen und wiegt jetzt nur noch 3,5 kg, sein Schilddrüsenwert hat sich trotz Tabletten seit Mitte Mai erhöht und nicht gesenkt (was auch die Gewichtsabnahme erklärt), und wir müssen jetzt die SD-Tabletten-Dosis erhöhen. Abgesehen davon hat er SEHR schlechte Laune - drinnenbleiben ist ja bekanntlich saudoof. Außerdem wäre es bald ernsthaft billiger, sein Katzenklo mit Blattgold auszulegen, als mit ihm zum Tierarzt zu gehen :roll:

Dafür gibt es noch andere, gute Nachrichten... ich hab meine Vorkontrolle bestanden und der kleine Lucky, der im Moment bei Claudia (IceVajal) sitzt, kann in ein paar Tagen als Wohnungskater zum Draußenkater Sirius kommen. Merke: Bei scheuen Katzen ist es gut, wenn man all die Stellen, an denen sich scheue Katzen gerne verstecken, gründlich saugt... ich war echt froh, nochmal unterm Bett durchgegangen zu sein :roll:

Wahrscheinlich wird Freitag nächster Woche der große Tag, auch wenn mein Verlobter gestern schon meinte... "Können wir den nicht früher holen?" Davor müssen wir allerdings noch ein paar Kleinigkeiten anschaffen (beispielsweise einen Kratzbaum, der nicht offensichtlich für Meerschweinchen ausgelegt ist - KLEINE Meerschweinchen!), deswegen musste ich den armen Mann enttäuschen... ^^ Er tröstet sich gerade damit, auf allen Vieren auf Sirius zuzukrabbeln und ihn mit Feinis zu bestechen ("Kuck mal, Sirius, Feinis, und die Finger riechen noch nach Feinis..." *seufz* Das ist so niedlich! Auch wenn das vielleicht niemand versteht...)

Wir freuen uns also auf jeden Fall schon beide auf Lucky, und hoffen, dass es für ihn und Sirius zumindest für blasiertes Ignorieren reicht. Wenn nicht, wird hier Wohnungs- und Katzenteilung betrieben, und jede Wohnungshälfte bekommt einen Menschen und eine Katze *g*
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #175
Um, ich glaub, das wird jetzt eine längere Geschichte, aber ich will sie irgendwie loswerden, und hier scheint der richtige Ort dafür zu sein. Nachdem ich, nachdem ich angefangen hab zu schreiben, weil ich mir das alles mal von der Seele schreiben möchte, festgestellt hab, dass es eine SEHR lange Geschichte wurd (zehn Seiten mittlerweile, und sie ist noch nicht vorbei), werd ich sie wahrscheinlich nur in kleinen Häppchen posten, wenn euch das recht ist :)

(für alle, die nach dem Anfang nervös werden, wir haben hier gerade ein schnurrendes Felltier sitzen :) )

***

Mitte Januar hatten wir eine Wohnungsbesichtigung, weil wir (mein Verlobter und ich) dank verbesserter Gehaltsverhältnisse endlich aus unserer 27 m²-Notlösung herauswollten (nachdem Provisorien ja immer noch am besten halten, haben wir in dieser Notlösung auch fast vier Jahre gewohnt). Wir waren auf der Suche nach einer größeren, schöneren Wohnung, so ungefähr zwei Zimmer, damit wir dann auch eine Katze halten können. Eigentlich wollten wir erst umziehen und uns einrichten, und dann, so ungefähr im Herbst, wenn die Finanzen sich erholt haben und wir die Fenster nicht mehr die ganze Zeit offen stehen haben wollen über den Sommer, uns im Tierheim umsehen. Eigentlich.


Schon beim Besichtigungstermin saß da nämlich eine Katze in den Büschen an der Terrasse. Schwarz, spindeldürr, mit einer ungefähr handgroßen verfilzten Stelle auf dem Rücken, die fast schon so aussah, wie wenn sie ein Geschwür wäre und nicht nur verklebt. Geduckt, die Ohren an den Kopf gelegt, lag sie wie ein Bündel Elend da an einer breitgelegenen Stelle und hat uns angeschrien. Nicht gefaucht oder nett gemaunzt, sondern richtig angeschrien, fordernd, so wie wenn sie mit der Welt im Allgemeinen böse wäre und wir gerade recht kommen würden, um die Aggressionen abzulassen.


Natürlich haben wir dann bei der Besichtigung, bei der auch die Vormieter da waren, mal gefragt, was mit der Katze denn so ist, und haben erfahren, dass das der ortsansässige Streuner ist, der von den Vormietern und den Nachbarn gefüttert wird. „Yummy“ würden sie ihn nennen, haben sie gesagt – weil er schreit, wenn er nichts zu fressen bekommt. Allerdings machte er das immer, auch wenn er gerade etwas bekommen hatte und deswegen gar nicht hungrig sein würde.


