Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese

Diskutiere Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Neuigkeiten von der lieben Mimi: Leider kann sie nicht mehr zu ihrer Besitzerin zurück, der Schlaganfall war zu heftig und die Folgen lassen eine...
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #41
Neuigkeiten von der lieben Mimi:

Leider kann sie nicht mehr zu ihrer Besitzerin zurück, der Schlaganfall war zu heftig und die Folgen lassen eine Katzenhaltung nicht zu.

Jetzt suchen wir natürlich für Queen Mimi ein schönes neues Zuhause, wo sie noch viele Jahre die neuen Besitzer erfreuen darf. Ganz die Königin, hat sie sich schon unseren Henry zum Untertan gemacht. Henry hat Respekt vor Mimi, denn seine "Romantik mit dem Holzhammer" hat Mimi mit der Pfote beantwortet. Jetzt traut Henry sich zwar nach wie vor noch ins Katzenzimmer, aber wenn er Mimi den Napf leerfressen will, dann schaut Mimi ihn mal scharf an und Henry macht 4 Schritte rückwärts.

Grundsätzlich ist Mimi aber durchaus katzenverträglich.

Leider wird sie nicht gerne fotografiert. Diese blöden Blitzschleudern sind ihr total suspekt und sie faucht die Kamera an. Und fauchen kann sie gut, fasst so "grinchig" wie unser Percy.

Futter ist auch ein heißes Thema bei der Queen: Am liebsten frisst sie Sorten mit Fisch, aber bitte nur die wirklich teuren Sorten oder am besten gleich Thunfisch aus der Dose. Beinahe jedes andere Futter wird mit Nichtbeachtung bestraft.
Glücklicherweise bekamen wir kürzlich ein riesiges Fresspaket im Namen von Mimi´s bisheriger Besitzerin überreicht. Da sind dann alle ihre Lieblingssorten drin. Bei der Inventur der Spende wurde mir klar, dass ihr altes Frauchen anscheinend einen Großteil ihrer Rente in Katzenfutter für Mimi investierte.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #42
Neuigkeiten von der lieben Mimi:

Leider kann sie nicht mehr zu ihrer Besitzerin zurück, der Schlaganfall war zu heftig und die Folgen lassen eine Katzenhaltung nicht zu.

Jetzt suchen wir natürlich für Queen Mimi ein schönes neues Zuhause, wo sie noch viele Jahre die neuen Besitzer erfreuen darf. Ganz die Königin, hat sie sich schon unseren Henry zum Untertan gemacht. Henry hat Respekt vor Mimi, denn seine "Romantik mit dem Holzhammer" hat Mimi mit der Pfote beantwortet. Jetzt traut Henry sich zwar nach wie vor noch ins Katzenzimmer, aber wenn er Mimi den Napf leerfressen will, dann schaut Mimi ihn mal scharf an und Henry macht 4 Schritte rückwärts.

Grundsätzlich ist Mimi aber durchaus katzenverträglich.

Leider wird sie nicht gerne fotografiert. Diese blöden Blitzschleudern sind ihr total suspekt und sie faucht die Kamera an. Und fauchen kann sie gut, fasst so "grinchig" wie unser Percy.

Futter ist auch ein heißes Thema bei der Queen: Am liebsten frisst sie Sorten mit Fisch, aber bitte nur die wirklich teuren Sorten oder am besten gleich Thunfisch aus der Dose. Beinahe jedes andere Futter wird mit Nichtbeachtung bestraft.
Glücklicherweise bekamen wir kürzlich ein riesiges Fresspaket im Namen von Mimi´s bisheriger Besitzerin überreicht. Da sind dann alle ihre Lieblingssorten drin. Bei der Inventur der Spende wurde mir klar, dass ihr altes Frauchen anscheinend einen Großteil ihrer Rente in Katzenfutter für Mimi investierte.

Das ist sehr schade für beide...die ehemalige Besitzerin und auch Mimi.

Aber ich finde es toll, dass sie Mimi noch tolles Futter schickt, wenn ich ältere Leute sehen, die Katzenfutter einkaufen, sehe ich immer Felix oder so ein Schrott im Wagen...:shock:

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Mimi ein tolles Zuhause finden wird.

