Holly und die Ratten

Diskutiere Holly und die Ratten im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich werde noch wahnsinnig. Holly bringt täglich Ratten mit, wer weiß wie viele sie sonst noch fängt, die ich nicht sehe. Gerade eben war ich am...
  • Holly und die Ratten Beitrag #1
Ovi

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Ich werde noch wahnsinnig.

Holly bringt täglich Ratten mit, wer weiß wie viele sie sonst noch fängt, die ich nicht sehe.
Gerade eben war ich am Sofa, als sie mit einer kleinen Ratte im Maul zu mir auf Kopfhöhe gesprungen ist. Wah. :sick:

Sie frisst die Viecher bis auf Schwanz und Hinterbeine.

Nun bin ich ja gerade in anderen Umständen und habe wirklich mega Panik vor Toxoplasmose.
Bisher habe ich das nicht so eng gesehen, ich mache die Klos vorsichtig mit Handschuhen, aber ich schotte mich jetzt nicht von den Katzen ab.
Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.

Aber bei den Viechern ist mir gar nicht wohl.

Was meint ihr, wie ich mich verhalten sollte?
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #2
Inhaltlich hab ich keine Ahnung. Aber bist Du sicher, dass es Ratten sind und keine Wühlmäuse? Sind genauso groß, werden hier auch regelmäßig gebracht und mit Haut und Haar verspeist (mir ein völliges Rätsel wie das in einen Katzenmagen passt).
Was meinst Du, wie Du das Risiko reduzieren könntest? Mit den Ratten (oder was auch immer) kommst Du ja nicht in Berührung und Toxoplasmose haben die Katzen ja vermutlich ohnehin (gibt glaub kaum Freigänger die es nicht haben)?
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #3
Dass Holly Ratten mit ins Haus bringt, lässt sich nicht verhindern? Also durch eine enge Katzenklappe, die nicht so viel Platz hat? Oder Einlass nur durch euch, wenn sie nichts im Maul hat. Oder könnte Holly für die Dauer deiner Schwangerschaft im Haus bleiben?

Ich wäre auch vorsichtig bei dem direkten Kontakt mit Ratten wegen deiner Schwangerschaft. Aber auch wenn die Katze Ratten frisst, kann sie sich darüber anstecken und die Eier dann über den Kot ausscheiden:

„Toxoplasmen leben in Säugetieren, etwa Rindern, Schweinen und Schafen, aber auch in Ratten und Mäusen. Dort sitzen sie vor allem im Muskelgewebe. Um Eier zu bilden, brauchen die Parasiten aber immer eine Katze. Wenn eine Katze das Fleisch einer infizierten Maus oder Ratte frisst, gelangen die Toxoplasmen in den Darm und bilden dort Eier ("Oozysten"). Diese Oozysten scheidet die Katze dann mit dem Kot aus. Zwei bis vier Tage später sind die Oozysten selbst infektiös und können im Erdreich lange überleben.“
siehe: .

Bist du zu Beginn der Schwangerschaft darauf getestet worden, ob du schon Toxoplasmose hattest?

Wenn nicht wäre das wichtig:
Werden keine Toxoplasma-spezifischen Antikörper vor oder zu Beginn einer Schwangerschaft nachgewiesen, sollte die Schwangere regelmäßig alle acht (bis zwölf) Wochen serologisch auf Toxoplasma-spezifische Antikörper untersucht und auf Präventivmaßnahmen hingewiesen werden, mit denen eine akute Infektion in den meisten Fällen verhindert werden kann ().
siehe:
(da findest du noch weitere, ausführliche Informationen)

Alles Gute für dich und für den weiteren Verlauf deiner Schwangerschaft. 🍀
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #4
Es sind Ratten. Wir haben hier Unmengen, eine richtige Plage. Sie muss ja nur in den Schweinestall gehen und kommt nach 5 Minuten wieder mit Ratte rauf.

