Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese

Diskutiere Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Leider immer noch keine Interessenten für Bono in Sicht. :cry: Egal, er hat ja hier alles was er braucht.:mrgreen: Heute haben wir nun die...
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #21
Leider immer noch keine Interessenten für Bono in Sicht. :cry:

Egal, er hat ja hier alles was er braucht.:mrgreen:

Heute haben wir nun die Trennungen in unserem Haus aufgehoben. Bono ist lange genug da, und er ist ja katzenverträglich.
Die erste Stunde blieb er oben und schaute höchstens mal die Treppe hinunter. Irgendwann wurde Henry das aber zu blöd, und er sprintete die Treppe hinauf um Bono einen Nasenstüber zu verpassen. Jetzt traute sich Bono auch langsam runter.

Percy war erwartungsgemäß eher reserviert gegenüber Bono, er lässt ihn aber in Ruhe (das beruht übrigens auf Gegenseitigkeit). Und Leo? Unser alter Opa schnüffelte mal an Bono herum und war zufrieden. Nach und nach entdeckte Bono dann das ganze Haus für sich, und lag schon lange mit uns auf dem Sofa.

Beim Abendessen haben wir dann festgestellt, dass Bono hartnäckiger betteln kann als ein Zigeuner in der Fußgängerzone. Er hatte wohl mal sowas wie ein Zuhause, allerdings war dort, laut Aussage des Verhaltens von Bono, wohl eher der Schmalhans Küchenmeister. Er bettelt als gäbe es nie wieder etwas zu fressen, dagegen wirkt selbst Henry sehr zurückhaltend.

Allerdings macht er jetzt Leo beim klauen aus anderen Näpfen sehr ernste Konkurrenz. :mrgreen:

Die Leiterin der Katzenstation hatte vorgeschlagen das wir Bono ja jetzt in der Katzenstation in eine Stube integrieren könnten, denn seine Rachenentzündung wäre ja schließlich fast komplett verheilt. Das haben wir sofort abgelehnt, er bleibt bis er ein Zuhause findet bei uns, herumgereicht wurde er wahrscheinlich in seinem Leben mehr als genug.

Ich habe mal ein paar Bilder gemacht, aber bitte keine Kommentare zu der Treppe auf den Bildern, denn das ist immer noch eine Baustelle im Haus. Irgendwo unter den gefühlten 328 Schichten Farbe ist eine schöne Holztreppe vorhanden...
 

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  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #22
Wie erkläre ich das nur meiner Frau?

Unverhofft kommt oft, zumindest immer dann wenn man nicht damit rechnet:

Da habe ich heute Mittag wie ein Schornsteinfeger unseren Kaminofen gereinigt, als mein Handy klingelte. Da es nicht der tägliche Werbeanruf meiner Bank (den ich seit ca. 3 Monaten konsequent wegdrücke) war, ging ich ran - Das Ende vom Lied ist, dass wir noch einen weiteren Pflegling in unserer Obhut haben.

Mimi ist schon eine etwas ältere Katzendame. Nein, eigentlich ist sie die Queen Mum der Katzen mit ihren 15 Jahren. Sie verbrachte ihr ganzes Leben bei einer nun 90 Jahre alten Dame. Andere Katzen kennt sie zwar, aber sie war dort immer die Couchkönigin. Dann jedoch bekam die Besitzerin einen schweren Schlaganfall, und die bucklige Verwandtschaft hatte nix besseres zu tun, als umgehend die Katze zu entfernen. Also kam Mimi zu uns auf die Station, herrenlos, heimatlos, und total verängstigt.

So langsam ist sie zutraulicher geworden und kuschelt sogar mit den Pflegern, aber heute kam ein Notfall in die Station und das Zimmer von Mimi wurde gebraucht. Also rief man mich an und Mimi zieht für ein paar Tage zu uns.
Sie ist in eines unserer Gästezimmer für Menschen eingezogen, und hat sich erstmal unter dem Bett verkrochen. Logisch, der dritte Ortswechsel für die alte Katzendame in kurzer Zeit. Sie soll sich erstmal erholen und zur Ruhe kommen, und da ist das Zimmer mit Blick auf Felder und ganz viel Gegend ja genau das richtige für sie.

