Züchter oder Tierheim?

Diskutiere Züchter oder Tierheim? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Weil du so ein Umfassendes wissen hast :-) Ist das nicht der Fall? Dann schade, den bei dir könnte ich sagen das deine tiere 100% top sind :-) lg...
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #61
Weil du so ein Umfassendes wissen hast :)
Ist das nicht der Fall? Dann schade, den bei dir könnte ich sagen das deine tiere 100% top sind :)
lg

hatte nicht weiter gelesen, Kisu pennt auf da tastatur *lach*
siehste hab recht ;-)
lg
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #62
Danke, aber ich bin 'nur' interessierter Liebhaber. Vielleicht - iiiiirgendwann mal - wenn ich wirkklich genug Wissen angehäuft habe, vielleicht züchte ich dann auch mal, aber - ganz ehrlich? - die Züchterszene ist z.T. eine Schlangengrube :lol: und es wird immer schwerer, seine Kitten "gut" unterzubringen, schließlich verkauft man ja auch nicht einfach an jeden Interessenten, der eine Katze von einem haben will :wink:.

Grüße, sauri
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #63
Das mag auf deine zutreffen, ich kann dir jedoch sagen, dass sich meine von der durchschnittlichen Hauskatze doch sehr unterscheiden. Ich habe den direkten Vergleich, da mehrere Freunde Orientalen bzw. Hauskatzen haben, so dass ich da einiges gesehen und erlebt habe.

Aber zurück zum Thema: Ich schließe mich auch Alex an: Rassekatze vom seriösen Vereinszüchter, wer keinen Wert auf Rasse legt, kann Klasse auch im Tierheim finden!

Grüße, sauri

Trotzdem unterscheiden sich Katzen verschiedener Rassen doch nicht so grundlegend in ihren Bedürfnissen wie der Westie von der Dogge, oder?
Darauf wollt ich eigentlich hinaus. Ich kann ne MC kriegen, die nicht gerne quatscht oder ne Lastrami die mir das Ohr abkaut, trotzdem wollen beide nicht alleine aufwachsen und werden höchstwahrscheinlich gute Insektenvernichter. Ich finde die Unterschiede einfach nicht so gravierend, als dass man sie als Entscheidungshilfe für eine besondere Rasse heranziehen könnte.
Aber das muß ja letztendlich eh jeder für sich selbst entscheiden.
LG
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #64
Trotzdem unterscheiden sich Katzen verschiedener Rassen doch nicht so grundlegend in ihren Bedürfnissen wie der Westie von der Dogge, oder?
Ich weiß zwar ehrlich gesagt nicht, was ein Westie ist, aber wenn es ein Hund ist, nehme ich an, dass er regelmäßig raus aufs Klo muss, Kontakt zu anderen Hunden haben sollte, um soziale Kontakte zu knüpfen, erzogen werden sollte undundund - ich schätze, alles, was man auch mit einer Dogge machen sollte. Aber - wie gesagt - ich habe da weniger Ahnung. Aber so groß ist der Unterschied in der Haltung ja wohl auch kaum oder?

Darauf wollt ich eigentlich hinaus. Ich kann ne MC kriegen, die nicht gerne quatscht oder ne Lastrami die mir das Ohr abkaut, trotzdem wollen beide nicht alleine aufwachsen und werden höchstwahrscheinlich gute Insektenvernichter. Ich finde die Unterschiede einfach nicht so gravierend, als dass man sie als Entscheidungshilfe für eine besondere Rasse heranziehen könnte.
Aber das muß ja letztendlich eh jeder für sich selbst entscheiden.
LG

Naja, setz mal einen Durchschnitts-Siamesen neben einen Durchschnitts-Colourpoint/Himalayan - ich wette, du merkst den Unterschied verdammt schnell - obwohl beide vielleicht sogar dieselbe Farbe haben :wink:.

