Kastration - Probleme mit zweitem Kater?

Diskutiere Kastration - Probleme mit zweitem Kater? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Verstehe ich nicht. Das ist doch ganz einfach: Lass den Kater kastrieren und das Thema hat sich erledigt. Denn: Du bist nicht IRGENDWO dafür...
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #41
Ich bin ratlos... Wirklich!

Verstehe ich nicht. Das ist doch ganz einfach: Lass den Kater kastrieren und das Thema hat sich erledigt. Denn:

Ich sagte ihr auch, dass auch ICH irgendwo verantwortlich dafür bin, dass das Tier gesund ist, mit dem SIE da züchtet.

Du bist nicht IRGENDWO dafür verantwortlich, sondern es ist DEIN Kater und somit auch deine Verantwortung, ob er zur Zucht eingesetzt wird oder nicht.

Weiteres, nicht unerhebliches Problem an der Sache ist nunmal auch, dass evtl. eine Vertragsstrafe/Nachzahlung (klingt nicht so übel) fällig werden könnte, auf der sie beharren könnte. (Nebenbei erwähnt: Aus Züchtergründen nicht zustande kommende Deckung: 100€; durch Käufer also mich verursacht: 300€)

Habe ich mir doch gedacht, dass genau das das Problem ist ;-).
Nun ja, das ist aber jetzt auch nicht ungewöhnlich. Wenn sie dir einen Nachlass gewährt hat, weil du ihr den Kater zur Deckung zur Verfügung stellst (der Nachlass also quasi ihre "Bezahlung" für die Deckung war, dann musst du natürlich den Restbetrag zu dem normal Kaufpreis drauflegen. (Ich weiß, dass klingt alles unschön, wenn man von Lebewesen spricht, aber im Endeffekt sind das nun mal alles Geschäfte und wenn man dann noch mit jemandem Geschäfte macht, dem die Lebewesen mit denen er diese macht offensichtlich nicht so wichtig sind, dann läuft es eben so.)

Wenn du jetzt aber, weil du die Nachzahlung nicht leisten möchtest, ebenfalls trotz besseren Wissens deinen Kater decken lässt, dann machst du es ja auch nicht besser. Es geht halt am Ende dann doch immer nur ums liebe Geld.

Auch ich hatte dir bevor du den Kater zu dir geholt hast schon gesagt, dass das alles nicht seriös ist und da war, wenn du dich erinnerst, ein ganz anderer Punkt ein Thema, als alles was hier besprochen wurde. Wenn du dich nicht an dieser unseriösen Zucht beteiligen willst, dann zieh halt die Konsequenzen und lass den Kater kastrieren.
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #42
So einen Vertrag hätte ich erst gar nicht unterschrieben.
Wenn man ggf wirklich mit dem Kater decken will kann man das vermerken aber nicht mit einer Strafe.

Ich würde die Züchterin anrufen; sagen: Kater hat am Wochenende angefangen zu markieren und das stinkt nun wie im Pumakäfig du musst ihn nun die Woche kastrieren lassen. Das geht so nicht.
Und dann auch wirklich so schnell wie möglich einen kastration Termin machen beim Tierarzt.
Zum Blutbild würde dir trotzdem raten. Alleine wegen dem EG

Was soll ich dazu sagen.. :( Blutiger, unwissender Anfänger eben. Hinterher ist man immer schlauer. Auch Frigida hat schon gesagt, selbst erfahrene Leute in dem Bereich machen noch Fehler.
Wäre ich damals nicht so naiv gewesen, hätte ich mehr hinterfragt.
EG lasse ich definitiv untersuchen. Wenn alles arbeitstechnisch heute klappt, fahre ich mit dem Kleinen in die Klinik.
Du meinst also, darüber (Markieren) versuchen das ganze zu kappen... Da wird sie mir wieder kommen mit na dann los schnell schnell, so kann ich jedoch sagen, schnell schnell is nich weil die nötigen Vorsorgen nicht gemacht wurde und dafür auch keine Zeit mehr ist, genauso wie ich das Gesundheitszeugnis von der Katze nicht so schnell ranbekomme bzw. sie.

