Ich bezweifle ja langsam ernsthaft, dass hier überhaupt ein Austausch stattfinden kann, da die jeweiligen "Parteien" tatsächlich vollkommen unterschiedliche Sprachen sprechen bzw. von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgehen.
Die einen (zu denen ich mich auch zähle) schwören auf evidenzbasierte Medizin und Fakten (wobei ich nicht alles an der Alternativmedizin schlecht finde, einiges könnte oder sollte sich die Schulmedizin mitunter abschauen, z. B. in Sachen "Umgang mit dem Patienten, Fürsorge, sich ernst genommen fühlen etc ...). Die anderen fühlen sich von dieser Herangehensweise aber offenbar sogleich persönlich angegriffen oder weisen die Notwendigkeit wissenschaftlicher Belege vehement von sich. Wie soll man auf so einer Grundlage diskutieren?
Achja und engstirnig wäre es für mich nur, wenn die Entscheidung, nicht an Homöopathie zu glauben ohne Beschäftigung mit der Thematik getroffen würde. Wenn sich jemand nach der Beschäftigung mit einem Thema dafür oder dagegen entscheidet, etwas zu glauben, ist das für mich sogar genau das Gegenteil von Engstirnigkeit.
*Unterschreib* - Für mich persönlich widerspricht der Glaube an Homöopathie erstmal jeglicher rationaler Herangehensweise. Trotzdem war ich neugierig, warum so viele Menschen darauf schwören. Und so hat mir z. B. das von mir oben verlinkte Interview zum Placebo-Effekt gezeigt, dass der eben nicht nur auf Einbildung beruht, sondern durchaus auf seine Weise eine Wirksamkeit zeigt (weil z. b. tatsächlich Botenstoffe ausgeschüttet werden, die Schmerzen dämpfen können). Es wird also nicht alles abgetan. Auch wenn ich grundsätzlich immer noch nicht von Homöopathie überzeugt bin. Und es persönlich so sehe - Wenn man sich selbst Globuli verabreichen möchte gegen irgendein Leiden - bittesehr, meinetwegen. Kann ja, wie gesagt, subjektiv tatsächlich helfen. Ich finde nur, dass es da kritisch wird, wenn man es Schutzbefohlenen wie Tieren oder Kindern bei ernsthaften Erkrankungen gibt, die einem mehr oder weniger ausgeliefert sind.
Zur Akupunktur weiß ich zu wenig, um da fundiert mitreden zu können. Die hat mir gefühlt zwar auch mal geholfen, aber seitdem ich weiß, dass der Satz "Wer heilt, hat recht" viel zu kurz greift, bin ich vorsichtig geworden. Ich wollte mir aber schon länger mal die Folge von den Science Cops zur Akupunktur anhören. Auch wenn damit vielleicht der eine oder andere Glauben meinerseits erschüttert wird.