Ich habe kurz überlegt, ob hier oder im OT, ich bleibe mal hier...
[...] Und nochmal, ich persönlich glaube, dass jede Tierheimkatze, die in Einzelhaft sitzt sehr gerne zu Karola ziehen würde, wo sie eine komplette Wohnung zur Verfügung hat, liebevoll umsorgt wird und auch noch Freigang geboten bekommt in dem sie die Chance hat, soziale Kontakte zu finden und vorallem ganz viel Abwechslung hat.
Für mich ist das vollkommen logisch. [...]
Liebevoll umsorgt ... also ich habe da jetzt irgendwie was anderes gelesen:
Das Tier muss ruhig sein und sich streicheln lassen (darf auf keinen Fall scheu sein) - nun, das mag noch angehen, was aber, wenn es im
Tierheim ruhig ist, weil es alleine gesetzt wurde und schon resigniert hat und sich dann aber als lebensfrohes Temperamentbündel entpuppt? Es darf nicht krank sein und damit wohl auch nicht werden, denn 100 Euro im Monat (was ja eben 1200 im Jahr entspricht) sind zu viel.
Freigängerkatze soll es sein, rein- und rauslassen geht, aber bei zwei Katzen nicht. Katzenklappe und weiteres Klo - nein, geht auch nicht, das Tier soll den Menschen beschmusen/sich beschmusen lassen, aber er möchte sich damit nicht beschäftigen, es ist unerwünscht, wenn er damit spielen MUSS. Aber Stressabbbau beim Menschen darf das Tier leisten - etwas für das Tier zu leisen, klingt zumindest so, ist nicht besonders erstrebenswert.
Nicht falsch verstehen, ich habe jetzt tatsächlich einseitig nur die Sachen aufgelistet, die mir besonders negativ 'aufgestoßen' sind, es waren auch ein paar wenige positive Gedankengänge dabei.
Soviel zur Katzenhaltung (oder auch nicht), jetzt zur Diskussionskultur: Wenn man eingesteht, dass man eigentlich wenig Ahnung hat, finde ich das erst einmal sehr löblich. Dann aber anderen, die seit Jahren (!) sehr aufopfernd und SEHR gewissenhaft Tierschutzarbeit leisten, zu unterstellen, dass sie sich mit Gesetzen nicht auskennen und zu behaupten, Fundtiere seien automatisch Freigänger und eine Wohnungsvermittlung sei daher nicht angebracht, finde ich schon übergriffig, zumal im selben Atemzug bemängelt wird, dass andere sich nicht anmaßen sollen, die eigene Tierhaltung zu kritisieren/hinterfragen (weil diese sich ja, was ja durchaus richtig sein mag, damit nicht auskennen).
Wenn ich also selbst etwas mache, was ich bei anderen massiv bemängle, läuft in meinen Augen bei der Diskussion einfach irgendetwas falsch. Dann aber nur die anderen für 'schlechtes Benehmen' zu rügen, finde ich schade.
Zurück zur Katzenhaltung - ich reibe mich hier weniger am Punkt der 'einen' Katze, wenn ich es auch grundsätzlich eher so sehe wie die meisten, sondern daran, was von dem Tier erwartet wird. Für mich liest sich das so, als wenn das Tier ein Dienstleister sein soll, für den man selbst aber wenig Aufwand zu betreiben bereit ist. Das ist, was mir aufstößt. Vielleicht habe ich das falsch gelesen oder verstanden, vielleicht ist das eine der Fehlinterpretationen oder wie auch immer der TE das bezeichnet hat, aber das habe in den Posts gelesen.
Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass sich die TE noch einliest und dann die Argumente vielleicht doch noch nachvollziehen kann und vielleicht auch versteht, warum hier was auch genau so geschrieben wurde.