Tatsächlich weiß ich es nicht so recht.
Am Anfang war das total katastrophal und meine damalige Betreuerin meinte auch, dass wenn sie dies gewusst hätte, hätten sie niemals für meine Tierhaltung zugestimmt. Nicht, weil ich mich nicht kümmere, nein. Sondern weil das weinen so groß gewesen ist, als er meinte, sich alle Fäden selber zu ziehen nach einer op. Er hatte Fieber und hatte erbrochen und mir ging es furchtbar schlecht.
Das Glück war es, dass ich stationär betreut gewesen bin und meine Betreuerin auch am Samstag kam. Irgendwie legte sich aber die Sorge auch langsam um findus. Als er Durchfall bekam musste ich sogar ein bisschen schmunzeln als ich mit ihm beim Tierarzt war


er tat mir so sehr Leid. Er ging aus dem Katzenklo raus und musste sofort wieder rein. Er blieb auch dann neben dem Katzenklo stehen, weil er noch nie im Leben irgendwo in der Wohnung gemacht hat. Natürlich tat er mir leid, aber ich hättet das sehen müssen, wie er seine Hinterbeine zusammenpresst, damit nichts beim laufen rausgeht. Es wäre überhaupt nicht schlimm gewesen, aber Findus muss auf seinem Katzenklo sitzen, wenn was ist.
In den 8 Jahren hat er mir kein einziges Mal in die Wohnung gemacht. Nur in der transportbox, was ich vollkommen verstehe, der arme.
Tatsächlich wo mich eine Person verlassen hat würden die Sorgen 100 mal schlimmer um Findus.
Ständig kommen und gehen Menschen in meinem Leben. Ja, ich weiß, dass das der Lauf des Lebens ist. Bei mir fing es aber schon mit 8 Jahren an, als ich nicht wusste, wo meine Eltern sind.
Ich schreibe das nicht für Mitleid, sondern eher dafür, dass man vlt. bisschen dieses projizieren auf Findus versteht.