Da ich in der letzten Zeit häufiger über die Fortschritt und das weitere Vorgehen bei Momos
Asthma-Behandlung in der Plauderecke berichtet habe, hier aber schon länger nicht mehr, möchte ich das (teilweise mit Zitaten aus den anderen Threads) nachholen.
Dann hat er beim
Asthma-Spray Inhalieren erstmal wie üblich die Luft angehalten, ich habe ihn dann auf den Kopf geküsst und bei jedem Kuss hat er einmal eingeatmet. Am Ende hatte er 6 Küsse bekommen und 6x eingeatmet. Perfekt.
Momo ist so süß (naja, das mit dem Regale ab oder ausräumen kenn ich hier auch). Der hält ernsthaft die Luft an beim Inhalieren?

Das ist wohl ziemlich häufig bei Katzen so, deshalb bin ich froh, dass ich den Original-Aerokat gekauft habe, der an der Seite ein kleines Sichtfenster mit einer Mini-Klappe hat, bei der man genau sehen kann, ob und wie oft die Katzen einatmen. Momo sitzt anfangs erst ganz brav und ruhig da - und atmet 1 Minute überhaupt nicht ein. Tatsächlich fängt er witzigerweise an zu atmen, wenn ich ihn auf den Kopf küsse. Also gehören Kopfküsse mittlerweile zu unserem täglichen Ritual. Zum Glück bekommt er jetzt nur noch morgens sein
Asthma-Spray. Der Tierarzt hat gesagt, ich solle anfangs 5-6 mal, dann 2 x, dann 1x und später nur noch bei Bedarf inhalieren lassen - das letztere traue ich mich aber noch nicht, weil ich Sorge habe, dass er dann doch wieder Atemnot bekommt.
Am Dienstag ist unser nächster Termin beim
Tierarzt, da soll Momo seine erste Spritze für die Desensibilisierung bekommen. Ich hoffe, dass es danach keine Probleme gibt (sie kann im schlimmsten Fall einen allergischen Schock auslösen). Es wäre lieb, wenn für Dienstag ganz viele Daumen für Momo gedrückt werden.
Momo und ich haben es geschafft (obwohl am 22.5. mein Mann ganz plötzlich, unerwartet und viel zu früh gestorben ist und ich seitdem natürlich nicht ganz so entspannt, sondern sehr traurig bin und doch öfter weinen muss, obwohl ich mich bemühe, alles gut und entspannt hinzubekommen), dass Momo regelmäßig mit dem Inhalator Aerokat sein Asthmaspray inhaliert.
Das klappt so toll, dass Momo schon freiwillig ankommt, ruhig sitzen bleibt, die Prozdur mitmacht (nur ein bisschen zu mogeln versucht, indem er die Luft anhält, aber auch das bekommen wir hin) und am Ende immer begeistert seine Leberwurstpaste von meinem Finger ableckt, die es nur nach der Behandlung als Belohnung gibt.
Wir sind mittlerweile bei einer 1x maligen morgendlichen Dosis des
Asthma-Sprays angekommen. Aus Angst vor einer erneuten Atemnot traue ich mich aber noch nicht, das Spray nur bei Bedarf einzusetzen.
Ich hatte neulich meine bisherige (und immer noch für Hausbesuche zuständige) Tierärztin getroffen (ihr Pferd steht auf einer Koppel an dem Weg, den ich fast täglich mit Finnley gehe). Sie hat mir erzählt, dass eine Katze, die auch an
Asthma erkrankt war, leider gestorben ist, während ihr Besitzer einkaufen war, obwohl er meinte, sie wäre gut mit dem
Asthma-Spray eingestellt. Ich werde da also ganz gewiss nichts riskieren.
Am Dienstag ist unser erster Termin beim Tierarzt für die Desensibilisierung. Dafür wurde ein Extrakt speziell an Momos Allergien angepasst, hergestellt. Diese Desensibilisierung muss anfangs wöchentlich, später 2-wöchentlich, danach in noch größeren Abständen, aber ziemlich sicher mindestens für 1-2 Jahre, vermutlich aber sein ganzes Leben lang durchgeführt werden. Obwohl das also aufwendig und langwierig und auch nicht ohne Risiko ist, lohnt sich der Versuch der Desensibilisierung, weil dadurch das tägliche Cortison (fast) ganz abgesetzt werden oder zumindest reduziert werden kann.
Das erste Mal und auch bei den darauf folgenden Terminen besteht ein (hoffentlich nur) kleines Risiko, dass Momo mit einem allergischen Schock reagieren könnte. Wir haben deshalb für die Behandlung extra einen Termin gewählt, bei dem der Tierarzt für den restlichen Tag und auch am darauf folgenden Tag in der Praxis ist, falls eine Notfall-Behandlung erforderlich sein könnte.
Momo kann also für diesen und auch für nächsten Dienstag einige gedrückte Daumen brauchen.
