Moin Ihr Lieben,
unserem Schnitzel geht es soweit wieder besser. Er humpelt zwar noch etwas, aber wirkt sonst schon fitter und belastet zumindest die Pfote wieder. Bröselchens Schwanz hat sich nicht verschlechtert, da sind wir hoffentlich auch auf der sicheren Seite.
Vicky macht sich weiter einfach toll. Mittlerweile liegt sie ganz entspannt auf unserem Terrassentisch und ärgert die übrigen Miezen auf den Stühlen drum herum ;-) Schnitzel fängt mittlerweile seinerseits an, aktiv nach ihr zu rufen und zu suchen. Da haben sich wirklich 2 gefunden :mrgreen:
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Und dann war da noch etwas, das mir diese Woche wirklich nahegegangen ist und mich immer noch fassungslos zurücklässt. Von einer Bekannten der Kater musste eingeschläfert werden. Das an sich war schon sehr bedrückend, ein feiner freundlicher Kater, verschmust und ganz sanftmütig. Was mich daran aber wirklich aus der Bahn warf, war die Vorgeschichte und das Verhalten der Besitzerin.
Ich hatte den Kater eine Weile nicht gesehen, nur immer mal nachgefragt, ob es Neuigkeiten gäbe, weil ich wusste, dass er kränkelte. Als ich ihn dann Mitte der Woche zusammen mit einer anderen Bekannten (ebenfalls Katzenbesitzerin) sah, waren wir beide völlig fassungslos. Der Kater war so stark abgemagert, dass es ein Wunder war, dass er überhaupt noch lebte. Er konnte aus eigener Kraft kaum aufstehen und fiel wieder um. Die Augen trübe und auch sonst völlig entkräftet.
Der Kater hatte vor einiger Zeit angefangen das Futter zu verweigern. Blut- und Organwerte waren wohl unauffällig, er hatte zwar eine Infektion, aber die war zurückgegangen und man ist dann einfach davon ausgegangen, dass er zu alt ist und jetzt halt stirbt. Sowohl meine andere Bekannte, als auch ich hatten sie jetzt schon mehrfach gedrängt nochmal eine Tierklinik aufzusuchen, aber bisher schien es zumindest so, als ob sie zusammen mit einem
Tierarzt etwas unternehmen würden, um das Tier wieder auf die Beine zu bekommen.
Zur Rede gestellt meinte sie, ja der hätte seit 5 Tagen gar nicht mehr gefressen (vorher hatte sie ihn zwangsweise ernährt). Sie wolle ihm das nicht mehr antun mit dem Einflößen und da hätte sie einfach aufgehört. Der Tierarzt hätte auch zu ihr gemeint, dass irgendwann die Organe versagen, aber wenn der keine offensichtlichen Schmerzen leidet, könne man einfach abwarten :shock:
Sie hat ihm zwar immer wieder frisches Futter hingestellt, aber er roch nur dran und würgte.
Wie kann man ein Tier, das einen so lange begleitet hat, so elendig verhungern lassen? Dieses Nichtstun hat mich unglaublich schockiert. Weder wurde versucht dem Tier noch zu helfen, noch wurde es erlöst. Sie hat einfach nur abgewartet -- aber worauf? Dass er von selbst vor Entkräftung stirbt?

Er war ja vorher durch die Infektion geschwächt und stark abgemagert.
Ich frage mich nun die ganze Zeit, ob wir mehr hätten tun müssen oder können ... sie noch mehr drängen, eine zweite Meinung einzuholen ...