Braucht man wirklich "Papiere"?

Diskutiere Braucht man wirklich "Papiere"? im Waldkatzen Forum im Bereich Katzenrassen; Hey liebe Foris, ich bin neu hier und habe bisher noch keinerlei Erfahrung mit Katzen. Wir (mein Partner und ich) haben uns aber nach reichlicher...
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #1
C

Charly.Coon

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Hey liebe Foris,

ich bin neu hier und habe bisher noch keinerlei Erfahrung mit Katzen.
Wir (mein Partner und ich) haben uns aber nach reichlicher Überlegung welche Katzenrasse es nun sein soll dazu entschlossen, demnächst einen Maine Coon Kater zu uns zu holen. Uns gefällt an der Maine Coon ihr ruhiges Wesen und ihre Erscheinung. Diese "sanften Riesen" sind einfach wunderschön.

Da man ja oft liest "mit Papieren" (Katzen mit Papieren sind oft mehr als das doppelte teurer als welche ohne Papiere so wie ich gesehen habe) wollte ich wissen, ob man diese "Papiere" nun wirklich braucht wenn man eine reine Liebhaberkatze haben möchte und weder vor hat mit ihr zu züchten noch sonst etwas.

Liebe Grüße
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #2
Wenn du eine Katze ohne Papiere kaufst woher willst du dann wissen dass es auch reine Maine Coon ist?
Zudem solltest du den Züchter fragen was er für Untersuchungen der Vorfahren gemacht hat.
Herzultraschall? HD? PKD?
Hier wirst du keinen finden der dir sagt dass du auch ohne Papiere kaufen kannst. Damit unterstützt man nur unseriöse Schwarzzüchter.
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #3
Huhu
Und bitte bitte niemals nur eine Katze holen. Katzen sind keine Einzelgänger!
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #4
:-|
Da man ja oft liest "mit Papieren" (Katzen mit Papieren sind oft mehr als das doppelte teurer als welche ohne Papiere so wie ich gesehen habe) wollte ich wissen, ob man diese "Papiere" nun wirklich braucht wenn man eine reine Liebhaberkatze haben möchte und weder vor hat mit ihr zu züchten noch sonst etwas.
Aber Ihr moechtet doch sicher ein gesundes Tier ohne evtl. ererbte Krankheiten, nicht wahr?
Nun, dafür braucht es u.a. die Papiere, denn ohne diese weiss man nichts über die Vorfahren.
Und es braucht auch eine regelmäßige Gesundheitskontrolle der Tiere und Vorfahren, die nicht gerade billig ist. Daran genau sparen aber Vermehrter, die ihre Tiere dann billiger abgeben. Nicht selten bezahlt ein Käufer dann die Differenz bei seinem Tierarzt
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #5
Braucht man wirklich "Papiere"?

Hallo und Willkommen!
Ich finde es sehr gut, dass ihr euch im Vorfeld informiert und auch darüber nachdenkt.
Es ist verständlich und auch verwirrend, dass (für den Unbedarften) so eine Diskrepanz zu geben scheint. Aber eigentlich ist es ganz einfach.
Ein seriöser Züchter kann jederzeit die Blutlinien, die Herkunft und damit auch die Gesundheit seiner Zuchttiere belegen - auf Generationen zurück.
Ein Vermehrer kann das nicht. Er setzt süß auf niedlich und was dabei herauskommt soll gewinnbringend verscherbelt werden.
Ein seriöser Züchter sorgt mit guter medizinischer Betreuung und ausgewogenem Futterplan für die Gesundheit des Muttertieres und das gesunde Heranwachsen der Kitten.
Ein Vermehrer spart an wertigem Futter, Gesundheitskontrollen auf Erbkrankheiten der Elterntiere und an Impfungen der Jungtiere. Das kostet ihm zu viel Geld und schmälert seinen Gewinn.
Seröse Züchter geben ihre Kitten nicht vor der 12. Woche ab, besser noch später und sogar frühkastriert und nie, nie, niemals nie in Einzelhaltung.
Vermehrern ist das egal. Die Kitten werden vermittelt, oft schon ab der 8-10. Woche. Da fressen sie schon alleine, haben aber längst nicht alles gelernt, was Katzenkind von Mama und Geschwistern lernen sollte. Z.B. die richtige Benutzung des Katzenklos, Spielen ohne Krallen, Katzensprache untereinander, aber sie werden "anstrengend", weil mobil.
Seriöse Züchter lassen ihre Kätzinnen nicht allzu oft werfen. Und wenn, dann nur angemeldete Würfe in ihrem Zuchtverband.
Vermehrer wollen mehrere Würfe im Jahr verscherbeln und laugen die Mutterkätzinnen aus, bis sie nicht mehr können.

Übrigens, echte Papiere kosten nicht viel, der Züchter fordert sie an. Vermehrer behaupten oft, dass man nur allein für die Papiere viel Geld bezahlen müsse, das ist schlichtweg Quatsch.

Siehst du den Unterschied?
So sorgfältig und liebevoll aufgezogene Kätzchen haben nun mal ihren Preis. Sie sind bei den Züchtern schon Familienmitglieder und werden nicht im Keller oder so groß.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #6
Hallo,

bitte nur mit Stammbaum kaufen, geimpft und mindestens 12 Wochen alt, sollte es ein Kitten sein.

Ich weiß nicht ob du schon Katzen hast, aber Coonies brauchen wirklich Gesellschaft, muss kein Maine Coon sein, kann auch eine Hauskatze z.B. sein, hauptsache er hat einen Kumpel.

Du hast geschrieben, dir gefällt ihr ruhiges Wesen? Was genau verstehst du unter ruhiges Wesen? Ich habe 5 Coonies hier und die sind alles, aber ruhig sicher nicht. Sie sind keine Bengalen, aber schon temperamentvoll. Sicher gibt es auch welcher die ruhig sind, im Alter werden sie auch ruhiger, aber als Kitten haben sie nur eines: Pfeffer im Hintern. :mrgreen:

lg Juli
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #7
Schaumal hier:

Dann bitte ich dich, auch mal das zu lesen:

Ein paar Gedanken zum Thema "RASSEkatzen" und deren Zucht
(hauptsächlich bezogen auf Orientalen)

Man mag meine meine -zugegeben- sehr krasse und "elitäre" Meinung zum Thema 'RASSEkatzenzucht' kritisieren, aber ich sehe das so: Um sich tatsächlich ernsthaft mit der gezielten Zucht eines anderen Lebewesens (und damit meine ich nicht die wahllose Vermehrung, weil "Kater und Katzen zusammen ja soooo schön aussehen") zu befassen, braucht man eine hohe menschliche (soziale und intellektuelle) Intelligenz, Verantwortungsgefühl und Geld.