Was meinst Du, wie Du das Risiko reduzieren könntest? Mit den Ratten (oder was auch immer) kommst Du ja nicht in Berührung und Toxoplasmose haben die Katzen ja vermutlich ohnehin (gibt glaub kaum Freigänger die es nicht haben)?
Ich weiß eben nicht wie ich es minimieren könnte :cry:
Ich kuschel halt nicht mehr so intensiv mit ihr und sie schläft auch nicht im Bett (bzw. nur noch selten, weil sie platt ist vom Jagen und ihre Ruhe will).
Aber kann das denn sein, dass ich Toxoplasmose negativ bin und sie positiv? Das müsste doch über die Zeit übertragen worden sein? Und würde sie die Toxoplasmen nur über den Kot ausscheiden? Ich glaub ich muss da nochmal nachlesen.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #5
Hm Ansteckung geht wohl nur über den Kot. Allerdings weiß man wo die katze mit ihrer Zunge war.... Sind die Katzen denn getestet?
Wie weit bist Du?

Edit: Google sagt dass die Übertragung auf den Menschen fast nicht möglich ist.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #6
Bist du zu Beginn der Schwangerschaft darauf getestet worden, ob du schon Toxoplasmose hattest?

Ja, ich bin negativ.
Aber da war Holly auch noch Wohnungstiger ohne Heißhunger auf Babyratte.
Danke für die Links! Ich schau mir das durch.

Sind die Katzen denn getestet?
Wie weit bist Du?

Nein, die sind nicht getestet. Bin jetzt schon in der 30. SSW.

Ich bin ja im Normalfall nicht so pingelig. Ich hab auch ein wenig zum Thema BARF gegoogelt und demnach dürfte ich mit meinem Hund auch nicht mehr unter einem Dach leben. Die Zoonosen bilden eine unendlich lange Liste.
Aber die Ratten sind halt echt.. pfui.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #7
Alles Gute weiterhin.
Ich drücke dir ganz doll die Daumen und wünsche eine leichte Geburt. 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #8
Hi Eva,

kannst du nicht versuchen, Holly nicht mehr raus zu lassen? Ich weiß, es ist schwer im Sommer, wenn die Katzen raus drängen, aber das wäre jetzt einfach mal wichtig. Es geht ja nicht nur um Toxoplasmose (das Risiko ist auch nicht gering), sondern auch um jede Menge anderer Bakterien und Parasiten, die von Ratten übertragen werden. Ich habe mal vor etwa 10 Jahren Rickettsien gehabt. Das war eine äußerst unangenehme Angelegenheit.
Auf Toxoplasmose habe ich mich schon vor der Schwangerschaft testen lassen und hatte zum Glück bereits Antikörper, deswegen konnte ich mich etwas entspannt zurück lehnen. Unsere Katzen hatten aber damals keinen Kontakt zur Außenwelt: nur Wohnung, Terrasse und Dach. Auch Barf habe ich durchgehend während der Schwangerschaft gemacht. Ich hab ja nicht davon probiert.
Also ich sehe vor allem die Ratten als problematisch an.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Holly und die Ratten Beitrag #9
kannst du nicht versuchen, Holly nicht mehr raus zu lassen?

Am liebsten würde ich das.. Ich könnte versuchen, den Balkon wieder komplett dicht zu bekommen. Dann müsste ich aber wahrscheinlich mit Überkopfnetzen arbeiten, denn Holly hat sich ja immer selbst in die Freiheit entlassen. Die ist mir einfach überall drübergekraxelt.
Mein Freund wird wahrscheinlich auch dagegen sein und mir nicht helfen wollen. Er findet, dass das die Aufgabe von Katzen ist und lässt sie selbst spät nachts noch raus, wenn ich eigentlich schon die Schotten dicht gemacht habe. Natürlich fangen sie da am meisten, das ist ja der Grund warum ich sie über Nacht drin lasse.

Manchmal bereue ich es schon, so viele Tiere zu haben, denn alles halbwegs hygienisch zu haben, ist manchmal schier unmöglich- grade wenn ich nicht täglich zumindest eine Stunde Zeit zum Putzen habe.
Vielleicht bin ich aber auch gerade extrem überempflindlich, weil mein Nestbautrieb sagt "SCHÖNER MACHEN!". 😅
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #10
Mein Freund wird wahrscheinlich auch dagegen sein und mir nicht helfen wollen. Er findet, dass das die Aufgabe von Katzen ist und lässt sie selbst spät nachts noch raus, wenn ich eigentlich schon die Schotten dicht gemacht habe. Natürlich fangen sie da am meisten, das ist ja der Grund warum ich sie über Nacht drin lasse.

