Braucht man wirklich "Papiere"?

Diskutiere Braucht man wirklich "Papiere"? im Waldkatzen Forum im Bereich Katzenrassen; Hallo Cookiestern, in dem Threat ging es darum, dass beim Ersteller eine Rassekatze einziehen sollte. Eine Rassekatze ohne Papiere ist demnach...
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #61
Hallo Cookiestern,

in dem Threat ging es darum, dass beim Ersteller eine Rassekatze einziehen sollte. Eine Rassekatze ohne Papiere ist demnach keine wirkliche Rassekatze, den nur mit Papieren hat man einen ordentlichen Nachweis.

Zu 1: In Pflegestellen und Tierheimen sitzen überwiegend "normale" Hauskatzen. Die haben keine Papiere, da sie keiner Rasse zugehören. Und auch wenn dort eine vermeintliche Rassekatze sitzt, kann man ohne Papiere nicht belegen das sie einer Rasse angehört. Demnach ist sie, wenn überhaupt, ein Mix.

Zu 2: Auch der Stammbaum ist keine Garantie für Gesundheit, denn die kann man nicht kaufen. Auch Tiere mit Stammbaum können krank sein, oder krank werden.

Zu 3: Es ist nicht ausgeschlossen das auch Kitten dabei sind die vom Vermehrer stammen, das stimmt wohl.

Natürlich ist es nicht verantwortungslos, Tiere aus dem Tierheim oder von Pflegestellen zu adoptieren. Das hast du falsch verstanden. Hier geht es darum das jemand eine Rassekatze wünscht. Und die sollte man von einem seriösen Züchter holen (mit Papiere) und nicht von einem Vermehrer ( Ohne Papiere). Oder eben von Besitzern die sich von ihren Tieren trennen müssen und diese, mit Papieren, abgeben.
Natürlich gibt es hin und wieder auch Rassekatzen im Tierheim.
Ich finde nicht das man das Katzenelend unterstützt, wenn man Katzen aus dem Tierheim oder der Pflegestelle holt. Oder eben von einem seriösen Züchter, der weis was er tut. Lediglich wenn man "Schnäppchen-Kätzchen" kauft, unterstützt man dies.
Solltest du zwei Hauskatzen suchen, dann würde ich mich wirklich im Tierheim umsehen ( oder bei Pflegestellen), aber wohl nicht bei privaten Anbietern die einmal einen Wurf Katzen haben wollten. Diese Käufer unterstützen das Katzenelend. Meine Meinung.
Sollte es eine Rassekatze sein, dann sollte man zu einem guten Züchter gehen. Oder eben Katzen "aus zweiter Hand" zu sich holen, die aber Papiere besitzen um die Reinrassigkeit zu belegen.

LG Pia
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #62
Dieser Thread hat mich verunsichert. Vor meinen schlechten Erfahrungen habe ich die Katzen vom Tierheim geholt. Jetzt dürfen wieder zwei Katzen bei uns einziehen und ich dachte an eine Pflegestelle. ABER!

1. Sie haben keine Papiere, die ja so wichtig sein sollen.
2. Wurden sie zwar geimpft, entwurmt und je nach Alter schon kastriert, aber ich habe keine Gewissheit, dass sie auch gesund sind, was ja durch den Stammbaum ziemlich sicher wäre.
3. Tierheim oder Pflegestellen Kitten oder Katzen können auch von Vermehrern stammen.
usw. usf.

Ist es also verantwortungslos, Tiere aus dem Tierheim zu nehmen? So habe ich das hier verstanden. Dass nur Züchter die einzig wahren und richtigen sind.

Andererseits gibt es auch Rassekatzen in Not und Rassekatzen in Tierheimen. D.h. auch Züchter können dafür sorgen, dass es zu viele Katzen gibt.

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

Bin jetzt etwas ratlos und ich denke, ich lasse es wirklich mit den Katzen sein. Denn egal, von wo ich sie nehme, unterstütze ich noch mehr Elend.

Hallo,

die Papiere geben dir nur Gewissheit über die Reinrassigkeit der Katze. Das sie gesund sind, kann dir niemand garantieren. Ein seriöser Züchter achtet darauf, aber auch dieser steckt nicht in den Kitten drin.

Wenn ich dir einen Rat geben darf, nach allem was du miterlebt hast, höre auf dein Herz. Ob nun Tierheim oder Pflegestelle vom Tierschutz, oder eben Züchter. Schau mit wem du gut zurechtkommst, ich finde die Sympathie ganz wichtig, ist die nicht da, kann ich gar kein Vertrauen aufbauen.

lg Juli
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #63
Wir hatten unsere erste Katze (angeblich Maine Coon) aus Unwissenheit von einem "vermehrer". Mittlerweile sind wir uns fast sicher, das es eine Sibirische ist. Dieser Vermehrer machte allerdings sonst auf uns einen guten Eindruck. Andere "Züchter" ohne Papiere hatten uns teilweise bei den Haltungsbedingungen verschreckt.
Entgegen der Aussage des Züchters war eben Einzelhaltung auch bei 2 Kindern in unserem Haushalt und meiner nicht berufstätigen Frau trotzdem nicht gut. Obwohl wir uns viel Mühe gegeben haben (super Natur-Kratzbaum, Spielzeug in Massen, Liegeplätze etc.) hatte ich unserer Liana angesehen, das sie sich langweilt. Sie macht sonst einen guten Eindruck aber trotz Aussage des Tierarzt, das sie gesund ist, ist sie mir zu mager. Also haben wir uns nach einer zweiten Maine Coon umgesehen. Glücklicher Weise sind wir in der Nähe fündig geworden und haben ein zweites Mädel (XXL Maine Coon) gefunden, die auch gleich alt ist. Die hat jedoch Stammbaum und machte gleich einen sehr robusten und gesunden Eindruck auf uns. Die Züchterin nahm sich sehr viel Zeit. Hat Barffutter und ihre lieblingsdecke zur Zusammenführung mitgebracht. Sie hat die Zusammenführung bei uns im Haus mit begleitet. Auch ist sie sehr an dem Wohlergehen unserer XXL-Gema interessiert. Wir stehen immer noch mit ihr in Kontakt. Alles in allem habe ich nun die Erfahrung gemacht, das wir uns richtig entschieden hatten, die zweite Katze von einer Züchterin mit Papieren zu nehmen. Garantie ist das natürlich für nichts. Das ist mir auch klar. Trotzdem habe ich bei der "seriösen" Züchterin im Nachhinein ein viel besseres Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
 
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