Wer diese drei Komponenten nicht aufweisen kann, wird zu irgendeinem Zeitpunkt seiner "Zucht" an Grenzen stoßen, durch die das Tier Schaden nehmen wird.

Wer eine RASSEkatze (hier speziell Siam und OKH) haben will, sollte akzeptieren, dass zum Erhalt einer Rasse mehr nötig ist, als einen Kater/eine Katze, der/die so aussieht als könnte er/die mal einen siamesischen Vorfahren gehabt haben, aufeinander zusetzen und - wie schrieb es hier jemand mal so treffend? - "Look-a-like"s zu produzieren.

Und wer eine kauft, hat eine gewisse "Verantwortung" der Rasse gegenüber (dazu unten mehr).

Fundamentale und fundierte Kenntnisse in Genetik, Katzenaufzucht und -ernährung (und damit meine ich nicht Billigfutter-Kitten-Nahrung), medizinische Kenntnisse oder zumindest einen Tierarzt, der ständig (und damit meine ich auch nachts und in dessen Urlaub) ansprechbar ist, sowie das Geld, um auch einmal einen 10er Wurf komplett behandeln zu lassen, ohne sich damit in einen finanziellen Ruin zu stürzen, sind nur einige der grundlegenden Voraussetzungen für einen seriösen und ernsthaften Züchter. Wer das nicht annähernd gewährleisten oder bewerkstelligen kann, ist in der Rassekatzenzucht schlicht und ergreifend FEHL AM PLATZ!

Es geht hier nicht darum, auf einen Trabbi einen Mercedesstern zu pappen oder in ein in China produziertes Shirt ein gefälschtes Marken-Zeichen zu nähen: Es geht darum, das Original zu erhalten.

Ich kann einfach immer nur lachen, wenn darüber diskutiert wird, wie viel Papiere "kosten". Das Papier, auf dem der Stammbaum meiner Katzen steht, ist nicht viel Wert, für mich ist es ebenso unerheblich, was auf dem Stammbaum steht. Aber mir war es wichtig, dass die Katzen einen Stammbaum haben und zwar nicht, damit sie einen haben und ich gar damit angeben kann, sondern nur aufgrund der Tatsache, dass ich dann zu 99% sicher sein kann, dass sie seriös und damit gesund für Mutter UND Kitten gezogen worden sind - mit Sinn und Verstand. Wobei mal auch da genau hinsehen sollte, denn leider gibt es natürlich auch unter den Vereinszüchtern nicht nur seriöse.

Nur (und zwar ausschließlich!!) gute und seriöse Züchter tragen zum Erhalt einer Rasse bei, mag sein, dass auch andere schöne und gesunde Tiere vermehren (das will ich ja gar nicht ausschließen, auch ohne Papiere), aber diejenigen, die der Rasse wegen züchten, die Rasse, ihr Wesen, ihre Farben (z.B. Cinnamon) etc. voranbringen, DIE sollte man unterstützen und nicht solche, die eben nur mal so mit stammbaumlosen Katzen vermehren, weil "sie halt so schön aussehen" und weil man die Katzen danach gut an Liebhaber verkaufen kann (und selbst, wenn es nur der "Selbstkostenpreis" ist.
Trotzdem möchte ich gerne mal von einem Schwarzzüchter vorgerechnet bekommen, wie sie ihre Kitten für z.B. 250 Euro (oder weniger) vollgeimpft, gechipt evtl. frühkastriert und bestens ernährt nach 12 Wochen abegeben können - das müssen wahre Wohltäter der Nation sein, sie legen bei jeden Kitten mind. 100-150 Euro drauf und da darf das Kitten nicht einen Tag krank gewesen sein, erstaunlich!).

Das war das, was ich mit "Verantwortung" gemeint habe. Ich persönlich "brauche" wie gesagt auch keinen Stammbaum, meine Katzen sind alle kastriert, ich züchte nicht, obwohl ich viele lukrative Angebote hatte (gerade wegen der außergewöhnlichen Farben).

Ich liebe sie auch so und kämen sie aus der Mülltonne, aber ich habe mich genau in DIESE Rasse verguckt und wenn ich eine SOLCHE RASSEkatze haben will (und nur darum geht es - um RASSEtiere, die bestimmte Merkmale der Rasse aufweisen sollen), kann es nur den einen anständigen Weg geben:

Ich unterstütze einen Züchter, der in einem Verein ist und sich dessen STRENGEN Zuchtregeln unterwirft (z.B. Kitten nicht, egal, was passiert (!), vor der 12. Lebenswoche abzugeben, Kitten nicht ungeimpft abzugeben, nur genehmigte Verpaarungen innerhalb der Rasse einzugehen undundund), der sich kontrollieren lässt (u.a. vom Gesundheitsamt), dessen Kitten in einem großen Familienverband aufwachsen und voll sozialisiert sind, der seine Kitten rund um die Uhr, auch wenn die Mutterkatze krank ist oder nicht genug Milch hat, versorgt (meine Züchterin hat bei einigen Würfen zufüttern müssen, alle zwei Stunden, Tag und Nacht, tagelang!!)

UND

- und jetzt kommt das Entscheidende, denn theoretisch könnte das ein "stammbaumloser" Vermehrer auch, wenn er es anständig macht -

DER DIE RASSE MIT SEINER ZÜCHTERISCHEN TÄTIGKEIT VORAN BRINGT:

Der nämlich in der Lage ist, seine RASSEtiere anderen Züchtern für deren Zuchtprogramme zur Verfügung zu stellen. Kein stammbaumloser Vermehrer kann das, da seine Tiere aus gutem Grund zur Zucht nicht zugelassen sind. Das heißt, gäbe es nur noch Leute, die bei Vermehrern kauften, gäbe es bald, so in 20-30 Jahren, keine Tiere der Rasse Siam/Orientalen mehr.