Hm, schwierig, wenn der Partner eine andere Einstellung dazu hat. Irgendwie müsst ihr zusammen eine Lösung finden. Ginge es denn, dass Holly ab jetzt den Sommer über dann eben nicht mehr rein in die Wohnung kommt? Zwei meiner Katzen wollen jetzt schon nicht mehr drinnen schlafen, aber wir haben ja auch schon Sommer. Bei euch macht wahrscheinlich das Wetter nicht so mit oder? Ansonsten muss der Balkon komplett dicht gemacht werden und Holly übernimmt die Mäuse- und Rattenfangaufgaben im Herbst wieder.

Manchmal bereue ich es schon, so viele Tiere zu haben, denn alles halbwegs hygienisch zu haben, ist manchmal schier unmöglich- grade wenn ich nicht täglich zumindest eine Stunde Zeit zum Putzen habe.
Vielleicht bin ich aber auch gerade extrem überempflindlich, weil mein Nestbautrieb sagt "SCHÖNER MACHEN!". 😅

Ich kann dich in diesem Punkt total verstehen. Also ich weiß, dass du es nicht bereust, so viele Tiere zu haben, aber sie machen eben viel Arbeit. Jetzt während der Schwangerschaft macht einem der Zeitaufwand gar nicht mal so viel aus, denn man kann sich noch gut erholen. Wenn man allerdings im ersten Babyjahr so übermüdet ist, dass man wegen jedem Kinkerlitzchen aus der Haut fährt, wenn die Frustrationsgrenze erreicht ist und der Stresspegel hoch, dann kann man manchmal gar nicht mehr an sich halten. Deswegen meine Empfehlung für dich und zwar aus leidlicher Erfahrung: Lieber einen Saugroboter als einen Kinderwagen kaufen. Eigentlich wollte ich dir schon in deinem anderen Thread - Baby, Katze, Hund - antworten und zwar gleich am ersten Tag, als du ihn eröffnet hast. Ich habe damals angefangen zu schreiben und bei den vielen stressigen Erinnerungen zu weinen. Das Thema hat mich dann schließlich so getriggert, dass ich tatsächlich einige Tage am Stück nur in Tränen aufgelöst alles verarbeiten musste. Das erste Babyjahr ist für mich mit sehr stressigen Erinnerungen verbunden und das hat zu einem großen Teil auch mit den Katzen zu tun, insbesondere mit der Hygiene. Daher: Kauf jetzt lieber alles Mögliche, um dir das Putzen zu erleichtern und mach auch bei den Katzen (und Hund) alle Untersuchungen, die nur irgendwie möglich sind, damit sie das erste Babyjahr ohne Krankheiten überstehen. Selbst so harmlose Sachen wie Durchfall können einen an den Rand eines Zusammenbruchs bringen, wenn man morgens um 5 Uhr übermüdet und mit einem schreienden Baby in die Küche / WoZi geht und man findet überall auf dem Boden Durchfallspuren.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #11
Ginge es denn, dass Holly ab jetzt den Sommer über dann eben nicht mehr rein in die Wohnung kommt?

Eher nein, weil sie den ganzen Tag drinnen verbringt. Überhaupt solange ich zuhause bin, ist sie auch da. Nur abends zieht sie meist los. Ehrlich gesagt werde ich jetzt schon wahnsinnig, wenn sie zur Schlafenszeit nicht da ist. 🙈
Das Wetter würde passen, sie hat wirklich viele Rückzugsmöglichkeiten und kann immer irgendwo rein. Wir haben ja jetzt auch schon 14 Grad.

Ansonsten muss der Balkon komplett dicht gemacht werden
Ja, ich habe vorhin meinem Freund schon geschrieben, dass er sich was überlegen soll. Jetzt ist das Wetter besser, wir haben 50 m2 Balkon, den ich wirklich toll für die Katzingers gestalten kann, sobald ich im Mutterschutz bin. Irgendwie so müssen wir das hinkriegen.

