Züchter oder Tierheim?

Diskutiere Züchter oder Tierheim? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Grundsätzlich bin ich da, was Hauskatzen angeht, gar nicht so anderer Ansicht, auch wenn dich das überraschen mag. Allerdings unter mehr...
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #81
[...] Ich finde, wenn man vorher dafür sorgt, dass die Jungen ein ordentliches Zuhause bekommen und nicht im Tierheim landen, dann sollte man auch privaten Personen zugestehen, wenn sie ihre Katze einmal werfen lassen wollen. Dann weiß am wenigstens, woher die Kitten stammen (im Gegensatz zu Tierheim-Tieren). Aber da kann man wohl verschiedener Ansicht sein.

Grundsätzlich bin ich da, was Hauskatzen angeht, gar nicht so anderer Ansicht, auch wenn dich das überraschen mag. Allerdings unter mehr Bedingungen, als nur 'potenzielle Abnehmer' zu haben.
Schau mal da habe ich das schon mal dargelegt - beachte den letzten Abschnitt :wink:.

Aber leider ist es - zumindest in meinem Erfahrungsbereich - so, dass die minimalsten Voraussetzungen bei solchen Würfen oft nicht gegeben sind, so dass man einfach nicht guten Gewissens empfehlen kann, Katzen 'von privat' zu holen. Schau doch mal in all die Kleinanzeigen, 6, 8, 9 Wochen alte Kitten, ungeimpft, in Einzelhaltung undundund :cry:. Das kann man doch nicht empfehlen :shock:...

Und schau mal, was ich dazu schon geschrieben habe:
[...] Leider hört man wenig von Leuten, die Hauskatzen wirklich verantwortungsvoll aufziehen, was NICHT heißt, dass es sich nicht geben mag! Aber die Katzen, die von dort stammen, machen wahrscheinlich kaum Probleme, so dass deren Besitzer oft nicht in Foren unterwegs sind, die menschlichen Katzeneltern müssen sich nicht in Foren Hilfe suchen, weil sie schon sehr viel wissen etc. Von denen hört man also in Foren oft wenig, so dass man den Eindruck gewinnt, dass viele, die Haus- und Mixkatzen abgeben, einfach nicht so verantwortungsvoll zu sein scheinen, wobei der Prozentsatz vielleicht um einiges geringer ist, wenn man es relativ sieht. Trotzdem. Die meisten 'Problemkatzen', auch hier, wobei man ja immer bedenken muss, dass oft nicht die Katze das Problem hat/ist, sondern man aufgrund von falschen Entscheidungen die Katze in dieses Problem 'gedrängt' hat (ja sicher, nicht immer, aber doch zunehmend häufiger), stammen doch 'von privat'. Leider. [...]

Nur ein vermeintlich 'gutes Zuhause' zu suchen, reicht eben nicht, denn das heißt bei den meisten Abgebenden ja leider oft nur, dass die Käufer im ersten Moment total begeistert sein sollten und quietschend mit den Kitten spielen (was nichts Schlechtes ist :lol:, aber eben nicht alles...) und man sie ihnen manchmal sogar dann sofort mitgibt, denn wo ein Kätzchen "soooo geliebt" wird, da muss es ihm ja gut gehen. Ob da zu Hause irgendetwas vorbereitet ist oder eine andere Katze wartet, ob die Zusammenführung geplant wurde oder oder oder ist da leider selten ein Thema - jedenfalls aus meiner Erfahrung.
Und wenn die Kitten z.B. aus einem solchen Wurf, wie du unten beschrieben hast, stammen, werden die Verkäufer den neuen Besitzern i.d.R. wohl kaum intensiv nahelegen, die Katze/den Kater kastrieren zu lassen, wenn sie nicht in der Lage sind, zu gewährleisten, dass die Katze nicht abhaut (aber auch aus medizinischer Sicht). Und da sie die Katzen meist ohne Vertrag abgeben, können sie das auch nicht 'einfordern'. Das ist nur ein Aspekt, den ich aber schon bedenklich finde.

Noch mal - ich will auf keinen Fall, dass Hauskatzen aussterben, bin aber der Meinung, dass es immer noch genug unnötige Würfe gibt, so dass man, wenn man bewusst einen Wurf haben will, VIEL MEHR Vorsorge zu betreiben hätte, als es die meisten tun!!! Und daher kann ICH nicht empfehlen, sich Hauskatzen 'von privat' zu holen.