Alle Tiere würden anders aussehen, weil sie ja jeder, wie er gerade Lust hat, mit anderen Tieren verpaart hat. Nicht böse sein, aber z.B. eine Verpaarung Thaimix und Balinese oder Maine Coon, wie bei einigen Schwarzzüchtern Gang und Gäbe würde dazu führen, dass aus den Kitten der nächsten und übernächsten Generation wahrscheinlich Katzen werden, die irgendwann alle wie Hauskatzen aussehen, das Maskengen fiele vielleicht irgendwann mal weg, die Halblanghaarigkeit würde vielleicht noch etwas länger mitgeschleppt werden, aber im Grund haben wir in 5-10 Generationen nichts mehr, was noch der Siamkatze/Thaikatze, meinetwegen auch Maine Coon oder Perser entspräche, nur noch ein wildes Kuddelmuddel und buntgescheckte Einheitskatzen mit mal mehr oder weniger langen Ohren, Fell, Schnauzen und Schwänzen. Es mag Menschen geben, die das nicht schlimm finden, ich schon, denn ich liebe die Vielfalt der Rassen - nicht nur bei Katzen!

Daher ist es so wichtig, wenn man sich tatsächlich eine RASSEkatze, WEIL man sie vom Aussehen und Charakter so toll findet, anschaffen will, auch dafür Sorge zu tragen, dass diese Möglichkeit auch anderen Menschen zu teil werden kann (und nicht "nach mir die Sintflut" ) und das geht nur, wenn man anständige Zuchtprogramme bei seriösen Zuchten unterstützt - und ja, so etwas und die Katzen kostet/kosten ein bisschen mehr, als sie "Fritz" um die Ecke anbieten kann, aber warum das so ist, kann jeder, der das will, an verschiedensten Stellen im Internet nachlesen und auch auf Nachfrage bei jedem seriösen Züchter erfragen.

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass "einen Stammbaum haben" nichts Schlechtes oder gar Arrogantes ist, sondern, dass darin ein Schatz für den Erhalt einer Rasse liegt und dass jeder, der diese (oder eine) Rasse liebt, mit daran arbeiten sollte, dass diese Rasse erhalten bleibt und sich auch noch Generationen nach uns daran erfreuen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, dass sich seriöse Züchter auch mit dem Wesen ihrer Katzen auskennen und sich darum sorgen, wie es nach ihrem Aufenthalt im Züchterhaushalt weitergeht. Aspiranten werden -in der Regel (leider gibt es überall Ausnahmen)- auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie ein Kitten erhalten und das durchaus auch mit zeitlichem und finanziellem Aufwand (Besuche etc.). Man sorgt in der Regel auch dafür, dass kein Kitten in "Einzelhaft" gerät.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Orientalen äußerst soziale Tiere sind und nicht als Einzeltiere gehalten werden sollten, man wird diese Hinweise in sämtlicher Fachliteratur - die man sich als Liebhaber, der sich ein Tier diese Rasse anschafft hoffentlich VOR Anschaffung des Tieres gelesen hat - finden.

Auch das überprüft ein guter und gewissenhafter Züchter normalerweise vorher, ob nämlich der neue Besitzer wirklich über das Wissen verfügt, die Katzen angemessen zu versorgen und aufzuziehen, leider habe ich von sehr vielen Vermehrern gehört, die Kitten (neben der absolut indiskutablen Sachen, sie mitten in der wichtigen Sozialisationsphase (vor der 12. Woche) (klar, nämlich dann, wenn sie anfangen futtermäßig echt Geld zu kosten) abzugeben), die Kitten wahllos Menschen anvertrauen, die kaum Sachverstand und Ahnung und noch weniger eine zweite Katze haben. Auch sorgen verantwortungsvolle Züchter dafür, dass Katzen aus ihrer Zucht, sollten sie tatsächlich im ursprünglichen Haushalt nicht mehr bleiben können, anderweitig unterkommen und eher selten im Tierheim landen. "Rasse"tiere, die man dort findet, sind meist die oben erwähnten "Look-a-like"s, ohne Stammbaum vermehrt und aus-den-Augen-aus-dem-Sinn (aus Sicht des Schwarzzüchters).

Ich könnte ewig so weiter schreiben, aber wer sich bis hierher durchgekämpft hat, der hat sowieso von Natur aus ein gewisses Interesse und dürfte nur zu einem geringen Prozentsatz zu denen gehören, um die es mir hier geht.

Und natürlich ist nicht jeder Vereinszüchter ein wirklich guter und seriöser Züchter (Gründe werden ganz oben genannt, denn nur die Vereinszugehörigkeit macht den Braten auch nicht fett) und nicht jeder, der Katzen ohne Stammbaum vermehrt, ist ein "Geldmacher ohne Verstand".

Man muss im Einzelfall abwägen, wobei für mich, nachdem ich mich VOR der Anschaffung meiner Rassekatzen lange mit dem Thema beschäftig habe, nur ein seriöser Vereinszüchter und die entsprechende auch finanzielle Unterstützung der Rassezucht in Frage kam.

Wer bewusst andere Wege gehen will, muss eben auch mit massiver Kritik derer rechnen, die den seriösen Vereinsweg für richtiger halten!

Danke fürs Zuhören!


und wenn du noch Kraft zum Lesen hast, schau bitte auch mal hier: und hier:
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #8
Kann mich den Vorrednern nur anschließen, aus Tierschutzgründen bitte Katzen entweder gleich vom Tierschutz (Tierheim, Pflegestelle, Notstation usw.) holen oder wenn vom Züchter, dann von einem wirklich seriösen und verantwortungsvollen Züchter. Natürlich hat die liebevolle und verantwortungsvolle Aufzucht einer Rassekatze auch ihren Preis, aber auf keinen Fall darf man deswegen zum Vermehrer und Schwarzzüchter gehen, die auf Kosten der Gesundheit, Fürsorge, Futter, Tierkosten, Wurfpausen, Haltungsbedingungen usw. ihre Kitten entsprechend günstiger anbieten.

Seriöse Zucht ist nur mit Stammbaum möglich, wie sollte man sonst wissen und nachweisen, dass die Tiere aus gesunden Linien stammen, den Inzuchtkoeffizient ermitteln und noch vieles mehr. Durch die Vereinszugehörigkeit wird zumindestens in einem gewissen Maße dafür gesorgt, dass die Zuchtkätzinnen nicht als Gebärmaschinen mißbraucht werden. Abgesehen davon, mir ist der Stammbaum meiner Briten auch egal, trotzdem ohne Stammbaum, würden sie nicht als Rassekatzen gelten, sie wären Mixe, egal wieviele Champions da in ihren Vorfahren eingetragen sind. Aber mir war halt wichtig, dass die Tiere nachweislich aus einer seriösen Zucht und von gesunden Linien abstammen.

