Wenn jemand Schwarz -weiß denkt, dann gehörst du doch vielleicht auch dazu, du merkst es nur nicht, leider:mrgreen: [...]
Du hast aber schon gelesen, was du selber geschrieben hast und worauf ich deshalb reagiert habe ;-)? Darum ging es, um nichts anderes :wink:.
[...] Du neigst dazu dich auf User einzuschießen,schade
Da irrst du, oft lese ich nicht mal, wer etwas schreibt, sondern reagiere i.d.R. auf
den Inhalt dessen, was zu lesen ist.
Aber weg vom OT zurück zum Thema:
Vielleicht rühren die unterschiedlichen Ansichten, was Katzen wollen/brauchen, womit sie glücklich sind oder eben auch nicht, daher, dass wir alle unterschiedliche Katzenpersönlichkeiten haben/kennen und sich da doch große Unterschiede aufzutun scheinen - ich zitiere mal von anderer Stelle:
Wir haben nun bereits seit 20 Jahren Katzen, allerdings erst seit etwas über einem halben Jahr Maine Coons. Wir hatten vorher Hauskatzen, die uneingeschränkten Freigang hatten. Sie sind mehr als einmal mit heftigen Blessuren nach Hause gekommen, aber Gott sei Dank sind sie immer nach Hause gekommen.
Als wir uns für die Coonis entschieden haben, habe ich genau wie Du gedacht! Ich wollte sie auf keinen Fall einschränken. Unser Kater ist aus einer Tierauffangstation und dort hat uns niemand Vorschriften bezüglich des Freiganges gemacht. Unsere Kätzin ist von einer Züchterin (die ich aber aus heutiger Sicht eher als unseriös einstufen würde), die uns ebenfalls keine Vorgaben gemacht hat.
Nachdem die 2 nun ca. 10 Monate alt sind, kann ich nur sagen, dass ich meine Einstellung komplett geändert habe! Das liegt nicht zuletzt an dem komplett anderen Verhalten im Vergleich zu unseren Hauskatzen. Unsere Coonis sind sehr zutraulich und Gibert zusätzlich ein kleines bisschen "döspaddelig". Die Gefahr, dass sie entweder gestohlen oder überfahren werden, schätze ich einfach viel höher ein! [...]
Vielleicht sieht man die Sache auch einfach anders, wenn man es überwiegend mit Katzen zu tun hatte, die allein schon vertraglich nicht in den ungesicherten Freigang dürfen - oder ob man eben Katzen hat/hatte, die "von draußen" kamen.
Bei uns in der Gegend gab es nicht viele Freigängerkatzen (obwohl eigentlich "optimale Gegend"), aber die, die es gab bzw. die, die ich wahrgenommen habe, denen ging es wirklich nicht gut, sie hatten Halsbänder (meist sogar mit Glöckchen :roll

um, wurden häufig ver-/gejagt, wurden ständig irgendwo eingesperrt, hatten oft Verletzungen, von überfahren/vergiften und erschießen mal ganz abgesehen.
Ich denke nicht, dass es diese Katzen draußen besonders gut hatten und dass sie da so besonders glücklich waren. So etwas prägt einen und ich wusste, dass ich meine Katze

nie in den ungesicherten Freigang lassen würde. Mag sein, dass andere andere Erfahrungen gemacht haben, aber ich persönlich möchte es nicht verantworten, die Wesen, für dich ich die Verantwortung übernommen habe, solchen unkontrollierbaren gefahren auszusetzen - und ich persönlich glaube auch nicht, dass das so etwas wie das Schmetterling-Hinterherjagen wett macht, dass Freigänger durchschnittlich nur ein paar Jahre alt werden.