Groß haben wir uns nichts dabei gedacht – die Wohnung war so schön und so toll (groß, hell, große Fenster, Erdgeschoß, ruhige Gegend, mit kleinem Garten und Terrasse, gleich im Grünen), dass wir unsere Chancen, sie zu kriegen, sehr gering eingeschätzt haben, und es hieß ja, dass sich jemand um die Katze kümmern würde. Und gefüttert zu werden und einen Platz zu haben, an dem man bleiben konnte – das war ja besser als das Los vieler Streunerkatzen.


Ein paar Tage später hat sich das aber geändert. Wir haben die Zusage für die Wohnung bekommen und waren zur Vertragsunterzeichnung dort – und die Katze war noch immer da. Ist ja klar, das ist ihr Platz, da geht sie auch nicht weg, und warum sollte sie auch, sie wird ja gefüttert?


Damit wurde dann aber auch die Frage aktuell, was wir dann mit ihr machen sollten. Ich meine, wenn die Vormieter ausziehen, die sie gefüttert haben, werden dann ja eigentlich wir zumindest dafür verantwortlich, dass sie was zwischen die Zähne bekommt. Ist sie ja gewöhnt und so, da kann man sie ja nicht hungern lassen dann. Zumindest das wollten wir auf jeden Fall machen. Und eine andere Katze geht dann ja auch nicht so gut. Als ich noch ein Kind war, war bei uns auch ein Streuner zu Besuch, so ein großer, roter, schöner Langhaarkater, den wir dann Whiskey genannt hatten. Hat zwar nicht bei uns gewohnt, aber sehr gerne gefressen, und lag dann auch schon mal bei uns im Bett, wenn er gerade Lust darauf hatte. Aber dann haben wir eine andere, eigene Katze bekommen, so ein kleines, junges Ding – und die beiden haben sich gar nicht verstanden. Sie hat gefaucht, er hat gefaucht, und wir haben Whiskey nie wieder gesehen. Und sowas wollte ich dem Streuner natürlich nicht antun! Man kann ihn doch nicht einfach von seinem Platz vertreiben, nur weil wir meinen, wir müssten eine eigene Katze haben!


Aber das war ohnehin noch Zukunftsmusik, wir hatten ja noch eine Weile Zeit, bis wir in die neue Wohnung konnten. Ein bisschen hat mich das schlechte Gewissen aber doch geplagt in den Wochen – der Streuner sah so unglaublich mitleiderregend aus, wie er da saß und uns angemaunzt hat, dass wir uns dann gefragt haben, ob wir nicht vielleicht doch was für ihn tun sollen... aber im ganzen Umzugsstress ging das dann doch unter – bis zu dem Tag, als wir die Schlüssel bekommen und mit der Renovierung angefangen haben.

A, Ich ,. A, A nach B zu zu zu können und und und.. Nö /ich 4 und die anderen auch sind
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #176
Das finde ich Klasse das du Lucky eine Chance gibt.
Bin SEHR gespannt, wie die beiden sich vertragen.

Das die SD Werte nicht ok sind, tut mir sehr leid.
Hast du dir das Futter mal genauer angeschaut? Wegen Jod......
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #177
Huch du bekommst Zuwachs???
Da drück ich doch die Daumen, hoffentlich mögen sich die Beiden und ihr müsst nicht die Wohnung splitten.:)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #178
tolle story... hab jetzt 2,5 stunden gelesen *streichhölzer in augen habz* das ist liebe <3
bin gespannt auf den zuwachs
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #179
Also mögen müssen sich die beiden Bärchen ja eigentlich nicht... mir reicht es ja schon, wenn sie sich ignorieren und es nicht gleich Zoff gibt, wenn der eine eine Fellspitze des anderen sieht. Dann muss ich nämlich nicht aufpassen wie ein Schlosshund und kann die Türen auch ab und an offen lassen. "Wie ein Schlosshund aufpassen" ist nämlich total nervig, das hab ich heute Morgen mal wieder festgestellt... Sirius hat gestern Abend seine erste zweite Tablette bekommen, und nachdem ich noch nicht weiß, wie er darauf reagiert, muss der arme Bär heute noch drinnen bleiben. ER ist allerdings der Ansicht, dass es ihm GUT geht, jawohlja, und dass er gefälligst JETZT raus möchte... mit dem Ergebnis, dass ich einmal ums ganze Haus gelaufen bin, um die Katzenklotonne von der Terrasse zu holen, anstatt einmal die Terrassentür auf- und wieder zuzumachen. Mein Kreislauf war gar nicht begeistert... aber wenigstens ist Sirius drinnen geblieben.

