Das sah dann teilweise so aus:
Jacky war eine ganz besondere Katze, wir waren ein Herz und eine Seele, wenn man das so über ein Tier sagen kann. Tagsüber war er eigentlich immer unterwechs und kam dann Nachts oft mit der einen oder anderen Schramme oder Macke im Ohr wieder. Aber er ist wirklich jede Nacht an meinem Fenster im 1. Stock aufgetaucht und ist in meinen Armen eingeschlafen. Im Winter war es natürlich toll mit offenem Fenster zu schlafen, aber man gewöhnt sich an alles.
Von mir hat er sich fast alles gefallen lassen, ich konnte ihn wie ein Baby auf dem Arm durch die wohnung tragen.
Er war ein wirklich guter Jäger und hat oft Beute mit nach Hause gebracht. Die Ratten hat er mir vors Fenster gelegt, aber Mäuse und leider auch ein paar mal amseln hat er mir ins Zimmer gebracht. Oft mitten in der Nacht. Dann mautzte er so lange bis ich das Licht angemacht, seine Beute bewundert und ihn gelobt habe. Erst dann hat er gefressen. :roll::mrgreen:
Da ich zur Kategorie Vielzocker, gerade in meiner Pubertät gehörte haben wir oft Stunden so verbracht:
Damals gab es noch die riesigen Bildschirme, auf dem hat er auch immer sehr gerne gelegen und mir zugeschaut. Leider habe ich davon keine Bilder.
Eines Tages kam er nicht wieder... ich habe ihn gesicht wie blöde, aber er ist fast eine Woche verschwunden gewesen. Dann kam er die Leiter zu meinem Zimmer hochgekrochen. Ich habe bis heute keine Ahnung wie er das geschafft hat, denn seine Vordere Pfote war total kaputt.
Mein Vater und ich sind mit ihm sofort zum Tierarzt gefahren. Der hat ihm erstmal ohne Beteubung in der Pfote rumgepopelt (Überaschung der Kater ist deabei an die Decke gegangen) und hat ihn dann ohne Behandlung nach Hause geschickt. "Die Pfote sei gebrochen, vereitert und teilweise schon nekrotisch, da könne man nichts mehr machen." (Den Typ hab ich seid dem gefressen. Für Hunde ist der super, aber wenn man keine Katzen mag dann solle man doch bitte eine Hundepraxis aufmachen)
Wir sind also mit dem Kater zum Chirurgen gefahren, denn in dem Zustand konnte man ihn nicht lassen.
Der hat sich die Pfote angeschaut und meinte die sie hinn und man könne nur den ganzen Arm amputieren. dann dürfe er aber nciht mehr raus, das sei Quälerei für ein Freigänger und wir sollten ihn einschläfern lassen.
Weil die Ärtzte bisher alles gefühllose Arschlöcher(Entschuldigung aber das ist einfach so) waren wollte ich nicht das einer von denen beinen Jacky einschläfert. Also habe ich einen anderen Tierarzt heruasgesucht und das war unsere Rettung.
Der hat sich den Kater angeschaut und meine: "Den schläfer ich nicht ein."
Zum ersten Mal wurde die Pfote geröntgt, er hatte ein ganz glatten Bruch der Zehen. Warscheinlich von einer Tür.
Der Tierarzt bei dem wir jetzt waren, war früher in einer Tierklinik Chirurg und hatte Ahnung . Er hat ihm nur die gebrochenen Zehen amputiert und konnte so ein Teil der Pfote erhalten. Der Verbandswechsel war zwar ein Drama und die Wochen Stubenarrest sowieso, aber im Anschluss hatte ich einen gesunden Kater der mit 3 1/2 Pfoten kein bisschen eingeschränkt war.
Mein Vater würde an der Stelle jetzt behaubten die Pfote ist nur so gut verheilt, weil sie regelmäßig mit Honig behandelt wurde. :roll::mrgreen: Jede Familie hat vermutlich so sein ganz persönliches Allheilmittel und da meine seid Generationen Bienen hält, ist es Honig und Propolis. Der Kater hat also bei jedem Verbandswechsel eine Portion Honig auf die Pfote bekommen. Das war jedes Mal eine riesige Sauerei.
Pubertät ist nicht unbedingt die einfachste Lebensphase und ich glaube sie wäre um einiges schwieriger verlaufen wenn Jacky nicht dagewesen wäre.
Wie ich ja schon ganz zu Anfang geschrieben habe war er lange unkstriert. Das ist so ein Thema über das ich mich bis heute mit meiner Mutter streite. Sie behauptet ich hätte das nicht gewollte. Ich sage: zu dem Zeitpunkt war ich 12 und es wäre ihre Aufgabe gewesen mir die Notwendigkeit zu erklären. Aber naja mein Zimmer war nicht das welches vollgepinkelt wurde sonder das Wohnzimmer. :mrgreen:
Zum Glück hat der Tierarzt der das mit der Pfote gemacht hat ihn auich gleich kastriert und Überraschung die Makiererei wurde besser.
Mit 20 hatte ich dann mein Abi in der Tasche und habe überlegt auszuziehen. Nur was sollte dann mit Jacky passieren? Mitnehmen konnte ich ihn schlecht und bei meinen Eltern wollte ich ihn auch nciht lassen. Leider ist mir die Entscheidung abgenommen worden. Ich weiß bis heute nicht was genau passiert ist, aber er kam eines Abend hupelnd nach Hause. Wir sind mit ihm am nächsten Tag sofort zum Tierarzt. Bei einer Plopperei hatte ihm jemand in die halbe Pfote bepissen und natürlich hatte es sich ordentlich entzündet. Er bekam AB, aber am Nächsten Morgen war er tot.
Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so geheult wie an diesem Tag. 8 oder 9 ist er geworden. Das war einfach kein Alter für eine Katze und ich weiß einfach nicht was die eigentliche Ursache dafür war.