LG Sabine
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #43
Vielleicht wird das ja was mit Muppel. *hoff*
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #44
Zuletzt bearbeitet:
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #45
Die liebe Mimi könnte mal ein paar Daumen gebrauchen, denn morgen kommt ein Interessent für sie.

Wir hatten Mimi am Wochenende in der Zeitung, und ein älterer Herr aus Aurich hat sich dann gemeldet. Er hatte vor 4 Jahren 2 ältere Katzendamen aus dem Tierheim genommen, von denen leider im letzten Monat eine Katze wegen eines Tumors eingeschläfert werden musste. Die andere Katze trauert jetzt und fühlt sich einsam, und daher möchte er gerne Mimi kennenlernen.

Von der Beschreibung der anderen Katze her könnte es passen, sie ist nicht dominant oder fordernd. Genau das richtige also für unsere Queen.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #46
Daumen drückt!
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #47
Ich drücke auch die Daumen, das wäre ja ganz toll!!!
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #48
Mimi zieht Donnerstagabend in ihr neues Zuhause!:-D

Ihr neuer Besitzer ist ein pensionierter Lehrer, Typ Alt-68er mit langen grauen Haaren, und es war bei ihm Liebe auf den ersten, bei Mimi auf den zweiten Blick:

Wir kamen ins Katzenzimmer und Mimi hatte sich in ihrer Kuschelhöhle versteckt. Der Mann legte sich stumpf auf den Boden und wartete auf die Reaktion von Queen Mimi. Die ersten 10 Minuten passierte nichts anderes, als dass er mit seiner beruhigenden (manche würden sagen einschläfernden) Stimme auf unsere Katzendame einredete.
Nach 10 Minuten kam Mimi dann langsam aus der Höhle, streckte sich, richtete ihr imaginäres Krönchen, und begann mit dem Kopf des Mannes zu köpfeln. Schnurrend ließ sie sich dann streicheln und beschnupperte ausgiebig ihr neues Herrchen.

Mimi wird in ein kleines Häuschen am Auricher Stadtrand einziehen, und sie wird dort die Gesellschaft einer total lieben und ruhigen 16-jährigen Katzenoma genießen und ein Herrchen bekommen, dass den ganzen Tag lang für ihr Wohl sorgen wird.
Er muss ein echter Katzenfreund sein, denn er öffnet immer mehrere Sorten Naßfutter für eine Mahlzeit, sodass sich die Katzen dann die leckerste Sorte aussuchen dürfen. :mrgreen:
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #49
Das klingt toll! Da hat Mimi es super getroffen! :mrgreen:
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #50
Am Freitagabend haben die Ostfriesin und ich die Queen in ihr neues Zuhause gebracht, wir mussten den ursprünglichen Termin leider um einen Tag verschieben, aber es hat sich gelohnt:

Mimi wohnt jetzt in einem kleinen Haus am Stadtrand, dass lehrertypisch vollgestellt ist mit Bücherregalen. Ihr neuer Besitzer ist ein ganz ruhiger und lieber Mensch, und diese Ruhe hat sich sofort auf Mimi übertragen:

Wir brachten Mimi in der Box ins Esszimmer, dass für Mimi´s erste Tage schön katzengerecht eingerichtet wurde. Es stehen dort, neben dem Klo, gleich 4 unterschiedliche Schlaf- und Liegeplätze, und Mimi darf auch auf die antiken Stühle springen.
Wir öffneten die Box und Mimi kam neugierig heraus. Sie hat sich nicht erstmal versteckt, sondern erkundete neugierig und sehr gelassen ihr neues Zuhause. Herr H. konnte sie direkt kraulen und streicheln, was Mimi schnurrend genoß. Sie rieb ihren Kopf an den Möbeln, und als sie das Körbchen mit dem Minzkissen erblickte, war Mimi schon angekommen: Mit dem Kissen wurde ausgiebig geschmust und danach erstmal gefressen.

Die Zusammenführung mit der anderen Katze Sina, eine schöne schwarze Katze mit weißer Schwanzspitze, will er vorsichtig und langsam angehen. Er hat das Haus momentan geteilt, mit der Küche als gemeinsame Anlaufstelle. Mit Sina dürfte es allerdings wenig Probleme geben, sie ist schon 16 Jahre alt und nicht dominant oder zickig.

