Auch auf die Gefahr hin, das Theme hier ebenfalls zu verfehlen, werde ich nun, nachdem ich den ganzen Thread eben gelesen habe, meinen Senf dazu geben.
Die Eingangsfrage habe ich mir auch häufiger gestellt und bin leider zu keiner befriedigenden Antwort gekommen.
Lettzlich habe ich mich in zwei konkreten Fällen auf die Einschätzung des "Experten", des Tierarzt, verlassen - aber es war beide Male hinterher kein wirklich gutes Gefühl.
Mein Bauchgefühl hatte in beiden Fällen dazu tendiert, der Natur ihren Lauf zu lassen und ich bin dieser Entscheidung nur wankend geworden, weil die TÄ menten, das Tier leide bereits bzw. könnte am Ende dann doch zu leiden haben.
Im ersten Fall ist meine KAtze nach der Beruhgungsspritze mit weit aufgerissenen Augen an mir hochgeklettert und hat geschrien - ich hatte das Gefühl, ich sie klagte mich an, ich hätte sie veraten.. Es war einfach nur schrecklich.
Im zweiten Fall, es war Dandy Anfang diesen Jahres, ist die Katze dann in der Praxis nach der Spritze friedlich eingeshclafen - aber ich habe mich hinterher gefragt und frage mich weiterhin, ob sie nicht doch lieber bei uns zu Hause, auf meinem Schoß eingeschlafen wäre...
Sehr schwierig.
Im Februar ist dann unsere Hündin, Cleo, nach 12-stündigem, heftigen Todeskampf gegen Morgen endlich gestorben - und diesen hätte ich ihr gern erspart.
Trotzdem wissen wir nicht, wie Tiere ihren Tod erleben und was sie in den letzen Stunden empfinden. Es wäre schön, wenn sie sich tatsächöich "freiwillig dem Sterben hingeben" und es als Erlösung oder Ausruhen nach langem Weg empfänden ("... dass auch der müdeste Fluss seinen Weg einst findet ins Meer.!")
Selbst bei einem nach außen schlimmen Todeskampf ist diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen, denn wahrscheinlich trübt das Bewusstsein schon eine ganze Zeit vor dem letzten Atemzug ein.
Wir stehen in der Verantwortung, diese Entscheidung für unsere Tiere zu treffen - und wäre hätte je behauptet, das wäre einfach...?