[...] Auch Rassekatzen können einen Gendefekt aufweisen, der nicht erkannt wird und erst Generationen später zum Vorschein kommt. Man kann sich nicht vollständig auf Gentests verlassen (ich bezweifle übrigens stark, dass selbst seriöse Züchter immer Gentests durchführen). Neuartige Mutationen können dabei nicht erkannt werden.

Ich weiß nicht, wieso du immer wieder auf den Gentest rumreitest, ich erwarte ja gar nicht, dass ständig Gentest durchgefürt werden, habe ich auch nirgends geschrieben, ich sprach von TESTS, das beinhaltet für mich vorangig GESUNDHEITStests! Zum Teil kommt es natürlich auf die Rassen an, aber neben Tests auf PKD, HCM, PRA oder z.B. GM (die auch nichts Hundertprozentiges aussagen, mitunter nur eine Tendenz angeben oder gar am falschen Genort getestet wird, trotzdem aber nützliche Indizien bei einer kranken Katzen geben können), sollten Tiere vor der Deckung ja auch mal auf FIV/FeLV, Leukose etc. getestet sein, auch wenn das - zugegeben - eigentlich Momentaufnahmen sind, aber ein Erkennen einer Erkrankung kann zumindest ein paar Leben retten.

[...] Außerdem sind "LaStraMis" nicht automatisch Inzuchten. Als wenn jeder Mischling eine Inzucht wäre... Im Gegenteil, ein Mischling entsteht doch erst, wenn verschiedene Rassen sich kreuzen, die eben nicht miteinander verwandt sind. Auch ist mir persönlich in meinem Umfeld kein "LaStraMi"-Halter bekannt, dessen Katze eine Krankheit hat, die auf einen Gendefekt beruht. Da kenne ich eher Rassekatzenhalter (Wohnungskatzen), die oft zum Tierarzt müssen, weil ihr Liebling mal wieder einen Schnupfen hat o.ä.. Aber vielleicht habe ich einfach das falsche Umfeld, um das allgemein beurteilen zu können.

Dass Hauskatzen immer Inzuchten sind, habe ich ich nicht geschrieben, weil ich das auch nicht glaube. Ich glaube aber, dass in den Tieren viele "Zeitbomben" ticken, von denen wir nur nichts mitbekommen, weil sie entwerder nicht ausbrechen (die Dinge aber durchaus mitunter potenziert weitergeben) oder weil der Tod der Tiere nicht untersucht wird.

Was deinen zweiten Aspekt angeht, da habe ich genau die gegenteiligen Erfahrungen gemacht, aber es kommt eben vielleicht darauf an, wo man seine Katzen holt.

[...] Ich kenne Bauernhofkatzen aus eigener Erfahrung und weiß, dass es sich dabei oft um Inzuchten handelt. Jedoch nicht ausschließlich, da Kater in "Katzenherden" sich stets behaupten müssen gegen Konkurrenten, d.h. ein älterer Kater wird schnell von einem jüngeren abgelöst usw.. Unkastrierte Kater dulden keine Nebenbuhler in ihrem Revier. Aber ihr habt damit recht, dass bei diesen Katzen die Gefahr von Gendefekten und Krankheiten höher ist.

Nun das verhält sich ja nicht nur auf dem Bauernhof so (uns jüngere Kater sind nicht selten Tiere, die IN der Gruppe geboren wurden, so dass der Inzuchtsquoeffizient erhöht wird durch das Ablösen durch diesen), sondern durchaus auch in nachbarschaftlichen Gruppen und gerade das widerspricht - meiner Meinung nach - der Idee, das
[...] Was spricht dagegen, wenn die Katze von dem bekannten Nachbarskater gedeckt wird und Kitten bekommt, für die man schon vorgesorgt hat (also Abnehmer im Bekanntenkreis usw.)?! [...]
grundsätzlich gutzuheißen.