Ich kann dich in diesem Punkt total verstehen. Also ich weiß, dass du es nicht bereust, so viele Tiere zu haben, aber sie machen eben viel Arbeit. Jetzt während der Schwangerschaft macht einem der Zeitaufwand gar nicht mal so viel aus, denn man kann sich noch gut erholen. Wenn man allerdings im ersten Babyjahr so übermüdet ist, dass man wegen jedem Kinkerlitzchen aus der Haut fährt, wenn die Frustrationsgrenze erreicht ist und der Stresspegel hoch, dann kann man manchmal gar nicht mehr an sich halten. Deswegen meine Empfehlung für dich und zwar aus leidlicher Erfahrung: Lieber einen Saugroboter als einen Kinderwagen kaufen. Eigentlich wollte ich dir schon in deinem anderen Thread - Baby, Katze, Hund - antworten und zwar gleich am ersten Tag, als du ihn eröffnet hast. Ich habe damals angefangen zu schreiben und bei den vielen stressigen Erinnerungen zu weinen. Das Thema hat mich dann schließlich so getriggert, dass ich tatsächlich einige Tage am Stück nur in Tränen aufgelöst alles verarbeiten musste. Das erste Babyjahr ist für mich mit sehr stressigen Erinnerungen verbunden und das hat zu einem großen Teil auch mit den Katzen zu tun, insbesondere mit der Hygiene. Daher: Kauf jetzt lieber alles Mögliche, um dir das Putzen zu erleichtern und mach auch bei den Katzen (und Hund) alle Untersuchungen, die nur irgendwie möglich sind, damit sie das erste Babyjahr ohne Krankheiten überstehen. Selbst so harmlose Sachen wie Durchfall können einen an den Rand eines Zusammenbruchs bringen, wenn man morgens um 5 Uhr übermüdet und mit einem schreienden Baby in die Küche / WoZi geht und man findet überall auf dem Boden Durchfallspuren.


Ach manno, das tut mir sehr leid.. 😢 Und ich kann dich so gut verstehen.
Ich heule jetzt auch schon teilweise. Weil ich jeden verdammten Tag alle Oberflächen wische, jeden Tag sauge und mind. 4 x pro Woche wische und trotzdem ist nie irgendein Möbelstück haarfrei, die Luft riecht immer entweder nach Katzenfutter oder Klo. UND WARUM KOTZEN DIE IMMER ALLES AN? Ehrlich gesagt ist der Hund das geringste Übel- die haart kaum, hat ein eigenes Körbchen und wird sowieso immer geputzt bevor sie dreckig reinlatscht.
Die Katzen sind einfach überall und ich kann ihnen das gar nicht übel nehmen- wir haben eben nicht viel Platz.
Mein Freund ist als Landwirt auch nicht sauber. Also nicht, dass alle Landwirte so wären, aber er ist eben nicht so hygienisch aufgewachsen. Der setzt sich mit der saudreckigen Arbeitshose auf mein pastellgrünes Stoffsofa und latscht mit den Gummistiefeln durch die Bude. Weswegen er auch null Problem mit dem Tierdreck hat 🙃

Wir haben unten im Wirtshaus einen Saug- und Wischroboter, weil ich ja jetzt ausgefallen bin als Putze. Ich überlege meinen Freund auch um einen für uns oben zu bitten. Das Teil kostet 1.500 Euro, aber der putzt halt echt gut.

Die Untersuchungen habe ich auch schon geplant. Finny und Xaver werde ich im Mai noch zur Zahnsanierung anmelden, denn das muss auf jeden Fall mal wieder gemacht werden. Alles Weitere ist schwierig zu planen. Der Hund wird im Juli- pünktlich zur Geburt- läufig 🤡 Das stresst mich auch jetzt schon.

Ich habe schon richtig Angst vor dem Hormonchaos, dem Gefühl einsam und allein für alles verantwortlich zu sein. Angst vor meinem Freund, der beharrlich der Meinung ist, dass alle Leute, die mit einem Kind schon gestresst sind, einen Vogel haben.
Der aber auch derjenige sein wird, der nicht aufstehen wird, der nicht kocht, der nicht putzen hilft und schon drei Mal nicht mit dem Hund geht.
Ich schätze die Realität kann gar nicht schlimmer werden, als ich jetzt schon vermute.
Ich habe verdammt viel geplant, mit dem Hund geübt, neue Rückzugsmöglichkeiten für die Katzen geschaffen und und und. Ein bisschen was habe ich noch vor, aber danach MUSS ich mich auf mein Kind konzentrieren und ich nehme mir fest vor, das auch zu tun.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #12
Ein wenig kann ich dir schon nachfühlen, auch wenn ich selber nie schwanger war.
Aber: Dein Kind hat die besten Möglichkeiten keine Allergien und stattdessen ein starkes Immunsystem zu entwickeln.
Natürlich möchte man es daheim schön und sauber haben. Aber mit einer Landwirtschaft neben dran und wo man mitarbeitet, wird das nicht funktionieren. Ich komme selber von einem Bauernhof und man kann es da sehr schön haben, aber diesen Grad an Sauberkeit, den man aus manchen anderen Wohnungen kennt, kann man einfach nicht erreichen.
Das mit den Ratten finde ich furchtbar, ganz ehrlich. Meine Schokoline hat das als junge Katze auch ein oder zweimal gemacht, die Teile aber nie gefressen, aber da kann ich dann nicht mehr. Rauslassen würde ich deine Katze weiterhin, aber die Katzenklappe zu machen, soll sie das Getier draußen fressen, und du schaust ein paar Mal nach ihr zum Reinlassen. So kalt ist es draußen nicht mehr, wenn sie mal warten muss.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #13
Mein Freund ist als Landwirt auch nicht sauber. Also nicht, dass alle Landwirte so wären, aber er ist eben nicht so hygienisch aufgewachsen. Der setzt sich mit der saudreckigen Arbeitshose auf mein pastellgrünes Stoffsofa und latscht mit den Gummistiefeln durch die Bude. Weswegen er auch null Problem mit dem Tierdreck hat 🙃