Rassen sind schon charakterlich ziemlich unterschiedlich - natürlich sind grundlegende Dinge (ähnlich wie bei Hunden) gleich, aber neben dem Charakter ist ja auch das Aussehen durchaus nicht uninteressant.

Von daher: Jeden Tierchen sein Pläsierchen - jeder findet schon, was für ihn bestimmt ist :wink:.

Grüße, sauri
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #65
Ich persönlich würde immer nur Katzen aus dem Tierschutz oder von Privat nehmen. Aber man sollte trotzdem schon genau hin sehen. Kenne einen Tierschutz, der seine Tiere vermittelt, obwohl sie erst einmal geimpft wurden, somit noch gar kein richtiger Impfschutz besteht. Halte das schon für sehr bedenklich. Deshalb immer gucken, das die Tiere komplett Grundimmunisiert sind. Nicht zu vergessen, das die Tierschützer auch wirklich etwas über das jeweilige Tier wissen sollten, damit es in ein passendes Zuhause vermittelt werden kann. Auch da hab ich nämlich schon böse Uberraschungen erlebt.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #66
Von daher: Jeden Tierchen sein Pläsierchen - jeder findet schon, was für ihn bestimmt ist .
Genau! Und wie heist es immer so schön, hauptsache gesund!

Trotzdem würd mich interressieren was denn ein Entscheidungskriterium in Richtung Orientale oder andere Rasse/EHK wäre, wenn nicht die Optik?
(Werd in Zukunft nur noch über 0815-Rassen reden, das Orientalenthema überfordert mich:neutral:)
LG
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #67
Kann mich da vielen nur anschliessen denn meine beiden sind auch vom Tierheim !!! Und auch bei uns war es so das nicht wir Josy und Charly aus gesucht haben sondern es passen muß . Wir sind beide male wegen anderer Katzen die wir uns vorher angesehen hatten auf den Tierheim seiten hin gefahren und beide male mit den Katzen die uns aus gesucht haben und wo es sofort gepasst hat heim !!!! Wir haben das nie bereut denn beide danken uns das jeden Tag aufs neue mit ihrer zuneigung . Ich persönlich freue mich jeden Tag aufs neue darüber wie gut beide den aufenthalt im Tierheim verarbeitet haben und von Tag zu Tag aufgeblüht sind und zutraulicher wurden . Züchter würde für mich daher nie eine frage sein aber das sollte jeder selbst entscheiden . Liebe Grüße Tily mit Josy und Charly
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #68
Habe mal ein Beispiel, wie man von einer Internetseite im Tierheim ein völlig falsches Bild vom Aussehen einer Katze bekommen kann ;-)

Link funktioniert leider nicht. Aber einfach folgenden Schritten folgen:
1.)
2.) auf der linken Seite "Tiergeschichten" anklicken.
3.) Das Bild mit "Sonic und Gismo" anklicken.
4.) Die zwei Fotos von Gismo vom Tierheim angkucken (ziemlich weit unten).

Gismo ist ne Main-Coon-Mix. Und in der Realität sieht sie überhaupt nicht aus wie dieses "Alien"von den Tierheim Fotos.
Aber ich habe die Bilder gesehen und wollte diese Katze kennen lernen. Dafür habe ich eine Autofahrt von fast zwei Stunden auf mich genommen.
Und dann hätte ich sie fast nicht erkannt, weil sie ja so ganz anders als auf den Fotos aussah. Eine wirkliche Schonheit stand da dann vor mir.
Und ich bin die ganze Strecke ein zweites mal gefahren, weil ich ja nicht damit gerechnet hatte, dass ich sie gleich hätte mitnehmen dürfen (hatte keine Transportbox dabei und noch kein Futter für zu Hause eingekauft).

Tja, und da sie nur mit ihrer Kumpeline zu vermitteln war (zum Glück!!!!!), habe ich nun ein Duo wo ich mich bis heute immer noch drüber wundre, dass diese Katzen niemand wollte.
Das sind einfach Traumkatzen die nix kaputt machen (außer Pflanzen und Plastiktüten) und sowas von pflegeleicht und anhänglich sind.

