Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang?

Diskutiere Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? im Kurzhaar Forum im Bereich Katzenrassen; Moni, ich habe doch geschrieben, dass natürlich häufig auch falsch eingeschätzt wird. Aber ja, zum Beispiel Taskali würde ich sofort glauben, wenn...
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #61
Was ich an der Einstufung als Einzeltier kritisch finde:
Wer ist denn ein Mensch "der Plan hat"? Die Mitarbeiter in der Pflegestelle? Katzentherapeuten? Katzenhalter, mit langjähriger Erfahrung? Pflegestellen?

Moni, ich habe doch geschrieben, dass natürlich häufig auch falsch eingeschätzt wird.
Aber ja, zum Beispiel Taskali würde ich sofort glauben, wenn sie mir eine Katze vermitteln würde, der es allein besser geht, oder auch dem Team von Cats Andros.
Das sind für mich Menschen, die Plan (durch langjährige Erfahrung) haben.
Es gibt auch Zuchttiere, die jahrelang als Gebärmaschinen in riesen Gruppen gehalten wurden und irgendwann nicht mehr klar kommen, mit Gesellschaft.
Sich eben aggressiv zeigen oder depressiv werden und sich immer mehr zurückziehen....

Und nochmal, ich persönlich glaube, dass jede Tierheimkatze, die in Einzelhaft sitzt sehr gerne zu Karola ziehen würde, wo sie eine komplette Wohnung zur Verfügung hat, liebevoll umsorgt wird und auch noch Freigang geboten bekommt in dem sie die Chance hat, soziale Kontakte zu finden und vorallem ganz viel Abwechslung hat.
Für mich ist das vollkommen logisch.

Irgendwie fühle ich mich wirklich missverstanden.
Erkläre ich nicht gut genug, wie ich das meine?
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #62
Ältere Katzen die lange als Einzeltier gelebt haben zu vergesellschaften ist machbar, wenn man den Mut hat und sich drauf einlässt. Beispiel ist Sabo, der Kater meiner verstorbener Nachbarin. Er hat mit 14 Jahren die Katzensprache neu gelernt und lebt jetzt seit einem Jahr bei seiner neuen Besitzerin.

Ich habe da auf mein Bauchgefühl gehört und zwei Dinge bewusst nicht eingehalten, wo viele gesagt hätten „ wie kannst du nur.“ Es war für beide Seiten anstrengend. Der Vorteil Sabo kam aus einer Zucht, hat Erfahrung mit Artgenossen in seiner Prägephase als Welpe gemacht. Jede Katze hat eine Vorprägung mit Artgenossen. Außer einzelne Flaschenkinder die ohne Kontakte zu anderen aufwachsen.

Er hat sich vom egoistischen Menschenvereinnehmer zum Katzenpartner gemausert. Der soziale Regeln im Katzenverhalten umsetzt und tatsächlich Gefallen hat hat kätzischen Ritualen.

Anders war es bei unserem Draußenkai..... den ich wirklich gern behalten hätte..... Aber es gab keine ruhige Minute mehr als er soweit gesundheitlich hergestellt war. Es wurde immer schlimmer, es war alles sein Terrain , besonders ich ....... alles wurde aggressiv verteidigt. Wilma hat uns dann klar und deutlich gezeigt wie sehr sie auf seine Gesellschaft pisst..... im wahrsten Sinne des Wortes.
Draußenkai war zu lange draußen auf sich allein gestellt ohne große Katzenkontakte außer zur Paarungszeit. Er ist jetzt Einzelprinz und hat gesicherten Freigang.

