Quincel (BLH) und Reddi (BKH) zogen zeitversetzt um ein Jahr als Kitten (mit 16 bzw. 14 Wochen) ein – zu dem schon erwachsenen BLH Lucky. Ich finde, dass ich gut vorbereitet (+ anfänglich Urlaub hatte) war, aber:
Quincel sprang auf ein „Gitter-Schuhregal“, eine Pfote verfing sich. Gottlob war ich da und konnte ihn befreien. Er schrie laut und humpelte leicht, natürlich ging es gleich zum Tierarzt, war aber glücklicherweise nix. Konsequenz: Sicherung des Schuhregals. Gut, später hat sich Quincel – warum auch immer - den Oberschenkelhalskopf gebrochen, aber da war er schon kein Kitten mehr.
Reddi inspizierte den Catwalk, der u.a. über ein recht hohes Regal (30 cm tief – habe Teppich darauf geklebt, damit man nicht wegrutschen kann) verläuft. Dann wollte er wohl die oberste Buchreihe anschauen, und mit einem lauten Wumms lagen plötzlich ein paar Bücher auf dem Boden. Reddi saß daneben. Wohlauf. Was da genau passiert ist, weiß ich nicht, ich hörte nur das Poltern. Er hat nie wieder versucht, die Bücher von oben auszuräumen.
Reddi schlich und schleicht mir immer und immer sehr leise um die Beine. Einmal habe ich die Spülmaschine eingeräumt und wollte sie wieder schließen. Fiep! Menno, menno, menno, gottlob ist der kleinen Pfote, die ich zu spät bemerkte, nichts passiert. Bis heute (er ist jetzt 2 Jahre) macht Reddi einen gewissen Bogen um die Spülmaschine, wenn sie geöffnet ist.
Kabel und wieder mal der kleine Reddi: Weiß müssen sie sein und dünn. Ideal sind aus seiner Sicht mein Handy- und Macbook-Kabel. Aufladen? Nur unter Aufsicht! Alle anderen Kabel – und derer gibt es einige – interessier(t)en ihn nicht. Juchhu!!!!
Ex-Karussellpferdchen: Habe so eines in voller Karussellpferdchen-Größe als Antiquität in meiner Wohnung stehen. Mit einem tollen Schweif – aus Pferdehaar. Also..., jetzt mit einem Loch, dort wo der Schweif war. Reddi und Quincel haben die Haare (die sind hart und lang) lecktechnisch zu gut gefunden. Schweif weg – meine Angst auch! Denn wenn sich so ein Monsterhaar im Darm verfinge, wer weiß, was dann passieren würde?
Reddi und das Überlaufgitter an der Küchenspüle: Der Kurze wollte das raushebeln. Und verfing sich mit den Krallen. Klar, da wär er wieder rausgekommen, aber... Panzerband-Abdeckung erschien mir sinnvoll.
„Handtuchhalter-Umlauf“ an der Küchenzeile abmontiert. Wenn so ein kleiner Zwuck springt, dachte ich, könnte er sich da verhaken. Meine Küche ist offen, deshalb habe ich einen Induktionsherd gekauft, um dem „heiße-Platten-Problem“ (erfolgreich) zu begegnen.
Kippfenster: von den Seiten mit Gittern geschützt, noch so einen „Klotz“ rein, damit bei Durchzug das Fenster nicht zuschlägt, Fliegengitter dahinter. Meine drei Matrosen sind mittlerweile alle 5,5 kg + - trotzdem kippe ich die Fenster nur, wenn ich im Hause bin. Und nachts auch im Schlafzimmer.
Ein anderes Fenster habe ich so mit einem Katzennetzrahmen geschützt, dass ich es ganz aufmachen kann. Da saßen sie neulich wie auf der Hühnerleiter (Profilbild). Schluck. Und von draußen sprang ein Kater auf das Fensterbrett – und wollte unbedingt rein. Not so nice. Quincel weg in Panik. Lucky weg in Halbpanik. Reddi: blieb wie angetackert sitzen. Und ich: habe den Kater vertrieben.
Terrassenvernetzung: Mein Großer (Lucky) muss den bombensicheren Klippverschluss wohl aufbekommen haben – vielleicht war es auch mein Fehler. Beim Saugen hörte ich des Nachbarn laute Stimme. Und sehe dann... Lucky und Reddi sind draußen. Also draußen draußen. Zwei Klettverschlüsse sichern jetzt die Klippverschlüsse.
Plastiktüten: bei uns ein No-Go. Ich war mehr als froh, dass die Staubschutzwand neulich nur angeleckt, nicht aber angeknabbert wurde.
Klar, das hört sich jetzt alles so massiv an. War es aber nicht, denn alle Maßnahmen bzw. Geschichten verteilen sich über die letzten drei Jahre. Als Kitten waren Quincel und Reddi ansonsten extrem „pflegeleicht“: Nix wurde „zerstört“, runtergeworfen (bis auf die Bücher s.o.)... Dass sie auf den neuen Ledersessel (helles und feines Leder) hopsten und dabei (kleine) Spuren hinterließen: können sie nichts zu; haben nicht einmal gekratzt. War meine eigene Blödheit, dieses Leder zu wählen, aber Fremde sehen die kleinen Kratzer nicht einmal. Wenn ich abends das Licht lösche, ist (und war immer) Ruhe, auch wird (und wurde) morgens nicht lautstark um Futter gebeten. Alle sind (und waren) sehr munter, aber in einer Weise, die mich selbst nie behindert(e). Die Wohnung ist offen, es gibt nahezu alles „für die Katz“ (vor allem Kletter- und horizontale/vertikale Kratzmöglichkeiten), alle Zimmer sind zugänglich, nur morgens dusche ich hinter verschlossener Tür. Allein. Eigenzeit quasi. Brauche ich auch mal. :mrgreen:
So wunderbar die Kittenzeit auch war (und das war sie! Unvergesslich!), ich bin eigentlich ganz froh, dass sie nun „groß“ sind und ich ihre „Macken“ bzw. Gewohnheiten, die zu Gefährdungen führen können, kenne. Aber wie gesagt, schwierig fand ich die Kittenzeit nicht – ich hatte nur einfach etwas mehr Angst um meine Zwucks als jetzt!