Unsere Katerbande inklusive Bono schauten schon etwas komisch als ich mit der Transportbox durchs Haus ging, aber Henry hat wie üblich den Vogel abgeschossen.

Leo, Bono, und Percy saßen auf der Treppe, als Henry einfach an ihnen vorbeisprang, so nach dem Motto: "Lasst mich durch, ich bin Arzt." Nun hockt er vor der Zimmertür und hypnotisiert die Türklinke. Allerdings will ich Mimi nicht direkt mit unserer gr0ßen roten Sozialisierungsmaschine konfrontieren, er ist ja bisweilen schon ein wenig nervig mit seinen Freundschaftsbekundungen.

Übrigens wenn man Mimi so sieht, dann denkt man gar nicht das sie schon 15 Jahre alt ist: Sie läuft und springt sehr elegant, das Fell ist schön, und die Werte sind alle bestens in Ordnung. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, tippte ich sie auf ca. 10 Jahre.

Jetzt habe ich nur ein Problem, denn normalerweise entscheiden die Ostfriesin und ich gemeinsam über die Aufnahme von Pfleglingen. Wie soll ich ihr das jetzt nur erklären?
 

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  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #23
Ach im Grunde ist das doch der Horror für all uns Katzenbesitzer.
Wir lieben Katzen und hätten sie gern Zeit unseres Lebens um uns.
Was ist aber, wenn etwas passiert? Was geschieht dann mit unseren Lieblingen?
Ich kann meine fitte, aber auch schon 70jährige Nachbarin verstehen, die nach dem Tode ihres einen Thaikaters den verbliebenen zur Einzelhaft verdonnert.
Weil es besser irgendwann zu Ende ist.

Auch wenn Püppi arg stresst, weil er ständig maunzt. Das hat er früher schon gemacht, aber jetzt ist es extrem.
Schade, vielleicht würde es mit Püppi und Queen Mum ja sogar passen... beide sind zumindest gleich alt. Und aufgrund des Alters sicher auch sehr ruhig. :mrgreen:
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #24
Mimi - die ersten 24 Stunden:

Mimi ist noch sehr schüchtern und verkriecht sich unter dem Bett wenn die Tür aufgeht. Allerdings kann man sie dann mit ein paar Dreamies recht schnell aus ihrem Versteck locken. Hoffentlich hat sich der Erfinder dieser Leckerei seine Erfindung patentieren lassen, irgendwie stehen alle Katzen darauf.

Über Nacht hatten wir ihr ein wenig Naßfutter und eine Schale Katzenmilch hingestellt. Die Milch war heute morgen leer, das Futter allerdings war kaum angerührt worden. Heute Mittag war ich dann mal lange bei ihr im Zimmer und habe frisches Naßfutter mitgebracht. Sie hat es gefressen, allerdings nur in meiner Gegenwart. Fressen, streicheln, fressen, streicheln.....irgendwann war der Napf dann leer. Mit menschlicher Gesellschaft mag sie dann auch das Zimmer erkunden, und sie reibt ihr Köpfchen an den Möbeln. Denn Sinn und die Bequemlichkeit meines Junggesellenbetts hat sie übrigens schon über Nacht erkannt, denn ich habe auf dem Laken Katzenhaare gefunden. Sicherheitshalber haben wir gestern Abend ein wasserdichtes Laken aus der Altenpflege über die Matratze gezogen, gut dass meine bessere Hälfte allerlei Dinge hortet - manchmal kann man wirklich mal etwas gebrauchen.:mrgreen:

Wenn ich mich dann aufs Bett lege ist Mimi schnell mit dabei, ein Satz und dann muss unbedingt gekrault und gestreichelt werden. Ich bin ja immer fasziniert wenn sie aufs Bett springt, so ganz elegant ohne Spuren ihres doch schon ziemlich hohen Alters.

Die Zimmertür zu ihrem Reich bleibt erstmal für die anderen verschlossen, doch genau das ist etwas problematisch:
Selbstverständlich möchte Henry unbedingt und sofort in das Zimmer, sein Seelenheil scheint davon abzuhängen. Und auch Bono findet das Zimmer auf einmal sehr interessant. Kaum haste ein Katzenweib im Haus, drehen die Kater durch.:mrgreen: Zum Glück ist Percy ganz normal (für seine Verhältnisse), denn er nutzt die Gunst der Stunde und versucht die Dose mit den Leckerlis, die ich auf die Couch gestellt hatte, zu knacken. Bisher mit überschaubarem Erfolg, es steht 3:0 für die Dose.