Unsere Wanda war verwildert, ausgesetzt und überhaupt nicht schwierig sie mit ihrem schon hohem Alter zu Vroni und Wilma zu setzen. Die kleinen Reibereien haben sich schnell gelegt. Sie hatte eher Probleme mit uns Menschen, weil sie nicht wusste wie weit sie uns vertrauen durfte und wir hatten oft ihre Krallen gespürt, somit waren wir auch verhaltener. Köpfchen kraulen, Hand von oben kommend viele Dinge haben wir uns zusammen erarbeitet. Oft schmerzhaft aber irgendwann hat es Klick gemacht, so das auch ich ihr vertrauen konnte.
Ich habe ein gut funktionierende Katzengruppe mit eigenen Regeln..... aber keine die zusammen eng gekuschelt auf einen Haufen liegen. Aber sie brauchen sich, davon bin ich fest überzeugt.


lg
Verena
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #63
Und nochmal, ich persönlich glaube, dass jede Tierheimkatze, die in Einzelhaft sitzt sehr gerne zu Karola ziehen würde, wo sie eine komplette Wohnung zur Verfügung hat, liebevoll umsorgt wird und auch noch Freigang geboten bekommt in dem sie die Chance hat, soziale Kontakte zu finden und vorallem ganz viel Abwechslung hat.
Irgendwie fühle ich mich wirklich missverstanden.
Erkläre ich nicht gut genug, wie ich das meine?

Also ich versteh dich gut.
Mein vollkommen ungeplanter Erstkater Pinoi sollte aus kompletter Wohnungshaltung mit Katzengruppe zum Bauerhofkater (ohne Menschenbezug, nur Futter) gemacht werden. Er saß ca. 14 Tage im Waschraum am Pferdestall "zur Eingewöhnung". Mann und Tochter haben ihn dann mit zu uns nachhause gebracht.
Er war - nachdem er sich traute den Schrank zu verlassen wenn auch jemand anderes als mein Mann zu Hause war - hochzufrieden. Freigang bekam er, weil es für uns einfach unpraktikabel ist, im Sommer immer auf die Haustür zu achten. Wir sind das Haus der offenen Türen und im Sommer viel draußen.
Als Tochter ein halbes Jahr später einen weiteren Mini-Kater aus dem "Kinderbauerhof-Ferienlager" angeschleppt brachte, war er eingeschnappt und ist zwei Tage nicht heimgekommen. Der Kleine war zum Glück sehr sozial und hat sich in sein Herz geschlichen.
Die beiden vertragen sich, putzen sich - also Pinoi den kleinen, nicht umgekehrt, spielen gelegentlich Fanger und raufen bissel, liegen aber immer mit mindesten 20 cm. Abstand und kuscheln nie.
Ich will nicht behaupten, dass Pinoi unbedingt Gesellschaft gesucht hat.
Falls jemand mehr dazu nachlesen will -
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #64
aber keine die zusammen eng gekuschelt auf einen Haufen liegen.
Ich glaube mittlerweile, dass unsere Katzen das auch nicht müssen, um glücklich zu sein.
Die Hauptsache ist, glaube ich, dass sie überhaupt einen Partner haben, der ihre Sprache spricht, mit dem man sich auch kloppen, jagen, toben kann.
Das sie das eben brauchen, um glücklich zu sein.
Bin also komplett Deiner Meinung.

Also ich versteh dich gut.
Danke, dass fühlt sich gut an.
Ja, Deine Geschichte klingt so, als hätte Pinoi nicht unbedingt einen Kumpel gebraucht, aber den Kontakt scheint er zumindest nicht zu verteufeln. :)
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #65
Ich hatte, bis auf meine jetzigen Beiden, immer Katzenpaare, die nicht miteinander schmusten und kuschelten, sich aber auch, nach der Eingewöhnungsphase, akzeptierten. Ich habe mich oftmals gefragt (es gab noch keine Katzenforen um sich auszutauschen), ob sie sich überhaupt brauchen und ob ich ihnen mit der Vergesellschaftung überhaupt einen Gefallen getan habe. Offensichtlich habe ich es, denn wenn eine Katze verstarb, trauerte die Zurückgebliebene sehr. Was dann zu einer erneuten Vergesellschaftung führte 😊
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #66
Und nochmal, ich persönlich glaube, dass jede Tierheimkatze, die in Einzelhaft sitzt sehr gerne zu Karola ziehen würde, wo sie eine komplette Wohnung zur Verfügung hat, liebevoll umsorgt wird und auch noch Freigang geboten bekommt in dem sie die Chance hat, soziale Kontakte zu finden und vorallem ganz viel Abwechslung hat.