Und noch mal zur Erinnerung: ICH bezog meine ersten Aussagen hauptsächlich auf RASSEkatzen und deren Billigkopien, du spachst von Anfang an von Hauskatzen - das ist schon erst mal ein grundlegender Unterschied. Wobei ich der Meinung bin, dass man auch Hauskatzen 'anstädig' und verantwortungsvoll züchten könnte, wenn man nur wollte, aber daran sind zumindest viele Menschen leider scheinbar nicht bis wenig interessiert :cry:.

[...] Irgendwie erinnert mich die ganze Diskussion ein bisschen an die "Designerbaby"-Geschichte... :-?

Mich nicht, denn der Unterschied liegt einmal im System Tier und Mensch, das ich sehr wohl trenne, daher ist für mich der Vergleich mit dem Mann auch eher lächerlich.
Und wenn die einfach noch nicht erkannt wurde?!

Dann kann man wohl nichts dagegen tun und kann nur hoffen, dass das Kind trotzdem gesund wird. Aber wie gesagt, für mich hinkt der Vergleich doch gewaltig.

Im Grunde meinen wir - glaube ich - dasselbe, haben nur eine andere Herangehensweise: Du hast viele positive Erfahrungen mit Katzen 'von privat' gemacht, ich negative, daher sage ich: Keine grundsätzliche Empfehlung, weil ich zu viel Schlechtes dort gesehen habe (ohne jetzt wider der Umkehrschluss zu treffen, dass es anderswo besser ist!), allerdings dann eine, wenn einiges (die für mich wichtigen Aspekte) beachtet wird (werden).
Du sagst: Grundsätzliche Empfehlung, weil für dich aus deiner Erfahrung dort die ausschlaggebenden Aspekte beachtet werden, jedoch keine, wenn das nicht gemacht wird.

Im Endeffekt treffen wir uns, was Hauskatzen angeht, (fast) auf dem selben Level - so sehe ich das zumindest :wink:.

Grüße, sauri
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #82
ich finde man sollte ersteinmal katzen aus dem tierheim nehemen, denn die katzen brauchen eher ein schönes zuhause. wer weiß was die alles schon erlebt haben und brauchen dann wirklich ein schönes zuhause wo es ihnen wieder gut geht! die katzen vom züchter habenvllt einen richtigen stammbaum aber denen geht es ja erstmalgut und die bekommen eig immer ein zuhause aber nicht die armen katzen aus demtierheim also meine katzen waren bis jetzt immer von privaten notfällen oder aus dem tierheim und das war bisjeztt immer sehr gut!!
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #83
die katzen vom züchter habenvllt einen richtigen stammbaum aber denen geht es ja erstmalgut und die bekommen eig immer ein zuhause

Öhm: Nö... Die Züchterin meines Coonie-Katers hat knapp ein Jahr Zuchtpause gemacht, weil sie keine passenden ("seriösen") Interessenten gefunden hat (nur welche, die nur Trockenfutter füttern, die Kitten unbedingt unkastriert haben oder für Freigang/Einzelhaltung haben wollten). Auch aus dem aktuellen Wurf (der erste nach der Zuchtpause) suchen noch alle sechs 8 Wochen alten Babys ein neues Zuhause.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #84
Hallo sauri,

ich glaube, wir liegen wirklich nicht so weit auseinander, wie es anfangs den Eindruck machte, wenn man die unterschiedlichen Ausgangspunkte (Rassekatze in Wohnung gegen Hauskatze als hauptsächlicher Freigänger) beachtet.

Du sagst: Grundsätzliche Empfehlung, weil für dich aus deiner Erfahrung dort die ausschlaggebenden Aspekte beachtet werden, jedoch keine, wenn das nicht gemacht wird.

Im Endeffekt treffen wir uns, was Hauskatzen angeht, (fast) auf dem selben Level - so sehe ich das zumindest :wink:.