Mimi ist glücklich, Herr H. ist glücklich, und wir sind ebenfalls glücklich wieder gefahren. Herr H. und Mimi - das passt.

Doch eine neue Aufgabe wartet schon auf uns:

Bei unserer Vorsitzenden sitzt momentan ein riesiger schwarz-weißer Kater, der jahrelang in Berum um die Häuser schlich und um Einlaß und Futter bettelte. Nur eine alte Dame stellte ihm Futter nach draußen, alle anderen ignorierten und verjagten ihn. Aufgrund einer Augenverletzung ist er nun in unserer Obhut, und wir sollen ihn gesund pflegen und ein schönes Zuhause suchen. Er hatte ein Druckgeschwür hinter dem rechten Auge, was unser Tierarzt entfernt hat. Damit es gut verheilt hat er die Nickhäute des rechten Auges zusammengenäht, und er trägt momentan eine Halskrause damit er sich dort nicht kratzt. Altersmäßig wird er auf 6 - 8 Jahre geschätzt und er ist total verschmust und kommt mit anderen Katzen gut klar. Nach den Weihnachtsfeiertagen kommt er dann zu uns, und darf sich von Henry sozialisieren lassen.:mrgreen:.

Wir brauchen allerdings noch einen Namen für den Kater, behelfsmäßig wird er "Putzi" genannt, was ich bei diesem imposanten Kater als unpassend empfinde.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #51
Es freut mich, dass Mimi ein so schönes neues Zuhause bekommen hat.
Gerade für ältere Katzen ist es ja mitunter sehr schwer, noch vermittelt zu werden. Habt ihr wirklich gut gemacht.

Bzgl. der neuen "Aufgabe" mußte ich gerade etwas grinsen. Kaum geht die eine, steht der nächste schon vor der Tür. Bin gespannt, was du dann berichten wirst von dem Straßenkater (und unter Putzi stelle ich mir ein kleines, zierliches Katzenmädchen vor ;-))
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #52
Bruno der Bär ist da

Heute ist also "Putzi" bei uns eingezogen. Da "Putzi" nicht so wirklich zu ihm passt, und wir über die Feiertage genug Zeit zum grübeln hatten, bekam er erstmal einen neuen Namen verpasst:

Gestatten, BRUNO!

Bruno streunerte knapp 3 Jahre durch eine ruhige Siedlung und erbat an jeder Haustür Einlass, Futter, und ein Zuhause. 3 Jahre lang wurden ihm fast alle Türen vor der Nase zugeknallt, er wurde von Grundstücken verjagt, und von Kindern aufgrund seiner Zeichnung als "Hitler von Nebenan" verhöhnt.

Eine Anwohnerin hatte schließlich erbarmen und er bekam zumindest Futter und Zugang zur Garage, doch dort wurde er von den anderen Katzen gemobbt. Zu allem Unglück kam dann noch ein Geschwür hinter seinem rechten Auge, wahrscheinlich eine Verletzung aus einem Kampf die sich entzündet hat.

Die Dame hatte Mitleid und übergab Bruno an unsere 1. Vorsitzende mit der Bitte, für den lieben Kerl ein schönes Zuhause zu finden wo er geliebt und geachtet wird. Zuerst jedoch standen umfangreiche Behandlungen an, glücklicherweise musste er nicht auch noch kastriert werden. Sein Geschwür wurde unter Vollnarkose operativ von unserem Tierarzt entfernt. Damit die Wunden in Ruhe verheilen können, hat unser Onkel Doktor die Nickhäute des rechten Auges zusammengenäht. Zum guten Schluß bekam er noch eine Halskrause verpasst, damit er die OP-Wunden nicht durch intensives Kratzen wieder öffnet bzw. beschädigt.

Die Feiertage verbrachte er noch bei unserer 1. Vorsitzenden, u.a. auch weil wir über Weihnachten die bucklige Verwandtschaft im Ruhrgebiet besucht haben. Heute nun zog er also zu uns ins Katzenzimmer, damit wir ihn aufpäppeln und irgendwann* gut vermitteln können.

