Fuchsprojekte

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Lavendelchen

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An der Straße sind nun drei Babys aus
dem Bau....

Heute Vormittag gabs Fotosession....ich kann nur eins sagen...sie sind neugierig und einfach nur herrlich zu beobachten. Ausgewählte Fotos folgen in Kürze:love::love::love:
 
mennemaus

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Toll, dass du die Füchse so schön in der Natur beobachten und fotografieren kannst.

Bei uns gibt es in einem umzäumten Grundstück, das seit Jahren brach liegt (ehemalige Botschaftsresidenz) auch immer mal wieder Füchse. Letztes Jahr hatte eine Füchsin dort ihre Jungen zur Welt gebracht, die mir dann abends beim Hundespaziergang auch öfter begegnet sind.
 
Nula

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Ich bin echt beeindruckt von deine Bildern.
Und frage mich wie du das binbekommst.

Unsere Füchse bekommen wir nur relativ selten zu Gesicht und eigentlich auch nur in der Dämmerung.
Aber dein Geheimnis ist wahrscheinlich Geduld, oder?
 
Lavendelchen

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Seit Jahren beobachte ich Füchse. Leider sind sie bei uns sehr selten geworden, auch wenn es nicht den Anschein macht; bei den Bildern. Ich habe gehört, und da will ich unbedingt mal hin, das es in Berlin Regierungsgebäude festansässige Familien gibt. Hier im ländlichen Raum werden Füchse bestenfalls toleriert, jedoch leider eher geschossen. Bauern und Förster sind nicht zu belehren. Eigentlich wollte ich mit einem Warnschild an der Straße die Autofahrer hinweisen. Nach langer Überlegung wäre das aber keine gute Idee, da ich die "idioten" nur auf die Fuchsfamilie aufmerksam machen würde. Ich krieche im Gras, liege stundenlang regungslos da; haha; aber die Kleinen sehen mich trotzdem. Ihre Neugier in dem Alter ist bezüglich Fotos und Filmmaterial vorteilhaft. Wenn sie älter sind und ihr Erkundungsraum größer wird, muß ich speziell hier an der Straße darauf achten, das ich mich nur noch mit dem Rücken zur Straße postioniere, um die Füchslein von der Straße fernzuhalten. Außerdem gehe ich nur in die "Nähe", also mindestens 50m Abstand, und auch in einem Moment, wenn die Eltern auf Jagd sind.
Dann ist alles situationsabhängig. Die Zeit mit den Kleinen einer Familie zeigt mir, was ich mir erlauben darf.
Ich hoffe nun, das alle drei groß werden. Von den 100 Jungfüchsen überleben etwa 20 die ersten vier Lebenswochen nicht. Danach sterben wegen Krankheiten etc. nochmals viele Tiere. Laut Statistik erreichen unter 1.000 Füchsen nur vier das Alter von zehn Jahren!!!!So sehr ich das Fotografieren und Beobachten liebe; es ist immer Herzschmerz dabei.
Jetzt zu den drei Kleinen. Sie sind ca.6 -7 Wochen. Einer ist wie immer der Neugierigste. Das Zweite aufmerksam aber nicht sehr ängstlich, das Dritte übervorsichtig. Ein kleiner Schisser halt. Bis jetzt gebe ich noch keine Namen. Das lasse ich auf mich zukommen.
Hier schon mal Bilder. Ihr seid mitunter einer der Ersten, die sie zu sehen bekommen.
Viel Spaß bei "guckst du"....
Der Frechste und Mutigste, oder die....


Das mittlere Füchslein vom Verhalten her....vielleicht ein Mitläufer....wenn das geschwisterchen geht, dann kann ich auch....


Das Ängstliche...

So, jetzt reichts aber hier...tschüß....
 
Nula

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Gott sind die süß.

Ich hätte jetzt nicht gedacht das nur so wenige durch kommen.
Kann/sollte man ihnen das leben iwie einfacher machen wenn man die gelegenheit dazu hat?
 
Lavendelchen

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Nula, ein klares Ja! Füchse sind im Gegensatz zu dem was die Allgemeinheit sagt ein wichtiger Bestandteil in unserer Biodiversität! Seit 2008 gibt es nachweislich kein Tollwut mehr...Fuchsbandwürmer könnte man sich nur durch ungewaschenes Gemüse holen. Sie sind keinesfalls aggressiv. Würden sie nicht bejagd werden, dann würden sich der Bestand selbst regulieren, Krankheiten wie z.B Staupe würde sich durch die Zersprengung von Familien durch die Jagd nicht verbreiten. Wenn irgendjemand jammert, er würde Hühner reißen, dann sage ich, diese Unbelehrbaren sollen ihr Federvieh richtig schützen. Außerdem nehmen WIR den Wildtieren ihren Lebensraum weg! Also brauchen wir uns nicht wundern, wenn sie uns näher kommen.
Anfüttern würde ich aber nur wenn offensichtlich ist, das ein Fuchskind zu wenig Futter hat. Wenn die Familie intakt ist lieber nicht eingreifen. Bei Ausnahmefällen natürlich helfen. Es gibt genügend Rat und Tat von Profis. Wenn wie bei Euch die Füchse in einem Gelände nähe Menschen ist, würde ich wenn möglich dafür sorgen, das sie relativ ungestört ihre Jungen großziehen können.
Gefährlich wird es FÜR FÜCHSE erst, wenn ihn der Mensch an sich gewöhnt und von sich abhängig macht. Denn dann gibt es immer Menschen, die sich eben genau über die armen "vertrauten" Füchse aufregen werden und Dummheiten erzählen.
 
Ilvy

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Das sind so großartige Bilder! Die schaue ich immer wieder an.
Meine Familie weiß, wie sehr ich Füchse mag.
 
