Das sind ziemlich viele Baustellen auf einmal - und ich vermute, dass dir einige meiner Antworten gefallen werden.
Ich hatte meine Mutter dann gebeten der Katze einen Platz in der Wohnung einzurichten aber das wollte sie nicht da sie öfter mal ein paar Tage weg ist und seid unsere "ursprüngliche" katzendame mit 20 Jahren letztes Jahr verstorben ist möchte sie wohl nicht mehr so viel Verantwortung übernehmen.
Die Haltung finde ich jetzt etwas schräg ... zumal es nicht nur um "Verantwortung", sondern um Schutz und Hilfe geht. Aber so wie du die Lage vor Ort beschreibst, findet man sich vemutlich zwangsläufig damit ab, dass man "nicht alle retten kann".
Auf mein drängen hin das es draußen zu unsicher sei, machte sie ihr ein neues Plätzchen in einem Wäschekorb im Arbeitsraum der eben ein extra Raum neben der Wohnung ist.
In meinen Augen hier schon der erste Fehler ... gerade bei Streunerkatzen, kann man noch froh sein, dass sie die Box als Wurfkiste genutzt hat. Ein unmittelbares "Umsiedeln" am nächsten Tag, würde vermutlich jeder Katzenmutter missfallen.
Allerdings hat der Katze der Platz wohl nicht gut gefallen und in der Nacht hat sie alle Kitten weg getragen.
Das ist jetzt für mich eine völlig normale Reaktion der Katzenmutter auf das "Umsiedeln".
Katzen bauen zu mir immer recht schnell ein gutes Vertrauen auf und so hatte ich gehofft das die Katze ihre Babys vielleicht wieder zurück bringt da sie noch regelmäßig zum Essen heim kommt. Oder soll ich ein paar Tage warten bis sie mich kennt und auf dem Dachboden mal schauen ob ich sie finde und höre? Ich will ihr ja auch nicht ihre Babys klauen, nur mach ich mir sorgen ob sie dort so sicher sind.
Katzenmütter - insbesondere Streunerkatzen, die noch weit mehr instinktgesteuert sind, als unsere Hauskatzen - werden weder freiwillig zurückkommen, noch irgendwo bleiben, wo du sie hinsetzt, wenn sie weiter Freigang hat. Entweder du lässt alles wie es es - oder du bringst sie so unter, dass sie keinesfalls weg/raus kann, bis es Zeit ist, sie zu kastrieren.
Mein Freund und ich haben jetzt lange darüber nachgedacht und hatten uns überlegt 2 mit zu uns zu nehmen und ihnen ein Zuhause geben.
Jetzt weiß ich, dass hierzu die Meinungen auseinander gehen - aber ich persönlich halte absolut nichts von diesen "Auslandsrettungen". Wofür - Wozu? Es gibt hier im Tierschutz mit Sicherheit zahlreiche Katzen, die einen tollen Platz bei dir ebenso gebrauchen können. Tiere aus dem Ausland schleppen im Zweifelsfall andere Virenstämme ein, gegen die unsere Impfstoffe hier dann nicht ausreichend sind. Mit dem Ergebnis, dass sich hier Virenstämme verbreiten, andere Katzen anstecken und möglicherweise deren Leben gefährden, weil die Impfstoffe nicht greifen. Und das nur, damit man sagen kann: "Ich habe sogar ein Tier aus dem Ausland gerettet?" Tierschutz sollte sinnvoller immer vor Ort stattfinden.
Dann ist der Kommentar von Patentante natürlich vollkommen richtig: Legal kannst du Kitten erst mit vollständigem Impfschutz inklusive der Tollwut-Impfung von dort nach Deutschland bringen. Und da sind die 16 Wochen noch sehr knapp gerechnet, da ich z.B. Tollwut nicht mit Schnupfe/Seuche kombinieren würde. Und das Tier ohne vollständigen Impfschutz (z.B. im Auto) einzuschmuggeln, halte für absolut fahrlässig und hätte mit Tierschutz mal gar nichts mehr zu tun.
Allerdings würden wir gerne Wohnungskatzen aus den kleinen machen, mit denen wir trainieren wollen spazieren gehen zu können damit sie trotzdem was von der Welt sehen, wenn sie das möchten .
Auch das halte ich grundsätzlich für keine gute Idee. Ich selbst bin ein überzeugter Wohnungskatzenhalter und hätte keine ruhige Minute, wenn ich nicht wüsste, wo meine rumturnen. Aber eine Katze, die in Freiheit geboren ist, macht man normalerweise nicht zur Wohnungskatze. Und Katzen an Leinen ... sorry - das ist Murks und wird einer freiheitsliebenden Katzen nie ausreichen. Entweder hat man solche Tiere im Freigang - oder man hat sie gar nicht!