Naja... es ist ein Unterschied zwischen Erbkrankheiten und Krankheiten.
Wenn du mit einem Tier züchtest, dass krank ist oder war, kann sich das z.B. negativ auf das Immunsystem der Kitten auswirken oder die Komplikationslosigkeit der Schwangerschaft oder der Geburt oder oder oder...

Erbkrankheiten sind dagegen vielfältig und werden oft polygenetisch vererbt. D.h. es kann mit einem anderem Partner für den Wurf schon wieder ganz anders aussehen.
Manche Erbkrankheiten machen sich erst bemerkbar, wenn sie eine gewissen "genetische" Schwelle überschreiten, weil beide Tiere eine Veranlagung dafür in sich tragen.
Also wird auch mit solchen Tieren gezüchtet, weil keiner weiß, dass die Veranlagung vorhanden ist.
Da es polygenetisch ist, lässt sich darauf auch nicht testen.
Oft fallen solche vererblichen Erkrankungen erst auf, wenn Linienzucht betrieben wird. D.h. es wird mit verwandten Tieren gezüchtet. Denn dann verstärken sich die positiven, aber auch die negativen Merkmale.

Manche Siamesenzüchter nehmen ein Tier mit Knickschwanz oder Schielaugen nicht aus der Zucht, sondern verpaaren mit einem anderen Zuchttier.
Problematisch wird es erst da, wo Tiere mit Erkrankungen fallen, die wirklich schlimm sind, wie z.B. ein offener Rachen

Was heißt das jetzt konkret in Moglis Fall?

Verstehe ich nicht. Das ist doch ganz einfach: Lass den Kater kastrieren und das Thema hat sich erledigt. Denn:

Du bist nicht IRGENDWO dafür verantwortlich, sondern es ist DEIN Kater und somit auch deine Verantwortung, ob er zur Zucht eingesetzt wird oder nicht.

Habe ich mir doch gedacht, dass genau das das Problem ist ;-).
Nun ja, das ist aber jetzt auch nicht ungewöhnlich. Wenn sie dir einen Nachlass gewährt hat, weil du ihr den Kater zur Deckung zur Verfügung stellst (der Nachlass also quasi ihre "Bezahlung" für die Deckung war, dann musst du natürlich den Restbetrag zu dem normal Kaufpreis drauflegen. (Ich weiß, dass klingt alles unschön, wenn man von Lebewesen spricht, aber im Endeffekt sind das nun mal alles Geschäfte und wenn man dann noch mit jemandem Geschäfte macht, dem die Lebewesen mit denen er diese macht offensichtlich nicht so wichtig sind, dann läuft es eben so.)

Wenn du jetzt aber, weil du die Nachzahlung nicht leisten möchtest, ebenfalls trotz besseren Wissens deinen Kater decken lässt, dann machst du es ja auch nicht besser. Es geht halt am Ende dann doch immer nur ums liebe Geld.

Auch ich hatte dir bevor du den Kater zu dir geholt hast schon gesagt, dass das alles nicht seriös ist und da war, wenn du dich erinnerst, ein ganz anderer Punkt ein Thema, als alles was hier besprochen wurde. Wenn du dich nicht an dieser unseriösen Zucht beteiligen willst, dann zieh halt die Konsequenzen und lass den Kater kastrieren.

Richtig, es ist als Ausgleich des Nachlasses zu verstehen. Ist ja auch richtig bzw. nachzuvollziehen...
Es geht mir nicht nur ums Geld, klar versucht man zu überlegen, wie man darum kommt, denn es ist schon mies, wenn ich dafür bestraft werden muss, dass ich versuche verantwortungsvoll die Sache zu kippen. Dem möchte ich ganz einfach aus dem Weg gehen. Meinetwegen zahle ich ihr die 100€ nach, nicht aber 300€ - wofür? Dafür dass ich darauf achte, wenn sie es wohlbemerkt als Züchterin schon nicht tut, dass sowohl mein Kater als auch ihre Katze gesund sind?
Wie kann ich denn die 300€ umgehen? Ich hab ja fast keine Argumente mehr, wenn die Gesundheitsaspekte schon nicht zählen, was dann...?

