Seit es Eddie besser geht, habe ich wieder freie Kapazitäten und muss häufig an Kitty denken.
Es ist weniger schmerzhaft, auch wenn es mir immer noch einen Stich versetzt, dass sie nicht mehr bei uns ist.
Durch Eddies Erkrankung und den drohenden Verlust hat sich vieles ein wenig relativiert: Kitty und wir hatten fast 15 Jahre zusammen, das ist eine lange Zeit, für die ich sehr dankbar bin, zumal es nach zwölf Jahren gar nicht gut aussah und uns immerhin noch 2,5 weitere Jahre geschenkt wurden.
Ich habe schon von einer Erinnerung in @mote s Thread geschrieben. Es sind so viele Details, teilweise auch, weil Larry Kitty in manchen Dingen so ähnlich ist. Kitty war, als sie noch jung war, ein ähnlicher Sauseblitz wie Larry. Sie hat ihn noch bei weitem übertroffen, das haben wir im Laufe der Jahre nur vergessen, was sie so alles angestellt hat.
Wir haben freigelegte Dachbalken im zweiten Stock - ihr ahnt schon, wer in schwindelnder Höhe auf ihnen balanciert ist? Oder auf dem Treppengeländer. Uns ist oft der Atem gestockt.
Larry kam bisher - zum Glück - nicht auf diese Idee, zumindest nicht in unserem Beisein. Er wiegt inzwischen allerdings auch schon 4,9 Kilo, Kitty war sehr klein und viel leichter.
Meine Maus, sie konnte es nicht leiden, wenn ich sie hochgehoben und geknuddelt habe (ich weiß, ich weiß... ich habe es trotzdem hin und wieder getan), da hat sie ganz fürchterlich gemeckert und schrecklich gezappelt. Larry mag das auch nicht.
Er stößt manchmal auch ganz ähnliche Töne wie Kitty aus, das ist irritierend, aber nur, wenn ich ihn nicht sehe.
Larry sieht so ganz anders aus als Kitty, sie haben keinerlei äußerliche Ähnlichkeit miteinander, außer dass sie halt beide Katzen sind.
In letzter Zeit fällt daher öfter der Satz: Schau mal, wie Kitty! Ich finde es, entgegen meiner Befürchtungen, schön, dass Larry uns so oft an sie erinnert - zumal das sowieso so wäre, sie ist immer noch hier bei uns.