Tiere aus dem Tierheim sind sowas von dankbar über ein neues Zuhause. Und das teilen sie einem auch sehr schnell mit, denke ich mal.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #69
Du hast schon recht, auf den zwei Bildern sieht sie schon etwas zerrupft (entschuldige bitte Gismo) aus. Das Bild zusammen mit Sonic im Körbchen ist wesentlich vorteilhafter, auch wenn man da nicht viel von ihr sehen kann.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #70
[...] Trotzdem würd mich interressieren was denn ein Entscheidungskriterium in Richtung Orientale oder andere Rasse/EHK wäre, wenn nicht die Optik?
(Werd in Zukunft nur noch über 0815-Rassen reden, das Orientalenthema überfordert mich:neutral:)
LG

Ich habe nie gesagt, dass die Optik nicht mit ausschlaggebend war :wink:. Widerspricht ja auch keinem der hier ausgetauschen Argument, denn auch Hauskatzen werden oft nach der Optik ausgewählt (egal ob im Tierheim oder sonstwo) :lol:. Ich mochte schon immer schlanke hochbeinige Katzen, aber so sehr ich die Hauskatzen in der Gegend, in der ich aufgewachsen bin, auch für ihre Eigenarten liebte, so sehr war mir ihr Körperbau doch oftmals zu 'unelegant'.
Zusätzlich zum Aussehen liebe ich an den Orientalen aber ihre übersoziale Komponente und ihr Pattex-Verhalten, egal, ob bei Mensch oder Tier, bei allem dabei sein zu müssen, IN alles reinzukriechen, ständig zu kuscheln, zu quatschen, zu klettern, zu schmusen - und alles im XXL-Format bis ins hohe Alter. Sie werden nicht umsonst "Hundskatzen" genannt, sie apportieren, kommen auf Zuruf (o.k., nicht immer, sie sind eben doch noch Katzen, aber ziemlich zuverlässig) undundund.

Sicher wird man das nicht so ausgeprägt immer bei allen Orientalen finden bzw. gibt es solche Eigenschaften auch bei anderen Katzen - bislang habe ich aber noch keine Rasse kennengelernt, die das alles gemeinsam vereint :wink:.

Grüße, sauri
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #71
Jetzt möchte ich auch ganz gerne meinen Senf abgeben :)

Ich entschuldige mich schonmal im Voraus, falls es ein langer Text wird..

Ich habe Katzen schon immer geliebt und hatte bei meiner Mutter daheim auch immer Katzen zuhause, die immer von einem Bauernhof kamen (ich bin auf dem Land groß geworden, wo sowas normal war).
Als ich dann ausgezogen bin mit 17 wollte ich auch Katzen haben, hab mir aber nie Gedanken drüber gemacht ob nun Rassekatze oder "Bauernkatze", hauptsache sie passt zu mir.
Letztes Jahr im Februar bin ich mit meinem Freund zusammengezogen und er meinte dann so als "Begrüßungsgeschenk" für mich, wird er mir den Traum von einer Katze erfüllen. Also sind wir zu einem Gnadenhof (deshalb, weil ich dachte ich tue eine gute Tat, indem ich ein Kätzchen hole, das kein Mensch haben will), ca. ne Std. von uns weg, gefahren und haben uns unseren kleinen Krümel ausgesucht. Allerdings, was wir nicht wussten, er war schwer krank. Hatte Parasiten ohne Ende. Extrem hartnäckige im Verdauungstrakt. Wir hatten ihn 3 Monate (er war schätzungsweise 5-6 Monate alt) und waren mind. jeden zweiten Tag (!) beim Tierarzt und haben die Krankheit nicht in den Griff bekommen. Zum Schluss war es so extrem schlimm, dass er seinen Durchfall überhaupt nicht mehr halten konnte und ständig was verlor und geschrien hat wenn das passiert ist und sein Po war auch schon komplett wund. Er hat sehr stark abgebaut. Also entschieden wir uns schweren Herzens dazu, ihn weiter zu vermitteln, wo er Freigang hat (was uns nicht möglich war, weil wir zu der Zeit in einem mehrstöckigen Haus wohnten mit Hauptstraße direkt vor der Haustüre). Er blieb aber in der Familie, kam zu meinen Schwiegereltern. Nach 2 Wochen Freigang, Schonkost und weiterer Behandlung vom Tierarzt waren die Parasiten weg.
Danach hab ich für mich gesagt, ich glaube er hat wirklich den Freigang gebraucht um gesund zu werden. Deshalb entschied ich mich eine Rassekatze zu holen, da ich gehört habe, sie seien für Wohnungshaltung besser geeignet, als Lastramis und seien gesünder, weil sie von erbfehlerfreien Zuchten kommen.

