Hach ja... er hat gewartet. Darauf, dass er uns auf die Nerven gehen kann. Aber er ist schon ein süßer, toller Kerl, und ich bereue keine nervenaufreibende Sekunde, und keinen Cent (auch wenn es wahrscheinlich billiger gekommen wäre, den Toilettensitz mit Blattgold zu belegen :roll

. Dass dir mein Schreibstil gefällt, freut mich sehr, vom Studium her wirst du allerdings nicht so viel von mir zu lesen bekommen... ich mach grade Mathe/Geschichte Lehramt Gymnasium. Es sei denn, du liest gerne über den Zusammenhang zwischen Handel und Industrialisierung... aber das ist dann weniger pointiert
Ich bin ursprünglich aus der Nähe von Melk in Niederösterreich (wenn dir das was sagt), wohne jetzt aber wegen meinem Mann in Koblenz... die Liebe eben. Hab aber zwischendrin auch fast zwei Jahre in Wien gewohnt.
Was den Titel angeht - der gefällt mir auch noch (und ich hatte die Anspielung durchaus im Kopf *g*), aber im Moment müsste man ihn definitiv zu "Drinnen vor der Tür" ändern... er sitzt nämlich sehr ausdauernd hier vor der Terrassentür und jammert, dass er nach draußen möchte. Sehr ausdauernd. So ausdauernd, dass ich jetzt feststelle, dass wir ein Gesundheitsrisiko für ihn übersehen haben... humaninduzierte Asphyxiation! :shock:
Tanya's Seite kenne ich schon, und dass er ein kleines Nierenproblem hat, hab ich ja durch die Blutwerte schon vom Tierarzt bestätigt bekommen. Deswegen bekommt er jetzt, wo er wieder braver frisst, auch wieder sein Renalzin übers Futter - große Begeisterung bei ihm, ist eh klar. Dass er die Laktulose annimmt, denke ich aber schon - er nimmt eigentlich alles in Joghurt, es ist nur eine Frage des richtigen Mischungsverhältnisses (viel Joghurt, wenig Krams). Aber ich sollte mir mit dem Fläschchen besser eine Dosierspritze kaufen, oder? 0,5 ml schätzt man ja nicht mal so eben...
Und in der Apotheke sag ich sicher nicht mehr, dass ich irgendetwas für den Kater hole... der Blick, den sie mir zugeworfen haben, als ich nach Spritzen für das Aufnehmen von Urinproben gefragt hab, hat mir gereicht. Dieser "Wie, für eine Katze? Der Aufwand?!?"-Blick... ist halt alles noch sehr dörflich hier, mit vielen Bauernhöfen und der zugehörigen Einstellung zu Katzen
Das mit Pio kann ich mir vorstellen, dass das anstrengend war... schon nach den ersten paar Seiten des Threads. Er ist ja nicht nur krank, sondern auch ein kleiner Bruchpilot

Aber jetzt geht es ihm viel besser, er hat einen guten Platz gefunden, mit toller Familie und toller, rücksichtsvoller Gesellschaft, also war es das sicher wert
Erstmal die guten Neuigkeiten, die ich vergessen habe zu erwähnen (Schande über mich

