Schau dir mal die Bewertungskriterien des letzten Tests von 2017 an.
Da wurde durchaus geprüft ob "Abfälle" wie Haare, Horn, Borsten oder Federn im Futter enthalten sind (war übrigens in keinem Futter).
Die Verdaulichkeit des Rohproteins wurde überprüft.
Ich finde, es werden oft viel zu menschliche Maßstäbe angesetzt wenn es um die Qualität des Futters geht. Wenn einer Katze das Futter schmeckt ist es schlußendlich durch wirklich egal, ob die Nährstoffe aus dem Fleisch von beispielsweise Schafsköpfen kommen auch wenn wir die unappetitlich finden und sie bei der Fleischproduktion als Abfälle gelten oder aus dem Filetstück des teuersten Koberindes.
Wichtiger ist doch, dass der Nährstoffgehalt passt. Das die Katze weder eine Über- noch eine Unterversorgung hat. Aber genau dieser in meinen Augen wichtigste Punkt ist das für uns Laien kaum nachprüfbar.
Ich habe das durchaus gesehen.
Mir brauchst du nichts über menschliche Maßstäbe erzählen. Ich habe lange genug Barf zusammengematscht um zu wissen, dass dieses Fleisch, dass dafür verwendet wird, oft weit entfernt von dem ist, was wir als Menschen noch essen würden.
Höchstens als Hackfleisch, wo man nicht sieht, was drin ist.
Es sind eben die Abschnitte und Abfälle, die bei der Fleischzubereitung für den Menschen anfallen.
Das mit dem Nährstoffgehalt finde ich gerade problematisch. Ich habe als ich mich mit dem Barfen beschäftigt habe festgestellt, dass es für den Bedarf von Katzen verschiedene Nährstofftabellen gibt und das manche Dinge auch verschieden ausgelegt werden. Dazu kommt die Frage der Bioverfügbarkeit - insbesondere nach dem Kochen - über die hier gar nicht gesprochen wurde.
Die Hersteller der preislich günstigen Marken machen es sich einfach und fügen künstliche Zusatzstoffe hinzu, um die Bedarfswerte zu erfüllen (- ist auch günstiger). Mit künstlich Stoffen lässt es sich natürlich genauer arbeiten, als bei einer Leber zu bestimmen, wie viel Vitamin A darin enthalten ist. Und das in einer Massenproduktion.
Wenn das alles so einfach wäre, warum können wir nicht mit einer Pille unseren notwendigen Bedarf decken? Warum ist das schon nur bei Vitamin D so schwierig?
Und das ist bei Katzen auch nicht anders.
Es ist einfach keine exakte Wissenschaft, deswegen halte ich die Maßgabe "je näher dran an den Werten, desto besser" auch für lächerlich.
Da achte ich doch eher auf gute Zutaten und das die Bedarfswerte so ungefähr erfüllt sind.
Und um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden wechsle ich immer verschiedene Marken.