Ich glaube, du hast mich verstanden. Ich EMPFEHLE keineswegs grundsätzlich Katzen von "privat". Ich habe mich nur dagegen gewehrt, dass es sich hier teilweise so anhörte, als wenn ALLE Privatleute (und damit die, von denen die Mischlinge kommen, denn ohne sie gäbe es wohl fast nur Rassekatzen) grundsätzlich verantwortungslos sind und sich schlecht vorbereiten usw..
Ich denke, es gibt bei allen, egal ob Züchter, Tierheim oder "Privat", sog. schwarze Schafe (bei "Privaten" auch sicherlich mehr als bei den Züchtern).
Wenn man sich eine Katze gezielt irgendwo erwirbt, sollte man immer genau erforschen, woher sie stammt (Umfeld, Eltern usw.), so weit es eben geht (vgl. Tierheim). Auch meinte ich mit "Privat" keine Zeitungsinserenten, sondern eher aus dem persönlichen Umfeld (Freunde, Familie, Bekannte, Nachbarn...), bei denen man die Halter, die Elterntiere und die Haltungsweise schon länger kennt.

Ich selbst hatte die Situation jedoch nie, kenne das aber aus meinem Umfeld, da meine Katzen mir alle zugelaufen sind. Und die wurden dann eben aufgenommen, egal, welche Geschichte sie haben, wenn man sie überhaupt ansatzweise herausfinden kann. Allerdings sind meine Katzen eher weniger krankheitsanfällig. Aber vielleicht hatte ich damit einfach Glück, ich weiß es nicht.

@MC-SH (und andere):
Dumme Frage zum Schluss: Wieso sollte man Maine-Coons nicht mit Freigang halten? Sie gehört doch zu den "Waldkatzen". Oder bezieht sich das nur darauf, dass die Züchterin sie als Wohnungskatzen züchtet? Und dann die nächste Frage: Müssen solche Katzen nicht gerade Freigang haben, um sich aufgrund ihrer Größe ausreichend bewegen zu können?!
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #85
@MC-SH (und andere):
Dumme Frage zum Schluss: Wieso sollte man Maine-Coons nicht mit Freigang halten? Sie gehört doch zu den "Waldkatzen". Oder bezieht sich das nur darauf, dass die Züchterin sie als Wohnungskatzen züchtet? Und dann die nächste Frage: Müssen solche Katzen nicht gerade Freigang haben, um sich aufgrund ihrer Größe ausreichend bewegen zu können?!

Malenschen, es geht Züchtern um den UNGESICHERTEN Freigang, sie mögen ihre Kitten, die sie liebevoll aufgezogen haben nicht im Strassenverkehr sterben sehen.
Kein Züchter wird widersprechen, wenn der neue Dosi gesicherten Freigang bieten kann, das wäre doch ideal
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #86
@MC-SH (und andere):
Dumme Frage zum Schluss: Wieso sollte man Maine-Coons nicht mit Freigang halten? Sie gehört doch zu den "Waldkatzen". Oder bezieht sich das nur darauf, dass die Züchterin sie als Wohnungskatzen züchtet? Und dann die nächste Frage: Müssen solche Katzen nicht gerade Freigang haben, um sich aufgrund ihrer Größe ausreichend bewegen zu können?!

Um mal Antonios Züchterin zu zitieren: "Ich teste mir doch nicht nen Wolf und lasse meine Katzen auf alle erdenklichen Erbkrankheiten untersuchen und dann werden sie mit 3 Jahren vom Auto überfahren." Da die meisten Rassekatzen auch super menschenbezogen sind, würden viele schlicht und ergreifend auch einfach "mit Fremden mitgehen" (oder aufgrund ihres besonderen Aussehens "entwendet" werden).

Gegen einen eingezäunten Garten oder u.U. auch Freigang an der Leine sagt ja niemand was.