Erinnert mich sehr an meinen Vater, der zwar kein Landwirt ist, aber immer leidenschaftlicher Gärtner und Naturfreak. Der kam früher mit saudreckigen Gartenklamotten, dreckigen Gartenstiefeln und meistens dann auch noch mit nassem und eingesauten Hund wieder rein. Herr und Hund ( der aber meistens von meiner Mutter an der Tür abgefangen und gesäubert wurde ) latschten dann so dreckig wie sie waren durch das gerade geputzte Haus einschließlich Treppen rauf und runter. Mein Vater war da leider sehr rücksichtslos. Sein Kommentar : na und ? Ich wunder mich immer noch manchmal, dass meine Mutter ihm nicht den Hals umgedreht hat 😂

Mit Deinem Freund solltest Du mal ein ernstes Wort reden, dass er sich wenigstens wegen der Schwangerschaft etwas rücksichtsvoller verhält und Dir unnötige Arbeit erspart.

Hast Du eigentlich mal darüber nachgedacht auch Deine Hündin kastrieren zu lassen ? Erspart die Läufigkeit und macht auch Sinn in Bezug auf Gebärmutterentzündungen, Scheinschwangerschaft etc. Hatten wir hier alles erlebt mit der ersten Riesenschnauzerin Hiska. Sie musste dann mit ca.8 oder neun Jahren ausgeräumt werden, da die Entzündung einfach nicht ausheilen wollte. Die OP hatte sie super überstanden.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #14
Entschuldigung, ich möchte jetzt auf keinen Fall Salz in die Wunde streuen, Unruhe sähen, und in habe auch weder Kind, noch Hund, nur Katzen (chronisch krank) und einen Mann.

Das stimmt, auch bei uns bin ich die Person, die mehr im Haushalt und mit den Tieren macht.
Aber immer wieder erinnere ich meinen Mann daran das er auch die Katzen wollte, und sich auch mit kümmern muss.

Und ich vermute dein Freund wollen mindest auch das Kind.
Ich will nicht ultrafeminitisch klingen, aber er hat sich auch darum zu kümmern.

Zugegeben, ich bin im Laufe der Jahre auch etwas entspannter geworden. Die eine Katze erbricht, die andere hat chronischen Durchfall. Auf dem Sofa liegen Decken, die kann man schnell waschen. Vor den Klos liegen Schutzmatten. Und die Klos haben hohe Wände.
Mit kleinen Dingen kann man so das Leben doch um einiges leichter machen.

Mit dem Hund und Kinderwagen Gassi gehen, kann man auch schon beginnen. Gibt es für Hunde nicht auch die Pille oder chemische Kastration, dann hättet ihr die Läufigkeit nicht.

Aber bitte übernimm nicht alles allein
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #15
Ich habe schon richtig Angst vor dem Hormonchaos, dem Gefühl einsam und allein für alles verantwortlich zu sein. Angst vor meinem Freund, der beharrlich der Meinung ist, dass alle Leute, die mit einem Kind schon gestresst sind, einen Vogel haben.
Der aber auch derjenige sein wird, der nicht aufstehen wird, der nicht kocht, der nicht putzen hilft und schon drei Mal nicht mit dem Hund geht.
Ich schätze die Realität kann gar nicht schlimmer werden, als ich jetzt schon vermute.
Ich habe verdammt viel geplant, mit dem Hund geübt, neue Rückzugsmöglichkeiten für die Katzen geschaffen und und und. Ein bisschen was habe ich noch vor, aber danach MUSS ich mich auf mein Kind konzentrieren und ich nehme mir fest vor, das auch zu tun.