Ich wollte mir aber Zeit lassen. Seit Oktober wohnt nun meine Pflegekatze bei mir. Und mit ihr wurde ich sofort warm. Wunderschön und vom Charakter her die perfekte Katze für mich (ich brauch dieses beschmust und gebraucht werden einfach, warum, gehört hier nicht hin). Da sie zwar keine reinrassige Norwegerin ist, aber diese Rasse in ihr stark ausgeprägt ist, habe ich mich entschieden, Norweger zu holen.
Also hab ich zahlreiche Züchter in ganz Deutschland erst mal durchforstet, auf den Homepages und auch angerufen. Leider war weder vom Optischen als auch vom Charakter her eine passende Katze dabei. Also hab ich einfach mal auf gut Glück Internetanzeigen durchforstet und hab meine perfekte Katze gefunden. Bin hingefahren und dann saß sein Bruder auch noch da. Ich war den ganzen Tag dort bei den Leuten und hab mich mit den Katzen beschäftigt und es hat alles perfekt gepasst. Ich bereue diese Entscheidung bis heute nicht.
Allerdings, habe ich damit wieder kranke Tiere heim geholt, einer ist sogar taub. (Ja, ich war dämlich zu glauben, dass alle Rassetiere einer super Zucht entstammen und gesund sind). Es war ein langer und teurer Kampf, aber jetzt gehts ihnen super. Aber genau aus dieser Erfahrung heraus (auch, weil ich mich mit Vermehrern und Schwarzzuchten etc. mehr auseinander gesetzt habe als davor, also was eigentlich gegen Null ging) würde ich nie, nie mehr eine Katze "von Privat" holen. Ich habe aus meinen Fehler gelernt.
Und wegen dem Geld. Wenn ich alles zusammenrechne, was ich bis jetzt für meine beiden "Rassetiere" ausgegeben habe, hätte ich mir locker 2 Tiere von einem seriösen Vereinszüchter leisten können. Also zahlen muss man in den meisten Fällen so oder so. Entweder man zahlt mehr bei der Anschaffung und hat danach kaum Probleme mit ernsthaften Erkrankungen oder man spart an der Anschaffung, dafür werden die Behandlungskosten immens und man unterstüzt auch noch diese Vermehrer. (Natürlich nicht pauschal gesagt, aber oft ist es eben so, wenn man Katzen "von Privat" holt, wo man nichts über die Gesundheit und der Genetik weiß).

Jetzt ist es nunmal so, dass ich mir wirklich gerne ein Tier aus einem Tierheim, Tierschutz oder anderen Pflegestellen holen möchte. Mein Traum von einer roten Katze, habe ich nie aufgegeben und werde ich mir auch noch erfüllen, sobald meine Pflegekatze nicht mehr hier ist. (3 Katzen finde ich persönlich eine sehr schöne und passende Zahl).
Ich möchte eine gute Tat vollbringen. Ich habe freiwillig im Tierheim gearbeitet (leider nicht mehr, aus Zeitmangel) und hab diese ganzen hilflosen, verschmusten, eingeschüchterten, liebenswürdigen Tiere gesehen und für mich entschieden, deshalb wird meine nächste Katze auf jeden Fall von einer Pflegestelle kommen. Aber nur wenn ich von vornherein weiß, dass sie für Wohnungshaltung geeignet ist.
Irgendwann in meinem Leben werde ich mir eine Siamkatze zulegen, wann das weiß ich nicht. Wenn die Zeit reif ist werde ich das wissen. Aber dann werde ich auf jeden Fall zu einem seriösen Vereinszüchter gehen.