Letztlich einfach nur nochmal für mein Grundwissen: Grundsätzlich, wenn man einen potenten Kater decken lässt, meinetwegen kommt die Katze zu ihm, der andere kastrierte Kater ist auch anwesend quasi, es gibt keine örtliche Trennung der beiden Katerkumpel, sollte es keine Probleme für das Zusammenleben der beiden danach geben? Oder lässt sich das biologisch durch irgendwas begründen/erahnen, dass es zu Problemen kommen kann?
Ich möchte das grundsätzlich gerne wissen,... Ob ich da einen Denkfehler habe, denn ich hatte das damals evtl falsch verstanden...
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #43
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #44
Las ihn Kastrieren und sehe die Nachzahlung als Lehrgeld.
Egal mit welchen Argumenten du ihr kommst, du musst immer damit rechnen das der Kater doch zum Decken muss und wenn der Kater Kastriert ist ist das Thema durch.
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #45
Ja klar, aber so gesehen: Man will sich ja menschlich auch auf ner vernünftigen Basis einigen... Mit gegenseitiger Einsicht ohne großen Streit. Wäre halt schön!

Letztlich einfach nur nochmal für mein Grundwissen: Grundsätzlich, wenn man einen potenten Kater decken lässt, meinetwegen kommt die Katze zu ihm, der andere kastrierte Kater ist auch anwesend quasi, es gibt keine örtliche Trennung der beiden Katerkumpel, sollte es keine Probleme für das Zusammenleben der beiden danach geben? Oder lässt sich das biologisch durch irgendwas begründen/erahnen, dass es zu Problemen kommen kann?
Ich möchte das grundsätzlich gerne wissen,... Ob ich da einen Denkfehler habe, denn ich hatte das damals evtl falsch verstanden...

Kann mir dazu noch jemand was sagen?
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #46
Nein, auch dann kannst du nicht sicher sein, das die beiden sich hinterher noch verstehen.

Ist denn der Geiz soviel wichtiger als das Wohlergehen deiner Kater?
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #47
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #48
Nein? Ist er nicht.. Das sind doch zwei unterschiedliche Dinge und ich suche liediglich nach Argumente, die sie vielleicht noch überzeugen und zur 'Vernunft' bringen könnten.
Und wenn ich meine Züchterin frage, sieht sie kein Problem darin. Nur wenn beide Kater voneinander getrennt wären ein paar Tage und der Kleine dann wieder zurückkommt. Deshalb meine Verunsicherung, was denn nun richtig ist. Es sagt aber auch jeder was anderes...

Danke Finny!
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #49
Eigentlich sagt nicht jeder was anderes. Fakt ist wenn der Kater decken soll, hast du keine Garantie das die beiden sich hinterher wieder vertragen. Wenn der schon kastrierte Kater beim decken anwesend sein soll, kann es dir passieren das die beiden wirklich ernsthaft um die Katze kämpfen, was in einem begrenzten Bereich wie einer Wohnung sehr schlimm werden kann, da der Verlierer keine echte Chance auf Flucht hat.

Natürlich wird dir Vermehrerin immer sagen das das alles kein Problem, sie will ja immerhin den billigen Deckkater nicht verlieren.

Ich verstehe echt nicht weshalb du den Kater nicht einfach Kastrieren lässt und das Lehrgeld bezahlst.
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #50
Ok, das ist auch schonmal interessant zu wissen, danke!

Allein in diesem Thread hab ich schon mehrere Meinungen dazu gehört. Der eine sagt es wird Probleme geben, der nächste sagt es gibt keine, der übernächste meint 'vielleicht, muss aber nicht'...

Das will ich ja so machen. Es grault mir bloß vor dieser endlosen Diskutierei, deshalb versuch ich eben auch ein paar Argumente zu sammeln, mit denen ich auch überzeugen kann, und nicht nur mich belatschern lassen muss, weil ich 'keine Ahnung' habe. Ich will einfach, dass sie begreift worum es geht, aber es ist ein ewiges Tot- und Drumherumgerede. Leider bin ich auch so der Typ Mensch, er sich schnell belatschern lässt :/ Deshalb wollte ich wie gesagt Argumente sammeln...