Futter, herrjeh... das kann natürlich sein :( Wir haben ihn zwar schon im April auf höherwertiges Futter umgestellt, weil er vorher nur den ganzen Supermarkt-Trockenfutter-Mist bekommen hat, aber es kann natürlich sein, dass sich das höherwertige Futter (das ja leider auch mehr Jod enthält -.-' Warum machen die sowas?) jetzt auf seine Schilddrüse auswirkt. Wenigstens das Carny, das er aufgrund großer Auswahl an Rindersorten gerne frisst, scheint relativ wenig Jod zugesetzt zu haben. Bei der nächsten Bestellung probiere ich dann noch, ob er Amadeus und Bozita mag, die scheinen zumindest in der Jod-Hinsicht ganz brauchbar zu sein, wenn auch in sehr wenig sonst, und das Macs ist definitiv von der Einkaufsliste gestrichen. CFF und GranataPet (die er ja sehr mag, der arme Bär) gibt es dann auch weniger, Fisch ist für ihn ganz aus (außer, ich finde Katzenfutter mit wenig zugesetztem Jod und Süßwasserfisch - vielleicht das Almo Nature Forelle?), und ich werde ein paar Herrmanns-Beutelchen holen und sehen, ob er auf die steht. Dass das "Pampe für alte Omis" ist, wie jemand hier im Forum gesagt hat, wird Sirius sicherlich gefallen, und vielleicht lässt er sich auch zu einer Sorte außer "Rind mit irgendwas" überreden. Und das mit dem Rohfleisch für ihn muss ich auch noch konsequenter durchziehen... weil ich so selten mit frischem Fleisch koche, hapert es in der Hinsicht auch noch ein bisschen. Und leider haben wir zwar zwei Bäcker und einen Kiosk und mehr Hofläden, als ich zählen kann, im Ort, aber keinen Fleischer :(

Sirius hat sich abgesehen von einer gewissen Grummeligkeit bis jetzt aber ganz gut an den Hausarrest gewöhnt. Allerdings hat er wohl offensichtlich vergessen, dass hier drinnen das Katzenklo im Gegensatz zu Draußen saubergemacht werden muss. Als er noch die Nächte drinnen verbracht hat, war er am Ende so weit, dass er mit halbwegs blasiertem Gesichtsausdruck den Kopf unter den Tisch gesteckt hat ("Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht!") wenn wir mit der bösen, bösen Katzenklotonne angekommen sind, um aufzuräumen. Jetzt ist das böse Tonnenmonster wieder vollkommen unbekannt und Herr Bär tritt den ungeordneten Rückzug an, sobald es auf ihn zukommt. Aber da muss er durch, wenn er nicht aufhört, selbst zu müssen...

In anderen Belangen ist er dafür nicht so vergesslich, sondern überraschend intelligent. Wenn ich an den Kühlschrank gehe und er das Klackern der Tablettendose hört, dann weiß er GANZ genau, dass es jetzt ein wenig Leberwurst gibt, und kommt entschlossen spätestens dann angetrabt, wenn ich mich auf einen Stuhl setze. Wenn ich mich nur so auf einen Stuhl setze, tut er das natürlich nicht... und wenn es Leckerlis gibt, nur sehr bedingt. Aber für Leberwurst... :roll:

Wenn es meinem armen Bärchen morgen Mittag noch immer gut geht (wie es ihm morgens geht, ist eigentlich kein Indikator - morgens will er gerne FUTTER und KUSCHELN und zwar SOFORT, und vergisst es darüber schon mal, wenn er matschig ist), dann darf er nach draußen. Er findet, es ist sehr dringend... und wenn er so weitermacht, finde ich das auch bald.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #180
Hallo glasi

Mit Verzücken verfolge ich auch deine Geschichte mit Sirius

Das ist sooo toll...und du schreibst sehr lustig..und ich hoffe, da kommen noch viele viele Geschichten von euch

LG
 
Thema:

Draußen vor der Tür

Draußen vor der Tür - Ähnliche Themen

Anderes Katzenklo Ideen?: Hey Leute Nicht wundern, bin nachtaktiv und Räume gerade die Küchenschränke auf, bzw sortiere aus, was ich nie brauche, damit ich wieder Platz...
Zusammenführung bis jetzt gescheitert - macht es noch Sinn, was können wir tun?: Hallo zusammen, wir haben die folgende Situation zuhause: Alle 3 Katzen sind Indoor-Katzen. Wir haben zwei kastrierte Katzen Mavie und Romy...
Erfahrung mit PetWellness Katzenpheromonen: Hallo, ich bin noch ziemlich neu hier. Ich wollte wissen, ob jemand Erfahrungen hat mit dem Pheromonstecker von PetWellness? Der soll angeblich...
Deutliche Rückschritte nach 2 Monaten: Hallo liebes Forum, ich hoffe ihr habt einen Rat oder aufbauende Worte für mich. Oder beides. Meine Vergesellschaftung schien geglückt - doch nun...
Malaika – Hübsche Fluse mit Flausen im Kopf *Verm. D-weit: Malaika ist ein Scheidungsopfer – die Besitzerin konnte ihre Katzen nicht mehr behalten, da sie in eine sehr kleine Wohnung ziehe muss. Und das...
Oben Unten