Gerade bei den Maine Coons sollte man großen Wert darauf legen, dass die Elterntiere und die Generationen davor auf rassespezifische Erbkrankheiten (PKD, HCM, HD) untersucht worden sind, weil diese Rasse sehr in Mode gekommen ist und durch die vielen Schwarzzüchter und Vermehrer schon ganz krank gezüchtet worden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #9
Da kann ich nur voll zustimmen!
Meine Katzen haben alle Papiere,manche sogar bis zu den Anfänger ihrer Zucht,war mir sehr wichtig,weil ich mir immer die passenden Kater in der ganzen Welt,kaufen musste,die Damen waren immer meine eigene Zucht.
Dafür braucht man aber viel Zeit u.Durchhaltevermögen u.es kann schon mal vorkommen,dass man was falsches gekauft hat.
Ist mir auch schon mal passiert,da ich nur alte u.seltene Linien bevorzugt habe, kam mal bei einer Verpaarung was ganz modernes raus.
War natürlich für Ausstellungen u.Besucher ein Renner,Bester Wurf von achten, Best in Show u.u.,aber nicht mein Fall.
Bekam die Kitten fast aus der Hand gerissen,habe aber von denen, aus Prinzip, keine in die Zucht abgegeben.
Die sind alle an echte MC Liebhaber gegangen.

Nicht dass einer was in den falschen Hals bekommt,habe auch Katzen ohne Papiere,das sind die,die bei mir ausgesetzt wurden u.die ich nicht alle vermitteln konnte.
 

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  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #10
@Simpat-mit Papiere züchten, heißt nicht automatisch auch seriös, auch darunter gibt es genug schwarze Schafe, die auf anderer Ebene unseriös sind:!:
Ein Stammbaum bedeutet nicht, das die Katzen gesund sind, das sie artgerecht gehalten und aufgezogen werden:!:
Deshalb sich immer genau beim Züchter umschauen und ruhig viel fragen, ist es sauber, wie viele Katzen leben dort, wachsen die Kleinen auf, wie alt ist das Muttertier, wie viele Würfe hatte es, sind die Elterntiere und Vorfahren geschallt, sind die kleinen 2x geimpft und bei Abgabe mind. 13 Wochen alt:?:

Ein seriöser Züchter wird Dir bereitwillig, ohne genervt zu sein, Rede und Antwort stehen und die die Untersuchungsergebnisse, sprich HCM und PKD Schall zeigen, und sich viel Zeit nehmen.

Ich hatte oft Kitteninteressenten da, die auch mal 4 Std. bei mir saßen.

Ein genervter Züchter wird Dich dann spätestens abwimmeln, wenn er dies nicht belegen kann oder will, oder sich die Zeit nicht nimmt.

Auch Du/Ihr solltet Zeit für den Besuch beim Züchter mit bringen, damit Ihr die Kleinen und großen beobachten und etwas kennen lernen könnt, mit den Kleinen spielen und alles in Ruhe besprechen könnt, was Ihr wissen möchtet;-)

Und lieber auch nochmal ein/zwei Nächte nach dem Besuch drüber schlafen, ob Ihr Euch da wohl gefühlt habt, einen guten Eindruck hattet, auch würde eine genervte Reaktion vom Züchter gegen ihn sprechen.
 
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  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #11
Hey ihr alle,

vielen Danke erst einmal für die vielen hilfreichen und informativen Antworten.

Es ist mir bzw. uns leider nicht möglich 2 Katzen zu halten. Ich habe eine Bekannte, die hat 2 mal 2 Katzen genommen (zu Unterschiedlichen Zeiten natürlich; nicht direkt 4 aufeinmal) einmal nahm sie 2 aus dem selben Wurf ( gab die zwei dann nach 2 Jahren wieder ab, weil die zwei nur mist gemacht haben)
und das andere Mal holte sie Katzen von verschiedenen Haltern (waren normale Hauskatzen) und beide male ist sie beim Kauf von gleich 2 Katzen zusammen auf die Nase gefallen, da die nur Ärger zu zweit gemacht haben

Dann hat sie beim 2. Kauf wohl eine nach einem halben Jahr wieder Abgegeben und prompt war Ruhe... weder wurde weiterhin in die Wohnung gepinkelt noch an den Wänden gekratzt usw usw... deswegen habe ich mich dazu entschlossen, erst einmal nur eine Katze zu holen und abzuwarten ob sie doch einen Spielgefährten braucht oder nicht. 2 Katzen kosten auch wesentlich mehr Geld.

Klar möchte ich ein gesundes Kitten haben, aber wie hier schon jemand anderes schrieb, heißt ein Stammbaum zu besitzen nicht gleich ein TOP Kitten ohne Krankheiten und bestens Sozialisiert.

Ich war heut zb mit einer Freundin unterwegs und wir haben durch Zufall eine Hobbyzüchterin von Birma Katzen getroffen, sie hat uns angeboten, da ich auch viel gefragt habe und recht neugierig war, dass wir mit ihr zum Kaffee trinken kommen können zu ihr nach Hause und ich könne mich selbst überzeugen wie sie als Hobbyzüchterin so lebt und wie es den Katzen geht usw. Als wir dann so bei ihr in der Wohnung saßen, ich die Katzen sah und auch die Babystube usw. da war ich mir sicher, dass nicht alle Menschen, die ohne Papiere züchten Schwarze Schafe sind...
So sauber und ordentlich die Gewichtstabellen der Katzen geführt auch wird jeder Wurf Datums und Uhrzeitgemäß gespeichert, alle Tierarzttermine und Daten aufgelistet und sogar wann die Wurmkuren gegeben wurden hat die Damen aufgelistet. Hat sich dann ein Käufer entschieden, welches Kitten er nimmt, macht die Dame ihm auf eine Art Dvd? Alle wichtigen Daten des Kitten drauf... also alles echt top. Abgegeben werden die Kitten bei ihr sogar erst mit 14 Wochen, da sie sich erst sicher sein will, dass alle Kitten bereit zum ausziehen sind.

