Gestern waren wir in Bremen und haben uns einige "kleine Touristenziele" angeguckt:
Das Loriot-Sofa
Eine Bronze-Replik des berühmten Loriot-Sofas erinnert an die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Vicco von Bülow (Loriot) und Radio Bremen.
Getreu dem Loriot-Zitat „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“ hat Radio Bremen im November 2013 den großen deutschen Künstler Vicco von Bülow (Loriot) auf ganz besondere Art und Weise gewürdigt: Eine Bronze-Replik seines berühmten grünen Biedermeier-Sofas inklusive des obligatorischen Mopses erinnert von nun an vor dem Funkhaus an die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Vicco von Bülow und Radio Bremen.
Gefertigt wurde die Replik des Sofas nach einem Modell des Osnabrücker Künstlers Herbert Rauer. Er hat alle Details des Sofas aus verschiedenen Perspektiven fotografiert und analysiert, dann ein Holzmodell gebaut und schließlich modelliert. In einem aufwändigen und mehrschichtigen Verfahren hat die Gießerei Statuarius von Thomas Schmalz aus Bremen das Modell zu einer Bronzeskulptur gegossen. Das Kunstwerk wiegt etwa 600 Kilogramm bei einer Bronzewandstärke von fünf bis acht Millimeter. Es wurden ca. 6,5 Quadratmeter Fläche gegossen. (
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Glockenspiel
Glockenspiel aus 30 Meißener Porzellanglocken. Im drehbaren Turm werden 10 holzgeschnitzte Tafeln mit Darstellungen der Ozeanüberquerer gezeigt.
30 Meißener Porzellanglocken ertönen in der Böttcherstraße und spielen mit ihrem hellen Klang Seemanns- und Volkslieder.
Im benachbarten Turm drehen sich zeitgleich 10 Bildtafeln, die jenen Entdeckern und Abenteurern gewidmet sind, die den Ozean überquerten - sei es mit dem Schiff oder auch zu Luft.
Das Glockenspiel erfreut stündlich (außer im Winter) Groß und Klein und ist ein wichtiger und liebenswerter Teil des Gesamtkunstwerks Böttcherstraße.*(
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Schütting
Der Schütting ist das Gebäude der Bremer Kaufmannschaft, ehemals Gilde- und Kosthaus der Kaufleute und seit 1849 der Sitz der Handelskammer Bremen. Seit 1973 steht es unter Denkmalschutz. Es steht an der Südseite des Bremer Marktplatzes, direkt gegenüber dem Rathaus.
Gildehäuser Namens Schütting gibt bzw. gab es außer in Bremen auch im norwegischen Bergen (Scotting), sowie in Lübeck, Lüneburg , Oldenburg (seit 1604), Osnabrück und Rostock. Sie dienten nicht nur Veranstaltungen und Verwaltungsaufgaben, sondern auch als Unterkunft für auswärtige Kaufleute. Der Name steht also wohl in Verbindung mit dem Niederdeutschen Verb schütten, inschütten = „schützen“.
Die erste Kaffeestube im deutschsprachigen Raum entstand 1673 in Bremen, wo genau ist nicht belegt. Es könnte im Schütting oder einem der umliegenden Häuser am Markt gewesen sein. Ab 1679 gab es nachweisbar eine Kaffeestube an der Marktseite des Schütting. (
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Wall-Forum/Landgericht und Polizeihaus
Das Wall-Forum, ehemals Polizeihaus, Am Wall 201 bzw. Ostertorstraße 2/3, war Sitz der Bremer Polizei. Seit 2004 sind in dem Gebäude die Stadtbibliothek Bremen, eine Einkaufspassage mit Gastronomie und verschiedene Gerichte untergebracht.
Bis 1999 war im Polizeihaus die Zentrale der Polizei und bis in die 1990er Jahre auch die Zentrale des Stadtamtes. Das zentrale Polizeipräsidium Bremen ist dann im Stadtteil Vahr und die Zentrale des Stadtamtes am Rembertiring und danach in der Stresemannstraße/Steubenstraße untergebracht worden.
1992 wurde das Polizeihaus unter Denkmalschutz gestellt. (
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Der Brunnen der sieben faulen Brüder
Die Bremer sind erfinderisch, und das aus wohlverstandenem Eigeninteresse: Wer investiert schon gern sinnlose Arbeit, wenn sich bessere Wege finden lassen? Es gab in Bremen jedenfalls einmal einen ziemlich armen Bauern, der sieben Söhne hatte. Die Söhne waren groß und kräftig. Weil es aber auf dem Hof des Vaters nur wenig Arbeit gab, gaben sie sich dem lieben langen Tag dem Müßiggang hin und waren bald im ganzen Land nur als „die sieben Faulen“ bekannt. So beschlossen sie, in die weite Welt hinauszuziehen, dorthin wo sie gänzlich unbekannt waren.
Als sie nach Jahren in ihre Heimat zurückkehrten, da hatten sie viel gelernt und begannen, ihr Wissen auf dem elterlichen Hof anzuwenden. Sie zogen Gräben, um die Felder zu entwässern, bauten einen Damm zur Weser hin, um Hochwasser abzuwehren, befestigten einen Weg und bauten sich daneben Häuser und gruben schließlich noch einen Brunnen. Erst staunten die Nachbarn. Dann aber waren sie sicher: Die sind nur zu faul, auf den nassen Feldern zu arbeiten, das auf den matschigen Wegen beschmutzte Schuhwerk zu reinigen und das Wasser aus der Weser zu holen.
Wie könnte es anders sein – auch den faulen Brüdern gegenüber haben sich die nachfolgenden Generationen erkenntlich gezeigt. In der Böttcherstraße zum Beispiel erinnert der Sieben-Faulen-Brunnen an sie. Und von ihnen hat die Faulenstraße ihren Namen, in der auch Friedrich Wagenfeld lebte, der die Bremer Volkssagen aufschrieb und 1844 erstmals als Buch veröffentlichte. (
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Schnoor
Der Schnoor – auch das Schnoorviertel genannt (von niederdeutsch Schnoor, Snoor = Schnur) – ist ein mittelalterliches Gängeviertel in der Altstadt Bremens und auch der Name der Straße Schnoor in diesem Viertel. Das Quartier verdankt seine Bezeichnung dem alten Schiffshandwerk. Die Gänge zwischen den Häusern standen oft in Zusammenhang mit Berufen oder Gegenständen: So gab es einen Bereich, in welchem Seile und Taue hergestellt wurden (Schnoor = Schnur), und einen benachbarten Bereich, in dem Draht und Ankerketten gefertigt wurden (plattdeutsch Wiere = Draht), woher die Straße Lange Wieren ihren Namen hat. (
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Das Wetter war recht kühl durch den Wind und durch einen kleinen (eiskalten) Regenschauer. Aber dann kam sie Sonne raus:
Kann man so einer Einladung widerstehen? :mrgreen: Mein Gatte und ich konnten es nicht!
Hier gab es ein Eisbecher mit Erdbeeren und Sahne! Später gab es noch ein Eis "auf die Hand" in einem gaaanz kleinen Lädchen im Schnoor, die ihr Eis noch komplett selber machen. Das war sogar etwas günstiger, die Kugeln waren deutlich größer und der Geschmack

einfach nur zum Verlieben! Da werden wir demnächst bei jedem Bremen-Besuch einmal hingehen!