@mellanlara:
Ich sehe nicht so wirklich den Nutzen des erwachsenen Tieres für meine Katze. Also z.B. müsste die neue Katze unverdrossen auf meine zugehen und sie zum Spielen auffordern, obwohl meine Katze zuerst nicht will. Dann müsste sie sich immer sofort unterordnen, damit meine nicht komplett gestresst ist, denn sie war immer ganz selbstverständlich das Leittier (und dabei ist sie besonders klein). Das müsste alles so handverlesen sein, also das gibt's eigentlich nicht. Vorne hatte ich meine Katze beschrieben. Klar kann ich hier eine erwachsene Katze in die Wohnung setzen, aber ich glaube, sie werden nichts miteinander anfangen können. Das beschreiben ja viele, sie haben diese neue Katze für die alte Katze geholt, und die akzeptierten sich irgendwann auch, aber sie mögen sich nicht besonders und machen nichts miteinander. Bei den Kitten kann ich es nicht gut einschätzen, weil ich schon so lange keine Kitten mehr habe, aber bei der erwachsenen Katze, irgendwie schlechtes Gefühl. Man muss dazu sagen, ich bin viel zu Hause, die Katze ist also nicht allein und freut sich deswegen dann nicht sozusagen über egal welche Gesellschaft.
Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, was ich dir bzgl. der Kitten raten soll.
Bei dir habe ich das Gefühl, dass du ein sehr festgefahrenes Bild davon hast, wie die Dinge laufen sollen bzw. laufen werden. Da kann ich dir nur raten, etwas offener und unvoreingenommener an die Sache heranzugehen. Denn Katzen stecken voller Überraschungen und man wird nie zu 100% sagen können, ob und wie gut es mit einem Neuankömmling klappt. Es kann auch gut sein, dass deine Katze 2 Kitten total nervtötend findet und nichts mit ihnen zu tun haben will. Es kann aber auch - wie z. B. bei @yodetta - gut gehen. Ebenso wie es mit einer gleichaltrigen Katze gut gehen kann und die beiden beste Freundinnen werden können (dafür gibt es übrigens auch genug Beispiele).
Ich dachte bei unseren Katzen, als Sally als 3. Katze einziehen sollte: "Die [Bestandskatzen] sind sozial, haben auf der Pflegestelle jahrelang mit verschiedenen anderen Katzen gelebt, sind also den Umgang mit ihnen gewohnt und es gab nie Probleme - was soll also schon groß passieren?" Tja, und dann hat Fienchen extrem gestresst auf den Jungspund (Sally war damals 8 Monate alt) reagiert. Und es hat echt etwas gedauert, bis sich das reguliert hat. Das hat mich damals dann wieder ziemlich gestresst, aber irgendwann wurde mir klar, dass ich mich von meinen Erwartungen ("die müssen unbedingt zusammen spielen, wir haben Sally doch als Freundin für Fienchen geholt") lösen muss.
Heute kommen die beiden gut miteinander zurecht, auch wenn das Spielverhalten immer noch nicht wirklich kompatibel ist (Sally ist etwas zu burschikos für Fienchen).
Das Problem, was ich bei dir sehe ist halt, dass du schon mit so negativen Gedanken an die Vorstellung einer gleichaltrigen Katze herangehst. Das ist sicher nicht hilfreich für eine entspannte Zusammenführung. Wir können dir leider aber auch keine Absolution erteilen, dass es mit den Kitten auf jeden Fall klappen wird.
Ach so, weil du meintest "die Kitten wären schon längst vermittelt" - für die Kleinteile ist es nicht das Schlechteste, wenn sie so lange wie möglich bei der Mama bleiben können.
Und vielleicht solltest auch du dir noch etwas Zeit zu trauern geben und dich zu sortieren? Ja, ich weiß, viele sagen, deine Katze braucht unbedingt jetzt sofort Gesellschaft, aber ich habe den Eindruck, dass du aktuell noch viel zu aufgewühlt bist, um halbwegs rational an die Sache heranzugehen (und dich durch das ganze Geld, was du reingesteckt hast, natürlich auch unter Druck gesetzt fühlst, das kann ich schon verstehen). Zu viel Emotionen sind bei solchen Entscheidungen wie ein Tier anzuschaffen, aber mE nie der beste Ratgeber.