Damals meinte sie, wenn wir gar keine Lösung finden, hätte sie halt Pech gehabt. Was in ihrem Sinne 'keine Lösung' ist, würde mich auch mal interessieren...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #51
Die Frage ist ja: ist der Kater überhaupt schon potent? Klar kann er es sein, aber es kann auch sein das er es noch nicht ist.

Ich würde mit ihr sprechen und sagen, dass du das Risiko nicht mehr weiter eingehen willst. Nicht das Risiko das er dir in der Wohnung markieren könnte, nicht den Stress den der Kater dann hat wenn er umziehen muss für ein paar Tage oder eben auch das Problem das du die potenten Tiere bei dir in der Wohnung nicht richtig trennen kannst und auch keine Ahnung davon hast worauf man achten muss, wenn er sie deckt.
Wie schattenkatze gesagt hat es kann auch böse enden. Selbst kastrierte Tiere können Probleme haben wenn es eine potente Katze da ist.

Biete ihr dann an etwas mehr als die 100 Euro zu zahlen, als entgegen kommen und verbuche es als Lehrgeld.

Sie wird dir immer wieder Argumente bringen warum das decken in Ordnung ist und keine Gefahr besteht. Im Grunde müsstest du dann sagen: nur wenn sie die Kosten für alle Untersuchungen übernimmt. Blutbild beider Tiere, KotProfil. Dazu fehlt dann aber noch die Untersuchungen für die Erbkrankheiten.
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #52
Letztlich einfach nur nochmal für mein Grundwissen: Grundsätzlich, wenn man einen potenten Kater decken lässt, meinetwegen kommt die Katze zu ihm, der andere kastrierte Kater ist auch anwesend quasi, es gibt keine örtliche Trennung der beiden Katerkumpel, sollte es keine Probleme für das Zusammenleben der beiden danach geben? Oder lässt sich das biologisch durch irgendwas begründen/erahnen, dass es zu Problemen kommen kann?
Ich möchte das grundsätzlich gerne wissen,... Ob ich da einen Denkfehler habe, denn ich hatte das damals evtl falsch verstanden...

Also, dann lass uns das doch mal aufdröseln.

Fangen wir mit den Fakten an:
Jeder der sagt: es wird auf jeden Fall das und das passieren hat schon mal ganz grundsätzlich unrecht! Denn (und das ist das einzige was hier Fakt ist), hier geht es um Lebewesen, noch dazu um eine Art, die Tiere mit sehr individuellen Verhaltensweisen hervorbringt. Deshalb kann man einfach nicht wie im Matheunterricht 2+2 rechnen und bekommt dann immer 4.

Es wird also immer ein wahrscheinlich, eventuell, vielleicht ... geben.

Die Frage ist also eher, welche Gefahr besteht und als wie hoch schätzt man diese Gefahr ein?

Fangen wir doch mal mit der Frage an: Besteht die Gefahr, dass sich die beiden Kater nicht mehr verstehen wenn (a) ein Kater für mehrere Tage das Heim verlässt, oder wenn (b) eine weitere Katze für mehrere Tage in die heimische Umgebung kommt? Und lassen wir dabei die Potenz der Tiere mal beiseite.

(a) Wenn ein Tier für mehrere Tage in ein anderes Zuhause kommt, noch dazu, wenn dort dann andere Katzen leben, deren Geruch der Kater annimmt, dann ist es immer ein Risiko, denn die Katzen einer Gruppe erkennen sich am Geruch und wenn dieser nicht mehr dem
Gruppengeruch entspricht, dann gehört diese Katze auch nicht mehr zur Gruppe. Das heißt die Katzen müssen sich wieder "neu finden" und das kann ganz schnell gehen oder auch komplett nach hinten los gehen.
(b) Viele, die schon einmal eine Zusammenführung durch haben können dir sagen, dass das Einbringen einer neuen Katze in eine Gruppe immer ein Risiko ist und auch Auswirkungen auf das Verhalten der schon vorhandenen Katzen zueinander hat. Bei erwachsenen Tieren würde ich persönlich ja ohnehin immer zu einer langsamen Zusammenführung raten, um das grundsätzliche Risiko das es einen riesen Krach gibt zu senken, was hier aber ja gar nicht möglich ist.