Die Katzen an sich waren recht umgänglich und sahen auch gepflegt aus. Sie hält zur Zeit 3 Katzen und einen Kater.
Die Dame erzählte auch, dass man es als Hobbyzüchter ohne Eintragung im Verein und ohne Papiere der Katzen (Stammbaum etc.) echt schwer hat, weil man immer wieder Leute hat, die erzählen wie schlecht Züchter ohne Papiere doch sind usw. Auch wird immer von Vermehrern geredet so wie hier auch teilweise geschrieben... Was Vermehrer sind weiß ich.. Aber DAS sind meiner Meinung nach keine Hobbyzüchter die 2 Mal im Jahr Babys haben... sondern "Menschen" die zig Katzen halten, jede Woche oder sogar Parallel 2 oder 3 Würfe haben, sich NULL mit einem beschäftigen, keine Fragen beantworten wollen sondern gezielt zum Kauf drängen.
Was aber hier bei der Dame zb absolut nicht stimmt.

Ich bin froh, jetzt beide Seiten gesehen zu haben. Hier eure Meinung und eben das Gegenteil :)

Ich für mich persönlich werde demnach wirklich mir genau die Hobbyzüchter ansehen und viele Fragen stellen, bevor ich mir ein Kitten hole.
Worauf ich achten soll, habt ihr mir ja hier schon geschrieben :) Danke dafür.

Katzekratz, Danke, denn genau das hat mir heute die Dame der Birma Katzen auch gesagt :)
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #12
Es ist mir bzw. uns leider nicht möglich 2 Katzen zu halten.

Dann würde ich mir garkeine holen. Armes kleines Kitten. Glaubst du nicht dass Ihm oder Ihr super langweilig ist? Kein partner zum Spielen, Kuscheln und toben...

Edit: Wenn es dir jetzt schon nicht möglich ist, wirst du später auch nicht darüber nachdenken eine zweite zu holen.

Ich habe eine Bekannte, die hat 2 mal 2 Katzen genommen (zu Unterschiedlichen Zeiten natürlich; nicht direkt 4 aufeinmal) einmal nahm sie 2 aus dem selben Wurf ( gab die zwei dann nach 2 Jahren wieder ab, weil die zwei nur mist gemacht haben)
und das andere Mal holte sie Katzen von verschiedenen Haltern (waren normale Hauskatzen) und beide male ist sie beim Kauf von gleich 2 Katzen zusammen auf die Nase gefallen, da die nur Ärger zu zweit gemacht haben. Dann hat sie beim 2. Kauf wohl eine nach einem halben Jahr wieder Abgegeben und prompt war Ruhe... weder wurde weiterhin in die Wohnung gepinkelt noch an den Wänden gekratzt usw usw... deswegen habe ich mich dazu entschlossen, erst einmal nur eine Katze zu holen und abzuwarten ob sie doch einen Spielgefährten braucht oder nicht

Was ist denn hier die Definition von ärger? Toben? Spielen? Lärm? Mal was kaputt gegangen?
Dann ist es keine Lösung eine Katze abzugeben und sich zu freuen, dass die andere Katze alleine nichts mehr anstellt und vor lauter Langweile resigniert!

2 Katzen kosten auch wesentlich mehr Geld.

Wenn das Geld jetzt schon sorgen macht, dann wäre keine Katze die bessere Lösung.

Zum Thema Zucht bzw für dich die billigere Lösung, Hobbyzucht mag ich nichts sagen, da kenn ich mich zu wenig aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #13
Ich für mich persönlich werde demnach wirklich mir genau die Hobbyzüchter ansehen und viele Fragen stellen, bevor ich mir ein Kitten hole.
Worauf ich achten soll, habt ihr mir ja hier schon geschrieben :) Danke dafür.

Katzekratz, Danke, denn genau das hat mir heute die Dame der Birma Katzen auch gesagt :)

Dann wirst du da ein großes Problem haben, seriöse und verantwortungsvolle Züchter, geben keine Kitten in Einzelhaltung ab, dass ist ein absolutes No Go und grenzt an Tierquälerei. Ich weiß nicht was bei deiner Bekannten schief gelaufen ist, aber ich denke die Probleme waren hausgemacht und sie hat erst gar nicht versucht, es zu ändern, sondern die Tiere einfach wieder abgegeben. Außerdem was wiegt eine Aussage, gegen die vielen Forinen hier, die alle mehr als eine Katze haben und dass aus gutem Grund. Katzen sind keine Einzelgänger, sie werden wenn dazu gemacht.

Dann zitiere ich mich mal wieder selbst zum Thema Einzelhaltung:
Man muss sich nur mal die eigene Kindheit ohne andere Kinder, ja ohne Mitmenschen vorstellen oder einfach mal zwei Kitten beim gemeinsamen Spielen zuschauen, da sieht man doch sofort, dass die das wirklich brauchen.

Kitten entdecken gemeinsam die Welt, kuscheln, spielen, balgen und toben nach Kittenart miteinander, galoppieren gemeinsam mit Katzenbuckel durch die Wohnung, schlecken sich gegenseitig die Öhrchen aus, jagen sich gegenseitig die Kratzbäume rauf und runter und und und, dass kann kein Mensch mit noch soviel Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit ersetzen.

Manche Katzen entwickeln dann auch Verhaltensstörungen sind übermäßig auf den Katzenhalter fixiert, werden aggressiv, Unsauberkeit, Tapetenkratzen, Schwanz beißen usw. sind öfters Folgen von Einzelhaltung besonders wenn sie schon von klein auf beginnt.

Aber viele Katzen resignieren einfach, finden sich damit ab und man merkt es ihnen gar nicht an, im Gegenteil die Besitzer sind der Meinung, dass es ihren Katzen wirklich gut geht, weil die Katze glücklich und zufrieden wirkt und dass sind sie auch, wenn der Besitzer da ist und sie Zuwendung und Aufmerksamkeit erhalten, auch wenn ihnen dennoch immer etwas fehlen wird, der Sozialkontakt zu einem Artgenossen der die gleiche Sprache spricht.