) vorweg: Sirius geht es heute Morgen schon sehr gut - und das, obwohl er Dienstag und Mittwoch je eine Tablette bekommen hat! Dienstag sah es so gut aus, dass ich es gewagt habe, und obwohl er danach den Tag über doch ein wenig matt ist, ist es kein Vergleich mehr zum Wochenende. Er läuft wieder herum, er maunzt, er streicht um meine Beine, er ist heute schon zwei Mal mit Schwung aufs Sofa gesprungen (einmal so schnell, dass ich kaum mit Gucken hinterherkam), und richtig hingesetzt hat er sich auch schon wieder! Bei genauerer Untersuchung seines Bauches gestern (getarnt als eine ausgiebige Kraul-Einheit) hab ich nämlich eine wirklich große, wirklich fiese, vollgesogene Zecke am Ansatz seines Hinterbeinchens gefunden. Wie die da hingekommen ist - keine Ahnung. Angenehm war sie aber sicher nicht, und vielleicht hat das Vieh den Kleinen beim Hinsetzen gestört? Sie wäre ja genau in der Kuhle zwischen Bein und Körper...
Dafür gab es gestern dann gleich neues Spot-On, obwohl ich eigentlich dachte, dass wir noch ein paar Tage übrig haben (offensichtlich nicht), und der Kleine war sehr kooperativ. Er ist nur einmal aufgestanden und weggelaufen, und hat sich nicht gewehrt und ist kaum weggezuckt. Und heute Morgen war auch keine Spur von der Zecke zu finden - ob sie sich nur vor mir versteckt hat (das tun die bei mir gerne... "Huch, da ist eine Zecke, ich hol mal die Pinzette... ähm... wo ist das Mistvieh jetzt hin?"), von selbst abgefallen ist, oder das Spot-On gewirkt hat, er kann sich auf jeden Fall wieder hinsetzen... ich bin echt erleichtert! Und er wahrscheinlich auch. Gesicht putzen im Stehen findet er echt doof!
Ein wenig Sorgen macht mir allerdings noch, dass er so wenig frisst und trinkt. Ich bin ja meinen kleinen Scheunendrescher mit 500g
Nassfutter am Tag gewöhnt, und noch einen halben Liter Wasser hinterher... jetzt sind seine beiden Wassernäpfe, die normalerweise morgens komplett leergeschlabbert waren, noch halb voll, wenn ich aufstehe, und er hat es seit vorgestern Abend vielleicht auf 250-300g Nassfutter geschafft (das allermeiste davon in der Nacht auf Mittwoch - diese Nacht ging nur ein kleines Bisschen). Das ist jetzt nicht sooo wenig, aber auch nicht wirklich viel, auch wenn man einbezieht, dass es hie und da das gelegentliche Dreamie und einen Klecks Schmand mit Reconvales und ein Kügelchen Butter gab. Und er soll ja zunehmen - ist ja immer noch ein kleines Klappergestell, und hat seit letzter Woche durch das fast futterlose Wochenende und das Fasten vor dem Tierarzt-Termin doch sichtbar abgenommen (vor allem am Hintern... der ist jetzt wieder eingefallen). Die Katzenschenkelchen vorne und hinten sind aber zum Glück noch da, und nicht kleiner geworden!
Um das mit dem Gewicht ein bisschen besser kontrollieren zu können, hab ich ihn und mich also heute Morgen auf die Personenwaage geworfen. Das Ding ist ja leider nur auf 100g genau, was für eine Katze ja schon ziemlich viel ist, aber als ungefähren Wert hab ich jetzt 3,7kg. Das ist nicht berauschend, und er hat seit dem letzten
Tierarzt-Besuch wirklich ca. 100-150g abgenommen, aber es ist mehr, als er Mitte April hatte, und ich hoffe, dass er trotz niedrigerem Futterinput mit den Schilddrüsentabletten dann doch zunimmt. Immerhin sollten die demnächst anfangen, seinen Stoffwechsel runterzuregulieren (gestern waren wir bei genau 7 Tagen mit Tabletten). Wenn er allerdings weiter abnimmt, muss ich mir echt etwas überlegen! Aber dafür wiege ich ihn ja, damit ich da einen Langzeittrend hab und es bemerke, und mich nicht auf Rippen und Rückgrat und angucken verlassen muss.
Er hat das Wiegen außerdem echt mit Fassung getragen. Zwar sehr angespannt und ein bisschen zittrig, aber er hat still gehalten. Und ich muss ihn nicht mehr so weit von mir entfernt hochnehmen, wie meine Arme erlauben, sondern kann ihn mittlerweile auch an die Brust nehmen. Nur meine Hände bewegen darf ich nicht, da bekommt er Angst. Jetzt ist er natürlich ein bisschen schmollig und unter dem Couchtisch verschwunden, aber ich hab ihn fleißig gelobt, und es gab ein paar Leckerli zur Belohnung. Und jetzt ist ja erstmal für eine Woche Ruhe mit Wiegen (und hoffentlich mit Hochheben).
Und weil er so ein braver Kerl ist, und so gerne CFF frisst, und die 200g-Dosen bei seinem momentanen Fressverhalten viel praktischer sind, und nur noch eine Dose da ist (die unter dem Türstopper :roll: )hab ich eben noch ein paaar leckere Sachen für ihn beim Fressnapf bestellt. Hoffentlich kommen die bis Samstag!