Was soll ich sagen? Bruno ist ein sanfter Riese. Klischee pur aber absolut passend. Er ist einfach nur lieb und lässt sich kraulen, knuddeln, und auf den Arm nehmen. Dabei schnurrt er wie ein Schiffsdiesel. Wenn man diesen imposanten Kater (Henry wirkt gegen ihn zierlich :mrgreen:) sieht, dann vermutet man das überhaupt nicht.
Total gelassen erkundete er unser Katzenzimmer und ließ sich ausgiebig kraulen. Auch die Versorgung der Augenwunde mit Salbe lässt er problemlos über sich ergehen. Nach 30 Minuten legte er sich vor mir auf den Rücken und ich durfte ihm den Bauch kraulen. Er gibt auch fleißig Köpfchen, allerdings ist das dank der Halskrause eine eher schmerzhafte Angelegenheit.:mrgreen:

Natürlich blickten unsere Kater direkt was da ins Haus geschneit kam: Der Ostfriese vorweg mit blauer Box, dahinter die Ostfriesin - da muss doch wieder ein neuer Mitbewohner einziehen. Henry hat ihn bisher nur einmal durch die Tür gesehen und war schwer beeindruckt: Für ihn völlig unbegreiflich scheint es doch tatsächlich feline Lebewesen zu geben, die noch größer und imposanter sind als er. Und Percy fiel förmlich der Kitt aus dem Gesicht, immerhin hat er spontan seinen Begrüßungstext (fauchen) vergessen. Leo blieb die Ruhe selbst, getreu seinem Motto: "Ruhe ist die erste Katerpflicht". Er schnüffelte an der Box, klemmte sich seine imaginäre Bildzeitung unter den Arm, und verzog sich zu einer längeren Sitzung aufs Katzenklo.

Im neuen Jahr steht dann für Bruno der nächste Arzttermin an, bei dem die Nickhäute wieder geöffnet werden und das Resultat der OP geprüft wird. Mit ein wenig Glück ist das Auge unbeschädigt und muss nicht entfernt werden.

Wir sind gespannt, wohin uns der Weg mit Bruno Bär führen wird und freuen uns das er jetzt bei uns ist.


* in hoffentlich gaaaaanz ferner Zukunft.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #53
Und was ist mit Fotos? ;-)
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #54
AW: Bruno der Bär ist da

Danke, dass ihr den armen Kerl aufgenommen habt. (Manche) Menschen sind so ekelhaft. Was kann ein Tier dafür, dass seine Zeichnung Assoziationen zu ihren negativen Seiten weckt.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #55
Fotos kommen noch, versprochen.;-)

Der erste Tag und die erste Nacht mit Bruno dem Bären sind rum, und er scheint schon angekommen zu sein. Er frisst sehr gut und benutzt das Katzenklo nun auch für seine krummen Geschäfte. Gestern hat er erst den halben Abend darin gelegen.

Die Augensalbe morgens und abends findet er zwar nicht sehr angenehm, lässt das aber mit stoischer Ruhe über sich ergehen.
Wenn jemand in sein Zimmer kommt wird derjenige direkt angemaunzt und der Bär kommt mit hochgerecktem Schwanz entgegen. Dann ist streicheln angesagt und er schnurrt ohne Unterbrechung, wirft sich auf den Rücken, gibt Köpfchen, macht Milchtritte, und lässt sich sehr gerne auf den Arm nehmen. Heute habe ich ihn mal gebürstet, was er zu lieben scheint. Befreit von einem riesigen Berg alter Haare, durfte man ihn danach einfach weiter kraulen und mit ihm sprechen (er hört aufmerksam zu).

Bruno ist übrigens nicht viel größer als Percy oder Henry, doch er ist wesentlich muskulöser und breiter gebaut. Allerdings ist er nicht fett, denn man kann bei ihm die Rippen problemlos ertasten. Für seine Größe bewegt er sich aber ziemlich elegant.

Heute haben wir ihn über Tag von der Halskrause befreit. Er kratzt nicht an der Augenwunde und ist froh über die zusätzliche Bewegungsfreiheit. Über Nacht jedoch werden wir ihm die Halskrause wieder anlegen, da wir heute abend nochmal Augensalbe verabreichen müssen.

Ein Traumkater, der momentan noch etwas angeschlagen aussieht.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #56
Hier nun ein paar Bilder von Bruno dem Bären.
 