Egal was deine Bekannte dir erzählt hat, es gibt keine Rechtfertigung für die Einzelhaltung von Kitten. Wenn du aus egal welchen Gründen keine zwei Katzen halten kannst, dann nur unter der Vorrausetzung, dass die Katze möglichst Freigang bekommt und du auch nicht ganztags arbeiten gehst und sie viel zu lange daheim in der Wohnung ist. Auf keinen Fall darf es ein Kitten oder eine noch recht junge Katze sein, da ginge dann nur eine schon etwas ältere Katze aus dem Tierheim, mindestens 5-6 Jahre oder älter, welche sich aufgrund schlechter bzw. fehlender Sozialisierung, jahrelanger Einzelhaltung, schlechter Erfahrung oder warum auch immer nicht mehr vergesellschaften lässt. Aber keine gut sozialisierte Katze, welche von klein auf in Katzengesellschaft gelebt hat.

@Simpat-mit Papiere züchten, heißt nicht automatisch auch seriös, auch darunter gibt es genug schwarze Schafe, die auf anderer Ebene unseriös sind:!:
Ein Stammbaum bedeutet nicht, das die Katzen gesund sind, das sie artgerecht gehalten und aufgezogen werden:!:
Deshalb sich immer genau beim Züchter umschauen und ruhig viel fragen, ist es sauber, wie viele Katzen leben dort, wachsen die Kleinen auf, wie alt ist das Muttertier, wie viele Würfe hatte es, sind die Elterntiere und Vorfahren geschallt, sind die kleinen 2x geimpft und bei Abgabe mind. 13 Wochen alt:?:

Ein seriöser Züchter wird Dir bereitwillig, ohne genervt zu sein, Rede und Antwort stehen und die die Untersuchungsergebnisse, sprich HCM und PKD Schall zeigen, und sich viel Zeit nehmen.

Natürlich nicht, dass habe ich auch nirgends geschrieben und behauptet. Allerdings stimmt es dass man ohne Papiere nicht seriös und verantwortungsvoll züchten kann oder nicht?

Leider gibt es viele schwarze Schafe unter den Züchtern, egal ob sie einem Verein angehören oder nicht, selbst im Tierschutz gibt es schwarze Schafe, wenn zum Glück auch eher selten.

Es gibt viele Kriterien an denen man einen seriösen und verantwortungsvollen Züchter erkennen kann. Wie du schon gesagt hast, lässt der nicht nur seine Tiere auf rassespezifische Erbkrankheiten untersuchen, sondern beantwortet auch offen und gerne alle Fragen, außerdem stellt er auch dem zukünftigen Katzenbesitzer viele Fragen, weil der ganz genau wissen will, wie die Katzen zukünftig gehalten werden und wem er seine Lieblinge anvertraut.

Kitten werden erst mit 13-16 Wochen abgegeben, zu diesem Zeitpunkt sind sie mehrfach entwurmt, zweimal geimpft, tierärztlich untersucht, haben einen Stammbaum und oft auch eigenes Gesundheitszeugnis.

Die Katzen leben im Haushalt integriert, auch die Kitten wachsen im Haushalt integriert auf und auch die Kater werden nicht in Einzelhaft weggesperrt.

Es riecht nicht schon gleich nach Katzenklo, wenn man zur Tür reinkommt, alles ist ordentlich und sauber, natürlich viel katzengerechte Einrichtung: Kratzbäume, Liegeplätze, Spielzeug usw.

Die Tiere werden hochwertig gefüttert. Wurfpausen werden eingehalten, es sind auch nicht zu viele Tiere im Haushalt.

und noch vieles mehr
 
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  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #14
Hey ihr alle,

vielen Danke erst einmal für die vielen hilfreichen und informativen Antworten.

Es ist mir bzw. uns leider nicht möglich 2 Katzen zu halten. Ich habe eine Bekannte, die hat 2 mal 2 Katzen genommen (zu Unterschiedlichen Zeiten natürlich; nicht direkt 4 aufeinmal) einmal nahm sie 2 aus dem selben Wurf ( gab die zwei dann nach 2 Jahren wieder ab, weil die zwei nur mist gemacht haben)
und das andere Mal holte sie Katzen von verschiedenen Haltern (waren normale Hauskatzen) und beide male ist sie beim Kauf von gleich 2 Katzen zusammen auf die Nase gefallen, da die nur Ärger zu zweit gemacht haben

Dann hat sie beim 2. Kauf wohl eine nach einem halben Jahr wieder Abgegeben und prompt war Ruhe... weder wurde weiterhin in die Wohnung gepinkelt noch an den Wänden gekratzt usw usw... deswegen habe ich mich dazu entschlossen, erst einmal nur eine Katze zu holen und abzuwarten ob sie doch einen Spielgefährten braucht oder nicht. 2 Katzen kosten auch wesentlich mehr Geld.

Klar möchte ich ein gesundes Kitten haben, aber wie hier schon jemand anderes schrieb, heißt ein Stammbaum zu besitzen nicht gleich ein TOP Kitten ohne Krankheiten und bestens Sozialisiert.
Deshalb schaut man sich auch mehrere Zuchtstätten an.

Ich war heut zb mit einer Freundin unterwegs und wir haben durch Zufall eine Hobbyzüchterin (Sorry, Vermehrerin )
von Birma Katzen getroffen, sie hat uns angeboten, da ich auch viel gefragt habe und recht neugierig war, dass wir mit ihr zum Kaffee trinken kommen können zu ihr nach Hause und ich könne mich selbst überzeugen wie sie als Hobbyzüchterin so lebt und wie es den Katzen geht usw. Als wir dann so bei ihr in der Wohnung saßen, ich die Katzen sah und auch die Babystube usw. da war ich mir sicher, dass nicht alle Menschen, die ohne Papiere züchten Schwarze Schafe sind...
So sauber und ordentlich die Gewichtstabellen der Katzen geführt auch wird jeder Wurf Datums und Uhrzeitgemäß gespeichert, alle Tierarzttermine und Daten aufgelistet und sogar wann die Wurmkuren gegeben wurden hat die Damen aufgelistet. Hat sich dann ein Käufer entschieden, welches Kitten er nimmt, macht die Dame ihm auf eine Art Dvd? Alle wichtigen Daten des Kitten drauf... also alles echt top. Abgegeben werden die Kitten bei ihr sogar erst mit 14 Wochen, da sie sich erst sicher sein will, dass alle Kitten bereit zum ausziehen sind.
Aber leider wirst du nichts über eventuelle Krankheiten erfahren, die in bestimmten Linien vorkommen,
da ja nicht alles bekannt ist.