Also kann man sagen: Ja, es besteht immer ein Risiko, dass man das Gruppengefüge erschüttert, wenn man in irgendeiner Form etwas an der Gruppe verändert.

Dann die nächste Frage: Wie wirkt sich denn nun die Potenz und das Vorhaben den Bengalen eine Katze decken zu lassen auf das Risiko aus?

(a) Hier gibt es mehrere Komponenten. Das eine ist die Komponente Stress. Der Kater muss die Autofahrt, die neue Umgebung, mehrere Tage in einer fremden Umgebung, den Deckakt (ja auch Stress ;-)) und dann wieder die Heimreise verkraften. Das ist für so kurze Zeit eine ganze Menge. Gestresste Katzen sind aber ja nach der Art, wie sie den Stress verarbeiten sehr viel angriffslustiger und sind "aufgeputscht", was bedeutet, dass der kleinste Anlass ausreichen könnte, um den Kater zu einem Angriff zu bringen, der der Anfang von einer gestörten Beziehung der beiden Kater sein könnte. Die andere Komponente sind die Hormone, die durch die Deckung in Wallung kommen. In dem Moment, wo es darum geht als Kater eine Katze zu "ergattern" steigt auch automatisch der Konkurrenzgedanke bei den Tieren, was sie gleichgeschlechtlichen Artgenossen gegenüber aggressiver macht (man denke nur an einen jungen Mann, der sieht wie seine Freundin von einem hübschen Kerl angeflirtet wird ;-)). Diese Hormone sind nicht einfach wieder ratz fatz aus dem Körper verschwunden, wenn der Kater wieder nach Hause fährt. Weshalb zumindest die Gefahr besteht, dass der heimliche Kater als Konkurrenz wahrgenommen wird.
(b) Der zweite Punkt aus dem oberen Abschnitt trifft hier genauso zu, nur dass das Ganze hier noch dadurch verschärft wird, dass der zweite Kater anwesend ist. Das kann sogar eine sehr extreme Konkurrenzsituation im Kopf des Bengalkaters schaffen. Natürlich wird das etwas dadurch entschärft, dass Balou kastriert ist, aber das er als "absolut uninteressant" eingeordnet wird, dafür würde ich nicht die Hand ins Feuer legen wollen.
Dann kommt noch dazu: Mogli dürfte kein großes Problem mit einer potenten Katzendame haben (wenn auch er potent ist), denn wenn es um Sex geht, dann wird alles Reviergehabe erst einmal nebensächlich, zumindest zeitweise. Aber was ist mit Balou? Für ihn kommt einfach eine fremde (noch dazu potente!) Katze in sein Revier und da er keine sexuellen Absichten hat sind wir hier wieder bei dem ganz normalen Zusammenführungsprozedere, was immer Risiken birgt.

Nimmt man diese zwei Punkte jetzt zusammen, dann kann man davon ausgehen, dass die Potenz das ohnehin schon vorhandene Risiko um einiges erhöht, dass es zu Spannungen zwischen Mogli und Balou kommen könnte. Die Idee eine potente Katze zu dir nach Hause zu holen und alle Katzen zusammen zu lassen finde ich dabei noch am abenteuerlichsten. Wenn es ganz dumm läuft, dann hast du zwei Kater, die sich verstritten haben, der eine markiert, weil er seine neue Männlichkeit entdeckt hat und der andere, weil er sich in seinem Revier nicht mehr sicher fühlt.

Sicher kommt es unter Züchtern öfter vor, dass eine Katze zu einem Kater zum decken kommt und nicht immer gibt es danach einen riesen Krach unter allen beteiligten Katzen, aber nicht umsonst gilt die Deckkaterhaltung als Königsdisziplin der Zucht und viele Züchter verzichten darauf einen eigenen Deckkater zu halten. Das hat schon alles seine Gründe ;-).

Ansonsten bleib ich dabei: lass den Kater einfach kastrieren und dann hat sich die Diskussion "soll er nun zum decken oder nicht" erledigt. Und auch ich würde das Restgeld, was die Dame fordert, als Lehrgeld sehen (wenn man das überhaupt so sagen kann, denn der Kater hätte ja ohne diese Vereinbarung sowieso den höheren Betrag gekostet).
 