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  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #57
Bruno der bärenartige Kater könnte mal ein paar Daumen gebrauchen, denn zur Stunde wird er erneut operiert. Die Nickhäute werden operativ geöffnet und die OP-Wunde sowie der Heilungsverlauf kontrolliert, mit etwas Glück behält er seine Sehkraft auf dem rechten Auge.

Damit er sich nicht so alleine fühlt ist Percy auch beim Tierarzt. Die jährliche Blutuntersuchung steht für unseren Grinch an, und da er für sowas auch in Narkose gelegt werden muss, ist er kurzerhand mitgefahren. Begeistert war er nicht und er zeigte sich bei der Ankunft in der Praxis von seiner "besten" Seite: Knurrend und fauchend begrüßte er die Tierärztin.

Bruno war da anders, ihn hat nur das seit gestern abend bestehende Freßverbot massiv gestört.

Jetzt hocke ich also zuhause mit nur noch 2 Katern: Leo liegt in der Küche vor der Heizung, und Henry leistet ihm Gesellschaft.

Irgendwie fehlt doch was wenn niemand knurrt und faucht und einfach nur herumgrincht.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #58
Die OP ist gut verlaufen und auch der Heilungsprozess verläuft bei Bruno sehr gut. Es sind nur noch ganz kleine Entzündungsherde hinter seinem Auge, kein Vergleich zur ersten Operation. Zur Sicherheit hat er aber wieder die Nickhäute zugenäht bekommen, in 14 Tagen werden sie dann wohl endgültig geöffnet. Also muss der arme Kerl weitere 14 Tage mit seiner Halskrause herumlaufen.

Wobei...mit LAUFEN hat das heute Abend wenig bis nichts zu tun, er torkelt fröhlich schnurrend vor sich hin. Die Narkose ist am abklingen und momentan schwankt er hin und her wie ich nach einer Flasche Tullamore Dew. (Wenigstens erzählt er beim torkeln keine schlüpfrigen Witze :mrgreen:).
Wir haben sein Zimmer "narkosesicher" gemacht und ihn gerade eben hoch gebracht. Bisher hatte er seinen Rausch bei uns im Wohnzimmer in der Transportkiste ausgeschlafen. Henry fand das natürlich SEHR interessant, doch leider bekam er den Deckel nicht auf und er passte auch nicht durch die seitlichen Schlitze. Da blieb ihm nur aufgeregtes schnüffeln und maunzen an der Kiste. Bruno hat das nicht weiter gestört, sein Verstand kreiste noch außerhalb von Henrys Reichweite im Orbit herum.

In der Praxis war Bruno übrigens der Liebling der Tierarzthelferinnen, da ihn wirklich jeder knuddeln und kraulen durfte.
Bei Percy war das natürlich nicht zu erwarten, er zog lieber seine "Fürst-des-Terrors-Nummer" von A bis Z durch. Fröhlich knurrend und fauchend hatte ich ihn zusammen mit Bruno morgens abgegeben, mit den Worten: "War nett euch alle gekannt zu haben." - Einige Hundebesitzer im Wartezimmer wurden kreidebleich vor Schreck.:mrgreen:
So war dann auch sein übriges Verhalten bis zur Kurznarkose am Mittag: Jeder Mensch in unmittelbarer Nähe seiner Wartebox wurde gnadenlos von Percy mit dem Tode bedroht. Fauchend und knurrend lehnte er jeglichen Beruhigungsversuch und Freundschaftsbekundungen rüde und brüsk ab. Wäre ja noch schöner wenn Percy seinem Ruf nicht gerecht werden würde...
Abends als ich die beiden Kater abholen durfte, hörte ich Percy schon fröhlich die Praxis terrorisieren. Er lebte also und war anscheinend wieder ganz der Alte. Die Kurznarkose hatte keine Schäden an Percy hinterlassen und dazu war er noch stinkesauer auf mich. Immerhin war ich ja so gemein gewesen und hatte ihn zum Tierarzt gebracht. Aber ihm geht es gut (wäre auch noch schöner bei dem Preis für den Jahrescheck): Herz super, Nieren super, Knochenbau super, Zähne etwas Zahnstein entfernt, und die Ohren gereinigt. Und das wichtigste: Dank der Medikation ist sein T4-Wert der Schilddrüse von 6,9 im Mai 2014, auf 3,8 gesunken. "Ihr Kater wird ihnen noch lange Freude machen", so die Worte der Tierärztin.:shock:

(Das er uralt wird war mir vorher klar, allerdings hatte ich das auf Grund seiner Bosheit vermutet: Der wird alleine deshalb uralt, damit er uns und seine Umgebung noch lange schikanieren kann.:mrgreen:)

Man ist ja doch irgendwie immer erleichtert, wenn man dann die Katzen wieder im Auto hat.:mrgreen: Ich hätte mir nur für Bruno gewünscht, dass er von der Halskrause verschont werden würde. Nun hoffen wir auf den Termin in 14 Tagen.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #59
Schön, das es den Herren gut geht - auch wenn Bruno noch 2 Wochen mit Krause vor sich hat. Schlußendlich ist es das wert, wenn er da durch zumindest einen Teil seiner Sehkraft behält.

Percy ist Percy, den gibt es nur so. :lol:
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #60
Neues von Bruno dem Bären:

Am Sonntag haben wir ihm mal die Halskrause abgenommen und seine Zimmertür geöffnet. Der Herr verlangte nämlich nach etwas mehr Auslauf, was nach gut 3 Wochen in unserem Katzenzimmer verständlich ist.
Völlig unaufgeregt ging er durchs Obergeschoss und beschnüffelte alles und jeden, aber ohne eine Spur von Angst oder Nervosität, seine schlachtschiffähnlichen Dimensionen lassen ihn wohl alles etwas gelassener sehen. Mit Henry hatte er sich auch schon angefreundet, allerdings ist unser Sozialisierungsautomat doch etwas von Bruno´s Größe irritiert und begutachtet ihn eher vorsichtig. Nachdem Bruno oben durch war ging es die Treppe runter, und da stand schon der nächste Kater: Opa Leo war neugierig und hat Bruno quasi "vom Fleck weg" adoptiert: Etwas gegenseitiges schnüffeln, und dann wurde ausgiebig miteinander geköpfelt. Dabei ist uns aufgefallen, dass Leo etwa halb so groß wie Bruno ist.

Im Wohnzimmer traf er dann auf den Fürst der Finsternis: Percy lag auf dem Sofa und träumte von Dingen die ich gar nicht wissen möchte. Wahrscheinlich folterte er gerade den Tierarzt und fraß danach Thunfisch aus dessen aufgeschlitzter Leiche.
Jedenfalls wurde er von Bruno, der wirklich nix machte, irgendwie geweckt und Percy war doch schon etwas irritiert. Auf dem Sofa hockend begutachtete er Bruno ("ist der häßlich"), fällte sein Urteil ("der war als Kitten schon scheiße"), fauchte ihn mal kurz an, und drehte sich um und schlief weiter. Lief also alles ganz gut, doch nach knapp 20 Minuten hat Bruno dann unseren Holzkorb im Wohnzimmer markiert. Ich denke mal, dass das ein Ausdruck von etwas Nervosität wegen unserer 3 Kater war. In seinem Zimmer hat er das nicht gemacht. Ansonsten klappte die Zusammenführung also ganz gut, wir hoffen allerdings nun das Bruno kein Dauerpinkler ist, was ich persönlich nicht glaube.

Heute war dann der große Tag: Das Auge wurde erneut zur Kontrolle geöffnet, und endlich ist er die Halskrause los. Die Nickhäute bleiben jetzt offen, und wir wurden vom Tierarzt sehr gelobt: Weil wir immer fleißig die Augentropfen und Medikamente verabreicht hatten, trocknete die Netzhaut doch nicht aus und er hat deshalb die Sehkraft auf dem Auge behalten. Die Netzhaut ist zwar jetzt noch etwas trüb, das wird sich allerdings im Laufe der Zeit normalisieren. Wir sollen jetzt 3 x täglich noch Augensalbe verabreichen, aber die Krause um den Hals ist nun Geschichte.
Im Moment liegt er neben dem Sofa in der Transportbox und versucht seinen Verstand einzufangen, der sich dank der Narkose noch im Orbit befindet.

Anbei mal ein Bild davon wie es ist, wenn man abends für unsere 3 Kater das Abendessen vorbereitet. Nicht das man beobachtet wird oder so.:mrgreen:

Von links nach rechts: Percy, Henry, und Opa Leo
 

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