Das hat doch keiner im Fred geschrieben, dass es nicht so sein könnte. Aber Karola hat gewisse Vorstellungen vom Verhalten der Katze, die sie sicher so nicht so schnell findet. Das sie so aussehen soll wie ein BKH ist das Kleinste aus dem „ich wünsche mir das Paket“

Ich möchte mir eine ruhige Freigängerkatze zulegen, die sich streicheln lässt. Gerne Erwachsen, älter, leichte krankenheiten oder Handicaps nicht ausgeschlossen. Ich bin schon seit einem halben Jahr am rumtigern in den 4 Tierheimen in der Umgebung, bisher war noch keine passende dabei. Entweder die Katzen sind junge verspielte Kitten oder scheu und/oder aggressiv oder doch sehr krank mit Tierarztkosten von 100 Euro und mehr pro Monat (Spende ans Tierheim ging dann raus, aber auf Dauer wäre mir das zu teuer).

Da ich beruflich die nächste Zeit viel Zeit haben werde, wollte ich nun den Katzenkauf angehen und nicht nur ab und zu in den Tierheimen schauen. Ich habe also auf Ebay kleinanzeigen jede Katzenanzeige angeschrieben, die in Frage käme. Es ist doch irgendwie ernüchternd. Oft werden die Katzen nur zu zweit vermittelt, was wir nicht wollen, oder auf Nachfrage stellt sich heraus, dass die Katze sehr schüchtern ist, oder der Kleinanzeigenklassiker: man bekommt gar keine Antwort.

Die Katze muss so viele Qualitäten besitzen die gibt es nicht. Daher auch schon die lange Zeit der Suche.
Natürlich hätte eine Katze bestimmt ein gutes Leben .... aber nur wenn Karola bereit ist Abstriche zu machen.


Etwas in eigener Sache, das geht wieder an die Fredeinstellerin: @KatzenKarola ich habe dich etwas gefragt

Vielleicht wäre eine Möglichkeit für dich Katzen deine Zeit zu schenken und ein Tierheim zu unterstützen.

Darauf hast du das geantwortet
Wäre schon längst passiert, wenn es ein Tierheim in der Nähe gäbe.

Komischer Weise warst du in vier Tierheimen in deiner Umgebung!

lg
Verena
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #67
@Gast13634
Ich habe noch ein bisschen nachgelesen und kann verstehen, dass sich an einigen Aussagen "gestört" bzw gerieben wird.

Mir persönlich erscheint es nicht so abwegig, dass es so eine Katze gibt, wenn Karola ein paar Abstriche macht.
Also eine ältere Katze, die verschmust ist und evtl ein Handicap hat müsste zu bekommen sein.
Die restlichen Wünsche klingen für mich auch unrealistisch, die ich der nicht vorhandenen Erfahrung mit Katzen in die Schuhe schiebe.

Später ging es ja dann eher darum, dass es erst gar keine Einzelkatzen geben soll.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #68
Später ging es ja dann eher darum, dass es erst gar keine Einzelkatzen geben soll.

Das habe ich auch nicht so gelesen.... aber jeder empfindet es anders. Hier ging es für lediglich um Aufklärung und um ob eine ältere Einzelkatze für eine Vergesellschaftung geeignet ist.

lg
Verena
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #69
Das mit den Einzelkatzen habe ich auch anders verstanden, ich weiß auch nicht ob mein Post so rüberkam?

Ich habe grundsätzlich nix gegen Einzelkatzen einzuwenden, aber dann sollten es auch wirklich Katzen sein, die dafür gemacht sind. Und da sehe ich gerade bei Tierheimen eben genau die hier auch beschriebene Problematik, ob jede (vor allem vom Tierheim) deklarierte Einzelkatze wirklich Einzelkatze ist.

Ich stoße mich allein etwas an solchen Argumenten wie sinngemäß (sinngemäß im Sinne von wie ich es aufgefasst habe) "aber ich sehe im Fernsehen bei Birga Dexel so oft zerstrittene Katzenpaare, da wäre eine Einzelne doch besser dann gibts keinen Streit", oder "bei zwei Katzen müssten wir zu oft Tür auf und zu machen" oder der Klassiker "bei unseren Freunden und Bekannten sind auch alle Katzen alleine und glücklich damit".

