Katzen fressen nicht gerne zusammen, das ist der Grund. Die Ressource Futter ist mit das Wichtigste, sie muss sicher zur Verfügung stehen und am besten ohne großes Tamtam. Das ist einfach Menschendenken. Besser ist tatsächlich, dass jede Katze ihren Fressplatz kennt und dort auch immer was Fressbares findet.
Falls Du das versuchen magst, bei uns ist das so und das war die einzige Methode, die sich definitiv bewährt hat:
Die Näpfe (wie gesagt Surefeed mit Chiperkennung) reinige ich zwei Mal täglich komplett. Da wird auch Restfutter weg geräumt. Die Katzen sind beim Futterzubereiten nicht anwesend sondern irgendwo im Haus oder draußen. Ich stelle die Näpfe dann voll zurück an den jeweiligen Platz mit frischem Futter, das bis zur nächsten Reinigung immer nachgefüllt wird. Jede Katze findet dort immer Futter für sich. Alle bekommen das gleiche Futter, damit alle Näpfe gleich riechen.
So nimmst Du dem Füttern die Bedeutung und nimmst auch da gleichzeitig Aufregung raus.
Da Du keine Freigänger hast, finde ich toll, dass Du versuchst, für Abwechslung zu sorgen. Dennoch könntest Du das Modell kein aktives Spiel auch einfach mal austesten, da Du ja dafür sorgst, dass sie im Außen Abwechslung haben, vielleicht auch immer wieder Spielzeug tauschen und eben statt dessen die aktive Aufmerksamkeit durch Kuscheln zeigen. Ich weiß, dass das nach „da kümmert sich wer nicht soooo im die Katzen“ klingt, das ist aber nicht so. In dem Du die Katzen untereinander entscheiden lässt, wie und wann sie spielen und toben und eher so der Ruhepol auf der Couch bist, zu dem sie kommen können und sich anschmiegen können, störst Du nicht deren Rhythmus und Rangordnung untereinander und Du hast auch noch mehr Zeit für Dich.
Sagen wir so: Du bist die Chefkatze von Euch dreien. Schau doch mal, wie das in den lockeren Katzenverbänden draußen ist. Wie verhält sich da die ranghöchste Katze? Beteiligt sie sich am Spiel der rangniedrigeren Tiere und überlegt sich dauernd neue Spiele oder liegt bzw. sitzt sie eher etwas abseits und beobachtet?
Dass Du keine Freigänger hast, macht es ein wenig schwieriger. Ich weiß nicht, ob ein Freigang an der Leine eine Möglichkeit sein könnte, das kann man Katzen beibringen, muss das aber dann auch regelmäßig machen und einhalten, sonst führt das zu Frustrationen.
Glaube mir, Du wirst Dir viel leichter tun, wenn Du noch mehr des Aktionismus rausnimmst, Dich nicht aktiv am Spiel beteiligst, Das Füttern nicht mehr als Programmpunkt der Tagesordnung siehst.
P.S. Ich habe einen Bengalmix (längere Geschichte), die genau so ist, wie man es von dieser Art Katze erwartet. Ich kenne mich also schon mit dem Modell sehr aktive Katze, der Allerhand einfällt, wenn ihr langweilig ist, aus. Sie ist die einzige, mit der ich aktiv draußen (ohne Leine) spazieren gehe und mit der ich aktiv clickere. Hier drinnen im Haus halte ich mich völlig raus, vor allem, was die Kater angeht.