Zusammenführung.... Nerven liegen blank.

Diskutiere Zusammenführung.... Nerven liegen blank. im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich finde, dass sich das doch schon besser anhört. Alle brauchen Zeit, und so liebevoll , wie du schreibst, bekommen sie die auch. Gute Nerven...
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #21
Ich finde, dass sich das doch schon besser anhört. Alle brauchen Zeit, und so liebevoll , wie du schreibst, bekommen sie die auch. Gute Nerven weiterhin, wir hatten hier heute auch wieder kurzfristig Theater, aber Mensch stresst das offensichtlich mehr als Katz. Und die Katzen spüren unsere Anspannung. Also da auch üben; Tee trinken und auch mal wegschauen..:cool:. Vor einer Weile hätte ich da den halben Herzkasper bekommen... Jetzt weiß ich, dass umgehend immer wieder Ruhe einkehrt..
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #22
Hallo,

jetzt sind ja wieder ein paar Tage vergangen.
Joshy benutzt jetzt immer die Toilette. Gott sei Dank. Keine Wildpinkelei bisher mehr.
Schlafzimmer bleibt trotzdem noch eine zeitlang zu. (Obwohl es uns schon fehlt mit unseren Miezen zu schmusen).
Joshy fängt jetzt schon an die anderen beiden ab und zu spielerisch zu jagen. Wenn die aber reagieren, dann faucht er wieder. Ich denke er hat Angst vor seinem eigenen Mut.

Wir sind mittlerweile auch lockerer wenn es dann doch mal wieder etwas heftiger wird. Es kommt ja keiner zu schaden.

Wir hoffen, dass es die Zeit richtet.

LG

Simone
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #23
Bestimmt.
Solange kein Blut fließt und sie sich nicht gegenseitig an die Kehle gehen. Oder einer verschüchtert in einer Pipilache unter dem Schrank hockt.
Solange ist alles gut und es läuft... :mrgreen:
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #24
Hallo Leute,

mal wieder ein kurzes Feedback.

Jetzt sind es 6 Wochen, dass Joshy bei uns ist. Es läuft immer noch nicht gut.
Gestern gab es den ersten Kampf. Sam hat eine kleine Macke am Ohr davongetragen.
Heute morgen gab es in der Küche wieder Theater. Habe ich aber nicht direkt mitbekommen, da ich im Bad war. Hatte nur was gehört und dann nach dem Rechten gesehen.
Es war ein Tropfen Blut auf dem Küchentisch. Sam hat an der Pfote eine kleine Verletzung, die ganz leicht geblutet hat.
Es scheint jetzt sogar schlimmer zu werden. Denn so etwas hatten wir die ganzen 6 Wochen vorher nicht.

Bin gerade wieder total down. Haben uns an Joshy so gewöhnt. Die Panik ihn weggeben zu müssen ist echt groß.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #25
Hmmm... das sollte so auch nicht laufen.
Vielleicht mal einen Profi hinzuziehen, der die Lage einschätzt?
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #26
Hi,
hier mal meine Einschätzung:
Joshi ist für mich ein verunsicherter/ängstlicher Kater, der dies aber leider mit Aggressionen gegen die anderen ausdrückst.

Ich habe nichts davon gelesen, dass ihr aktiv versucht, die Katzis zu beeinflussen.
(Feliway/Zylkene usw. ist keine aktive Steuerung).

Das wäre meine erste und einzige Empfehlung: Übernehmt die Rolle der Oberkatze und sagt den Burschen ganz genau, was erlaubt ist und was nicht.
Ich empfehle so etwas in der Art:
Ich vermute, dass dem Zusammenleben der Katzen schlicht und einfach Regeln fehlen und solche allen Katzis wesentlich mehr Sicherheit geben würden.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #27
Hallo Geek,

nachdem ich deinen Beitrag gelesen haben, bin ich noch mal in mich gegangen.
Ich denke Du hast Recht. Ich habe es immer so gesehen, dass Joshy ein Draufgänger ist, der sich nicht "unterbuttern" lassen will.
Aber wenn man ihn genau beobachtet, denke ich auch, dass er ängstlich ist und die Annäherung von Sam mit Knurren abwehren will. Er geht dann auch in Duckhaltung.

