Meine Tierärztin hatte meine Katzen schon seit langer Zeit zuhause behandelt, es sei denn, es müsste eine leichte Sedierung erfolgen (z.B. bei einer Zahnreinigung). Mittlerweile hat sie ihre Praxis aus Altersgründen aufgegeben und bietet mit ihrem Vet-Mobil tierärztliche Versorgung zu Hause an, Impfungen, Krallen schneiden, sie begleitet auch ängstliche Besitzer zu einem Tierarzt oder in eine Tierklinik oder bringt bei Menschen, die das gar nicht mehr selber können, auch allein das Tier zum Tierarzt. Zusätzlich bietet sie Sterbebegleitung an, bei Tieren, die sehr alt oder sehr krank sind, würde sie über einen längeren Zeitraum regelmäßig nach dem Tier schauen, Medikamente verabreichen und das Tier wenn es gar nicht mehr anders geht, auch einschläfern.
Peewee hat diese Panikzustände nur vor der Behandlung. Sofern er kann, versteckt er sich, er saß schon mal fast 2 Stunden hinter einem Regal in meinem Arbeitszimmer und einmal hat er sich vor lauter Panik unter den Kachelofen verkrochen und ist dann auf den - Gott sei Dank nur mäßig warmen - Heizkörper geflohen, wo ich ihn über eine Luftklappe rausziehen konnte. Wenn ich Peewee dann „erwischt“ habe, verfällt er in eine Art Schockstarre, lässt alles über sich ergehen und hebt höchstens die Pfote, wenn man Fiebermessen will. Nach der Behandlung ist Peewee gar nicht mehr ängstlich, er guckt, was mit Momo gemacht wird oder springt unserer Tierärztin auf den Schoß. Sie hat selber eine sehr ängstliche Katze und nimmt sich daher auch Zeit, damit der Kater eingefangen werden kann oder kommt notfalls noch einmal wieder.
Bei Momo ist die Behandlung bis auf das Fiebermessen unproblematisch, den kann ich dann auch selber halten, was diesmal auch richtig gut geklappt hat. Die Untersuchung der Wunde und das Verabreichen einer Spritze (Antibiotikum und Cortison) gingen problemlos. Nur Fiebermessen ist weder bei Peewee noch bei Momo ohne Stress oder feste Handschuhe möglich.