Na ja, jedenfalls versuchen Bono und Henry unbedingt einen Blick ins Zimmer zu werfen wenn man rein- oder rausgeht. Da aber immer nur ein Spalt zum schauen da ist, drängeln sich die beiden gegenseitig weg, nur um einen Blick auf Mimi zu erhaschen. :mrgreen: Und wenn die Tür dann wieder zu ist muss bei den Beiden erstmal durch spielen der Testosteronspiegel gesenkt werden.

Mimi jedenfalls kommt ganz langsam bei uns an.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #25
Bei euch ist es bestimmt auch viel schöner als im Tierheim.

Aber deine Bande ist echt heiß... :mrgreen:
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #26
Bei euch ist es bestimmt auch viel schöner als im Tierheim.

Aber deine Bande ist echt heiß... :mrgreen:

So toll wie die Bande ist, ohne die Berichte im typischen Schreibstil wären sie nur halb so lustig... ;) Ich muss jedes Mal wieder herzhaft lachen über Grinch Percy und Sozialisierungsmaschine Henry ^^
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #27
Neuigkeiten rund um Bono:

Wir arbeiten ja auf Hochtouren an der Vermittlung von Bono...mittlerweile helfen alle mit.

Der Mann von Sahneschnitte macht derzeit seiner Physiotherapeutin Bono schmackhaft. Gestern daher ausgedehnte Fotosession bei uns im Hause.

Vielleicht haben wir Glück und die gute Dame meldet sich in der kommenden Woche bei uns. Bono hätte es jedenfalls mehr als verdient... auch wenn uns hier im Haus was fehlen wird.

Gerade jetzt chillen wir gemeinsam:
Henry liegt flach auf dem Boden vorm Ofen.
Percy liegt flach und träumend neben mir auf der Couch und zuckt im Traum mit den Pfötchen.
Bono liegt auf dem Ostfriesen...
Der Ostfriese sitzt im Sessel vor dem Ofen.
Leo entspannt auf der superflausch Decke in seinem Körbchen in der Küche.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #29
Heute hatten wir in der Katzenstation unseren traditionellen Adventsbasar mit Vermittlung, und Bono zieht morgen in sein neues Zuhause.

Ein nettes älteres Ehepaar, dass schon vor einem Jahr eine Katze aus der Station adoptierte, möchte Bono gerne als Zweitkater zu ihrer Hannah. Ihr alter Kater ist vor 2 Monaten verstorben, und Hannah ist etwas traurig.
Sie suchten einen nicht dominanten Kater, der mit Hannah´s Handicap (sie ist taub) klarkommt, und ihr ein guter Freund ist. Charakterlich passt Bono perfekt, und zwischen dem Ehepaar und Bono war es "Liebe auf den ersten Blick". Sie kamen ins Haus, sahen Bono, Bono erblickte die Leute, und strich ihnen sofort um die Beine.
Da konnte auch Percy´s gemeiner Anschlag auf den Vermittlungsfrieden nichts dran ändern :mrgreen::

Unser dicker Grinch lag nämlich auf "seiner" Fensterbank im Wohnzimmer und grinchte vor sich hin. Er grübelte über das Elend der Welt, welches sich in seinem fast leeren Futternapf zu manifestieren schien. Nach der Begrüßung von Bono erblickte der Ehemann dann unseren Percy auf der Fensterbank, und es entwickelte sich folgender Dialog, dessen Anteil von Percy ich mal übersetzt habe:

Herr B.: "Oh, na du bist aber ein schöner großer Kater,"
Percy: "FCHCHCHCHCHCHCHCH!!! GRRRRR!!! (übersetzt: Ja, ich bin schön und du bist alt und häßlich! Ich bin dir in allen Belangen weit überlegen dank der Evolution, und jetzt geh!)
Herr B.: "Kann man dich streicheln?"
Percy: :shock::shock:
Ostfriese: Nein, besser nicht. Der mag keine Fremden!
Herr B. streckt die Hand aus.
Percy legt die Ohren an.
Herr B. versucht Percy am Kopf zu streicheln.
Percy haut mit seiner Pfote auf die Hand.
Herr B. zieht erschrocken zurück und sagt: "Na du bist ja ein ganz schöner Teufel."
Percy: FCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCH (Du entstammst eine niederen Kaste und bist damit unwürdig mich zu berühren.!)