Und da an anderer Stelle mal nach Zahelngefragt wurde, ich habe das dazu gefunden:
[...] Studien haben gezeigt, dass Katzen in reiner Wohnungshaltung oder einem gesicherten Freigang inzwischen eine Lebenserwartung von durchschnittlich 15 Jahren haben, in Einzelfällen werden diese Katzen heutzutage durchaus auch 20 oder gar 25 Jahre alt. Dies liegt vor allem am geringeren Risiko als dem ungesicherten Freigang, aber auch an der guten Ernährung und einer regelmäßigen medizinischen Betreuung. Katzen aus dem ungesicherten Freigang haben dagegen nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 8 Jahren. In den 80er Jahren wurden in Schweden und Frankreich Studien in freilaufenden Katzenpopulationen, die nicht vom Menschen versorgt wurden, durchgeführt. Diese Katzen hatten nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von 1,5 bis 4,2 Jahren. [...]
Quelle
[...] Vergegenwärtigt man sich, daß jährlich etwa 200.000 Katzen unter der Vorgabe wildernde Katzen zu sein, erschossen werden, daß die doppelte bis dreifache Menge Opfer unserer verkehrsreichen Straßen werden (der Tod in den seltesten Fällen sofort eintritt), daß eine nicht nachgewiesene hohe Zahl Tierfängern in die Hände fällt (diese bekommen jede Katze, die sie im Visier haben, da sie mit Hormonen arbeiten), daß sie von Katzenhassern vergiftet werden und daß die Lebenserwartung einer freilaufenden Katze in der Großstadt selten über zwei Jahre liegt, dann ist das Argument, eine Katze mit freiem Auslauf sei glücklicher als eine Wohnungskatze, sicherlich nicht zu halten. [...]
Quelle
[...] Recht eindrucksvoll wird die geringe Lebenserwartung freilaufender Katzenpopulationen durch Untersuchungen belegt, die in den 80´er Jahren des letzten Jahrhunderts durch Liberg (1980) in einem ländlichen Gebiet Schwedens, sowie Legay / Pontier (1983) in der französischen Stadt Lyon durchgeführt wurden.
Durchschnittliche Lebenserwartung
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Katzen lag bei den männlichen Tieren zwischen 1,4 und 3,2 Jahren und bei den weiblichen Tieren bei 3,3 bzw. 4,2 Jahren.
Keiner der 74 Kater im ländlichen Schweden erreichte ein Alter von mehr als 3 Jahren. Auch von den 244 Katern der Population in Lyon wurden nur gut ein Drittel (~36,5 %) der Tiere älter als 3 Jahre. Bereits das 4. Lebensjahr konnten weitere 9,3 % der Tiere nicht mehr erleben.
Bei den Weibchen waren die Zahlen zwar nicht ganz so krass, aber noch immer erschreckend. In Schweden erreichten gerade einmal 28 % der insgesamt 154 weiblichen Katzen, in Lyon 52,1 % der 295 Katzen ein Alter von mehr als 3 Jahren. [...]
Quelle
[...] Eine Statistik aus den USA zeigt, dass die Lebenserwartung von Katzen, die nur drinnen leben, doppelt so hoch ist wie bei Freilaufkatzen. Während Freigänger durchschnittlich nur acht Jahre alt werden, erreichen Wohnungskatzen ein Durchschnittsalter von 15 Jahren. [...]
Quelle
[...] Ab einer Entfernung von rund 5 km vom Daheim nimmt die Fähigkeit der Katze, den Heimweg zu finden, enorm ab. Das Streifgebiet einer Katze kann bis zu 1000 Hektaren umfassen. Wird nun eine freilaufende Katze von einem Hund gejagt oder erschrickt wegen hupender Autos oder sonst einem Zwischenfall, so kann es passieren, dass sie unter Schock losrennt, über die Grenzen ihres normalen Streifgebietes hinaus gerät und in plötzlich unbekannter Umgebung den Heimweg nicht findet oder sich aufgrund des Erlebten nicht traut, den Rückweg anzutreten.
Das statistische Durchschnittsalter einer Freilauf-Katze beträgt de facto leider nur 2 ½ Jahre
(D. C. Turner). Das grösste Risiko stellt – vor allem für noch unerfahrene Katzen - der Strassenverkehr dar. [...]
Quelle
Ich weiß allerdings nicht, wie fundiert die Quellen sind, da ich sie nicht gesichtet habe.