Die Katzen an sich waren recht umgänglich und sahen auch gepflegt aus. Sie hält zur Zeit 3 Katzen und einen Kater.
Die Dame erzählte auch, dass man es als Hobbyzüchter ohne Eintragung im Verein und ohne Papiere der Katzen (Stammbaum etc.) echt schwer hat, weil man immer wieder Leute hat, die erzählen wie schlecht Züchter ohne Papiere doch sind usw. Auch wird immer von Vermehrern geredet so wie hier auch teilweise geschrieben... Was Vermehrer sind weiß ich.
Scheinbar ja nun doch nicht, denn dann würdest du die Hände von Vermehrern lassen und dir 2 Kitten aus einer seriösen Zucht aussuchen..
Aber DAS sind meiner Meinung nach keine Hobbyzüchter die 2 Mal im Jahr Babys haben... sondern "Menschen" die zig Katzen halten, jede Woche oder sogar Parallel 2 oder 3 Würfe haben, sich NULL mit einem beschäftigen, keine Fragen beantworten wollen sondern gezielt zum Kauf drängen.
Was aber hier bei der Dame zb absolut nicht stimmt.
Auch wenn du versuchst es dir schön zu reden, ein seriöser Züchter wird niemals ein Kitten in Einzelhaltung verkaufen. Und wenn schon für ein Kitten das Geld so knapp ist, das man am Kauf spart und zu einem Vermehrer geht weil die Kitten dort viel preiswerter sind, der sollte sich allen Ernstes überlegen ob das Geld dann noch reicht, wenn auf einmal horrene Tierarztkosten auftreten können.
Wenn ihr unbedingt nur eine Katze möchtet, warum nehmt ihr dann nicht ein kastriertes etwas älteres Tier, von dem man weiss das es offensichtlich am besten in Einzelhaltung gehen sollte?Häuffiger haben Züchter noch Kastraten abzubeben.

Ich bin froh, jetzt beide Seiten gesehen zu haben. Hier eure Meinung und eben das Gegenteil :)

Ich für mich persönlich werde demnach wirklich mir genau die Hobbyzüchter
(Seriöse Züchter sind Hobbyzüchter, und schön das du das eingesehen hast und dich dort umschaust.
ansehen und viele Fragen stellen, bevor ich mir ein Kitten hole.
Worauf ich achten soll, habt ihr mir ja hier schon geschrieben :) Danke dafür.

Katzekratz, Danke, denn genau das hat mir heute die Dame der Birma Katzen auch gesagt :)

Überleg es dir bitte noch einmal ganz genau, vor Allem die Einzelhaltung,
überlege mal, wie du dich fühlen würdest, wenn du allein unter Katzen bist.
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #15
Jeder seriöse Züchter ist per Definition ein Hobbyzüchter, da er kein Geld daran verdient sondern wenige Würfe von sehr sorgfältig ausgesuchten Katzen und Katern hat um die jeweilige Rasse zu erhalten und zu verbessern. Die sogenannten Liebhabertiere die dabei entstehen und verkauft werden sind jene Tiere die sich nicht zur weiteren Zucht eignen weil ihr Aussehen oder Charakter das Zuchtziel nicht voranbringen würden ;)
Die "Papiere" sind ein absolut notwendiges Nebenprodukt von all dem, um über Generationen hinweg die genetischen und gesundheitlichen Merkmale der Zuchttiere verfolgen zu können. Wie soll der Züchter sonst nach 10 oder 20 Jahren seine Linien zurück verfolgen können um zu entscheiden welche weitere Linie er in seine Zucht einbringen soll. :)

Jeder der also nur züchtet um süße Kitten zu bekommen und verkaufen zu können, handelt dabei mehr oder weniger verantwortungslos oder agiert zumindest nicht als seriöser Züchter, dazu verpaart er oder sie zu oft immer wieder die gleichen Tiere und lässt unter Umständen wichtige Untersuchungen vor der Zucht aus. Im schlimmsten Fall hat derjenige seine Tiere selbst von irgendwelchen Vermehrern und betreibt Inzucht ohne es zu wissen ;)
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #16
Wie viel soll denn so eine Katze von diesem Schwarzzüchter kosten?
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #17
Hey ihr alle,

vielen Danke erst einmal für die vielen hilfreichen und informativen Antworten.

Es ist mir bzw. uns leider nicht möglich 2 Katzen zu halten. Ich habe eine Bekannte, die hat 2 mal 2 Katzen genommen (zu Unterschiedlichen Zeiten natürlich; nicht direkt 4 aufeinmal) einmal nahm sie 2 aus dem selben Wurf ( gab die zwei dann nach 2 Jahren wieder ab, weil die zwei nur mist gemacht haben)
und das andere Mal holte sie Katzen von verschiedenen Haltern (waren normale Hauskatzen) und beide male ist sie beim Kauf von gleich 2 Katzen zusammen auf die Nase gefallen, da die nur Ärger zu zweit gemacht haben

:)

Jaaaa,

herzlichen Glückwunsch, sie hatte Katzen, die spielen, toben und auch mal was anstellen. Nein, 2 sind nur bei Tierarzt teurer, im Futter und Streu fällt es kaum auf.

lg Juli
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #18
Ganz kurz zur Eingangsfrage:

Es kommt drauf an was du möchtest. Sei dir bewusst, ohne Stammbaum hast du keine reinrassige Katze, höchstens eine die so ausschaut wie eine Maine Coon. Zweitens kannst du dir ohne Papiere nicht sicher sein, ob die Eltern/Vorfahren nicht irgendwelche Erbkrankheiten haben und diese weitergegeben haben. Das kann zwar auch bei seriösen Züchter passieren, allerdings ist das Risiko viel geringer, weil diese darauf achten, dass Erbkrankheiten wie HCM, PKD etc.. so gut es geht ausgeschlossen werden.