Manche MC sind heute übrigens derart überzüchtet, dass sie mit "Waldkatzen" leider überhaupt nichts mehr gemein haben. Dass es sich ursprünglich um Waldkatzen handelt, bezieht sich auch eher auf das naturbelassene urige Aussehen. Menschenbezogen sind alle diese Katzen, sonst würde mit ihnen gar nicht gezüchtet werden. Und eine katzengerecht gestaltete Wohnung mit vielen Kratz- und Klettermöglichkeiten ist eh Voraussetzung für jede Katzenhaltung.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #87
Neben den allgemeinen Gefahren für Rassekatzen (weil sie durch ihr "besonderes" Aussehen eben doch auffallen), geklaut oder eben woanders angefüttert zu werden und den Gefahren für alle Freigänger, überfahren oder vergiftet zu werden, weil der Nachbar es nicht leiden kann, wenn sie in den Garten machen (weiß von meinem Schwiegervater, dass es dort im Ort (ländlich!) einen geben soll, der regelmäßig Katzen auf seinem Grundstück fangen und mit Autoabgasen vergiften soll, auf dem Dorf interessiert sich da leider keiner für :cry:), ist es bei uns in Hessen so, dass Katzen, die sich 200 oder 300 m (da müsste ich noch mal nachschauen) von der nächsten Ortschaft/Wohnsiedlung entfernt aufhalten, legal vom Förster geschossen werden dürfen. Leider gibt es dort eben auch unnette Menschen (s.o.), die das regelmäßig ausnutzen - ich weiß von einigen Fällen bei Bekannten, die ihre Katzen verendet im Feld fanden.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass ein Züchter, der sein Herzblatt in die Aufzucht der Kleinen gesteckt hat, vielleicht über einen längeren Zeitraum Tag und Nacht alle zwei Stunden zugefüttert hat o.ä. nicht möchte, dass sein Tier diesen Gefahren ausgesetzt wird!

Grüße, sauri
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #88
.. warum Connies besser nicht ungesichert raus?

Oh Mann - weil Coonies domestike Rassekatzen sind und keine Schneeleoparden mit einer 12-fachen Lack- plus Imprägnierschicht auf dem Pelzchen, sondern eine wunderschöne Rassekatze mit maximal Dreiwettertaft-Schutz!!!

Deshalb ist es kritisch, allgemein "Weich-Langhaare" am Weißdorn und, und, und auch nur vorbeigehen zu lassen ...
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #89
Ah, okay, danke für die Antworten.

Da bei mir in der Gegend die genannten Risiken kaum bestehen (stark befahrene Straße, "Katzenfänger" usw.), ist mir das eben ein bisschen fremd.

Auch kenne ich Rassekatzen nicht. Hm... ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, ohne dass hier gleich alle sauer reagieren... Es ist nicht böse gemeint: Sind solche Katzen ein bisschen "dümmer" als normale Hauskatzen? Oder warum muss man sich beispielsweise um Giftpflanzen gedanken machen? Eine Katze, die Freigang kennt, kommt nie auf die Idee, so was zu fressen. Jedenfalls sind es meine nie. Außerdem lernen die (auch ohne Zusammenstöße), dass eine Straße gefährlich für sie sein kann. Katzen sind doch nicht doof. Auch bei uns gibt es diese "Abschussfreigabe". Aber zum einen wird sie, so weit ich weiß, nicht umgesetzt, vor allem, wenn am Zustand des Tieres zu erkennen ist, dass es kein wilderndes Tier ist, und zum anderen gehen die Katzen (auch aus der Nachbarschaft) nicht viel weiter als 200m/300m vom Ortsrand entfernt.

Und Freigang an der Leine.... ist das artgerecht? Wie sollen die Mäuse usw. fangen, wenn Mensch daneben steht? Und wenn die Katzen das nicht können, da sie es nicht kennen (Wohnungskatze), ist das denn noch eine "richtige" Katze oder wird sie "verkuscheltiert"? Na gut, darüber kann man streiten. Ich habe ja gemerkt, dass viele hier anderer Ansicht sind und lieber ihre Katze behüten, damit ihr nichts passiert, und sich dabei bewusst immer mehr von einem natürlichen Katzenleben entfernen. Aber okay, jedem das seine.

Nochmal zur Klarstellung: Ich verstehe die Argumente und ich toleriere auch Wohnungskatzenhalter. Aber für mich ist das eben nicht vorstellbar, vor allem, wenn ich meine draußen herumtollen sehe. Jedoch kann ich nachvollziehen, dass manche, die in einer ungeeigneten Gegend wohnen, aber trotzdem eine Katze haben wollen, sich eine Wohnungskatze anschaffen, auch wenn ich selbst es nicht machen würde. Anders sieht es natürlich aus, wenn man umziehen musste und die Katze bereits vorhanden war.

Aber wie gesagt, da gibt es unterschiedliche Ansichten. Ich hoffe, dass sich hier niemand angegriffen fühlt. Das war nämlich nicht meine Absicht.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #90
Also nach dem lesen glaube ich das wirlich sehr viele dafür sind ein Tier aus dem Tierheim oder Tierschutz zu holen,wenn es egal ist wie dieses Tier aussieht. Eher was für eine Rasse diese ist.