Wir haben jetzt am Wochenende mal wieder intensivst mit allen gespielt. Wenn Sam angefangen hat auf Joshy zu starren, haben wir das mit einem klaren: Nein, Sam. unterbrochen. Wenn er zu Joshy gelaufen ist, dies ebenfalls unterbrochen mit: Nein, Sam.

Dann aber wieder viel gelobt, wenn alle 3 im Raum waren und Ruhe war. Beim Fressen läuft es sehr gut, da können alle nebeneinander sitzen und es ist Ruhe.

Es gibt immer noch solche und solche Momente. Richtige Kämpfe hat es seit Donnerstag nicht mehr gegeben.

Wir werden es jetzt weiter so handhaben und mal sehen was die nächsten Tage bringen.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #28
Mensch Geek... du könntest das auch nebenberuflich machen. :mrgreen:
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #29
Hallo Leute,

wollte mich mal wieder melden.

Jetzt sind es über 9 Wochen. Joshy sitzt aktuell in Einzelhaft, getrennt mit Gittertür.
Leider wurde die Situation wieder schlimmer. Sam lässt einfach nicht von Joshy ab. Sobald der sich bewegt, läuft Sam hin. Dann geht Joshy in Duckhaltung und faucht und knurrt was das Zeug hält.

Gerade morgens ab 4 Uhr war es nur ein einziges Gejage und Getobe. Sodass wir dann immer wach waren.
Da ist man schon ganz schön genervt. Es ist dann nicht so, dass Sam Joshy verletzt oder so. Er stoppt vorher ab und steht drohend vor Joshy. Problem ist nur, dass Joshy dann irgendwann wieder anfängt irgendwo hin zu Pillern (Spüle, Korb, Bett). Das möchten wir unterbinden, damit es nicht zur Gewohnheit wird.

Aktuell ist Joshy separiert. Wir füttern am Gitter, wir tauschen auch mal die Räume, sodass Joshy in der Wohnung laufen kann und die anderen beiden im anderen Zimmer sind (halten sich dort gerne auf !).
Dies allerdings erst sein 3 Tagen. Wir wollen jetzt erst mal mind. 2 Wochen so weitermachen.

Leider hat bisher der Kontakt zu Katzenpsychologen nicht geklappt. Alle sind voll mit Terminen und haben aktuell keine Zeit. Im April gebe es aber einen Möglichkeit für einen Termin. Das ist ja jetzt noch ein bisschen hin.

LG
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #30
Hi,
habt ihr denn inzwischen versucht Regeln einzuführen und durchzusetzen?

Die Lage hat sich ja inzwischen zu 100% gedreht.
In deinem ersten Text hieß es noch:
Taylor und Sam sind nicht agressiv, Joshi faucht und knurrt nur so stark dass es den anderen beiden irgendwann mal reicht und dann geht es ab. Joshy lässt sich aber nicht einschüchtern

Aktuell ist Joshi ein Mobbingopfer und so stark verstört, dass er schon fremdpinkelt.
Und nochmal ganz deutlich: Joshi ist nicht das Problem, Sam ist es!

Eure geplante 2 Wochen Separierung könnt ihr euch sparen. An der Situation wird sich erst etwas ändern, wenn ihr Sam sein Fehlhalten klar macht und dies nicht mehr duldet.


Von mir die ganz klare Empfehlung:
Entweder ihr zieht das mit der Regelementierung ALLER Katzen konsequent zu 100% durch, oder ihr sucht für Joshi ganz schnell ein neues Zuhause.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #31
Hallo Geek,

das was uns ja so verwirrt ist, wenn man die 3 beobachtet, dann ist es so als würden die Rollen ständig wechseln zwischen Sam und Joshy. Mal ist Joshy der Draufgänger und dann Minutenspäter wieder der verängstigte kleine Kater. Wir können einfach keine klare Struktur erkennen.
Die wir dann angehen.

Wir haben nicht den Eindruck, dass Joshy gemobbt wird, weil er selber auch austeilt und munter durch die Gegend läuft, auch mal an Sam vorbei, ohne das was passiert. Sie lagen dann auch mal mit kleinem Abstand zusammen im Raum und haben sich geputzt, Fressen direkt nebeneinander. Leckerlis nehmen sie direkt nebeneinander aus der Hand. (als Joshy noch nicht separiert war)

Als wir Joshy frei laufen ließen, dann ging es erst gut für ein paar Tage. Da war nur mal ein Fauchen von ihm und Sam ist so an ihm vorbeigegangen. Wir hatten uns schon gefreut, dass es besser läuft, als am Anfang.