Und auch wenn ich jetzt gleich bestimmt negative Kommentare bekomme, ich habe es so verstanden, dass es Grund genug ist eine Katze alleine zu halten weil sie es bei einem Besitzer alleine besser hat als alleine im Tierheim. Also besser Einzelhaltung als Einzelhaft. Natürlich ist das per se besser. Aber genauso von der Logik her könnte ich argumentieren, dass jede Katze es bei einem Besitzer besser hat als beim Vermehrer (rein logisch!!). Darum ist das für mich kein Argument eine Einzelkatze aus dem Tierheim zu holen, weil man es so quasi noch unterstützt, dass Tiere oft fälschlicherweise als Einzeltiere im Tierheim gehalten werden. Ich persönlich würde in keinem Fall eine Katze aus einem Tierheim holen, nur "weil sie es bei mir besser hat". Ich denke man sollte (auch wenns hart ist) nur Tierheime unterstützen, die auch wirklich an der artgerechten Haltung ihrer Tiere interessiert sind und sich darum bemühen.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #70
aber dann sollten es auch wirklich Katzen sein, die dafür gemacht sind.
Na genau das, wurde doch dann in Frage gestellt.
Also ob es überhaupt Einzelkatzen gibt.
Denn wer will das beurteilen, wann würde die Annahme überhaupt in Frage kommen und zig Gegenbeispiele wurden aufgeführt, dass es eben aber doch auch klappen kann mit der Vergesellschaftung.

Das habe ich auch nicht so gelesen
Dann wundert mich jetzt auch nicht mehr, dass ich mich missverstanden fühle.
Ich scheine an Euch vorbeizureden.


ich habe es so verstanden, dass es Grund genug ist eine Katze alleine zu halten weil sie es bei einem Besitzer alleine besser hat als alleine im Tierheim. Also besser Einzelhaltung als Einzelhaft.
Du hast etwas entscheidendes vergessen, nämlich den Freigang, der Kontakt zu anderen Katzen ermöglicht.
Und dazu stehe ich nach wie vor. Ja, ich glaube, dass es eine Katze mit Freigang besser hat, als im Tierheim.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #71
Ich finde aber das kommt dann auch auf den Freigang bzw. die Qualität dessen an. Wenn ich richtig gelesen habe, ist es ja nicht einmal unbegrenzter, sondern limitierter Freigang, da die Katze durch Öffnen und Schließen der Tür rausgelassen wird. Da stellen sich mir dann Fragen wie, wann und wie lange sind die Besitzer zuhause um den Freigang zu ermöglichen? Was ist mit nachts? Die TE hat dazu geschrieben, dass beide voll berufstätig sind, sie aber "öfter mal" Homeoffice machen könnte. Voll Berufstätig heißt in der Regel 40 Stunden, also 8 Stunden 5 mal die Woche (so unsere Definition in SoWi). Dann in der Regel 8 Stunden Schlaf. Heißt das die Katze unter Umständen max. 8 Stunden Freigang bekommt, wenn sie nachts nicht ausgesperrt wird. Und vor der Arbeit darf sie dann vielleicht auch nicht raus, weil sie während Dosis Arbeit im Haus sein sollen. Da kommen dann ja noch eventuelle Abwesenheiten für Freizeitaktivitäten hinzu, sowie das die Katze eventuell gar nicht oder bei schlechtem Wetter nur sporadisch raus will. Und auch nur, wenn sie diesen einfordert. Meine Fine z.B. fordert den Zugang zum Balkon gar nicht ein. Die würde in dem Fall vermutlich den ganzen Tag im Haus bleiben. Auch wenn die Balkontür offensteht nutzt sie ihn wenig. Und wenn die TE jetzt auch eine "Einzelkatze" erwischt, die zwar als Freigänger vom Tierheim vermittelt wird, haben wir im schlimmsten Fall womöglich eine Katze, die nur ein paar Stunden täglich raus darf oder gegen ihren Willen "ausgesperrt" wird, weil die Besitzer die Tür nicht aufmachen können (arbeit oder schlafen). Und dann find ich die Bereicherung jetzt nicht so extrem, das es für mich rechtfertigen würde, ein potentiell sehr soziales, aber im Tierheim aus irgendwelchen Gründen als Einzelgänger gedachtes Tier in Einzelhaltung zu stecken.
Die Umgebung klingt ja gut für Freigängerkatzen, ich habe jetzt aber nix gelesen, ob und wie viele andere Freigängerkatzen als potentielle Kontakte vorhanden wären und ich kann mir unter 3. Reihe auch leider nix vorstellen wie weit die nächste stärker befahrene Straße weg ist. In meinem Tierheim wurden Freigänger z.B. nur vermittelt, wenn die nächste stark bzw. stärker befahrene Straße mindestens 250m weit weg war, als ich damals meine Katzen gesucht habe, hab ich sogar von Tierheimen mit 300m Grenzen gehört. Das würde bei mir auch noch mit in die qualitative Bewertung mit reinspielen.