Dies passt jetzt zwar nicht zum Thema aber das finde ich richtig schrecklich:
Ich habe Fernsehn (Menschen,Tiere&Doktore,Vox) geguckt und dort war ein kleiner "Bericht" über das Tierheim Stuttgart gezeigt. Die Tierheimmitarbeiter haben aus einer Hausräumung 74 Kleintiere "mitgebracht". Alle hatten Pilze. Die Meerschweinchen voll mit Pilzen. Die Hamster meist ohne Fell. Der Hase hatte "nur" zu lange Krallen. Es waren zuviele Tiere in zu kleinen Käfigen. Es werden warscheinlich paar Meerschweinchen eingeschläfert.

Vorhin habe ich auch noch auf Vox Spiegel Tv geguckt und dort haben sie auch über Animal Hoarding gesprochen. Die Tiere sahen auch schrecklich aus. Die Katzen waren extrem Scheu. Die Frau hat es nicht mal eingesehen. :(

Und dazu sind die Tiere auch noch überfüllt.
Lg
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #91
den bericht sehe ich auch gerade....

ich glaube die frau kann es auch gar nicht einsehen....alt, einsam, verwahrlost....und animal hoarder sehen es ja auch nicht ein was sie tun. schnell suchen sie bei tieren das was sie bei menschen nicht finden, oder meinen ein retter zu sein...es leiden die tiere aber auch die menschen.
man kann froh sein wenn sich Tierheim und Tierschutz bereit erklären die tiere aufzunehmen....
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #92
Keine Angst, eine Rassekatze ist weder "dümmer", noch in ihren Instinkten degenerierter als Mixkatzen oder Hauskatzen, wieso auch, sie ist ja immer noch eine Katze :lol: - jedenfalls nicht die, die ich kenne. Die meisten hier sind übrigens nicht gegen Freigang, sondern gegen "ungesicherten" Freigang - das ist ein großer Unterschied, denn es gibt nicht nur reine Wohnungskatzen vs. Streuner :wink:.

Ich kenne einige, die einen Garten haben, den sie katzensicher gemacht haben und in dem die Katzen Vögel und Mäuse jagen, sich auf dem Rasen wälzen, Nachlauf spielen können usw.
Glaub nicht, dass meine Katzen keinen Jagdinstinkt hätten :lol:, bei uns überlebt keine Fliege und wenn sich hier her ein Vogel verirren würde, hätte der keine Chance - nicht umsonst halte ich meine Wellensittiche in einem extra Raum :wink:.

Auch Pferdeweiden muss man, bevor man die Tiere drauflässt, von giftigem Futter befreien, du willst hoffentlich nicht behauptebn, dass alle Pferde deshalb 'dumm' seien :wink:?

Ich für meinen Teil würde keine Katzen in den ungesicherten Freigang geben, mag aber auch daran liegen, dass ich hier fast täglich überfahrene Tiere sehe und eben von vielen Katzenhassern weiß, die Gift auslegen, die Tiere schießen oder vergasen, die Tiere oftmal also qualvoll sterben müssen. DAS kann und möchte ich persönlich KEINEM Lebewesen sehenden Auges zumuten.

Allerdings habe ich auch noch nie reine Hauskatzen, die es vielleicht sogar von klein auf gewohnt waren, raus zu gehen, besessen. Das mag eine Unterschied sein, das weiß ich nicht.

Grüße, sauri
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #93
Hallo Zusammen

Ich wollte nur mal was zum allgemeinen Thema sagen:

Ich habe nur Katzen aus Privat Haushalten. Wobei mein Kater Luzifer ausgesetzt wurde und dann von einer Familie gefunden wurde. Ich hab ihn dann von da aus übernommen. Meine Katze Salia hatte ich von privat. Ich habe mir einmal eine Katze ausm Tierheim geholt und das war echt der Horror. Und das war ein Akt überhaupt eine Katze zu bekommen. Das kann durchaus sein dass das nur unseres Tierheim so ist aber hier die Ecke ist furchtbar. Eine Grundvorraussetzung war das mein Partner oder ich, platt gesagt, arbeitslos sind. Aber trotzdem muss natürlich viel Geld für das Tierchen da sein. Wie soll ich das machen? mit Hartz 4? Ich kam jedenfalls vor die der letzte Assi.

