Ich hoffe ihr habt schöne Feiertage gehabt.
Ich melde mich noch einmal für einen Jahresrückblick:
Das Jahr 2025 startete für mich noch mit voller Pflegestelle, aber auch mit viel Hoffnung und Zuversicht auf die Veränderungen, die den Beginn meines neuen Lebens einläuten sollten.
In den ersten Wochen liefen die Vermittlungen nach längerer Pause endlich mal wieder gut und ich war guter Dinge alles Anstehende gut zu meistern.
Zedina zog aus in ein tolles Zuhause mit Kumpeline und späterem Freigang
Cella brauchte ein paar Anläufe, aber dann fand auch sie ihr passendes Traumzuhause mit Kumpeline und Freigang
Obwohl Rezy sich mit der Zähmung etwas schwertat, fand sie ein tolles Zuhause mit Kumpeline und Freigang, wo sie sich mittlerweile zur Kuschelkatze entwickelt hat
Laya zog zwar auch fix aus, kam aber dann leider wieder zurück und musste nochmal eine ganze Weile bei mir ausharren, bis sie dann das richtige Zuhause mit Kumpel und Freigang fand.
Ein Neuzugang durfte Anfang des Jahres noch zu mir kommen: Keeany, der mich mit seinem Gesundheitskapriolen in Atem hielt, dann aber sein Traumzuhause finden konnte, wo er nun sichtlich glücklich ist
Abby musste hier lange ausharren, bis sich endlich der richtige Platz für sie fand, wo sie jetzt glücklich ist
Flynn hatte sich ja Anfangs mit der Zähmung so schwer getan und so war er für mich die positive Überraschung des Jahres, weil sich bei ihm endlich ein Schalter umlegte und es sich zeitgleich auch ein tolles Zuhause fand, wo er nun mit Ex-Pflegi Kavos zusammen toben und raufen darf
Doch all diese Erfolge wurden getrübt durch das, was mich in meinem eigenen Leben erschütterte und meine kleine Welt zusammenbrechen ließ:
Mareks Tod….
So plötzlich, so unerwartet, nicht vorhersehbar….
So unbegreiflich, so unfassbar… noch immer…
Und nur wenige Wochen später starb zusätzlich meine kleine Katzen-Omi Lina auf sehr unschöne Weise.
Seit dieser Todesfälle war meine Welt nicht mehr dieselbe.
Ich betäubte mich mit dem Umbau des Hauses, der Anfang des Jahres mit dem Auszug meines Sohnes noch so freudig begonnen hatte und nun in einem Versuch gestrandet war, dem Schmerz zu entgehen, indem ich das ganze Haus umbaute…. Schließlich brauchte ich nun auf keinen mehr Rücksicht bei der Gestaltung nehmen…
Als Bravah dann aufgrund ihrer Darmvorfälle zurückkam, hoffte ich so sehr auf etwas Glück wenigstens für sie
Den Kampf, den ich mit Marek nicht kämpfen durfte, nahm ich bei ihr auf….
So wie meine Schwester in Portugal den Kampf gegen die Flammen aufnehmen musste.
Meine Schwester konnte ihre Farm retten – und auch Bravahs Verwandte dort überlebten – doch Bravah verlor ihren Kampf…
Sie hatte von Anfang an keine Chance.
Das nächste kleine Leben, was in meinen Armen starb…
Damit brach in mir endgültig etwas zusammen. Ich konnte und wollte nicht mehr, wollte das Pflegestellendasein nun endgültig hinter mir lassen…
Es war zu viel Leid, zu viel Schmerz, zu viel von allem…
Als letztes übrig waren noch Stava und Anira.
Stava durfte dann endlich im Oktober in ihr Zuhause ziehen und lebt sich dort gut ein
Übrig geblieben ist Anira, die jetzt in meiner Katzengruppe mitläuft.
Einerseits fühlt sie sich sichtlich wohl, andererseits fehlt ihr ebenso sichtlich in meiner etwas zickigen und eher ruhigen Truppe eine beste Freundin zum gemeinsam rumflitzen. Und so hoffe ich noch, dass sie vielleicht im nächsten Jahr ihr Traumzuhause mit Kumpeline

und Freigang findet.
Das Jahr 2025 hat mich emotionell ausgebrannt. Ich würde gerne dieses Jahr streichen, die Geschehnisse ausradieren, einen Reset bekommen dürfen. Aber es ist wie es ist und ich muss damit leben….
Auf der anderen Seite weiß ich, dass durch die Geschehnisse im Grunde mein Wunsch nach einem neuen Leben nun Wirklichkeit werden kann. Denn eigentlich wollte ich ja dahin, dass ich keine 24/7 Verantwortung mehr tragen muss, sondern die Möglichkeit habe auch mal frei sein zu dürfen. Und das ist nun dadurch bereits jetzt gegeben, da meine nun übrig gebliebene Freigängertruppe meine ständige Anwesenheit nicht wirklich braucht. Und gerade da liegt für mich ein Stück meines emotionellen Problems: hätte ich gewusst, dass der Preis die Todesfälle sein würden, hätte ich es mir nicht gewünscht….
Mit diesem unschönen Gefühl im Herzen werde ich leben lernen müssen…
Und so starte ich in das Jahr 2026 mit 7 eigenen Katzen und noch 1 Pflegi und dem ambivalenten Gefühl mein neues Leben nun starten zu können, aber die Trauer im Herzen lähmt mich, es zu genießen…
Ich fühle mich wie die verbrannte Erde rund um die Farm meiner Schwester…
Ich weiß, dort werden im Frühling die ersten kleinen Pflänzchen wieder vorsichtig ihre Köpfe unter der Asche hervorstrecken…
Und vielleicht passiert das ja auch in meinem Herzen und ich kann im Lauf des Jahres meinen Frieden damit finden – auf welche Art auch immer.
Ich danke euch, dass ihr mir vor allem bei den hohen Kosten für Bravahs Rettungsversuch zur Seite gestanden habt. Das war bei der Summe nicht selbstverständlich und ich hätte nicht gedacht, dass es schlussendlich doch noch zusammenkommt. Aber ihr habts geschafft!
Und noch mehr möchte ich euch für all die Jahre danken, die ihr mich begleitet und unterstützt habt. Lasst es euch gut gehen, findet auch ihr eure Wege für euer Leben es zu leben, auszukosten und zu einer inneren Zufriedenheit zu finden. Legt auch öfter mal den PC oder das Handy zur Seite, geht raus und genießt das Leben.
Möge euch Glück und Liebe begleiten – im nächsten Jahr und überhaupt.