So, lange Rede, kurzer Sinn:

Wer rassetypische Eigenschaften haben möchte sollte zu einem seriösen VZ gehen, derjenige der sagt, er legt auf sowas keinen Wert sollte ins Tierheim gehen.

Aber auf keinen Fall "von Privat" oder von Vermehrern/Schwarzzüchtern.

Was letztendlich richtig oder falsch ist, muss jeder Einzelne für sich selbst klären.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #72
So, lange Rede, kurzer Sinn:

Wer rassetypische Eigenschaften haben möchte sollte zu einem seriösen VZ gehen, derjenige der sagt, er legt auf sowas keinen Wert sollte ins Tierheim gehen.

Aber auf keinen Fall "von Privat" oder von Vermehrern/Schwarzzüchtern.

Was letztendlich richtig oder falsch ist, muss jeder Einzelne für sich selbst klären.

Aber sind nicht viele Tierheim-Tiere von den hier sog. "Vermehrern/Schwarzzüchtern"? Nach dem Negativvortrag über solche Zuchten durch mehrere Personen hier würde das doch unter'm Strich bedeuten, dass Tierheim-Tiere auch grundsätzlich zu Krankheiten usw. neigen, da sie ja "Schwarzzuchten" sind. Aber ist das nicht etwas zu sehr pauschalisiert?!

Und zu Genetik usw.: Wenn ihr einen Partner für euch findet, mit dir ihr Kindern haben wollt, lasst ihr dann auch erstmal seine genetischen Eigenschaften überprüfen?

Nicht alle Tiere, die nicht vom Züchter stammen, kommen von den sog. "Vermehrern". Was spricht dagegen, wenn die Katze von dem bekannten Nachbarskater gedeckt wird und Kitten bekommt, für die man schon vorgesorgt hat (also Abnehmer im Bekanntenkreis usw.)?! Die müssen doch nicht automatisch genetische Fehler aufweisen, nur weil es zu einer natürlichen Paarung ohne vorherige Selektion gekommen ist. Außerdem würde ich solchen Leuten auch nicht grundsätzlich unterstellen, dass sie das aus Geldgier tun. Viele Tierheim-Katzen sind doch Nachkommen solcher Geschichten.

Ich bestreite nicht, dass eine Katze von einen seriösen Züchter eine höhere Sicherheit bietet, keine genetischen Fehler aufzuweisen. Aber selbst das ist nicht hunderprozentig, da es auch innerhalb seriöser Zuchten zu unvorgesehenen Genmutationen kommen kann, die zunächst oder vielleicht auch immer unentdeckt bleiben.

Unter'm Strich:

Ich finde, das Thema wird etwas zu sehr pauschalisiert und dramatisiert.

"LaStraMis" verfügen nicht grundsätzlich oder meistens über genetische Defekte, die zu schweren Erkrankungen führen können, wie es sich teilweise hier herauslesen lässt. Natürlich kommt das vor, aber es gibt viel mehr gesunde Tiere.