Ich bin jedenfalls die Letzte die dich deswegen verurteilt, wenn du dir Katzen ohne Papiere holst. Ich habe meine zwei BKH Mixe auch ohne Papiere letztendlich hatte ich Glück, das hätte aber auch anders ausgehen können. Mir blieben wenig Alternativen, da aufgrund meiner bescheidenen Wohnverhältnisse "Vermehrer", die mir möglichst wenig Fragen stellten sehr willkommen waren und ich wollte Katzen um jeden Preis. :-|

Es ist mir bzw. uns leider nicht möglich 2 Katzen zu halten. Ich habe eine Bekannte, die hat 2 mal 2 Katzen genommen (zu Unterschiedlichen Zeiten natürlich; nicht direkt 4 aufeinmal) einmal nahm sie 2 aus dem selben Wurf ( gab die zwei dann nach 2 Jahren wieder ab, weil die zwei nur mist gemacht haben)
und das andere Mal holte sie Katzen von verschiedenen Haltern (waren normale Hauskatzen) und beide male ist sie beim Kauf von gleich 2 Katzen zusammen auf die Nase gefallen, da die nur Ärger zu zweit gemacht haben

Dann hat sie beim 2. Kauf wohl eine nach einem halben Jahr wieder Abgegeben und prompt war Ruhe... weder wurde weiterhin in die Wohnung gepinkelt noch an den Wänden gekratzt usw usw... deswegen habe ich mich dazu entschlossen, erst einmal nur eine Katze zu holen und abzuwarten ob sie doch einen Spielgefährten braucht oder nicht. 2 Katzen kosten auch wesentlich mehr Geld.

Kann sein, viele zumindest in Foren sind der Meinung, dass die Einzelhaltung von Kitten nicht geht. Nunja, ich bin mir da ehrlich gesagt nicht ganz sicher, immerhin gibt es auch Gegenstimmen, die meinen bei ausreichender Beschäftigung geht es auch. Eine Freundin hatte auch einen dominanten Kater, den sie versuchte mit aller Gewalt als Kitten mit anderen Katern zusammenzuführen, das ging schief, Kater mussten abgegeben werden, er duldet bis heute niemanden in seinem Revier. Solange der Gesetzgeber die Einzelhaltung nicht verbietet, solange bin ich in dieser Thematik sehr zwiegespalten.

Trotzdem tendiere ich aus meiner persönlichen Erfahrung ebenfalls zu zwei Katzen. Wenn es dir möglich ist nimm also zwei.
Meistens verläuft die Zusammenführung als Kitten doch unkompliziert und es ist eine Freude zu sehen, wie die zwei sich miteinander beschäftigen und gegenseitig das Fell pflegen.;-)

wenn du wirklich nur ein Kitten möchtest, wirst du es ohnehin schwer haben bei seriösen Züchtern eines zu bekommen, da diese nicht in Einzelhaltung vermitteln.
 
  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #19
Ich habe ähnlich gedacht wie du und daher "nur" 2 Look-Alike-Thais.
Look-Alike, weil sie ohne den Stammbaum eben keine Rassekatzen sind.

Später kam noch ein Siamkater aus einer sehr guten seriösen Zucht dazu, weil ich inzwischen schlauer geworden bin.

Und obwohl Thais und Siam beide traditionelle Siamkatzen sind, bestehen zwischen beiden ziemliche Unterschiede. Ich kann mir mangels Stammbaum nicht sicher sein, ob bei meinen Thais nicht vielleicht ein paar BKH eingezüchtet worden sind, was viele "Züchter" gemacht haben, um schneller wieder von der modernen zur traditionellen Form der Siamkatze zurück zu kommen.
Nur verändert sich durch die Einkreuzung fremder Rassen nicht nur die Form, Fellstruktur oder anderes sondern vor allem auch der Charakter.

Ich gebe zu, es ist schwierig einen seriösen Züchter zu finden. Auch unter Vereinszüchtern gibt es schwarze Schafe. Und bei Vermehrern gibt es Menschen, die sehr fürsorglich mit ihren Tieren umgehen. Allerdings frage ich mich, was diese dann daran hindert, Mitglied in einem Zuchtverein zu werden. Finden sie die Satzungen der Vereine zu streng? Ein Grund, dass es sich nicht um einen seriösen Züchter handelt.
Wer die Zucht wirklich ernsthaft und guten Gewissens betreibt, ist auf jeden Fall Mitglied in einem Zuchtverein.
Und was noch wirklich wichtig ist, ein wirklich seriöser Züchter hat ein Zuchtziel und findet nicht nur einfach kleine Kitten toll, so dass immer wieder die gleichen Katzen verpaart werden.
Seriöse Züchter beschäftigen sich mit Genetik und wissen, wie sich bestimmte Krankheiten vererben können.

Will man wirklich eine Rassekatze, ist es wichtig, diverse Vereinszüchter zu besuchen und sich ein persönliches Bild zu machen.
Ansonsten wäre es sinnvoller, einer bzw. zwei der Katzen, die in einem der unzähligen Tierheime warten, ein neues Zuhaus zu geben und eben niemanden zu unterstützen, der sich nicht um die seriöse bestimmter Rassen bemüht.


Und es tut mir leid, 2 Katzen sind ein absolutes Muss.
Erfahrungen von anderen Leuten kann man nicht verallgemeinern. Wer weiß, was deine Bekannte falsch gemacht hat. Ihr Umgang mit der Problematik zeugt jedenfalls nicht von Verantwortungsbewusstsein den Tieren gegenüber.
Wie hier schon gesagt wurde, sind 2 Tiere im Unterhalt mit Ausnahme des Tierarztes nicht teurer als eines. Und wenn es sowieso schon knapp ist, sollte man für den Tierarzt eine Krankenversicherung abschließen, denn man kann da schnell auch mit einem Tier in den vierstelligen Bereich rutschen.


RedQueen, es wäre besser, du würdest noch ein wenig hier im Forum lesen, bevor du solch kontraproduktive Empfehlungen von dir gibst.
 
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  • Braucht man wirklich "Papiere"? Beitrag #20
Kann sein, viele zumindest in Foren sind der Meinung, dass die Einzelhaltung von Kitten nicht geht. Nunja, ich bin mir da ehrlich gesagt nicht ganz sicher, immerhin gibt es auch Gegenstimmen, die meinen bei ausreichender Beschäftigung geht es auch. Eine Freundin hatte auch einen dominanten Kater, den sie versuchte mit aller Gewalt als Kitten mit anderen Katern zusammenzuführen, das ging schief, Kater mussten abgegeben werden, er duldet bis heute niemanden in seinem Revier. Solange der Gesetzgeber die Einzelhaltung nicht verbietet, solange bin ich in dieser Thematik sehr zwiegespalten.

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Den dominanten würde ich gerne kennenlernen, denn fraglich ist, ob er nur raufen wollte und draufgehopst ist und der andere das nicht wollte. Das hat nix mit dominanz zu tun. Oder geknurre und gefauche die erste Zeit ´, ist auch normal.

Ich glaube nicht das ein kitten ein geborener einzelgänger ist.

lg Juli
 
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