Oh, danke das ist sehr nett, Styroporkugeln halte ich schon aus ;-)
Aber mal im Ernst. Ein "Look-alike" hat doch sicher in den meisten Fällen auch was mit der Rasse zu tun, zumindest wenn man logisch darüber nachdenkt. Für mich fallen eben genau deshalb auch diese Katzen in die Rassekatzenkategorie.
Ich will euch auch erklären warum ich das so sehe. Wenn eine reinrassige Kätzin der Rasse X mit Stammbaum (vom Züchter an privat als Liebhabertier abgegeben) mit einem Kater (auch vom Züchter an privat als Liebhabertier abgegeben) der Rasse X mit Stammbaum, Kitten zeugt, sind diese Kitten Mischlinge, weil sie eben keinen Stammbaum haben. Wären diese Kitten aber bei einem Züchter geboren worden, hätten sie einen Stammbaum und wären reinrassig. (Ich lasse hier Vertragsstrafe mal weg und gehe davon aus, daß beide Katzen aus einer seriösen Zucht sind und gesund und auch von einem Züchter verpaart worden wären). Diese Kitten sind es aber, die dann in den Kleinanzeigen als reinrassig von Vermehrern angeboten werden. Es ist schwer, jemandem zu erklären, warum diese Kitten nicht reinrassig sein sollen, nur weil kein Mensch ein Papier ausgestellt hat, wo ein Stammbaum drauf steht. Das ist für mich auch unlogisch, weil sie eben genau die Gene haben, die sie auch hätten, wenn ein Stammbaum ausgestellt worden wäre. Wahrscheinlich werden deshalb auch immer wieder Kitten von Vermehrern gekauft?
Nun aber zum Thema Krankheiten.
@Neryz: Das mit der Inzucht ist logisch und hatte ich nicht bedacht, da hier echt sehr viele Streuner sind (über 40 Stück).
Nur wenn man über Erbkrankheiten spricht/schreibt, ist es nicht objektiv, Kitten die auf o. a. Weg anstanden sind, zu den Mischlingen zu zählen. Das verfälscht m. M. nach die Statistik erheblich, da eben diese sog. Mischlinge auch das Erbgut der Rasse X in sich tragen. Selbst wenn ein Vermehrer Kitten aus 2 solcher Würfe verpaart, besteht das Erbgut immer noch nur aus dem Genpool der Rasse X. Das hat dann nichts mit Hauskatzen zu tun. Hiermit möchte ich nicht sagen, daß ich Vermehrer unterstütze, mir geht es wirklich rein um die Gene.
Bitte, ich unterstütze keine Vermehrer ! Ich möchte auch nochmal erwähnen, daß ich eine Katze aus einer gut geführten, seriösen Zucht jederzeit einer Katze anderer Herkunft bevorzugen würde und daß ich die züchterische Arbeit von seriösen Züchtern sehr schätze (und zu schätzen weiß)!
Ich habe sogar Verständnis dafür, daß auf einen Stammbaum bestanden wird ( aber um den Anspruch auf Qualität erheben zu können und nicht wegen der Reinrassigkeit), einfach um sich von den Vermehrern abzusetzen. Nur soll das dann bitte auch so gesagt werden. Denn m.M. ist, ein Stammbaum garantiert eben noch lange keine gesunde Katze. Denn trotz guter Auswahl der Zuchttiere kann es eben passieren, daß eine Krankheit durchkommt. Für mich ist es nämlich auch so, daß die Zuchttiere ja relativ jung sind (wie lange werden Katzen in der Zucht eingesetzt? 5-6 Jahre?) und da kann eine Krankheit ja noch gar nicht ausgebrochen sein. Eine gesunde Zuchtkatze kann ja durchaus auch erst erkranken, wenn sie bereits aus der Zucht genommen wurde. Was dann aber die Zucht auf Gesundheit eigentlich fast unmöglich macht.
Klar werden bei Vermehrern keine Gentests gemacht und dann ist das Risiko einer Krankheit um ein Vielfaches höher. Eben genau deshalb sollte man da auch keine Kitten abnehmen, einfach um das nicht zu unterstützen.
Trotzdem komme ich -mit dem was mir an Intelligenz geschenkt wurde- einfach nicht dahinter, wieso nur ein Stammbaum wichtig ist, um reinrassig sagen zu können. Das ist nur Papier, und eben geduldig. Für mich sind Gene Fakten, die man nicht ändern kann.