Letztendlich ist das aber eben eine Sache der persönlichen Meinung und immer vom Einzelfall abhängig. Wenn die Katze unbegrenzt Freigang mit eigener Entscheidungsgewalt übers Kommen und Gehen hätte, bin ich auch der Meinung, dass ein Tier, dass mit dem Leben als Einzelprinz/essin keine Probleme hat, bei den geschilderten Gegebenheiten möglich wäre, wenn auch vielleicht nicht zwingend zu empfehlen. Aber so wie die Vorstellungen und Gegebenheiten bei der TE geschildert wurde, hätte ich da doch Bedenken, ob eine Einzelkatze aus dem Tierheim wirklich das richtige wäre. Etwas anderes wäre es z.B. bei Vermittlungsstellen wie Taskali oder Cats of Andros, die wirklich sehr genau drauf achten ob die Bedingungen passen und die ihre Katzen gut kennen und einschätzen können.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #72
Ähm okay, halten wir einfach fest, dass ich es schon empfehlen würde und Du eher....zwingend....nicht.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #73
Ich habe kurz überlegt, ob hier oder im OT, ich bleibe mal hier...

[...] Und nochmal, ich persönlich glaube, dass jede Tierheimkatze, die in Einzelhaft sitzt sehr gerne zu Karola ziehen würde, wo sie eine komplette Wohnung zur Verfügung hat, liebevoll umsorgt wird und auch noch Freigang geboten bekommt in dem sie die Chance hat, soziale Kontakte zu finden und vorallem ganz viel Abwechslung hat.
Für mich ist das vollkommen logisch. [...]


Liebevoll umsorgt ... also ich habe da jetzt irgendwie was anderes gelesen:
Das Tier muss ruhig sein und sich streicheln lassen (darf auf keinen Fall scheu sein) - nun, das mag noch angehen, was aber, wenn es im Tierheim ruhig ist, weil es alleine gesetzt wurde und schon resigniert hat und sich dann aber als lebensfrohes Temperamentbündel entpuppt? Es darf nicht krank sein und damit wohl auch nicht werden, denn 100 Euro im Monat (was ja eben 1200 im Jahr entspricht) sind zu viel.
Freigängerkatze soll es sein, rein- und rauslassen geht, aber bei zwei Katzen nicht. Katzenklappe und weiteres Klo - nein, geht auch nicht, das Tier soll den Menschen beschmusen/sich beschmusen lassen, aber er möchte sich damit nicht beschäftigen, es ist unerwünscht, wenn er damit spielen MUSS. Aber Stressabbbau beim Menschen darf das Tier leisten - etwas für das Tier zu leisen, klingt zumindest so, ist nicht besonders erstrebenswert.

Nicht falsch verstehen, ich habe jetzt tatsächlich einseitig nur die Sachen aufgelistet, die mir besonders negativ 'aufgestoßen' sind, es waren auch ein paar wenige positive Gedankengänge dabei.