Aber dieser Zwischenfall konnte Bono´s Glückstreffer nicht verhindern, morgen gegen 16:00 Uhr bringe ich ihn in sein neues Zuhause.

Mimi bekam heute ein Geschenk überreicht. Die Altenpflegerinnen von ihrer Besitzerin sind sehr um Mimi besorgt, und kochten ihr eine Menge Hühnchenfleisch. So konnte ich viel über Mimi und ihr bisheriges Leben erfahren, was uns bei der Vermittlung helfen wird.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #30
Gröööööhl... ich wäre beinah vor Lachen von der Couch gekugelt!


Aber was für ein Happy End für Bono! Wie schön!
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #31
Ja, für Bono freut es uns wirklich sehr, auch wenn wir ihn jetzt schon vermissen. Aber heute um 16:00 Uhr beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt, und wir können ihn jederzeit besuchen.

Vor 10 Minuten ist es dann doch passiert: Henry schlüpfte zu Mimi ins Zimmer. Es war nicht zu verhindern, echt nicht.
Henry kam herein und erblickte Mimi. Mimi erblickte Henry etwa zeitgleich. Während Henry sofort seine "Hurra-ein-neuer-Freund"-Nummer abzog, gewürzt mit "Super-eine-Frau", war Mimi doch etwas irritiert. Unser Sozialisator ging direkt auf Mimi zu und schnüffelte ausgiebig an ihrem Gesicht. Die etwas überraschte Mimi ließ sich das ohne Anzeichen von Aggressionen und/oder Furcht gefallen, aber als Henry dann an ihrem Hintern schnüffeln wollte war Schluß, dass wollte Mimi noch nicht und fauchte Henry an. Der war total verdattert und guckte etwas fragend in die Landschaft. Schließlich ließ er aber Mimi ihren Freiraum und setzte sich neben mich. Und von dieser Position aus miaute er Mimi in den höchsten Tönen ganz sanft an. Ein wenig erinnerte er an Chris de Burgh bei "Lady in Red". Ich entschied dann spontan das es für heute genug wäre, Mimi soll sich erst vollständig eingewöhnen, und warf Henry aus dem Zimmer.

Jetzt ist er voller Testosteron und spielt mit einem Baldriankissen im Wohnzimmer.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #32
... Ein wenig erinnerte er an Chris de Burgh bei "Lady in Red". Ich entschied dann spontan das es für heute genug wäre, Mimi soll sich erst vollständig eingewöhnen, und warf Henry aus dem Zimmer.

Jetzt ist er voller Testosteron und spielt mit einem Baldriankissen im Wohnzimmer.

:g035::g035::g035:

Alles Gute für Bono in seinem neuen Zuhause!!!
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #33
Heute ist ein schlimmer Tag für mich als Pflege-Dosenöffner.

Dass Bono ausgezogen ist, trifft mich schwer. Besonders weil ich ihn nicht in sein neues Zuhause begleiten und mich in aller Ruhe verabschieden konnte, weil ich ja noch im Büro war.

Bono und ich haben uns dann heute morgen voneinander verabschiedet, als kleines Schmankerl habe ich ihm eine besonders leckere Portion Nassfutter gegeben.

Ich weiß aber dass er es gut hat. Die neuen Dosenöffner kennen wir aus unserer Mitarbeit im Verein, da sie immer zu unserem monatlichen Flohmarkt kommen bzw. hierfür auch immer was spenden und sie suchen auch schon länger eine Zweitkatze. Da sie sehr speziell auf der Suche nach einem weißen Kater waren, sind sie bisher nicht fündig geworden.

Dass nun doch kein "Reinweißer" wurde, wundert mich zwar, aber Bono lebt nun in einer Fünf Sterne Residenz und hat sicher Dosis gefunden die ihn nach Strich und Faden verwöhnen werden. Darüber hinaus hat er nun auch eine kätzische Lebensgefährtin.

