Hallo zusammen,
da ich in diesem Forum schon einige hilfreiche Tipps bekommen habe, hätte ich gerne eine Einschätzung zu meinem jetzigen Problem. Ich bin nämlich an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiß, ob ich völlig übertreibe oder eben nicht. Ich versuche, mich so kurz wie möglich zu fassen.
Anfang April war meine Lillie (Birma, 8 Jahre alt) zur Zahnsteinentfernung. Das Dentalröntgen hat ergeben, dass sie kein FORL hat. Der Tierärztin sind da aber leicht verdickte Lymphknoten aufgefallen.
Nach der Behandlung mochte Lillie nicht mehr richtig fressen und hat häufig geschmatzt.
Die Tierärztin hat dann eine Schwellung im Hals vorne bemerkt und erstmal ein Antibiotikum sowie Metacam verordnet.
Eine Woche später war die Schwellung fast weg, gefressen hat sie trotzdem wenig.
Dann wurde ein großes BB gemacht, inklusive Bauchspeicheldrüse. Alle Werte waren ohne Befund. Ich habe Mirataz mitbekommen. Mit der Salbe hat Lillie sehr gut gefressen, aber das ist ja auch nur Symptombekämpfung.
Da ich mich so hilflos gefühlt habe, bin ich mit Lillie in eine zweite Klinik gefahren, die u.a. auf Zähne spezialisiert ist. Die Chefin, die Tierzahnärztin ist, hat anhand der Röntgenbilder die Zähne ebenfalls als Ursache für die Appetitlosigkeit ausgeschlossen und wieder Metacam verordnet. Auch sie hat die Lymphknoten bemerkt fand sie aber auch nicht besorgniserregend.
Gefühlt wurde es mit dem Metacam eher schlimmer, deshalb habe ich es nach drei Tagen abgesetzt.
Dann war es ungefähr drei Wochen tatsächlich so,dass Lillie besser gefressen und weniger geschmatzt hat. Aber richtig gut war es nicht.
Sie war noch nie eine begeisterte Fresserin, aber bis heute frisst sie vielleicht 30-40 Gramm
Nassfutter pro Tag. Lillie ist ziemlich klein und wog vor der Zahnsteinentfernung knapp 3,2 Kilo. Laut Tierärztin war sie da schlank, aber nicht dürr. Seit April wiegt sie immer zwischen 3,06 und 3,18 Kilo. Sie hat also noch nicht soo sehr abgenommen, aber ich stopfe mittlerweile auch jeden Müll an Schlecksnacks und Co in sie rein, den sie mag.
Ich habe auch Ulmenrinde gekocht und ihr gegeben, ohne Veränderung.
Insgesamt finde ich ihr ganzes Verhalten irgendwie anders. Sie hat schon immer 23 Stunden am Tag geschlafen, aber hatte zumindest abends regelmäßig ihre 5 Minuten. Die hatte sie seit April vielleicht noch 3x.
Sie hat nie eine Kauerstellung, beim Kuscheln streckt sie sich lang aus und genießt, aber sie hat sich etwas zurück gezogen und ist nicht mehr ganz so anhänglich wie sonst.
Kein Durchfall, kein übermäßiges Erbrechen. Nur manchmal Haare/Gras.
Ich finde sie insgesamt etwas verlangsamt, sie ist schon immer sehr ruhig gewesen, aber irgendwie wirkt sie jetzt noch "lahmer".Sie spielt auch noch weniger als sonst.
Dann kam es in letzter Zeit fast täglich vor,dass sie in der Küche vor dem Fenster saß und gemaunzt hat. Aber kein aufgeregtes "Ich sehe was"-Maunzen, sondern eher nörgelig. Das hat sie früher auch ab und an gemacht, aber nie in der Häufigkeit.
Ich weiß auch nicht, irgendwie wirkt sie auf mich...mh..deprimiert?
Im November mussten wir unseren Kater einschläfern lassen, den sie geliebt hat. Danach war sie aber völlig normal und auch, als im Dezember zwei kleine Kater eingezogen sind,war sie souverän und wirkte nicht gestresst. Dass sie Finn erst seit April vermisst, ist doch eher unwahrscheinlich, oder?
In meinem Umfeld glauben irgendwie alle,dass ich übertreibe und mir die Katze krank sehe,aber man kennt doch sein Tier.
Ich werde auf jeden Fall noch einmal mit ihr zum Tierarzt fahren, aber mir fehlen irgendwie so richtige Anhaltspunkte. Habt ihr Ideen, was ich noch checken lassen sollte und auch, auf welche Auffälligkeiten ich bei Lillie noch achten könnte?
Vielen Dank und entschuldigt bitte diesen Roman...