Und von Züchtern halte ich nach Berichten von meinem Tierarzt auch nicht mehr viel. Es gibt viel zu viele Hunde/Katzen die völlig überzüchtet sind. Das unterstütze ich mit meinem Kauf eines Tieres nicht. Außerdem habe ich einige z.B. aufm Viehmarkt getroffen. Für die sind das nichts als Gegenstände und wie die Tiere dort angefasst und hochgenommen werden.... Schrecklich.

Vielleicht habe ich auch den vollkommen falschen Eindruck ich denke soviel Erfahrungen habe ich ja auch noch nicht.

Bin aber offen für neue und andere Meinungen =)
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #94
Und von Züchtern halte ich nach Berichten von meinem Tierarzt auch nicht mehr viel. Es gibt viel zu viele Hunde/Katzen die völlig überzüchtet sind. Das unterstütze ich mit meinem Kauf eines Tieres nicht.

Man kann ja auch bei solchen Züchtern kaufen, die ihre Tiere eben nicht überzüchten und nur auf die Optik achten. Viele Maine-Coon-Züchter kann man meiner Ansicht nach auch in der Pfeife rauchen, aber bei denen kaufe ich auch nicht, sondern ich unterstütze diejenigen, die auf Gesundheit Wert legen und den Ursprung der Maine Coon (einer Naturrasse) respektieren.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #95
Man kann ja auch bei solchen Züchtern kaufen, die ihre Tiere eben nicht überzüchten und nur auf die Optik achten. Viele Maine-Coon-Züchter kann man meiner Ansicht nach auch in der Pfeife rauchen, aber bei denen kaufe ich auch nicht, sondern ich unterstütze diejenigen, die auf Gesundheit Wert legen und den Ursprung der Maine Coon (einer Naturrasse) respektieren.

Mit den Maine Coon Katzen kann ich nur bestätigen. Meine Mutter hat eine Maine Coon Katze aus einer Zuchtauflösung gekauft und noch mindesten 300€ reingesteckt damit das arme Tierchen erst mal wieder gesund wird.

Es gibt ja auch nicht nur schwarze Schafe aber hier in der Ecke ist es sehr schwierig vernünftige Leute zu finden.

Aber sonst hast du natürlich Recht. Wenn die Züchter auf Gesundheit und sie Artgerecht halten ist das ja auch völlig in Ordnung!
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #96
Und von Züchtern halte ich nach Berichten von meinem Tierarzt auch nicht mehr viel. Es gibt viel zu viele Hunde/Katzen die völlig überzüchtet sind. Das unterstütze ich mit meinem Kauf eines Tieres nicht. Außerdem habe ich einige z.B. aufm Viehmarkt getroffen. Für die sind das nichts als Gegenstände und wie die Tiere dort angefasst und hochgenommen werden.... Schrecklich.
Deshalb ist es wichtig, sich den Züchter genaustens anzusehen. Nicht jeder Züchter kann sich den Titel "seriös" geben, auch da gibt es sicherlich genug schwarze Schafe.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #97
Ja ja die schwarzen Schafe... Leider gibts da viel zu viele von. Aber ich glaube wenn man einmal den richtigen Züchter gefunden hat ist man bestimmt froh dadrüber :D
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #98
*entstaub*

Da ich im anderen Thread () keine weitere Diskussion auslösen wollte, schreibe ich hier weiter:

[...] So ein Blödsinn,eine Rassekatze ist nur dann eine Rassekatze wenn sie entsprechende Papiere hat,ich habe doch Augen im Kopf und kann als Katzenkenner erkennen um welche Rasse es sich handelt.
Entschuldige bitte, was ist denn das für eine unangemessene Ausdrucksweise? Nur, weil du dich als Katzenkenner bezeichnest, heißt das noch lange nicht, dass du a) andere beleidigen kannst oder b) Dinge, die schlicht und ergreifend rechtlich falsch sind, von dir geben darfst.
Gerade, wenn du Leute im Tierschutz berätst, sollten deine Infos besser recherchiert und auch richtig sein, was sie leider bislang nicht sind, denn wenn du meinst, in der Lage zu sein, eine Katzenrasse am Aussehen zu erkennen, hast du leider diebezüglich schon mal daneben gegriffen. Aussehen ist nun einmal eben nicht das, was die Rassezugehörigkeit tatsächlich ausmacht (sollte man aber schon wissen, wenn man in dem Bereich tätig ist...).
Eine Rassekatze entspricht nämlich nicht nur dem Phänotyp nach einem gewissen Standard, sondern eben auch dem Genotyp nach und das kann nur nachgewiesen werden, wenn das Tier anständige Papiere hat.