Und ich bin mir sicher, dass wir regelmäßig von ihm hören werden.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #34
Ich kann mir vorstellen, dass es sehr, sehr schwer ist. Aber mit der Möglichkeit immer mal wieder Informationen zu bekommen, ist es vielleicht etwas leichter.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #35
Gestern Abend riefen uns die neuen Besitzer von Bono an um von der ersten Nacht und dem ersten Tag zu berichten.
Bono hat dort schon die Herzen im Sturm erobert. Er schlief die Nacht unten im Wohnzimmer auf dem Sessel, die neuen Besitzer sind extra zweimal in der Nacht nach unten gegangen um zu schauen, ob es Bono auch wirklich gut geht. Gestern vormittag hat dann Herr R. eine Hühnersuppe zubereitet und dafür auch Hühnchenfleisch abgekocht. Logisch, dass Bono ihm beim kochen assistierte. Er lag im Vorratsregal und überwachte jeden Handgriff des Hobbykochs. Selbstverständlich fiel dann auch für Bono und Jessy (ehemals Hannah) ein üppiger Anteil ab. Bono springt auch schon auf den Schoß der neuen Besitzer, rollt sich dann zusammen, und alles ist gut.
Mit der tauben Katze Jessy befindet er sich noch in der Kennenlernphase, aber obwohl Jessy noch irritiert ist wegen des neuen Mitbewohners, blieben jegliche Art von Schlägereien bisher aus. Jessy zeigt Bono wie weit er gehen darf, und Bono scheint das zu akzeptieren. Das er sehr sozial ist konnten wir ja bei uns bereits beobachten.
Die Ostfriesin und ich dürfen Bono wann immer wir wollen besuchen, was wir sicherlich auch machen werden.

Mimi ist dann gestern ins Katzenzimmer umgezogen. Natürlich ist sie noch etwas irritiert von der neuen Umgebung im Haus, aber alles in allem ist sie viel zutraulicher als im Katzenhaus. Besonders an mich hängt sie sich dran. Wann immer ich jetzt in ihr Zimmer komme muss gekuschelt werden. Erst nach dem kuscheln wird dann gefressen. Sie lässt sich von mir auch hochheben, was sie wohl bei ihrer Besitzerin nie wirklich toll fand.
Henry ist auch begeistert, aber viel zu stürmisch für Lady Mimi. Mimi findet Henry zwar durchaus interessant und schnüffelt auch an ihm, nur ist mein roter Quell der Freude etwas ungestüm mit seinen Freundschaftsbezeugungen. Da gibt es dann schonmal einen Pfotenhieb von Mimi, allerdings ohne Krallen oder wirklicher Aggressivität. Geht er zu weit dann faucht Mimi, und wenn Henry das fauchen ignoriert, dann kommt die Pfote. Henry ist dann aber wiederum nicht auf Rache aus, sondern wählt den taktischen Rückzug.

Ich hatte ja schon berichtet, dass auf unserem Adventsbasar in der Katzenstation auch die Altenpflegerinnen von Mimis Frauchen zu Besuch waren. Für mich natürlich eine einmalige Gelegenheit sehr viel über eine Pflegekatze aus erster Hand zu erfahren:
Mimi und Frau F. lebten bisher in einem kleinen Häuschen auf dem Lande. Der Pflegedienst kam zwar morgens und abends, aber sonst war Frau F. immer noch sehr rüstig. Mimi war ihr Ein-und-Alles. Sie war Freigängerin und wohl eine echte Vogelkillerin, und bisher noch nie ernstlich krank. Sie wurde regelmäßig einem Tierarzt vorgestellt, und Frau F. hat keine Impfung versäumt. Mimi hat auch den bisweilen explosiven Charakter ihrer Besitzerin immer klaglos ertragen, und war ihr eine Stütze wenn sie sich in ihrem Haus einsam fühlte. Ein festes Ritual war das Brot am Nachmittag: Frau F. schmierte sich ein Brot mit Wurst und Käse, und setzte sich mit Mimi an den Küchentisch. Das Brot wurde gerecht zwischen den beiden geteilt.

Es besteht noch eine kleine Hoffnung auf Rückkehr von Mimi zu ihr, das hängt aber von der Gesundung und den Nachwirkungen des Schlaganfalls ab. Die Pflegerinnen jedenfalls wären bereit, auch weiterhin für Frau F. zu sorgen und ihr auch bei der Pflege der Katze viel abzunehmen. Sie hätten Mimi gerne selbst zu sich genommen, aber die eine hat einen Hund, und die andere eine Tochter mit Katzenhaarallergie. Ich habe den Beiden jedenfalls angeboten, dass sie Mimi bei uns gerne besuchen dürfen.

