Langer Text, deshalb weiß ich nicht, ob zwischendurch was anderes gepostet wurde:
Ich kenne mich mit Rassekatzen nicht aus, bin aber neugierig.
An der Homepage ist mir aufgefallen, dass diese sehr unprofessionell und lieblos gestalten ist. Ich habe schon immer Bauchschmerzen, wenn jemand ganz groß sein Copyright betont und dann einfach einen Wiki-Artikel abschreibt, ohne ihn entsprechend zu verlinken. Immerhin steht es als Quelle dran, aber ein richtiges Zitat sieht deutlich anders aus...
Die verwendeten Bilder sind hübsch, aber praktisch ohne Text, somit wenig aussagekräftig.
Wie sie einen zukünftigen Wurf (von 2016) fotografiert hat, weiß ich auch nicht...
http://www.vierpfoten-world.de/kitten-abzugeben.html ;-)
Das sind alles keine wirklich entscheidenden Kriterien, nicht jeder Katzenzüchter ist ein guter Webdesigner. Aber gerade bei einem Züchter würde ich mir Sorgfalt als Charaktereigenschaft wünschen, sonst hätte ich Bauchschmerzen... Ein paar mehr Informationen über die Tiere hätte ich ebenfalls erwartet.
Vielleicht kommt das mündlich, aber irgendwie fehlt mir der Glaube.. Wenn jemand so gar nichts über seine Zucht und seine Katzen erzählt, würde ich mich immer fragen, was da los ist.
Was mir aufgefallen ist, die Katzen werden offensichtlich mit Trockenfutter ernährt, die Riesentüte Applaws im Hintergrund spricht für sich
http://www.vierpfoten-world.de/hund-und-katze.html (6. Bild). Zum Spielen braucht jedenfalls niemand solche Futtermengen. Hier wirst Du sehr schnell auf hochwertige Nahrung umstellen müssen, da dies um so schwieriger wird, je länger Du wartest. Womit auch schon der Beweis erbracht ist, dass die Züchterin entweder von Katzenernährung keine Ahnung hat, oder am falschen Ende spart. Hier würde ich ganz dringend alle Untersuchungsergebnisse der Eltern-Katzen
sehen wollen, also nicht nur drüber reden.
Der Verein gefällt mir übrigens auch nicht: Nach eigenen Regel darf die Katze ohne Einschränkung 2x pro Jahr gedeckt werden.
http://www.deutsche-edelkatze.de/richtlinien.html Punkt B3. Das erscheint mir extrem viel, wenn ich im Tierheim die Streuner sehe, die das durch haben.. Vielleicht handhabt das diese Züchterin anders (weniger geht bekanntlich immer) aber das sollte sie sagen und beweisen können.
Wie gesagt, ein wenig Bauchschmerzen habe ich mit dieser Zucht. Die sind vielleicht zu groß und vielleicht könnte die Züchterin diese ausräumen, aber dass muss sie zwingend tun.
Und nur weil ich selbst mit dieser Rasse geliebäugelt habe, bevor ich mich dagegen entschieden habe:
Bengalen sind Hybridkatzen. Allein ihre Zucht war eine große Tierquälerei: Schau mal hier
http://www.tierschutzbund.de/katzen.html#c6781
Dazu kommt, dass diese Katzen natürlich nicht nur die tolle Fellfarbe von ihren Wildeltern geerbt haben: Sie sind nicht umsonst intelligenter, agiler und ja, auch aggressiver bei fehlender Auslastung. Sie jagen auch nicht nur Mäuse und kleinere Vögel, ihr Beutespektrum umfasst regelmäßig auch Kaninchen, Maulwürfe Nattern und Eichhörnchen, also Tiere, die eine normale Hauskatze eher extrem selten anbringt. Ich habe mir die Frage gestellt, ob für einen solchen Jäger tatsächlich noch Platz in unserer Umwelt ist, oder ob man eine solche Katze guten Herzens tatsächlich in der Wohnung halten kann. Beide Fragen habe ich für mich verneint. Variante 1 wäre gefährlich für die Umwelt, die auf einen solchen Jäger nicht vorbereitet ist, Variante 2 ist Tierquälerei gegenüber einem Tier, das den Bewegungsdrang und Jagdtrieb einer Wildkatze in sich trägt. Meine Meinung. Ich habe mich dann für normale Stubentiger aus dem Tierschutz entschieden. Sie sind wildgeboren und schon allein deshalb Freigänger. Die beiden bringen genug Mäuse verschiedenster Art und Vögel an.
An Deiner Frage selbst irritieren mich aber auch ein bis zwei Dinge:
1. sprichst Du immer von einer Katze. Das ist zu wenig. Einzelgänger sind sie nicht und mindestens Kitten nehmen ganz sicher großen Schaden, wenn sie allein gehalten werden. Das ist bei Hybriden nicht anders als bei anderen Katzenarten.
Zum 2. Deine Nachfragen zum Vermehren mit Liebhaberwelpen: Die Frage an sich ist absurd. Wenn es keine Zuchtkatze ist, sollte mit ihr nicht vermehrt werden. Erstens aus gesundheitlichen Gründen: Es hat vielleicht einen verdammt guten medizinischen Grund, warum sie keine Zuchtkatze geworden ist, obwohl sie selbst keinerlei Leiden zeigt: Schon der Versuch läuft für mich unter Tierquälerei. Du kannst als Laie nicht wissen, wie sich bestimmte Genvarianten untereinander auswirken.
Zweitens den rechtlichen: Du fragst nach der Möglichkeit eines Betruges. Sie ist als Liebhaberkatze verkauft, nicht als Zuchttier. Betrug unterstütze ich nicht.
Ich gehe erst mal von unglücklicher Formulierung aus, schriftlich ist es ja immer schwer sich auszudrücken.
Also wünsche ich Dir viel Erfolg mit der Auswahl Deiner neuen Mieze
n und viel Spaß in diesem Forum!
argon