Dann nach ein paar Tagen wurde es so, dass Sam auf Joshy wieder zu läuft, sich drohend vor ihn stellt. Es kommt zu keinen Kämpfen oder Verletzungen. Meist geht Sam dann auch wieder weg. Haben wir auch noch toleriert. Natürlich haben wir dann Sam mit einem klaren Nein ! (erhobene Stimme, aber nicht geschrien) klar gemacht, dass wir das nicht wollen.
Meistens hat Sam sich dann auch ablenken lassen und ist weggegangen.
Joshy ist dann munter seiner Wege gegangen und wir dachten: "wird ! "

Aber dann kommen wieder die Momente, wo Sam von 3 Meter Entfernung von Joshy angefaucht und angeknurrt wird, Joshy legt sich flach auf den Boden, Ohren zurück. Dann läuft Sam hin, Joshy schreit wie am Spieß ohne das Sam auf Joshy richtig drauf geht. Kurze Zeit später pillert Joshy dann in einen Korb oder die Spüle ohne das Sam in der Nähe ist.

Dieses sprunghafte Verhalten können wir einfach nicht deuten. Deswegen habe ich mich ja schon an eine Katzenpsychologin gewendet, aber einen Termin kurzfristig zu bekommen ist aktuell nicht möglich.

LG
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #32
Hi,
mach doch einfach mal ein Video von den beiden und stell das hier (über youtube) ein.

Ich kann mal versuchen die beschriebene Situationen auseinanderzubröseln und gleich noch ein paar Detail fragen stellen.

Sie lagen dann auch mal mit kleinem Abstand zusammen im Raum und haben sich geputzt, Fressen direkt nebeneinander. Leckerlis nehmen sie direkt nebeneinander aus der Hand. (als Joshy noch nicht separiert war)
Wow, super aber dann ist ja etwas passiert, da ihr Joshi separiert habt. Was war der Grund für die Separierung, wenn die beiden sich schon geputzt haben?

Als wir Joshy frei laufen ließen, dann ging es erst gut für ein paar Tage. Da war nur mal ein Fauchen von ihm und Sam ist so an ihm vorbeigegangen. Wir hatten uns schon gefreut, dass es besser läuft, als am Anfang.
Ist das nach der ersten Separierung? Fauchen ist simpel ein Zeichen für "komm mir nicht noch näher".

Dann nach ein paar Tagen wurde es so, dass Sam auf Joshy wieder zu läuft, sich drohend vor ihn stellt. Es kommt zu keinen Kämpfen oder Verletzungen. Meist geht Sam dann auch wieder weg. Haben wir auch noch toleriert. Natürlich haben wir dann Sam mit einem klaren Nein ! (erhobene Stimme, aber nicht geschrien) klar gemacht, dass wir das nicht wollen.
Meistens hat Sam sich dann auch ablenken lassen und ist weggegangen.
Joshy ist dann munter seiner Wege gegangen und wir dachten: "wird ! "

Ist für mich neutrales Verhalten. Warum habt ihr Sam gebremst, wenn es zu keinen Kämpfen kam und Joshi sich nach der Beschreibung auch ruhig verhalten hat?

Aber dann kommen wieder die Momente, wo Sam von 3 Meter Entfernung von Joshy angefaucht und angeknurrt wird, Joshy legt sich flach auf den Boden, Ohren zurück. Dann läuft Sam hin, Joshy schreit wie am Spieß ohne das Sam auf Joshy richtig drauf geht. Kurze Zeit später pillert Joshy dann in einen Korb oder die Spüle ohne das Sam in der Nähe ist.
Hier kriegt Joshi eine Panikattacke, hat Angst vor Sam. Sam sucht die Konfrontation und mobbt/ärgert ihn.
Joshi kriegt dadurch noch Angst und scheißt sich wortwörtlich in die Hose, in diesem Fall pinkelt er verzögert als Überschußreaktion.
Hier wären jetzt zwei Reaktionen notwendig.
Einmal Joshi beruhigen. Vielleicht reicht schon ein Dazwischenstellen um den Sichtkontakt zu unterbrechen, ansonsten Joshi ruhig aus dem Zimmer drängen bis er sich beruhigt hat.
Auf der anderen Seite Sam daran hindern, auf Joshi zuzugehen und genauso ihn aus dem Zimmer bugsieren, wenn er nicht aufhört.

