@Minka
Find ich sehr gut, wie Du das beschreibst! Kann man total nachvollziehen. Die ganze Ethik-Diskussion hat m.M. eine Macke: Jeder stirbt früher oder später (womit ich persönlich ein philosophisch-religiöses Problem habe) und viele Arten sind von "Mutter Natur" gezwungen, sich von den Körpern anderer Arten zu ernähren (womit ich auch ein persönliches Problem habe). Das Töten gehört zu dieser Welt wie der Tod auch, und dieser Tatsache kann ich nirgends und mit keiner Maßnahme entfliehen.
Da es so ist wie es ist, kann ich es nicht ändern und esse auch ab und zu so etwas. Wer es persönlich über sich bringt, zur Nahrungsbeschaffung zu töten, auch damit ich was davon abbekomme, verdient keine Verachtung dafür. Die verantwortungsvolle Jagd halte ich für richtig, sofern der Jäger schießen kann! Das Verenden vor Kälte und Hunger oder im Alter oder vom Wolf gerissen zu werden wäre die Alternative. Wer mit der tötenden Gewalt eines Jägers ein Problem hat, kann sich ja mal anschauen, wie es aussieht, wenn ein Wolfsrudel in eine Schafherde einfällt.
Es ist die Verantwortung des Menschen, auf welche Weise das Töten geschieht - ob das mit dem humanen Gewissen vereinbar ist, was wir als normal hinnehmen! Hier darf man als Konsument nicht wegschauen oder man macht sich mitschuldig. Und selbstverständlich auch die Art der Haltung, solange unsere Nahrung noch lebendig herumläuft.