Es ist nun einemal schlicht und ergreifend so (und das ist keine Meinung, sondern eine rechtliche Tatsache), dass eine Katze, egal, wie sie aussieht, ohne ihre Papiere ihre Rassezugehörigkeit nicht nachweisen kann und bestenfalls als Look-a-like einzustufen ist.

Und die angebliche vielen Tiere mit Papieren, die dann ohne selbige abgegeben werden... ja, würde ich auch behaupten, wenn ich das Tier loswerden wollte, dass es Papiere hätte - wer sollte mir auch das Gegenteil beweisen...?


[...] Und wenn ich nicht unbedingt ein Statussympol brauche,lege ich auch keinen Wert auf Papiere,denn ich liebe diese Katze weil es meine Katze ist und nicht weil sie der Rasse XY angehört aus der Züchterhaus Hutzlifutzli.
Eine anständig belegte Zucht senkt aufgrund der Selektion und der ganzen Gesundheitschecks das Risiko, dass kranke Tiere geboren werden bzw. mit ihnen weiter gezüchtet wird. Es ist also verdammt wichtig, dass eine Katze aus einer verantwortungsvollen Zucht (mit anständigen Papieren) kommt und nur sehr ignorante oder uninformierte Menschen würden eine Katze, die so verantwortungsvoll gezogen wurde gegenüber einem Look-a-like-Vermehrertier als 'Statussymbol' bezeichnen´.
Wenn sich jemand als Katzenkenner und Tierschützer darstellt, dabei aber offensichtlich keinen Durchblick im Bereich der verantwortungsvollen Zucht hat, dann ist er in meinen Augen weder das eine noch das andere.

Sicher haben alle Tiere eine Recht darauf geliebt zu werden und ein gutes Zuhause zu finden, nicht, dass es wieder heißt, ich hätte etwas gegen Hauskätzchen, aber wenn sich diejenigen, die meinen, Tierschutz zu machen, schon derart wenig informieren und solch einen XXX erzählen, muss ich mich echt nicht wundern, dass es so viele uninformierte Neukatzenbesitzer gibt und immer wieder Leute, die Vermehrer und Schwarzzüchter unterstützen...
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #99
Danke sauri, ich hatte mich schon auf meine Fingerchen gesetzt. Aber damit triffst du den Nagel auf den Kopf :)
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #100
AW: blaue Mischlingskatzen suchen ein Zuhause

Wenn ich eine Katze will dann gebe ich das Geld aus. Ob es jetzt eine Rassekatze ist für (ich sag jetzt mal) 500 € oder ich will etwas gutes tun hole aus dem Tierheim eine für keine Ahnung, 50 €.

Wichtiger als das Geld ist meiner Meinung noch immer WO kommt das Tier hin...

Ich erlebe es doch gerade selbst. Einer meiner Pflegis ist noch nicht Vermittelt. Warum? Ganz einfach, weil hier Leute anrufen die Meinen Sie könnten noch Wünsche äußern, das Tier als Freigänger leben lassen an der Hauptstraße und was weiß ich noch nicht alles.Ich hatte die letzten beiden Tage Menschen am Telefon wo ich am Verstand zweifele. Und da gebe ich meine Schützlinge nicht hin, denn ich will das Sie gut unterkommen und nicht nach einem halben Jahr wieder zurück kommen, weil die Katze ja zu Groß geworden ist oder das Kind kein Interesse mehr daran hat.

Am ende zählt doch nur eins: Das Tier soll gut unterkommen und dort ein wunderschönes Leben haben,oder???
 
Thema:

Züchter oder Tierheim?

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