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  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #53
Vielen Dank Finny für deinen hilfreichen, wirklich ausführlichen Beitrag.

Nun, ich habe Nägel mit Köpfen gemacht:
Ich habe meiner Züchterin meinen Standpunkt erklärt und meine Argumente gegen diese Deckung aufgezählt. Die Mail ist raus.

Außerdem war ich beim Tierarzt.
Habe schon morgen einen Termin für Kastra und in dem Zuge gleich Biopsie wegen des EG.

:!:
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #54
Super! Ich wünsche Euch vel Glück und drücke die Daumen, dass alles gut geht!

Wann hast Du den termin? Heute (Dienstag) oder morgen (Mittwoch)? damit ich weiß, wann ich Daumen drücken muss! ;-)

Bitte berichte noch weiter, wie Eure Züchterin reagiert hat. Ich hoffe ja, dass sie noch vernunft angenommen hat ...





Sorry, aber ich hab noch eine kurze OT-Frage, vielleicht kann mir einer unserer Züchter hier die beantworten:

Was sagen denn die Vereine dazu, wenn ein Züchter einen Kater unkastriert verkauft und sich die Option einer (kostengünstigen) Deckung ohne Voruntersuchungen frei hält? Ich dachte immer Kater und Katzen sollten auch von Vereinsseite aus immer kastriert abgegeben werden.
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #55
Ich Züchte zwar nicht, aber ich glaube nicht das eine Kastration von der Seite der Vereins vorgeschrieben ist.

Die würden eher Schwierigkeiten machen weil ein Wurf mit einem nicht als Zuchtkater gemeldetem Tier gemacht wurde, wenn überhaupt.
 
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  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #56
Hallo ihr lieben...

Super! Ich wünsche Euch vel Glück und drücke die Daumen, dass alles gut geht!

Wann hast Du den termin? Heute (Dienstag) oder morgen (Mittwoch)? damit ich weiß, wann ich Daumen drücken muss! ;-)

Bitte berichte noch weiter, wie Eure Züchterin reagiert hat. Ich hoffe ja, dass sie noch vernunft angenommen hat ...


Sorry, aber ich hab noch eine kurze OT-Frage, vielleicht kann mir einer unserer Züchter hier die beantworten:

Was sagen denn die Vereine dazu, wenn ein Züchter einen Kater unkastriert verkauft und sich die Option einer (kostengünstigen) Deckung ohne Voruntersuchungen frei hält? Ich dachte immer Kater und Katzen sollten auch von Vereinsseite aus immer kastriert abgegeben werden.

Danke :)
Heute früh gleich um 8 habe ich ihn in der Klinik abgesetzt, gegen Mittag wollten sie sich rückmelden, wann ich ihn holen kann. (Dauert ganz schön lange)
Noch habe ich keine Anruf erhalten :( Hoffe dass alles gut ist.


Ich Züchte zwar nicht, aber ich glaube nicht das eine Kastration von der Seite der Vereins vorgeschrieben ist.

Die würden eher Schwierigkeiten machen weil ein Wurf mit einem nicht als Zuchtkater gemeldetem Tier gemacht wurde, wenn überhaupt.

Also ich hatte mal einen anderen Vertrag von einem Bengal, da stand ausdrücklich drin dass der Kater eben als Liebhabertier verkauft wird und somit kastriert werden muss. Ich glaube sogar ein Lebensmonat als Frist war gesetzt (glaube es war spätestens der 8. Monat) und das Attest hätte man dem Züchter zukommen lassen müssen als Nachweis. Ich denke mal so wird das auch die Norm sein. Vor Abgabe des Tieres, also vor 3 Monaten schon kastrieren lassen fände ich doch etwas sehr früh..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #57
Danke :)
Heute früh gleich um 8 habe ich ihn in der Klinik abgesetzt, gegen Mittag wollten sie sich rückmelden, wann ich ihn holen kann. (Dauert ganz schön lange)
Noch habe ich keine Anruf erhalten :( Hoffe dass alles gut ist.