Nach den Infos detailiere ich mal meine Einschätzung.
Joshi ist ein sehr unsicherer Kater, der manchmal ohne erkennbaren Grund Angst vor Sam bekommt. Wahrscheinlich hat er in der Vergangenheit mal richtige Prügel von einem anderen Kater bekommen und Sam weckt ab und zu diese Erinnerungen.
Sam ist ein Kater, der so ein "komisches" Verhalten von Joshi nicht ignoriert, sondern davon aufgestachelt wird.
Joshi empfindet die Reaktion von Sam schrecklich, denkt dass er gleich von ihm umgebracht wird und dann kommt es zu Kämpfen oder verzögerten Panikpinkeln.

In Joshi Augen mobbt Sam ihn schrecklich.
In Sams Augen provoziert Joshi ihm grundlos.

Wie gesagt, ein Video wäre hilfreich, da ich so nur eine subjektive Beschreibung interpretieren kann.

Ich würde immer noch alle Katzen versuchen zu reglementieren und zusätzlich Klickertraining für Joshi einführen. Meist stärkt das das Selbstvertrauen.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #33
Hallo Geek,

vielen Dank noch mal für deine ausführlichen Tipps.

Ich denke mein Mann und ich sind einfach verunsichert und haben Angst, wenn wir nicht zu Hause sind, dass es zu schlimmeren kommt oder mit "falschen" Aktionen von uns alles zu zerstören.

Ich habe viel gelesen darüber wie man mit solchen Situationen umgehen soll und überall hört man was anderes. Deswegen habe ich mich mittlerweile auch an 3 verschiedene Katzenpsychologinnen gewannt um die Situation mal neutral einschätzen zu lassen. Leider kann ich frühestens im April einen Termin bekommen.

Vielleicht ist unser Verhalten auch nicht richtig und wir begünstigen solche Situationen. Wir haben uns auch schwer damit getan Joshy wieder zu separieren um eben das Gruppengefüge nicht schon wieder durcheinander zu bringen. Aber haben uns dann doch dazu entschieden, damit wir das unter Kontrolle haben.
Das Wildpinkeln ist nicht so angenehm und scheint ja von Joshy auch ein Hilferuf zu sein.

Wenn wir jetzt das Verhalten " Hinter Gittern" sehen, dann macht Joshy keinen ängstlichen Eindruck.
Er kommt auch schon mal mit der Pfote durch das Gitter und berührt Sam. Sam "greift" dann auch nicht an. Unser dritter Kater Taylor besucht Joshy auch regelmäßig und Joshy darf abends auch raus, dann geht Sam in den Raum (dort fühlt er sich wohl und legt sich auf den Kratzbaum). Wir hoffen, so tauschen Sie die Gerüche aus. Wir füttern jetzt die Katzen alle 3 am Gitter und da läuft es echt gut.
Taylor und Joshy kommen gut miteinander aus.

Ich kann mal versuchen ein Video einzustellen, möchte aber ungerne im Moment die Situation eines "Angriffs" provozieren. Leider habe ich bisher kein Video davon gemacht.

Dein Einwand, dass Joshy mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist möglich. Vielleicht hat er ja auch ein Trauma, wer weiß. Gerade deswegen wollen wir die Sache auch sehr vorsichtig angehen.


LG

Sie lagen dann auch mal mit kleinem Abstand zusammen im Raum und haben sich geputzt, Fressen direkt nebeneinander. Leckerlis nehmen sie direkt nebeneinander aus der Hand. (als Joshy noch nicht separiert war)
Wow, super aber dann ist ja etwas passiert, da ihr Joshi separiert habt. Was war der Grund für die Separierung, wenn die beiden sich schon geputzt haben?

Hallo geputzt haben Sie sich nie. Nebeneinander gefressen haben Sie von Anfang an ohne Probleme.
Die ersten 2 Wochen als Joshy da war gab es nur Gefauche und Geknurre und keine Angriffe von Sam.
Deswegen haben wir die Situation auch so laufen lassen.
Nach ca. 2,5 Wochen fing dann das Pinkeln von Joshy an und Sam hatte Kratzer auf der Nase.
Also wird da wahrscheinlich tagsüber irgendwas gewesen sein. (Joshy hatte noch nie eine Macke).


