Das mit dem Freigang organisiert der Kalle selbständig...
In der vierten Nacht hat er die Flurtür aufgemacht und ist durch die leere Katzenklappenöffnung nach draußen. Mein Mann ist dann zwei Stunden lang im strömenden Regen mit ihm im Kreis gerannt, immer ums Haus rum. Irgendwann hat mein Mann aufgegeben, aber als ich morgens aufwachte, lag Kalle bei mir im Arm.
Gestern haben wir "begleiteten Freigang" ausprobiert, Yoda und ich haben aufgepasst, damit Kalle den Garten kennenlernt und dem Nachbarshund nicht an die Kehle geht. Ich konnte ihn problemlos wieder einsammeln und ins Haus tragen.
Heute (Tag 7) hat er es geschafft, ein Wohnzimmerfenster (dänische Variante) so weit aufzuschieben, dass er ausbrechen konnte. Er freut sich wie Bolle, tobt und rennt und geniesst jede Sekunde. Zwischendurch kommt er immer wieder ins Haus zurück.
Ich glaube, er ist bei uns angekommen. Er liegt auf mir, kommt unter die Bettdecke, kuschelt sich auf der Couch an mich, lässt sich genüsslich streicheln, putzt meine Hände.
Nachts werden wir ihn noch im Haus halten (jedenfalls falls er nicht auch noch lernt, Schlüssel umzudrehen), aber wenn wir zu Hause sind, darf er jetzt tagsüber raus. Wenn er abhaut oder sich verläuft, dreh ich natürlich durch und heule euch hier voll...
Die räumliche Trennung zwischen den Katern und Yeni funktioniert sehr gut. Yeni verhält sich in ihrem Bereich des Hauses absolut normal und knutscht und knuddelt leidenschaftlich mit meinem Mann. In den offenen Wohnbereich, wo die Kater sind, kommt sie inzwischen gar nicht mehr. Das war aber auch vorher schon selten genug. Ich bin ein bisschen eifersüchtig, weil ich ja früher Yenis Bezugsdosi war...
Aber das Wichtigste ist, dass das "Experiment" vielversprechend läuft. Die Yeni hat sich meinen Mann geangelt und dem Yoda ist nicht mehr langweilig. Und der Kalle hat ein zu Hause.