Soviel zur Katzenhaltung (oder auch nicht), jetzt zur Diskussionskultur: Wenn man eingesteht, dass man eigentlich wenig Ahnung hat, finde ich das erst einmal sehr löblich. Dann aber anderen, die seit Jahren (!) sehr aufopfernd und SEHR gewissenhaft Tierschutzarbeit leisten, zu unterstellen, dass sie sich mit Gesetzen nicht auskennen und zu behaupten, Fundtiere seien automatisch Freigänger und eine Wohnungsvermittlung sei daher nicht angebracht, finde ich schon übergriffig, zumal im selben Atemzug bemängelt wird, dass andere sich nicht anmaßen sollen, die eigene Tierhaltung zu kritisieren/hinterfragen (weil diese sich ja, was ja durchaus richtig sein mag, damit nicht auskennen).
Wenn ich also selbst etwas mache, was ich bei anderen massiv bemängle, läuft in meinen Augen bei der Diskussion einfach irgendetwas falsch. Dann aber nur die anderen für 'schlechtes Benehmen' zu rügen, finde ich schade.

Zurück zur Katzenhaltung - ich reibe mich hier weniger am Punkt der 'einen' Katze, wenn ich es auch grundsätzlich eher so sehe wie die meisten, sondern daran, was von dem Tier erwartet wird. Für mich liest sich das so, als wenn das Tier ein Dienstleister sein soll, für den man selbst aber wenig Aufwand zu betreiben bereit ist. Das ist, was mir aufstößt. Vielleicht habe ich das falsch gelesen oder verstanden, vielleicht ist das eine der Fehlinterpretationen oder wie auch immer der TE das bezeichnet hat, aber das habe in den Posts gelesen.

Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass sich die TE noch einliest und dann die Argumente vielleicht doch noch nachvollziehen kann und vielleicht auch versteht, warum hier was auch genau so geschrieben wurde.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #74
Liebevoll umsorgt ... also ich habe da jetzt irgendwie was anderes gelesen:
Das Tier muss ruhig sein und sich streicheln lassen (darf auf keinen Fall scheu sein) - nun, das mag noch angehen, was aber, wenn es im Tierheim ruhig ist, weil es alleine gesetzt wurde und schon resigniert hat und sich dann aber als lebensfrohes Temperamentbündel entpuppt? Es darf nicht krank werden, denn 100 Euro im Monat (was ja eben 1200 im Jahr entspricht) sind zu viel.
Freigängerkatze soll es sein, rein- und rauslassen geht, aber bei zwei Katzen nicht. Katzenklappe und weiteres Klo - nein, geht auch nicht, das Tier soll den Menschen beschmusen/sich beschmusen lassen, aber er möchte sich damit nicht beschäftigen, es ist unerwünscht, wenn er damit spielen MUSS. Aber Stressabbbau beim Menschen darf das Tier leisten - etwas für das Tier zu leisen, klingt zumindest so, ist nicht besonders erstrebenswert.

Ich habe hier im Forum schon öfter mal solche, auf mich befremdlich wirkende Ansprüche an ein Tier gelesen und habe es immer darauf geschoben, dass der jeweilige User überhaupt keine Katzenerfahrung hat.
Auch wenn mir der logische Menschenverstand sagt, dass eine Katze (oder eigentlich egal welches Tier) so nicht funktionieren kann, heißt das nicht, dass sich das für jeden gleich logisch erklärt. Ich bin nicht der Nabel der Welt.

Den Rest sehen wir ganz ähnlich.
Auch wenn ich immer noch drauf bestehe, dass es sogenannte Einzelkatzen gibt.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #75
Ich verfolge das Thema seit Beginn und bin der Meinung das es einige Dinge gibt über die man diskutieren kann. Ich bin zugeben der Meinung das es einzelne Katzen gibt, die von Natur aus Einzelkatzen sind. Es gibt schließlich auch Menschen, die Eigenbrödler sind.
Ob diese Katze dann aber so verschmust wäre wie erhofft, sich dann auch mit den Schildkröten versteht und dann die Echsen in Ruhe lässt, empfinde ich als hohe Anforderung.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #76
[...] Auch wenn ich immer noch drauf bestehe, dass es sogenannte Einzelkatzen gibt.
Das kann ich nicht beurteilen, aber ja, es mag Exemplare geben, die der Mensch vollkommen verkorkst hat und wo man dann auch mit viel Mühe und Geduld einfach nichts mehr machen kann, aber wenn ich an das Beispiel denke, was @Frigida angesprochen hat, zweifle ich wieder.