Als wir Joshy frei laufen ließen, dann ging es erst gut für ein paar Tage. Da war nur mal ein Fauchen von ihm und Sam ist so an ihm vorbeigegangen. Wir hatten uns schon gefreut, dass es besser läuft, als am Anfang.
Ist das nach der ersten Separierung? Fauchen ist simpel ein Zeichen für "komm mir nicht noch näher".

Das ist von Anfang an gewesen und auch nach der ersten Separierung.

Dann nach ein paar Tagen wurde es so, dass Sam auf Joshy wieder zu läuft, sich drohend vor ihn stellt. Es kommt zu keinen Kämpfen oder Verletzungen. Meist geht Sam dann auch wieder weg. Haben wir auch noch toleriert. Natürlich haben wir dann Sam mit einem klaren Nein ! (erhobene Stimme, aber nicht geschrien) klar gemacht, dass wir das nicht wollen.
Meistens hat Sam sich dann auch ablenken lassen und ist weggegangen.
Joshy ist dann munter seiner Wege gegangen und wir dachten: "wird ! "


Ist für mich neutrales Verhalten. Warum habt ihr Sam gebremst, wenn es zu keinen Kämpfen kam und Joshi sich nach der Beschreibung auch ruhig verhalten hat?

Joshy hat angefangen wieder irgendwo hinzupillern, aber nicht in der Situation sondern etliche Zeit später.


Aber dann kommen wieder die Momente, wo Sam von 3 Meter Entfernung von Joshy angefaucht und angeknurrt wird, Joshy legt sich flach auf den Boden, Ohren zurück. Dann läuft Sam hin, Joshy schreit wie am Spieß ohne das Sam auf Joshy richtig drauf geht. Kurze Zeit später pillert Joshy dann in einen Korb oder die Spüle ohne das Sam in der Nähe ist.
Hier kriegt Joshi eine Panikattacke, hat Angst vor Sam. Sam sucht die Konfrontation und mobbt/ärgert ihn.
Joshi kriegt dadurch noch Angst und scheißt sich wortwörtlich in die Hose, in diesem Fall pinkelt er verzögert als Überschußreaktion.
Hier wären jetzt zwei Reaktionen notwendig.
Einmal Joshi beruhigen. Vielleicht reicht schon ein Dazwischenstellen um den Sichtkontakt zu unterbrechen, ansonsten Joshi ruhig aus dem Zimmer drängen bis er sich beruhigt hat.
Auf der anderen Seite Sam daran hindern, auf Joshi zuzugehen und genauso ihn aus dem Zimmer bugsieren, wenn er nicht aufhört.
Das haben wir gemacht. Sam entfernt und Joshy dann getröstet.

Nach den Infos detailiere ich mal meine Einschätzung.
Joshi ist ein sehr unsicherer Kater, der manchmal ohne erkennbaren Grund Angst vor Sam bekommt. Wahrscheinlich hat er in der Vergangenheit mal richtige Prügel von einem anderen Kater bekommen und Sam weckt ab und zu diese Erinnerungen.
Sam ist ein Kater, der so ein "komisches" Verhalten von Joshi nicht ignoriert, sondern davon aufgestachelt wird.
Joshi empfindet die Reaktion von Sam schrecklich, denkt dass er gleich von ihm umgebracht wird und dann kommt es zu Kämpfen oder verzögerten Panikpinkeln.

In Joshi Augen mobbt Sam ihn schrecklich.
In Sams Augen provoziert Joshi ihm grundlos.

Da gebe ich dir Recht, so scheint es zu sein. Das ist gerade so kompliziert.

Wie gesagt, ein Video wäre hilfreich, da ich so nur eine subjektive Beschreibung interpretieren kann.

Ich würde immer noch alle Katzen versuchen zu reglementieren und zusätzlich Klickertraining für Joshi einführen. Meist stärkt das das Selbstvertrauen.[/QUOTE]

Klickertraining haben wir versucht. Joshy hat bisher leider noch nicht angebissen und versteht nicht was wir von ihm wollen.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #34
Hi,
danke für die Antwort und ihr liefert auch gleich eure Fehlerchen mit. :mrgreen:

Das haben wir gemacht. Sam entfernt und Joshy dann getröstet.