Nula

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Ok
Danke für die Infos.
Ich selber hab keine Angst vorm Fuchs oder iwelche Befürchtungen.
Chef übrigens auch nicht.

Es gibt genügend Rat und Tat von Profis.
Ja?
Ich hatte letztes Jahr meine liebe Not damit jemanden der zuständig ist zu finden als wir unser Fuchsdrama hatten.
Da ist mein aktueller Stand, wenn was ist dann ist der Förster zuständig und der fakelt nicht...

Momentan dürften unsere Füchse gut zu fressen finden.
Bei uns am Wasser sind ja reichlich Wasservögel am brühten.
Die Jungen von diesem Jahr hab ich noch nicht gesehen, die vom letzten waren aber in nem guten Zustand, da wird es dieses Jahr wohl nicht viel anders sein.
 
Lavendelchen

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Förster sind kein guter Kontakt...niemals diese Menschen fragen; die arbeiten auch mit Jägern zusammen, oder sie sind eh beides. Googel bei Notsituationen einfach Fuchshilfen. Auch wenn sie nicht direkt aus der Nähe sind. Die sind gut vernetzt und können meist weiterhelfen. Und keine Angst vor unerlaubten Dingen. Außer natürlich wenn es dem Tier schadet. Aber ich denke Eure Fuchsfamilie lebt ganz gut, solange sie in einem einigermaßen geschützten Rahmen sind.
 
Nula

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Ne geeignete Nummer suche ich mir lieber gleich raus.
Dann bin ich im Fall der Fälle vorbereitet.

Ich glaube die größte Gefahr für unsere jungen Füchse ist der Uhu.
Alles andere müsste erst an Chef vorbei.
 
Lavendelchen

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ein kurzes update.
Gestern war ein shit Wetter. Es macht nunmal kein Spaß bei Regen, Nässe und Wind im Matsch zu liegen. Dementsprechend ließen sich die drei Kleinen auch nur selten blicken. Als sich mal kurz der Himmel auftat, lugte das Kleinste und Schüchternste kurz aus dem Loch, tippelte Richtung Wiese und schaute überrascht in meine Richtung, um dann aber auch gleich wieder Zuflucht bei seinen Geschwistern im warmen Fuchsbau zu suchen.

Weshalb ich überhaupt gestern dort war: eigentlich fuhr ich auf den Demeterhof um einzukaufen. Leider sah ich die Fuchsmama auf der anderen Straßenseite Mäuse jagen. Das gefiel mir gar nicht! Deshalb nutzte ich kurz die Chance, um nach dem Rechten zu schauen. Tja, die Eltern sind mit zunehmenden Alter der Kinder immer länger vom Bau entfernt, und die Kleinen müssen so lange ausharren.
Außerdem prüfte ich den anderen Bau abseits noch einmal.
Und ja, es war schon zu vermuten, die Wildtierkamera bestätigt meine Vermutung. Der Dachs ist Mitbewohner der alleinerziehenden Fuchsmama. Ich liebe Dachse...nun habe ich aber die Kamera anderweitig positioniert, das definitiv DAS der Aus-und Eingang des Dachses in den Bau ist.:D und eindeutig eine Wildtierroute.






 
Sini

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Deine Fotos sind sehr schön.

Gerade habe ich mich aber gefragt- wie kannst du die Füchse unterscheiden? Also woher wusstest du gestern, dass da auf der Wiese die Fuchsmama unterwegs ist?
 
Lavendelchen

Lavendelchen

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Das Unterscheiden der Füchse geht recht schnell. Bei dem aktuellen Bau an der Straße ist der Papa der Hellere. Er hat einen buschigen Schwanz und ist auch öfter zu sehen. Die Mama ist etwas kleiner und dunkler. Die Babys sind laut Bildnachweisen nach mehrmaligen Sehen und Vergleichen mit ihrem Verhalten laut der Beobachtungen ebenfalls sehr schnell erkennbar. Manchmal muß ich meine Bilder ranzoomen, um Details wie z.B bei dem hier frecheren Baby zu erkennen. Er besitzt drei schwarze Punkte um die Nase. Außerdem ist er deutlich mit zwei dunkleren Streifen um im Nase bis zu den Augen gekennzeichnet. Der Mitläufer ist etwas heller im Gesicht und besitzt einen hell abgesetzten Streifen an den Flanken...usw.
 
Lavendelchen

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*die Wunder dieser Welt*....
...Schnitt....sind wir mal realistisch!
"Der Fuchs wird bei uns unbarmherzig mit Schrot und Gewehr, mit Falle und Knüppel, mit Hunden und Gift (und mit Gas (Anmerkung meinerseits))auf mannigfaltige Weise bejagt. Trotz ihrer sprichwörtlichen Schläue fallen diesem Jagddruck Jahr für Jahr gut 3000.000 der Schätzungen zufolge etwa 750.000 vorhandenen Tiere alleine in den alten Bundesländern zum Opfer, wobei mancher passionierter Fuchsjäger sich (wenn auch zu Unrecht) als Diener an der Volksgesundheit sieht....."
Quelle: das Anti - Jagdbuch von Dag Frommhold (ein sehr engagierter emphatischer Mensch, der sich seit mehreren Jahrzenten für Füchse einsetzt!)
...außerdem sieht sich der Jäger nach wie vor als Naturschützer!
Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht zu all den ach so süßen Bildern mit dem Hammer käme!
Das Fuchsthema soll auch zur Information dienen, die Wahrheit ans Tageslicht rücken!
Denn was ich bei meinen Ausstellungen bemerkt habe, das ich auch die skeptischen" Otto-Normalverbraucher" über nette Bilder an das sensible Thema heranziehen kann.