Hi, also... Ich würde deshalb vor der Gittertür klickern, weil es den Katzen Spass macht, sie positives damit verbinden und sie sich dadurch immer wieder mal entspannt begegnen können.
Nun ist das Klickern mit mehr als einer Katze ja etwas anders, als mit einer alleine.
Sind inzwischen alle Drei konditioniert?
Bei mir ist es z.B. inzwischen so, dass meine beiden Kater wahninnig gerne klickern. Mit einem alleine geht nicht, wenn der andere in Hörweite ist; sofort steht er dann daneben "Ich will auch!".
Ich nenne dann immer zuerst den Namen des Katers, der "dran" ist und sehe ihn an, dann kommt die Aufforderung (Befehl finde ich verkehrt, denn wir reden ja von Katzen...) und die Entsprechende Geste/Handbewegung zur Übung. Du könntest auch Klicker mit unterschiedlichem Klickgeräusch verwenden, aber mir war das zu umständlich; deshalb haben meine Zwei jetzt auch längere Zeit nichts
Neues gelernt. Ich habe die bisher einzeln eingeübten Tricks nur gefestigt im Beisein des anderen Katers und in Verbindung mit der Namensnennung.
Bei dir ist es jetzt nicht so wichtig, dass die etwas ganz tolles, schwieriges einüben, es geht vielmehr um den Ort (in der Nähe eben jener Gittertür) und um die Möglichkeit ihren die Gelegenheit zu geben, sich Leckerchen zu verdienen, sich zu entspannen und positiv bestärkt zu werden.
Ich würde also auf beiden Seiten der Gittertür immer mal abwechselnd mit den Mauzern trainieren. Welches Tempo du dabei anschlagen kannst, das wirst du an deinen Schülern merken, auch wie aufnahmefähig sie jeweils sind, denn das kann auch sehr variieren.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob sie sich gleich am Gitter soweit entspannen können, um dir und dem Klicker zu folgen, wenn sie die jeweils andere/n Katzen auf der anderen Seite der Gittertür sehen.
Evtl. musst du deshalb mit geschlossener Tür beginnen und sie erst später zu gemeinsamen Trainingsrunden öffnen, das wirst du selber entscheiden müssen, was schon geht, oder was noch zu früh ist.
Ziel auf längere Zeit wäre aber, dass sie bei eingesetzter Gittertür und in jeweiliger Kenntnis des/der anderen Katze/n sich auf dich und deine Trainingsrunde einlassen und den/die Andere/n gelassen wahrnehmen.
Denn DAS ist dein eigentliches Trainingsziel für deine Pelznasen; wenn sie dabei den einen oder anderen Trick wirklich lernen, ist das toll, aber eher schmückendes Beiwerk.
So, ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte, viel Spass und Erfolg! ;-)
Ach ja, noch etwas ist mir eingefallen:
Es ist zwar nicht ganz genau deine Problemstellung, aber trotzdem wahninnig interessant, was eine Forine hier an scheuen Katzen bewirkt.
https://www.katzen-forum.de/tierschutz/57605-pflegis-by-taskali.html
Sie arbeitet viel mit Scheumiezen, die sonst kaum eine Chance auf Vermittlung hätten und beschreibt deren Entwicklung über einen (häufig sehr) langen Zeitraum.
In Punkto Geduld, Gelassenheit, Beobachten und Katzenkommunikation kann man sich hier einiges abschauen und gucken, in wie weit es sich auf die eigene Situation übertragen lässt.;-)