Genau das ist menschlich gedacht und kommt bei den Katzen leider komplett falsch an.

Wenn ihr Joshi tröstet, dann bestärkt ihr ihn in seinen Ängsten vor Sam.
Ihr zeigt ihm durch das Trösten, ja Sam ist böse, du hast recht, und deshalb kriegst du jetzt eine Sonderportion an Schmuseeinheiten.

Wenn ihr Sam entfernt, nehme ich an, dass ihr ihn hochnehmt. Auch das ist eine Belohnung durch Aufmerksamkeit für sein Verhalten. Sam bekommt mit, dass wenn er auf Joshi zugeht, er mehr Aufmerksamkeit von euch bekommt.

Zum Reglementieren müssen beide auf ihre eigenen Füßen den Raum verlassen, das verstehen sie.
Beide machen aus ihrer Sicht nicht wirklich etwas falsch, also übernehmt ihr die Rolle der Oberkatze und sagt beiden: Doch ihr macht was falsch, das ist nicht ok, weil eben nichts besonderes passiert über das ihr euch aufregen müßt, es ist alles ok und keiner stänkert hier rum.

Also Joshi, wenn er eine Panikattacke bekommt: "Raus, es ist alles ok, reg dich ab und darfst du wieder rein"
Und Sam wenn er auf Joshi losgeht: "Raus, es ist alles ok, du darfst wieder rein wenn du dich nicht mehr aufregst"
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #35
Oft reicht es ja schon, wenn man sich bei solchen Aktionen dazwischen stellt.
Und signalisiert, dass das nicht gewollt ist.

Videos sind im übrigen auch für die Verhaltenstherapeutinnen gut. Denn daraus lässt ich oft mehr erkennen als bei einem Besuch oder einer Schilderung.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #36
Hallo Ihr Lieben,

ich danke euch für die ganzen Tipps.

Hier noch mal ein kurzer Stand.

Aktuell separieren wir Joshy tagsüber wenn wir arbeiten sind und nachts. Sam liegt sehr viel vor dem Gitter und die beiden können sich sehen.
Jetzt am Wochenende war Joshy viel frei in der Wohnung.
Wir haben sie einfach machen lassen.
Es gab noch Gejage aber dann haben wir Sam ganz konsequent aus dem Raum geschickt. Er hat dann den Raum selbstständig verlassen.
Es gab schon wesentlich mehr Momente wo Sam dann so an Joshy vorbeigegangen ist ohne das was passiert ist. Aber auch Momente wo es 2-3 mal hintereinander zum Jagen kam und Joshy unter das Bett geflüchtet ist.
Joshy geht danach aber auch immer wieder in die Nähe von Sam und legt sich hin und beobachtet.
Also ist Joshy nicht so eingeschüchtert, dass er sich nicht in die Nähe von Sam traut.

Generell war das Wochenende aber schon etwas entspannter. Wir werden diesen Weg jetzt weiter gehen und hoffen mit viel Geduld die Situation noch weiter zu entspannen um irgendwann Joshy nicht mehr separieren müssen.

Ich weiß, dass dieses ewige Trennen und Wiederzusammenlassen vielleicht auch nicht so gut ist, aber wenn wir 8 Stunden auf der Arbeit sind und immer Angst haben was passiert ist, wenn wir nicht da waren, das hält man auch nicht aus.

Im April werde ich dann den Kontakt mit der Katzenpsychologin suchen, wenn dann noch nötig.

Wir geben nicht auf. Wir wollen Joshy behalten.

LG
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #37
Ich finde, es klingt bei euch nicht schlecht.
Ihr habt da keine zwei Kater, die sich auf den Tod nicht leiden können.
Sieht eher so aus, als würden die zwei sich missverstehen. Joshy möchte wohl auch spielen, befürchtet wohl nur immer, ihm wird übel mitgespielt.

