Hallo allerseits!
Um nicht weiter andere Threads mit meinen Katzen vollzuspamen, eröffne ich nun endlich einen eigenen für meine drei Fellmonster, für die Streuner und für alle anderen Katzen, die mir hier so überm Weg laufen.
Eigentlich fing alles mit dieser Katze an:
Anhang anzeigen 124923
Sie ist vor ungefähr 3 Jahren draußen auf der Straße aufgetaucht. Damals war sie noch jung, noch kein Jahr alt - vom Aussehen her zumindest - und ich fand sie süß und habe ihr immer mal wieder Futter hingestellt. Klar hab ich auch versucht, sie zu streicheln, aber sie war damals wild und das ist sie auch geblieben.
Und in dieser ganzen Begeisterung Katze-wie-süß-Kätzchen-Kätzchen hab ich mir von ihr nicht nur einige Kratzer eingefangen sondern auch Flohkot. Dieser wiederum war mit Rickettien infiziert und bald drauf hatte ich Fleckfieber. Man wird nicht immun dagegen und könnte das immer wieder bekommen. Das Deutsche Ärzteblatt empfiehlt eine "Expositionsprophylaxe", was so viel heißt wie: Abstand halten. Das heißt für mich, Abstand von allen Streunern halten, weil sie ja mit Sicherheit alle Flöhe haben. :roll:
Nach diesem höllischen Schock und zwei Wochen Antibiotikagabe, war ich nicht nur von der Krankheit sondern auch von süßen Katzen geheilt.
Das wollte ich nur mal als Hintergrundinfo schreiben, damit man versteht, warum ich dann später im Umgang mit "meinen" Streunern und den Kitten draußen so wahnsinnig panisch war und völlig fertig mit den Nerven. Als ich im letzten Sommer meinen Kittenthread hatte, haben bestimmt die meisten nicht nachvollziehen können, warum ich so übertrieben reagiert habe.
Aber weiter in der Geschichte. Damals hatte ich noch nicht die geringste Ahnung von Katzen. Ich habe zwar immer mal wieder auf welche aufgepasst, aber es waren ja nicht meine, daher musste ich mich auch nicht groß mit Katzenhaltung auseinandersetzen. Wie wichtig die Kastration z. B. ist, darüber habe ich nicht nachgedacht. Und irgendwann wurde Effi auch trächtig. Einige Nachbarn im Haus (ich ebenfalls) waren ganz schön aufgeregt, dass "wir" bald Kitten sehen würden. Ein ganz lieber Nachbar war sogar mit Kittenmilch und allem vorbereitet. Irgendwann zog sich Effi dann zurück, tauchte wochenspäter ohne Bauch wieder auf, aber keine Kitten. Nix, nada, niente. Die müssen also allesamt nicht überlebt haben.
Es verging noch eine ganze Weile. Ich war auch nicht immer hier. Von den Nachbarn hörte ich, dass sie zwischendurch wohl wieder trächtig gewesen ist und wieder keine Kitten aufgetaucht sind. Im Sommer 2014 war sie dann schon wieder trächtig. Und sie zog sich wieder zurück und tauchte nach einer Weile wieder ohne Kitten auf. Es war zum Verzweifeln. Meine Fleckfiebererkrankung war zwar schon ein Jahr her, aber ich wollte sie weder anfassen noch in ihre Nähe kommen. Meine Angst saß tief. Langsam aber sicher blutete mir jedoch das Herz für diese junge Katze mit so einem schrecklichen Schicksal. Mitte August 2013 jedoch brachte sie plötzlich ihre 4 oder 5 Kitten (ich weiß es nicht mehr genau) zur Futterstelle vor dem Haus. Endlich hatten sie überlebt! Sie waren wohl 4-5 Wochen alt und so süß, wie nur Kitten sein können. Ich überwand meine Angst und kümmerte mich um die Kleinen so gut ich damals wusste und konnte. Sie bekamen eine Kiste mit Decken und Handtüchern, ich kaufte Unmengen an Flohsprays. Sie waren so verfloht, dass die Handtücher nach einem Tag schon blutbesudelt waren.

Effi wollte und konnte ich nicht anfassen, aber an ihre Kitten ließ sie mich ran. Seit wir wussten, dass sie eben doch Kitten hatte, bekam sie auch gaaaanz viel Futter. Und die Kleinen wuchsen und wuselten und waren nur Zucker und ICH? Na ich war so verliebt wie seit meiner Hochzeit nicht mehr.
So vergingen ein paar Wochen. Die Kleinen waren kräftig, sie machten aber zunehmend Probleme. Sie kletterten von unten rein in den Motorraum unseres Autos und in die Autos der Nachbarn. Das war nicht witzig. Morgens um halb 7 Uhr wuselnde Kleinteile aus dem Motorraum rausfischen, ist nicht witzig. Und so starben sie dann auch.
Es war ein Freitag. Frühmorgens zogen wir sie noch alle aus unserem Auto raus, mein Mann fuhr weg. Eine Stunde später ging ich wieder runter, um sie zu füttern. Ein Kitten fand ich plattgematscht, die anderen weg. Ich fing an zu weinen und konnte nicht mehr aufhören. Draußen, drinnen, überall, morgens, abends... ich konnte nicht mehr aufhören. Irgendwann meinte mein Mann zu mir, wenn sie wieder auftauchen, dann nimm sie hoch in die Wohnung. Aber sie tauchten nicht mehr auf und ich war völlig am Boden.
Fast auf die Stunde genau eine Woche später, tauchte aber ein anderes Kitten auf. Ein schwarzes Kleinteil, mager, kränklich, infizierte Augen. Und was machte das Kitten? Sich in Autos verstecken. Ich habe Nachbarn zusammengetrommelt, um mir verschiedene Motorhauben aufzumachen. Das Kitten rannte weg, kam wieder zurück usw. Am späten Nachmittag konnte ich das völlig veränstigte Kitten endlich einfangen und mitnehmen. Ich wollte es nicht behalten. Aber ich konnte auch nicht zugucken, wie es draußen stirbt.
Und so kam Bibi zu uns:
Anhang anzeigen 124921
Fortsetzung folgt.