Sollte Mimi jedoch nicht zurückkehren können, dann stehen wir vor unserer bisher härtesten Aufgabe als Pflegestelle:
Einen Endplatz für eine 14-jährige Katzendame zu finden wird sehr sehr schwer werden. Mimi wirkt zwar absolut nicht so alt wie sie ist, aber bei dem Alter schrecken dann viele Leute vor einer Adoption zurück.

Na ja, jetzt ist sie erstmal hier, und wenn es nach mir geht, dann kann sie auch noch eine Weile bleiben.:mrgreen:
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #36
Ist Mimi eine soziale Katzendame? Wenn ja, vielleicht findet sich hier im Forum jemand...
*an jemand bestimmtes denkt*
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #37
Also genaue Aussagen zu ihrer Sozialisation können wir natürlich noch nicht machen, dafür ist sie erst zu kurz bei uns.

Was wir aber sagen können ist, dass Mimi die Gesellschaft anderer Katzen kennt. Sie dreht nicht durch wenn Henry in ihr Zimmer kommt, und lässt sich das beschnüffeln am Kopf gefallen. Allerdings darf Henry sie nicht bedrängen, dann zieht sie eine Grenze und hebt die Pfote.

Ich könnte mir sehr gut Katzengesellschaft für sie vorstellen, wenn die andere Katze sie nicht bedrängt und nicht dominant ist.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #38
Da hat mich die Andrea aber geschickt her gelotst ^^ wir fangen tatsächlich an nach einer Partnerin für unsere Queen zu suchen. Allerdings könnte Mimi schon fast zu alt sein. (Alleine würde ich wohl sofort zum kennenlernen rum kommen!).
Nancy ist jetzt 10 und von ihrer sedierung gelöst (lange Geschichte ). Dementsprechend fängt sie an richtig zu spielen und uns zum fangen zu animieren. Ist also schon noch fit und sehr an Jagdspielen interessiert.

Bin also schon sehr an einer Einschätzung von Mimi interessiert.

Unabhängig davon drücken wir Mimi alle Daumen und Pfoten ^^

LG Steffi =)
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #39
Also mit Henry kommt sie klar, aber das ist ja kein Maßstab.:mrgreen:

Wenn man Mimi so betrachtet, dann denkt man wirklich nicht an ihr schon etwas höheres Alter. Sie bewegt sich flüssig und grazil, das Fell ist glänzend und schön dicht, und die Augen und Ohren sind klar.

Ob sie aber zu einer Katze die spielen möchte gut passen würde können wir noch nicht sagen, dafür ist es noch zu früh. Wir arbeiten uns langsam an unsere Pfleglinge heran und möchten sie keinesfalls überfordern, denn das übernimmt ja meistens Henry schon.

Wichtig ist erstmal das Mimi gesund ist und sich langsam eingewöhnt. Alles andere kommt mit der Zeit, denn irgendwo ist sie ja auch für die Ostfriesin und mich komplettes Neuland, da wir bisher immer nur Kater im Haus hatten.

Zuerst muss auch mal geklärt werden ob wir Mimi überhaupt vermitteln dürfen, oder ob sie doch zurück in ihr Zuhause kann. Das klärt sich aber möglicherweise erst kurz vor Weihnachten. Bis dahin hat sie aber zumindest mal übergangsweise eine Bleibe bei uns.
 
  • Die Pflegis von Ostfriesin und Ostfriese Beitrag #40
Ach, bei uns eilt es nicht! Wenn dann muss es ja passen. Wir wollen ja nicht irgendjemand, sondern DIE möglichst perfekte Partnerin =)

Bin gespannt mehr von der lieben Mimi zu lesen =))

LG Steffi

Edit: Eine eventuelle Partnerin sollte sehr sozial sein. Bei unserer Nancy ist das nämlich ein Fragezeichen. Nancy verhält sich kätzisch in der Spielaufforderung und ist sehr lieb und zurückhaltend. Aber pest eben auch 2 mal täglich durch die Bude im vollen Galopp =)
 
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