Ich habe ein Geschwisterpärchen. Und der Kater ist so ein richtig grober rauflustiger Kerl. Seine Schwester hasst das. Bevor er anfängt sie zu zwicken, haut sie schon immer ab. Und manchmal ist das so toll, dass sie vor ihm flüchtet, dass er erst recht hinterher läuft. Da wird gequietscht und gekreischt und am Ende sitzt sie unter der Küchenzeile.
Wenn ich schnell genug bin, stelle ich mich ihm in den Weg und drängle ihn weg.
Aber auch wenn die zwei nicht miteinander kuscheln... sie mögen sich trotzdem. Können aus einem Napf fressen, näseln und Poposchnuppern.
Also nicht immer ist so ein Aufstand auch tatsächlich ein Drama.

Macht am besten weiter so. Das klingt gut.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #38
Hallo Frigida,

danke für deine nette Worte.
Die letzten 2-3 Tage läuft es eigentlich so.

Joshy wird abends so gegen 22 Uhr in sein Separee "gesperrt". Das stört ihn mittlerweile auch gar nicht mehr.
Er tobt dort rum und legt sich dann auf seinen Kratzbaum und schläft. Sam sitzt eine ganze Zeit davor uns guckt.
Morgens kommt Joshy dann raus und alle fressen zusammen. In der Zeit wo wir uns zur Arbeit fertig machen, läuft es dann mittlerweile so naja.
Sam und Joshy laufen durch die Wohnung, wenn Sie sich begegnen, dann geht es mal gut und mal wird gefaucht und geknurrt, aber Sam geht immer häufiger an Joshy vorbei. Wird dann wie verrückt gelobt.

Wenn wir dann zur Arbeit fahren geht Joshy wieder in sein Separee. Abends dann wieder raus und wir lassen die Sache laufen. Das geht dann auch meistens irgendwie gut. Wenn Joshy dann mal "gejagt" wird, dann macht Sam das schon nicht mehr so mit Motivation und wir schicken ihn konsequent aus dem Raum. wir müssen manchmal nur den Finger Richtung Ausgang zeigen, dann geht Sam schon. Das hat er also kapiert.

Joshy flüchtet mal unters Bett und mal legt er sich auf den Boden und faucht. Dann geht Sam zu 95 % weg.

Ich glaube manchmal wenn Joshy nicht so fürchterlich fauchen würde, dann wäre die Situation schon geklärt und Sam würde es lassen, aber das scheint ihn irgendwie anzustacheln.

Wahrscheinlich ist am Anfang irgendwas vorgefallen, was wir nicht mitbekommen haben, das Joshy so reagieren lässt.

Ich glaube wir werden noch ne Menge Geduld haben müssen, aber unser Ziel haben wir vor Augen.

LG
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #39
Nach deinen Beschreibungen ist das Ziel auch gar nicht mehr so weit entfernt.
Das Fauchen heißt ja nur "komm mir nicht näher" und das scheint Sam jetzt zu beachten.

So hält Mili die anderen auch auf Abstand, wenn sie nicht will, dass sie näher kommen.

Vielleicht werden aus den beiden keine Big Friends, aber sie werden sich akzeptieren.

So wie Katzen miteinander kommunizieren... da können wir nicht mitreden. Vielleicht hat einer einfach nur zu lange gestarrt. Hat sich nicht weggedreht.
Einfach nur falsche Signale gesendet, die wir als Menschen gar nicht bemerken.
Solltet ihr da irgendetwas übersehen haben, habt ihr es sicher gar nicht erst gesehen.
 
  • Zusammenführung.... Nerven liegen blank. Beitrag #40
Hallo Leute,

hier jetzt das letzte Update zu diesem Thread:

Es gibt nur Gutes zu berichten. Nach jetzt 3 Monaten, die teilweise sehr nervenaufreibend waren, gibt es endlich große Fortschritte.

Eine Separierung ist nicht mehr nötig, es wird nicht mehr wildgepinkelt. Die Streitigkeiten werden deutlich weniger und die beiden Streithähne liegen auch schon mal kurz zusammen bei uns im Bett, zwar mit Abstand aber immerhin.

Man kann zwar noch nicht von großer Liebe sprechen, dennoch bin ich jetzt positiver gestimmt.
Sam hat langsam das Interesse verloren Joshy ständig zu jagen. Passiert zwar noch mal, aber nicht mehr so schlimm wie am Anfang.

Na ja, was lange wärt, wird hoffentlich endlich gut.....:

LG

Simone
 
Thema:

Zusammenführung.... Nerven liegen blank.

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