Das Thema ist echt schwierig, weil eben mehrere Fakten einspielen, wie Gesundheit der Tiere, Stammbaum und Gene.
Irgendwie hat jede Medaille ihre Schattenseite, vielleicht kann man einfach nur für sich selbst entscheiden.
Dieser Post spiegelt nur meine Meinung und meine Gedanken wieder. Er soll niemand angreifen und geht auf gar keinen Fall gegen seriöse Züchter !
LG
Rea
Look-alikes haben nichts mit den Rassen zu tun.
Um Erbkrankheiten zu vermeiden, schauen sich seriöse Züchter ganz genau die Linien an, die sie miteinander verpaaren.
HD ist zum Beispiel eine Erkrankung, die man meist erst später feststellt. Also ist es wichtig, dass die Vorgängergenerationen HD-frei sind. Seriöse Züchter kennen meist die vorhandenen "guten" Linien und wissen, in welcher Zucht nicht ordentlich gearbeitet wird und würden von dort nie eine Zuchtkatze nehmen.
Jemand, der entgegen der Absprachen bzgl. Kastration mit einer Liebhaberkatze einfach züchtet, achtet nicht auf die Linien und evtl. Vorbelastungen.
Oft sind die Liebhaberkatzen der "Ausschuss" der Zucht. Denn mit guten Katzen züchten die Züchter selber weiter oder geben sie in andere vertrauenswürdige Zuchten.
Züchter geben ihre Zuchtkatzen eben nicht an jemand x-beliebigen. Da muss schon ein Vertrauensverhältnis bestehen.
Und Liebhabertiere werden inzwischen immer öfter schon kastriert abgegeben, um dieses Vermehrertum zu vermeiden.
Was soll man also von jemanden halten, der zwei unkastrierte Liebhabertiere entgegen den Vertragsvereinbarungen einfach miteinander verpaart.
Das ist alles andere als seriös und für mich durchaus nicht Grau, sondern schwarz.
Und diese Leute sind es dann auch, die den Ruf der Rassekatzen beschädigen.
Guck dir doch mal Butzie mit ihren drei HD-kranken Maine Coons an. Falls es denn überhaupt welche sind. Und nicht nur Look-alikes. Sie kommen alle aus der gleichen Quelle.
Und wenn jemand, wie die Dame von der du deine Katze hast, alles so toll macht, warum ist sie dann nicht in einem Verein?
Meiner Erfahrung nach ist es dann oft so, dass diese Leute nicht mit den Regeln des Vereins einverstanden sind. Oder es irgendwelche Probleme gibt. Es gibt allerdings auch einige, die das Manko des fehlenden Zuchtvereins noch reparieren und sich weiter bilden.
Ich habe mich mit dem Thema "Zucht" beschäftigt und ich habe recht schnell gute Züchter gefunden und auch Kontakte geknüpft. Ich weiß, wo ich Hilfe bekommen würde und ein Mentor ist sicher auch kein Problem.
Für mich war nach dem Seminar nur klar, dass es nichts für mich ist. Ich hätte Schwierigkeiten mich von Katzen zu trennen und würde auch den Verlust einer Katze nicht so einfach verkraften.
Und ja, es gibt Vermehrer, die an sich seriöser handeln als so mancher Vereinszüchter. Denn nur die Vereinszugehörigkeit sagt leider genauso wenig über die Qualität der Zucht aus wie der Stammbaum.
Trotzdem würde ich auch dort keine Katze kaufen, weil es eben nun mal Vermehrertum ist und ich mich frage, was die Vereinszugehörigkeit verhindert. Lieber suche ich unter den Züchtern einer Katzenrasse nach einem wirklich guten Züchter.
Übrigens werden bei einem seriösen Züchter die wenigsten Katzen lange zur Zucht eingesetzt. Selten länger als 3 Jahre. Manche Züchter kastrieren schon nach 3 Würfen.
Denn die Wiederholung der immer gleichen Verpaarung ist auch Vermehrung und nicht Zucht.
Ein guter Züchter hat immer ein
Zuchtziel, auf das er seine Zucht ausrichtet und diese immer gleichen Verpaarungen bringt einen Züchter nicht weiter.