Für Deinen Freund :g080::g080::g080: :devilish: Kannst Du ihm gerne zeigen ;)
Dass er als Landwirt auch Dreck ins Haus schleppt okay, aber es ist auch sein Kind und er sollte meiner Meinung nach mehr Rücksicht auf Dich nehmen und auch mit Kind, Haushalt und Tieren helfen.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #16
Rauslassen würde ich deine Katze weiterhin, aber die Katzenklappe zu machen, soll sie das Getier draußen fressen, und du schaust ein paar Mal nach ihr zum Reinlassen.
Im Winter habe ich das so gemacht, aber jetzt ist es teilweise warm genug, um immer frische Luft reinlassen zu können. Und die Kater gehen nur dann raus, wenn sie auch wieder einen Weg zurück sehen- sprich offenes Fenster. Aber ja, ich muss jedenfalls verhindern, dass sie mit den Viechern reinkommt.

Hast Du eigentlich mal darüber nachgedacht auch Deine Hündin kastrieren zu lassen ?
Ja, sehr lange. Es gibt aber keinen Grund dafür. Der Artikel fasst es gut zusammen:

Zum Freund: Er ist einfach komplett anders eingestellt als ich- in vielerlei Hinsicht.
Er sagt z.B. einfach so: "Naja, aber nach dem Mutterschutz kannst du nicht vormittags in die Arbeit fahren (ich kann das Baby mitnehmen), weil wer soll dann mittags kochen?" Und er denkt sich dabei einfach rein gar nichts. Nur ich schäume innerlich. Mach dir ein Wurstbrot, also echt.
Er findet es absolut unnötig mit dem Hund spazieren zu gehen, geschweige denn in die Hundeschule, Training ist sowieso unnötig- einmal draufgehauen und das Tier spurt- fertig. Das ist seine Meinung und damit auch die Wahrheit, was meine Trainer erzählen oder ich gelernt habe, ist nicht wahr. Katzen sind Schädlingsbekämpfer und sollten am Besten nicht gefüttert werden. Kinder brauchen kein Kinderzimmer, schließlich hat er früher auch in der Abstellkammer geschlafen und schön muss es auch nicht sein, denn das merkt das Kind sowieso nicht bis es in die Schule geht.
Es gibt viele Leute, die diese Meinungen haben- ICH gehöre aber nicht dazu und wenn ich es anders haben will, muss ich es selbst machen. Das ist ein Kompromiss. Er geht nie mit dem Hund, regt sich aber nicht auf, wenn ich mit ihr unterwegs bin. Punkt. Das war nicht immer so.
Zumal: Im Juli ist Geburtstermin. Da ist eine Veranstaltung nach der anderen, wo er ganztags bis in die Nacht arbeitet. Bei der Geburt will er nicht dabei sein, also muss er sich auch nicht frei nehmen. Dann Ernte am Acker, wochenlang dreschen. Danach Weinlese, mind. 4 Wochen oder länger- abends dann Kellerarbeit und pressen.
Also bis November werden wir ihn hier nicht treffen, schon deshalb muss ich mich darauf einstellen, alles alleine zu machen.

Und deswegen rattert es auch so in meinem Schädel, die Ungewissheit, wie alles werden soll, quält mich.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #17
Habe schon wieder ein Geschenk bekommen! :sick:
Wollte nur kurz für Finny offen lassen, weil er es hasst, wenn ich das Fenster hinter ihm zumache.
Hab sie ihr weggenommen und alles desinfiziert und gewischt.
Jetzt hat sie eine Dose Futter runtergewürgt und war erstmal auf Klo- das kann man nämlich draußen nicht machen, dafür muss man nach Hause gehen! :devilish:
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #18
Bei dir kommt aber auch einiges zusammen. Katzen, die rausgehen und Ratten fangen, deine Hündin wird läufig rund um den Geburtstermin, du hast viel Arbeit durch die Tiere (und durch deinen Partner) in der Wohnung, dein Partner überlässt alles dir…

In Bezug auf deine Hündin würde ich (wenn du generell gegen eine Kastration bist) in diesem Fall vielleicht doch ein Unterdrücken der Läufigkeit sinnvoll finden, sonst hast du zusätzlich zu deinem Baby bald auch Hundebabys.