Der Kater, 14-jährig aus dem Tierschutz übernommen, war diese 14 Jahre im Einzelknast und massiv aggressiv gegenüber fremden Menschen, da ungesund massiv auf Frauchen fixiert. Als sie verstarb, attackierte er Sanitäter, Tierschützer, eigentlich alles, was sich bewegte (hätte man da eine andere Katze dazugesetzt, wäre das wohl nicht gut ausgegangen). Er war durch die Einzelhaltung total traumatisiert und keiner hätte je gedacht, dass er noch einmal erleben kann und darf, wie schön es ist, mit Artgenossen zu kommunizieren und gar zu kuscheln. Aber mit viel Einfühlungsvermögen wurde es und er hatte noch ein paar wunderschöne Jahre im Kreise seiner Mitkatzen. Dass das möglich ist, hat wirklich keiner derjenigen, die ihn zu Beginn gesehen haben, gedacht - aber wie war das: Sie sagten, das geht nicht, dann kam einfach einer und hat es gemacht - und siehe da, es ging doch.

Mag ein Einzelfall sein, ja, aber der beweist, dass das geht. Nicht gehen muss, aber geht.

Daher bin ich hin- und hergerissen.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #77
Mag ein Einzelfall sein, ja, aber der beweist, dass das geht. Nicht gehen muss, aber geht.
Ich habe das nie bestritten. Also das es gehen kann und garantiert auch sehr oft falsch eingeschätzt wird ob es sich um eine Einzelkatze handelt oder nicht.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #78
Ich habe das nie bestritten. Also das es gehen kann und garantiert auch sehr oft falsch eingeschätzt wird ob es sich um eine Einzelkatze handelt oder nicht.
Aber genau da liegt nun das Dilemma - ab wann ist es entschieden, dass es eine Einzelkatze ist und man nicht (mehr?) versucht, sie zu vergesellschaften? Hatte derjenige, der das dann entscheidet, wirklich diesbezügliches (Fach-)Wissen und hat Zeit und Herzblut investiert?

Ich würde mir nicht zutrauen, das für ein Tier endgültig zu entscheiden...
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #79
Ich bin zugeben der Meinung das es einzelne Katzen gibt, die von Natur aus Einzelkatzen sind.
Eigentlich sind nach meinen Erfahrungen alle Freigänger Einzelkatzen. Wobei das sehr individuell ausgeprägt ist. Z.Zt. haben wir eine Schildpattlady, die außerordentlich unglücklich ist, wenn durch die immer geöffnete Katzenklappe vierbeiniger Besuch einströmt. Wie alle Vorgänger nimmt sie dabei eine echteTürsteherfunktion ein, sie lauert regelrecht darauf, dass Fremdlinge durch das Loch wollen und hat auch keinerlei Hemmungen, durch das Loch bzw. im Loch (Klappe ist in einer Wand eingelassen) Hiebe auszuteilen.
'Sozialisiert' war sie, was auch immer das heißen mag. Verstand sich im Tierheim gut mit anderen Artgenossen, geht jedem ernsthaften Streit aus dem Weg, mag aber eben nur begrenzt andere Katzen.
 
  • Einzelhaltung Britisch Kurzhaar mit Freigang? Beitrag #80
Okay, ich erkläre das nochmal anders, wie ich es jetzt auf Karola bezogen sehe.

Wenn sie im Tierheim eine "Einzelkatze" (von den Mitarbeitern so eingeschätzt) findet, die dort seit sagen wir, zwei Jahren allein in einer "Zelle" sitzt und auch weiterhin sitzen würde, die auch schmusig ist, ein Handicap hat und möglichst in den Freigang sollte, würde ich unbedingt zustimmen, diese Katze zu nehmen.
Eben weil ich glaube, dass sie es bei Karola besser hätte, als in der Zelle.

Bei Karola ist nix in Stein gehauen, da ich glaube, dass mit der Katzenerfahrung auch der Wunsch nach einem Zweittier kommen kann und eben wegen des Freigangs, der so viel mehr zu bieten hat.

Ist das so verständlicher?
Euch ist doch hoffentlich Allen klar, dass ich auch eigentlich niemals zur Einzelhaltung rate. In diesem Fall sehe ich das aber halt anders.
 
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