Allerdings müssten die kleinen dann ja aber auch bald an Menschen gewöhnt werden und ich schätze wenn sie draußen aufwachsen wäre es nicht schön für sie zu wohungkatzen zu werden.
Es geht eben nicht nur an das "an Menschen gewöhnen" - sonder vor allem darum, sich nur an einen begrenzten Raum zu gewöhnen. Und wenn das mit den nicht Kitten geht, sollte man ihnen das später eben nicht zumuten. Das ist in meinen Augen Quälerei. Wenn du eine Wohnungskatze willst, nimm eine, die nichts anderes kennt.
So hatte ich jetzt gehofft das die Mutter schnell vertrauen zu mir fasst und dann damit einverstanden ist wenn ihre Kitten bei mir in der oberen Wohnung ein Plätzchen bekommen, wo die Mutter auch problemlos ein und ausgehen kann.
Egal, wieviel Vertrauen die Mutter zu dir fasst, wird sie sehr wahrscheinlich einer Umsiedlung nicht "zustimmen" - sondern die Babys wieder schleppen.
Die Menschen dort interessieren sich nicht so sehr für die katzen dort und Rasen auch wie die irren. Es gibt zwar einen Zaun zur Straße hin aber der würde die kleinen auch nicht lange aufhalten. In den letzten zwei Jahren sind wirklich einige Streuner die zu meiner Mutter zum Essen vorbei kamen an dieser Straße verstorben
Aus dem Grund würde ich vermutlich dazu tendieren, die Mutter MIT den Kitten komplett "einzusperren" - denn was wird aus den Babys, wenn die Mutter verunglückt?
Außerdem möchte sie meine Mutter auch am liebsten mit 8 Wochen weggeben. Ich denke sie wenigstens noch ein bis zwei Wochen länger da zu behalten könnte ich sie überzeugen.
Ein oder zwei Wochen ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Denn entweder übernimmt man die Verantwortung für die Babys - und dann sollten sie wirklich 12 Wochen bei der Mutter bleiben und dann lässt man sie mit 8 und 12 impfen und kastriert sie mit 12 Wochen ... fährt also das ganze Programm - oder man lässt es komplett.
Natürlich möchte ich das die kleinen so lang wie möglich bei ihrer Mutter sein können, da mir auch klar ist wie wichtig das für diese ist, aber nun bin ich mir nicht sicher ob ich nicht lieber Abwegen sollte sie sie doch früher mit zu nehmen, da ich große Angst habt das diese wenn sie zu kletterfreudig werden auf die Straße rennen und ich sie wie gesagt auch nicht so lange drinnen behalten könnte.
Bevor sie vollständig durchgeimpft sind, sollten diese Kitten nirgendwo hin und schon zweimal nicht nach Deutschland! Und wenn du meinst, dass diese Kitten nicht bis dahin drin bleiben können - dann solltest du sie tatsächich ihrem Schicksal überlassen. Wenn du etwas sinnvolles tun willst, lass sie kastrieren, sobald das möglich ist (10-12 Wochen)
Frag dich bitte selber mal ganz ehrlich, warum du meinst, dass es genau diese Kitten sein sollen - warum du (wenn du mit deinem Freund Katzen haben willst) nicht welche hier von einer Pflegestelle oder einem Tierheim nimmst. Um wessen Bedürfnisse geht es hier wirklich - die der Kitten oder deine (ich weiß, dass sich das immer böse anhört und ich erwarte auch keine Antwort hier von dir ... aber frag dich das mal ganz ehrlich selbst).
Dann würdest du mehr zum Tierschutz beitragen, wenn du dafür sorgst, dass die Mutterkatze sehr rechtzeitig kastriert wird (sie kann schon drei oder vier Wochen wieder rollen - vor allem in dieser Jahreszeit).
Ich weiß, dass ist nicht das, was du hören wolltest - aber so eine halbherzige Aktion, Kitten umsiedeln, Mutter aber weiter rauslassen, Kitten zu früh von der Mutter weg, nicht vollständig durchgeimpft nach Deutschland bringen und dann hier in einer Wohnung einsperren, dass ist kompletter Unfug.
Mag sein, dass der eine oder andere das anders sehen mag. Vielleicht meldet sich @Gast13634 noch - die kennt sich mit Streuern richtig gut aus und vielleicht sieht sie das anders als ich.
Grüße
Nic