Außerdem widerspricht man sich, wenn man sagt, man will wegen der Gefahr von Gendefekten keine Katzen von Vermehrern oder "privat", empfiehlt dann aber Katzen aus dem Tierheim, die meistens genau von solchen Leuten kommen. Ich kann verstehen, dass man diese "Vermehrer" nicht finanziell fördern will, und deshalb die Katzen nicht direkt abnimmt. Aber die Gesundheitsrisiken, die ggf. bestehen könnten, werden dadurch doch nicht verändert.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #73
Nicht alle Tiere, die nicht vom Züchter stammen, kommen von den sog. "Vermehrern". Was spricht dagegen, wenn die Katze von dem bekannten Nachbarskater gedeckt wird und Kitten bekommt, für die man schon vorgesorgt hat (also Abnehmer im Bekanntenkreis usw.)?! Die müssen doch nicht automatisch genetische Fehler aufweisen, nur weil es zu einer natürlichen Paarung ohne vorherige Selektion gekommen ist. Außerdem würde ich solchen Leuten auch nicht grundsätzlich unterstellen, dass sie das aus Geldgier tun
Bei dem Thema geht es eher darum, dass die Tierheime voll von Katzen sind die dringend ein schönes zu Hause suchen, wozu also das Elend vergrößern in dem man nachproduziert.
Wenn man das hochrechnet: 1 Katze im Schnitt 4-5 Kitten ich weiss jetzt nicht wieviel unkastrierte Katzen es in Deutschland gibt, aber würde jeder, der keine Rassekatze möchte, sich ein Kätzchen aus dem Tierheim holen müssen, weils von privat keine mehr gibt, hätten wir jetzt sicher keinen Aufnahmestopp für Notfellchen in den meisten Deutschen Tierheimen.

Die Genetikgeschichte steht eher bei Rassekatzen oder Mixkitten im Vordergrund, wegen kleinerem Genpool etc., deswegen investieren seriöse Züchter uner anderem in Gentests was diese Katzen ja letztendlich mit so teuer macht.
LG
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #74
Außerdem widerspricht man sich, wenn man sagt, man will wegen der Gefahr von Gendefekten keine Katzen von Vermehrern oder "privat", empfiehlt dann aber Katzen aus dem Tierheim, die meistens genau von solchen Leuten kommen. Ich kann verstehen, dass man diese "Vermehrer" nicht finanziell fördern will, und deshalb die Katzen nicht direkt abnimmt. Aber die Gesundheitsrisiken, die ggf. bestehen könnten, werden dadurch doch nicht verändert.

Aber ein Züchter versucht genau das zu verhindern, das die Kitten von ihm gewisse Gen-Defekte aufweist.
Lastramixe sind, so leid es mit tut meist Inzuchten!
Schau dir das ganze mal an, wen man zb vom Bauernhof Kitten holt. Da kennt keiner den unterschied zwischen Mama und Tante. Das ist nun leider so.
Wenn man vom Tierheim Tiere holt, sind sie meist schon vor untersucht und man weiß auch auf was man sich einlässt, wenn man einfach welche vom Hof nimmt dann sind es überraschungs packete.
Bestes beispiel mein Kater Artemis.
Und vieleicht hören die Privaten Leute dann auch endlich auf zu Züchten wenn sie sehen das sie ihre Kitten nicht mehr an Käufer weiter mitteln können.
Denn wenn sie regelmässig Kitten ins Tierheim bringen würden dann würden die da auch mal einschreiten und nach sehen was da los ist. Dann würde das ganze hoffentlich mal etwas eingedämt werden.

Und zu Genetik usw.: Wenn ihr einen Partner für euch findet, mit dir ihr Kindern haben wollt, lasst ihr dann auch erstmal seine genetischen Eigenschaften überprüfen?

Ich denke das wir durchaus in der Lage sind vom Verwandten grad zu unterscheiden. Und bei allem Respekt, auch menschen haben ein gespür für gute Männer ;-)
Den sonst könnten oder würden wir auch jeden (Sorry) Penner von der Ecke nehmen ;-)
Katzen bzw alle Tier Arten haben eigentlich einen guten trang zur vermehrung um einfach ihre Art zu schützen. Und bei uns gibt es auch genug futter sowie rückzugs möglichkeiten und Schwarz-Züchter die das ausnutzen und auch noch unterstützen um für ihre ansprüche und anvorderungen Geld zu verdienen.

