Hallo @MarthaDunja
erst einmal willkommen im Forum.
Ich muss gestehen, ich halte die Aussage deines Tierarztes für ziemlich fragwürdig.
Es stimmt, dass viele Katzen auch mit heftigem FORL noch weiter fressen als sei nichts (unser Kater ist bzw. war so ein Exemplar), das bedeutet aber für mich nicht, dass sie keine Schmerzen haben. Sehen wir es aus der Sicht der Katze - Wenn sie nichts frisst, verhungert sie. Und Katzen sind Weltmeister im Verbergen von Schmerzen.
Oft bemerkt man erst nach der OP so richtig, dass was im Argen war. Nehmen wir unseren Kater - der hatte aufgrund eines Unfalls schon einen Großteil seiner Zähne verloren, dazu waren die Schneidezähne wie Kraut und Rüben, weil wahrscheinlich die Milchzähne nicht richtig ausgefallen waren und außerdem waren so gut wie alle Zähne von FORL befallen. (Wir haben ihn übrigens schon so übernommen). Sein Maul war also eine einzige Baustelle und ich weiß nicht, wie lange er sich damit schon gequält hat. Trotzdem hat er ohne jegliche Probleme und mit gutem Appetit gefressen und auch sonst hat man ihm nicht viel angemerkt.
Nach der OP (es wurden alle Zähne gezogen) hat man aber an seinem Verhalten eine spürbare Verbesserung gesehen. Nicht, dass er sich jetzt plötzlich um 180° gedreht hätte, aber er wirkt im Ganzen entspannter und zufriedener. Und auch Dinge wie eine erhöhte Atemfrequenz, die mir vor der OP Sorgen gemacht hatte, habe ich seitdem nicht wieder beobachtet. Ich denke mal, dass sie auch auf die Schmerzen zurück zu führen war.
Klar kann bei einer OP immer was schief gehen. Aber für mich war es das Risiko absolut wert, wenn ich das Ergebnis jetzt sehe. Wir waren allerdings auch bei einer Spezialistin in einer guten Tierklinik, die mit Dentalröntgen, Inhalationsnarkose und Monitoring arbeitet. Bei uns gab es nach der OP keinerlei Probleme. Ich würde es immer wieder tun.