Mach Dir keine Gedanken!! Vielleicht ist auch "nur" ein Notfall dazwischen gekommen, so dass Dein Katerchen etwas später dran kam. So war es bei Freya auch. Oder sie meinten, dass die op bis Mittag fertig ist und darf der Kleine in Ruhe unter der Wärmelampe aufwachen. Er wird bestimmt gut überwacht! Und wenn irgendwas wäre, dann hätten sie sich schon längst gemeldet! Alles wird gut!
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #58
Mit 8 Monaten kastrieren ist übrigens nicht zu früh, sondern schon ziemlich spät. Ich persönlich werde nur noch frühkastrierte Katzen nehmen, also welche die mit ca 12 Wochen kastriert wurden.
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #59
Hallo ihr lieben...



Danke :)
Heute früh gleich um 8 habe ich ihn in der Klinik abgesetzt, gegen Mittag wollten sie sich rückmelden, wann ich ihn holen kann. (Dauert ganz schön lange)
Noch habe ich keine Anruf erhalten :( Hoffe dass alles gut ist.




Also ich hatte mal einen anderen Vertrag von einem Bengal, da stand ausdrücklich drin dass der Kater eben als Liebhabertier verkauft wird und somit kastriert werden muss. Ich glaube sogar ein Lebensmonat als Frist war gesetzt (glaube es war spätestens der 8. Monat) und das Attest hätte man dem Züchter zukommen lassen müssen als Nachweis. Ich denke mal so wird das auch die Norm sein. Vor Abgabe des Tieres, also vor 3 Monaten schon kastrieren lassen fände ich doch etwas sehr früh..
Die Tierklinik will bestimmt nur das er richtig wach ist, bis er abholt wird.

Was den Vertrag angeht, denn macht doch der Züchter und nicht der Verein. Oder bin ich da gerade falsch informiert?
 
  • Kastration - Probleme mit zweitem Kater? Beitrag #60
Hallo ihr lieben...
Danke :)
Heute früh gleich um 8 habe ich ihn in der Klinik abgesetzt, gegen Mittag wollten sie sich rückmelden, wann ich ihn holen kann. (Dauert ganz schön lange)
Noch habe ich keine Anruf erhalten :( Hoffe dass alles gut ist.

Daumen sind ganz fest gedrückt für den kleinen Mogli. Er wird das sicher gut überstehen.

Also ich hatte mal einen anderen Vertrag von einem Bengal, da stand ausdrücklich drin dass der Kater eben als Liebhabertier verkauft wird und somit kastriert werden muss. Ich glaube sogar ein Lebensmonat als Frist war gesetzt (glaube es war spätestens der 8. Monat) und das Attest hätte man dem Züchter zukommen lassen müssen als Nachweis.

Das ist aber dann die Entscheidung des Züchters dies im Vertrag so zu vereinbaren und wird nicht vom Verein vorgegeben (zumindest habe ich es jetzt nicht im Kopf, dass die Vereine eine Kastration von Liebhabertieren wirklich verlangen).

Ich denke mal so wird das auch die Norm sein. Vor Abgabe des Tieres, also vor 3 Monaten schon kastrieren lassen fände ich doch etwas sehr früh..

Mittlerweile gehen immer mehr Züchter dazu über die Liebhabertiere kastriert abzugeben (was ich so auch absolut befürworte). Die Kitten werden dann meist nicht mit 12 Wochen angegeben, sondern mit ca. 16 Wochen. Das hat aus meiner Sicht gleich zwei Vorteile: 1. Kastration ist durch und ich als Liebhaber muss mich darum nicht mehr kümmern und mir die Sorgen machen, die das automatisch mit sich bringt und der Züchter hat nicht die Sorge, dass mit den Liebhabertieren vermehrt wird. 2. Ist es für die Entwicklung durchaus vorteilhaft diese vier Wochen im gewohnten Zuhause noch zu bekommen. 12 Wochen sollte wirklich das absolute Minimum sein. Ach ja, und natürlich auch noch ein dritter Vorteil: die Kitten verarbeiten die Narkose viel besser als die erwachsenen Katzen und sind ruck zuck wieder fit.
 
Thema:

Kastration - Probleme mit zweitem Kater?

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