Wie geht es euch denn heute?
Danke dir der Nachfrage. Wenn Mia fressen würde, würde ich fast sagen, es geht ihr gut. Wir sind gerade in der Wohnung herumspaziert, sie war wach, hat sich alles angeschaut. Das macht es so schwer zu verstehen, dass das Ende so nah ist. Aber natürlich bin ich sehr glücklich, dass wir diese Zeit zusammen noch haben.
Ob sie weiß, dass ihre Tage so begrenzt sind?
Jetzt liegt sie wieder auf ihrer Fensterbank und schläft

.So ein "Spaziergang" scheint sie doch anzustrengen.
Fressen leider weiterhin so gut wie nichts. Einmal über den Frischkäse lecken, eine Knuspertasche, das war bis jetzt. Ich dränge sie nicht mehr, biete ihr immer wieder mal was an.
Ob das Schmerzmittel was bringt, kann ich so nicht sagen. Außerdem bekommt sie nur noch 1 Tablette Amodip. Ich habe alles sehr reduziert um sie nicht so zu stressen.
bitte schreibe weiter auf, wie es Dir geht, wie es Mia geht und was das alles mit Dir macht und welche Gedanken Dich plagen.
Wir Alle fühlen mit Dir.
Danke dir sehr,

ich werde weiter berichten. Euer Mitgefühl hilft mir sehr. Mir gelingt es heute etwas besser, zumindest zwischendurch die Zeit mit ihr zu genießen. Dann natürlich ist wieder mehr die Trauer bis hin zur Verzweiflung im Vordergrund.
Die Vorstellung, dass sie bald nicht mehr bei mir sein wird, tut so weh.
Mias Katzensitterin begleitet uns. Sie hat viel Erfahrung, da sie in einer Tierarztpraxis stundenweise arbeitet.
Das hilft mir auch sehr.
Ich habe mich damals mit dieser, für mich, wertvollen Broschüre auseinandergesetzt.
https://www.tierarztpraxis-moers.de...osch_re_Euthanasie_Hund_Druckb_gen_Ablage.pdf
Danke für den link, die ist wirklich sehr interessant. Er benennt ja "nicht mehr fressen" als ein Kriterium, sie erlösen zu lassen. Das trifft auf Mia ja leider zu. Ihre Tierärztin sieht das anders und meint Lebensqualität können man nicht nur am Fressen festmachen.
So wie ich Mia erlebe, wieviel Leben in ihr ist, wieviel sie noch teilnimmt, denke ich wie ihre TÄ, dass sie noch Lebensqualität hat. Auch wenn der
Tierarzt der Broschüre diese Argumentation nicht gelten lässt.
Ich denke, es ist immer das Gesamtbild, das natürlich sehr subjektiv ist.
Bei meiner lieben kleinen Lissy

war es damals ganz eindeutig gewesen, dass sie leidet und der Zeitpunkt gekommen war, sie schnell erlösen zu lassen. Bei ihr ging es ja so schnell. Sie wäre sonst laut TÄ erstickt.
Mein liebes Ellchen

habe ich damals einen natürlichen Tod sterben lassen. Bei ihr war es ein sehr langsamer Prozess, sie fraß dann nur noch sehr wenig, war aber bis zuletzt "präsent", kommunizierte mit mir. Sie ist schließlich mit nur noch 2 kg Gewicht an "Schwäche" verstorben. Das ging dann sehr schnell, sie krampfte kurz und war weg. Ich glaube nicht, dass sie noch groß gelitten hat.
Natürlich war mit der Tierärztin alles abgesprochen und sie wäre gekommen, wenn es notwendig geworden wäre.
Ich hoffe, Mia und mir ist noch etwas Zeit zusammen vergönnt. Am wichtigsten ist natürlich, dass es meiner lieben Miamaus gut geht.
Es ist einfach so traurig, jetzt laufen mir wieder die Tränen.