Hallo,
überdramatisch würde ich im vorliegenden Fall nicht sagen. So wie ich die Tierärtzin verstanden habe, wäre es gut, dass eine Nierenproblematik in diesem (scheinbar) noch recht frühen (?) Stadium endeckt wurde. Wie gesagt, laut Tierärztin ist der Wert von 1,9 noch so eben im Normbreich, aber eben exakt an der Grenze.
Weitere Therapiemöglichkeiten (neben der Umstellung auf Diätfutter) wurden nicht vorgeschlagen.
Dass ein erneutes Blutbild erst in einem Jahr für sinnvoll erachtet wurde, spricht ebenfalls nicht dafür, dass die Tierärztin hier überreagiert.
Da dies das erste Blutbild meiner Katze war, gibt es keine Vergleichswerte.
Allerdings ist sie vor ein paar Jahren mysteriös erkrankt gewesen.
Sie hatte Schluckbeschwerden, Fieber und ganz offensichtlich starke Schmerzen.
Es wurde u.a. auf
FIP untersucht, mit negativem Befund.
Sie bekam über mehrere Tage Infusionen, da sie nichts fraß.
Auch Röntgenbilder waren unauffällig.
Was sie hatte, wurde nie geklärt. Nach knapp einer Woche, ging es Ihr wieder besser.
Aber vermutlich hatte sie ein oder zwei Tage praktisch nichts gefressen, bis mir ihr verändertes Verhalten auffiel, und ich einen
Tierarzt aufsuchte.
Womöglich, haben ihre Nieren damals Schaden genommen.
SDMA ist 62 ug/l. Grenzwert laut Blubild offenbar 115. Bludruck wurde nicht gemessen.
Ich werden das Blutbild mal reinstellen.
Um ehrlich zu sein, je mehr ich mich mit dem Thema befasse, desto unsicherer und besorgter werde ich.
Einmal liest man die schlimmsten Horrogeschichten, wie die, dass, wenn der Creatininwert überhaupt angezeigt wird, die Nieren schon zu 60% geschädigt seien.
Oder, dass im Gegensatz zu Naßfutter, Trockenfutter erste Wahl bei Nierenkranken Katzen wäre, weil der Phosphoranteil hier geringer als im Naßfutter wäre.
Schwierig, schwierig, hier den Wert der Informationen einzuodnen, wenn man selber keine Ahnung hat.
Noch was:
Eine Woche vor dem Blutbild gab ich ihr Credelio, da sie wieder Zecken mit Nachhause brachte, und schon ein paar Tage früher, gab es auch eine Wurmkur (Milprazon), da sie sich - wie weiter oben geschildert - doch recht häufig in den letzten Monaten übergeben hatte.
Ca. 2 Tage nach der Wurmkur, schien mir Ihr Verhalten dann auch noch etwas munterer (länger und öfters draußen), als davor.
Bei einem Tierätzlichen Besuch ca. 2 Monate zuvor, sie (die Katze) hatte, durch einen Sturz vermutlich, Rückenschmerzen, wurde sie, meine ich, mit 4,2kg gewogen.
Bei Besuch zum Blutbild nur noch 3,9kg. D.h. 200-300 g weniger in gut 8 Wochen.
Und als ob das noch nicht reichen würde, war ich gestern mit Ihr noch einmal bei der TÄ, da sie (wieder die Katze) sowohl am Sonntagvormittag, wie auch gestern Nachmittag, seltsame Kaubewegungen mit leerem Maul machte. Kaut Luft mit Zähne knirschen und belecken mit der Zunge.
Ich hatte den Eindruck, dass sie Zahnschmerzen hat. Dass sie aber ansonsten normal fraß (Trockenfutter und Putenschnitzel), spricht das auch wieder nicht dafür.
Jedenfalls auch hier erstmal kein offensichtlicher Grund ersichtlich. Wird weiterhin von mir beobachtet.
Gewicht gleichbleibend 3,9 kg.
So, das muss für heute reichen.
Grüße