Ansonsten hilft nur, dass du versuchst, gute Nerven zu haben, dir möglichst viele Hilfsmittel (wie den Saug-und-Wisch-Roboter) anzuschaffen, und dass du lernst, Dinge liegen zu lassen und dich auf das Wichtigste zu konzentrieren. Das Wichtigste wird bald dein Kind sein, aber auch du selber solltest dir wichtig sein. Bei allem anderen kannst und musst du Abstriche machen.

Versuch weiterhin, deinen Freund mehr einzubinden, die Geburt ist auch für Väter ein sehr wichtiges Erlebnis und schafft eine besondere Bindung zum Baby. Und die ersten Monate der Babys sind zwar sehr anstrengend, aber auch eine ganz besondere Zeit. Es wäre nicht nur stressig für dich, wenn er sich da komplett ausklinkt, sondern auch schade für ihn, er verpasst dann ganz viel.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #19
Unterdrücken der Läufigkeit sinnvoll finden, sonst hast du zusätzlich zu deinem Baby bald auch Hundebabys.
Ich hab mich mit dem Thema wirklich intensiv beschäftigt und sogar den Vortrag von Sophie Strodtbeck zum Thema Kastration von Hunden angehört. Das Unterdrücken der Läufigkeit und/oder der Scheinträchtigkeit mit Hormonen ist wirklich kein Pappenstiel. Die Hunde leiden oft noch schlimmer (vor allem auch körperlich) unter den Nebenwirkungen der Hormone als unter dem natürlichen Ablauf der Zyklen.
Die Läufigkeit ist bei Frida meist überhaupt kein Problem- außer, dass ich natürlich täglich wische. Sie hält sich und die Wohnung zwar unglaublich sauber, aber trotzdem schleckt sie das Blut nur vom Boden auf, das ist einfach nicht besonders hygienisch.
Ungewollte Welpen wird es hier nicht geben, wir haben ja keinen intakten Rüden zuhause.

Versuch weiterhin, deinen Freund mehr einzubinden, die Geburt ist auch für Väter ein sehr wichtiges Erlebnis und schafft eine besondere Bindung zum Baby. Und die ersten Monate der Babys sind zwar sehr anstrengend, aber auch eine ganz besondere Zeit. Es wäre nicht nur stressig für dich, wenn er sich da komplett ausklinkt, sondern auch schade für ihn, er verpasst dann ganz viel.

Das ist mein wunder Punkt... Ich bin ehrlich gesagt mehr als traurig, dass er mich bei der Geburt alleine lassen will.
Er versucht mir zwar immer zu erklären, warum das für ihn ganz schlimm wäre, aber ich kanns eben nicht nachvollziehen. Nur weil es vielleicht nicht schön ist mich so zu sehen? Und das Kind ekelig zu finden, wenn es rauskommt, finde ich ehrlicherweise nicht ganz normal. Ich versuche es zu respektieren, dass er so denkt, aber es fällt mir schwer.
Außerdem gibt es Crash Kurse für Geburtsbegleiter und ich habe eine eigene Hebamme, die das Gespräch mich ihm suchen möchte, um ihm die Angst zu nehmen. Aber er möchte sich nicht mal das anhören.
Ich habe auch irgendwie den Gedanken, dass er das Kind nicht verdient, wenn er sich nur die schönen Dinge herauspickt. Ist das gemein?
Ich versuche mich einfach so gut wie möglich selbst vorzubereiten und erstmal nicht zu viel darüber nachzudenken. Mein Plan steht jetzt ohne ihn und wenn er doch dabei ist, egal in welchem Bereich, ist es einfach umso besser.
 
  • Holly und die Ratten Beitrag #20
Puh das klingt aber ziemlich anstrengend für dich, wenn dein Freund dich alles allein machen lässt. Das ist ja ne Einstellung aus einem vergangenem Jahrhundert… War das denn schon klar bevor ihr euch für ein Kind entschieden habt? Hast du denn dann wenigstens jemand anderen der dich bei Geburt und in den ersten Wochen unterstützen kann?
 
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