Natürlich ist es im endefeckt jedem seine eigenen Entscheidung. Ich würde es nicht mehr so machen, aber ich lieb meine beiden über alles und ich werde sie auch bis ins Alter so gut ich kann Medizinisch und auch mit ganzer Liebe unterstützen und versorgen damit sie ein Sorgenfreies Katzen leben bei mir haben können.

vlg dany
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #75
Und bei allem Respekt, auch menschen haben ein gespür für gute Männer
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Ansonsten bin ich ganz Deiner Meinung.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #77
Was Krankheitsanfälligkeit bei Rassekatzen angeht, würde ich, rein gefühltechnisch, sagen, dass es darauf ankommt.

Was Krankheiten besonders die erblichen bei Zuchtkatzen betrifft wird immer wieder etwas falsch interpretiert.
Es sind in den seltensten Fällen Krankheiten durch Zucht, sondern Krankheiten die es auch bei Hauskatzen schon immer gab.
Nur hat niemand versucht bei einer Hauskatze die Ursachen zu ermitteln, oder sie gar obduzieren zu lassen, selbst heute ist es noch so.
Züchter aber wollten und mussten wissen woran und warum ihre Katzen erkrankten oder gar starben, und hier begannen die Grundlagen zu Erkenntniss vieler Krankheiten, die man heute behandeln oder wenigstens in ihrer Ursache erkennen und vielleicht vermeiden kann
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #78
.. übrigens geht Ihr fehl in der Annahme, ein seriöser Züchter käme ohne Inzucht klar - zur Erhaltung von Merkmalen ist das notwendig ...

Allerdings gebe ich in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass sogar in Deutschland der Cousin seine Cousine heiraten darf - sieht mir nicht so dramatisch aus ...

.. aber bitte nicht den Gemischten explizit Inzucht-Schwerpunkte andichten - als Argument für Rassekatzen ...
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #79
Ich hätte einige Ansatzpunkte, aber ich greife nur mal ein paar heraus:
[...] Und zu Genetik usw.: Wenn ihr einen Partner für euch findet, mit dir ihr Kindern haben wollt, lasst ihr dann auch erstmal seine genetischen Eigenschaften überprüfen?

Wenn eine familiäre Disposition vorliegt, sicher.

[...] Nicht alle Tiere, die nicht vom Züchter stammen, kommen von den sog. "Vermehrern". Was spricht dagegen, wenn die Katze von dem bekannten Nachbarskater gedeckt wird und Kitten bekommt, für die man schon vorgesorgt hat (also Abnehmer im Bekanntenkreis usw.)?! Die müssen doch nicht automatisch genetische Fehler aufweisen, nur weil es zu einer natürlichen Paarung ohne vorherige Selektion gekommen ist. Außerdem würde ich solchen Leuten auch nicht grundsätzlich unterstellen, dass sie das aus Geldgier tun. Viele Tierheim-Katzen sind doch Nachkommen solcher Geschichten.
Ja, EBEN und genau deshalb sollte man solche Leute nicht auch noch unterstützen, sondern viel mehr aufklären und dafür sorgen, dass ihre Tiere kastriert werden.

[...] Ich finde, das Thema wird etwas zu sehr pauschalisiert und dramatisiert.
Und ich finde, dass einige es bagatellisieren und durch allzu arglose Sichtweisen immer wieder Leute darin bestärken, unreflektiert Vermehrer zu unterstützen.

[...] "LaStraMis" verfügen nicht grundsätzlich oder meistens über genetische Defekte, die zu schweren Erkrankungen führen können, wie es sich teilweise hier herauslesen lässt. Natürlich kommt das vor, aber es gibt viel mehr gesunde Tiere.
Das bezweifle ich, denn nur, weil man nicht weiß oder sieht, dass die Katze krank ist, heißt das nicht, dass dem nicht so ist ... Warum das so ist, siehe Beitrag von russian!

