Leider viel zu früh gefreut
Aber fangen wir mal von vorn an:
Wir sind gestern in die TK gefahren, um das einmal alles durchzusprechen. Der Junior hat dann sogar unseren Dian holen lassen, obwohl wir nicht gedacht hätten, dass wir ihn sehen dürfen.
Wir haben uns das neue Röntgenbild angesehen. Von nur noch 1/5 "gesunden Lungengewebes" sind wir jetzt wieder bei 1/3. Das heißt, er spricht wohl gut auf das Prednisolon an.
Da unser Dickerchen seit Sonntag morgen Anfallfrei ist, können wir ihn mit nach Hause nehmen!
Unser Katerchen war total aufgeregt, hat sich an unsere Finger geschmust und sie angeknabbert, wenn wir sie in den Korb gehalten haben.
Wir sollten uns aber keine Illusion machen, dass jetzt gar keine Anfälle mehr kommen, das Ganze aber erst einmal bis Mittwoch oder Donnerstag beobachten.
In der TK hat er täglich Infusionen mit Luminal bekommen, der
Tierarzt hat uns also Luminaletten mitgegeben.
Dian soll morgens und abends jeweils eine Prednisolon (1mg) und 1/2 Luminalette bekommen.
Unter das Futter sollen wir immer einen TL Speiseöl geben, damit die Verdauung besser klappt. Das Guardacid kann ich bedenkenlos geben.
Im Auto hat er natürlich erst einmal wieder etwas Terz gemacht.
Bereits in der TK habe ich gemerkt, dass unser Dian ganz übel riecht. Also zu Hause erst einmal ins Bad und ihn etwas reinigen. Dafür könnten mein Mann und ich uns in den Hintern beißen ...
Er ist total aufgeregt gewesen, wusste gar nicht was los ist und hat einen Anfall bekommen. Es war 18.08 Uhr.
Als er zu sich gekommen ist, hat er eine halbe Dose LUX in einem Schwung aufgefuttert. Da wir das Bad säubern mussten, haben wir ihn dann in den Flur und die Küche gelassen. Er schien nicht so, als würde er sich in der Wohnung auskennen ... Ist immer wieder in eine Raumecke und hat ganz arg gemaunzt.
Felix ist dazu gekommen, hat ihn beschnuppert, gefaucht und geknurrt. Also haben wir die beiden erst einmal getrennt. Ich habe mich mit Dian in den Flur gesetzt, ihn ab und an leise angesprochen und versucht zu beruhigen, da er völlig ruhelos im Flur und der Küche umhergetigert ist. Er wollte sich partout nicht von Männe und mir anfassen lassen, hat sogar einmal genkurrt ...
Um 20 Uhr haben wir dann das WoZi aufgemacht, weil Felix Randale gemacht hat. So haben sie ja auch Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen. Aber Dian möchte Felix ständig gurrend begrüßen ... Irgendwann hat er sich dann von Felix eine eingefangen.
Dann ist er aufs Sofa und hat versucht zu schlafen. Um 22 Uhr wird er wach, maunzt ganz laut, sieht uns, beginnt zu schnurren und stupst uns an die Nasen. Völlig erschöpft, schläft er aber wieder ein.
Der nächste Anfall war dann um 0.25 Uhr. Danach hat er eine Spielmaus gefunden und wollte diese wohl fressen, sagt mein Mann. Er musste ihn erst wieder zu den Näpfen führen.
Dann wieder geschlafen und heute morgen um 5 Uhr der nächste Anfall, nachdem Felix ihm wieder einen auf die Nase gehauen hat, obwohl sonst die Nacht über Ruhe war ...
Als ich um kurz nach 5 aufgestanden bin (mein Mann hat mit den Katern im WoZi geschlafen, weil ich arbeiten muss), war er immer noch völlig orientierungslos. Wir durften ihn wieder nicht anfassen und er reagiert auch nicht, wenn wir ihn ansprechen.
Was sollen wir jetzt tun? Ihn wieder in die TK bringen? Wir können den 24/7 Dienst zu Hause nicht stemmen ... Ich habe den Eindruck, als dürfen wir Dian überhaupt nicht allein lassen. Wenn er im WoZi einen Anfall bekommt, rüttelt er sich durch den kompletten Raum und kann sich überall den Kopf anschlagen. (Stühle, Schränke, Tisch) Außerdem kann ich ihn doch nicht ewig in so einer Urinpfütze liegen lassen?! Er putzt sich auch überhaupt nicht. Weder gestern Abend nachdem wir versucht haben ihn mit einem nassen Lappen abzureiben, noch nach so einem Anfall.
Hat es Sinn, ihn zu Hause zu lassen, obwohl er so viele Anfälle hat? Und wie oft, sollen wir ihn noch in die TK bringen?
In der TK sitzt er in einem Käfig, hat wenig äußere Einflüsse, bekommt eine Infusion und selbst bei einem Anfall ist er in einem begrenzten Raum und kann sich da ggf. nicht ganz so viel Schaden zufügen, aber zu Hause in der Wohnung?!
Wir wissen es einfach nicht ...
Ich habe Männe gesagt, er soll vom Junior einen Bericht anfordern, den wir dann an die TK in BI schicken können. Mal sehen, was der Neurologe von dort dazu sagt.
Unser
Tierarzt meinte, eine Kombination aus Phenobarbitaten und Diazepam wäre schon eine ganz schöne Dröhnung und er würde das nicht befürworten. Er sagt, irgendwann hat man seine Grenzen erreicht ...