Heute war ich mit Momo wieder beim Tierarzt. Die Ergebnisse der genaueren Allergietests (Blutuntersuchungen) liegen jetzt vor: Momo ist hochgradig allergisch bei Gräsern und Roggen, etwas weniger bei Sauerampfer (wobei ich gar nicht wüsste, dass er damit schon in Kontakt gekommen ist) und mittelgradig reagiert er auch auf Hausstaubmilben und auf Futtermilben.
Wir haben also besprochen, dass eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden soll. Dafür muss erst „passgenau“ die Substanz hergestellt werden, was nach der Erfahrung des Tierarztes ca 6 Wochen dauern wird. Das passt aber zeitlich recht gut, denn vorher sollte Momo möglichst an den Inhalator gewöhnt sein, das Asthmaspray gut akzeptieren und ohne Prednisolon-Tablette klarkommen. Die Tablette soll vorerst noch 1x täglich 1/2 Tablette gegeben werden, wenn ich ihm das Asthmaspray mit dem Inhalator verabreichen kann (was dann anfangs 2-3 x täglich erfolgen soll, später soll auch das reduziert werden, insbesondere, wenn die Hyposensibilisierung erfolgreich ist oder wenn jahreszeitlich bedingt nicht mehr so viele Pollen fliegen), soll er nur noch 1/4 Tablette erhalten, später sollen die Tabletten nur noch bei Bedarf mit mehreren Tagen Abstand und am Ende gar keine Tabletten, sondern nur noch das Asthmaspray verabreicht werden.
Ehrlich gesagt, fühle ich mich momentan noch recht unsicher, ob das so gelingt, ob Momo das Inhalieren des Asthmasprays (VIANI 25 μg/125 μg) akzeptieren wird, ob ich richtig einschätzen kann, wie oft er das Spray braucht und ob die Tabletten wirklich reduziert und später abgesetzt werden können. Der Tierarzt meinte, dass manche Katzen auch bis zu 5 x täglich inhalieren müssen, bei anderen ist es nur 1x täglich nötig und bei erfolgreicher Hyposensibilisierung eventuell sogar nur im Bedarfsfall bei Hustenanfällen.
Auch die Hyposensibilisierung wird lange, eventuell sogar lebenslang notwendig sein, aber wenn sie erfolgreich ist, kann dadurch das Asthmaspray oder auch das Cortison in viel geringeren Mengen gegeben werden, mit ganz viel Glück sogar nur bei Hustenanfällen oder Atemnot (die hoffentlich gar nicht mehr auftreten wird).
Die Hyposensibilisierung hat nach den Erfahrungen unseres Tierarztes bei ca 80 % der Katzen gute Erfolge, so dass sie danach viel weniger Probleme haben. Sie muss mindestens über ein Jahr erfolgen, aber wie schon geschrieben, kann es auch sein, dass sie dauerhaft erfolgen muss. Mein Tierarzt bietet an, dass die Katzenbesitzer dies dann auch selber zuhause durchführen.
Irgendwie habe ich nach dem heutigen Termin das Gefühl, dass da ein ganz schöner Berg vor mir liegt. Zum Glück ist Momo ein braver Patient, aber meine Hoffnung zu Beginn seiner Erkrankung (als ich noch von einer
Bronchitis ausgegangen bin), dass er einige Zeit Medikamente braucht und dass dann alles wieder in Ordnung ist, scheint sich leider nicht zu erfüllen. Ich hoffe, wir bekommen das alles gut hin, aber es ist schon ein mulmiges Gefühl, dass das wohl kein Ende nehmen wird.