[...] Außerdem widerspricht man sich, wenn man sagt, man will wegen der Gefahr von Gendefekten keine Katzen von Vermehrern oder "privat", empfiehlt dann aber Katzen aus dem Tierheim, die meistens genau von solchen Leuten kommen. Ich kann verstehen, dass man diese "Vermehrer" nicht finanziell fördern will, und deshalb die Katzen nicht direkt abnimmt. Aber die Gesundheitsrisiken, die ggf. bestehen könnten, werden dadurch doch nicht verändert.

Da hast du zum Teil Recht, aber auf den Punkt habe ich bereits auf Seite eins hingewiesen:
[...] Wenn du sagst, es ist dir nicht so wichtig, ob das Tier einen Stammbaum hat oder ob du genau weißt, woher es stammt, kannst du natürlich auch ein Look-a-like aus dem Tierheim/Tierschutz holen. Klar muss dir damit nur auch sein, dass du damit i.d.R. den Vermehrer, von dem die Katze stammt, im Grunde noch unterstützt, aber das ist leider der Lauf der Dinge und die Katze kann ja am wenigsten dafür.

Grüße, sauri
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #80
Wenn eine familiäre Disposition vorliegt, sicher.


Und wenn die einfach noch nicht erkannt wurde?!


Ja, EBEN und genau deshalb sollte man solche Leute nicht auch noch unterstützen, sondern viel mehr aufklären und dafür sorgen, dass ihre Tiere kastriert werden.

Ich finde, wenn man vorher dafür sorgt, dass die Jungen ein ordentliches Zuhause bekommen und nicht im Tierheim landen, dann sollte man auch privaten Personen zugestehen, wenn sie ihre Katze einmal werfen lassen wollen. Dann weiß am wenigstens, woher die Kitten stammen (im Gegensatz zu Tierheim-Tieren). Aber da kann man wohl verschiedener Ansicht sein.


Das bezweifle ich, denn nur, weil man nicht weiß oder sieht, dass die Katze krank ist, heißt das nicht, dass dem nicht so ist ... Warum das so ist, siehe Beitrag von russian!

Auch Rassekatzen können einen Gendefekt aufweisen, der nicht erkannt wird und erst Generationen später zum Vorschein kommt. Man kann sich nicht vollständig auf Gentests verlassen (ich bezweifle übrigens stark, dass selbst seriöse Züchter immer Gentests durchführen). Neuartige Mutationen können dabei nicht erkannt werden.

Außerdem sind "LaStraMis" nicht automatisch Inzuchten. Als wenn jeder Mischling eine Inzucht wäre... Im Gegenteil, ein Mischling entsteht doch erst, wenn verschiedene Rassen sich kreuzen, die eben nicht miteinander verwandt sind. Auch ist mir persönlich in meinem Umfeld kein "LaStraMi"-Halter bekannt, dessen Katze eine Krankheit hat, die auf einen Gendefekt beruht. Da kenne ich eher Rassekatzenhalter (Wohnungskatzen), die oft zum Tierarzt müssen, weil ihr Liebling mal wieder einen Schnupfen hat o.ä.. Aber vielleicht habe ich einfach das falsche Umfeld, um das allgemein beurteilen zu können.


Ich kenne Bauernhofkatzen aus eigener Erfahrung und weiß, dass es sich dabei oft um Inzuchten handelt. Jedoch nicht ausschließlich, da Kater in "Katzenherden" sich stets behaupten müssen gegen Konkurrenten, d.h. ein älterer Kater wird schnell von einem jüngeren abgelöst usw.. Unkastrierte Kater dulden keine Nebenbuhler in ihrem Revier. Aber ihr habt damit recht, dass bei diesen Katzen die Gefahr von Gendefekten und Krankheiten höher ist.

Irgendwie erinnert mich die ganze Diskussion ein bisschen an die "Designerbaby"-Geschichte... :-?
 
Thema:

Züchter oder Tierheim?

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