Ic habe auch schon oft gehört: "Mischlinge sind doch viel gesünder. Die ganzen Rassen sind doch alle überzüchtet.":roll::-?
Bei Hunden gibt es vermutlich so viele Mischlinge, weil es kein "Hunde-Pendant" zu der Europäischen Hauskatze (die ja immer noch am häufigsten vorkommt) gibt. "Erwünscht" sind diese Mischlinge aus Sicht der Hundezuchtvereine aber bestimmt nicht.
Das Problem bei Mischlingskatzen ist (wie grundsätzlich beim unseriösen Vermehren), dass jemand, der beispielsweise einen BKH-Kater auf eine MC-Dame setzt (wie es bei den Eltern von meinem Othello passiert sein muss), wenig Ahnung von Genetik hat und auch nicht auf diverse Erbkrankheiten testen lässt. Ich kenne jedenfalls keinen "Mischlingszüchter", der so etwas tut, weil es einfach sehr kostenintensiv und aufwändig ist. Zudem sind meist auch nicht die Großeltern und Urgroßeltern bekannt (um eventuelle Krankheitsgeschichten zurückzuverfolgen), denn wenn verschiedene Rassen miteinander verpaart werden, stammen diese betreffenden Tiere in der Regel bereits von Vermehrern, weil die Zuchtvereine (außer in einigen speziellen Fällen) nur Verpaarungen INNERHALB EINER RASSE erlauben.
Zu den MC: Da die gesamte MC-Zucht auf nur 5 Ursprungskatzen zurückgeht und die heutigen Stammbäume von liniengezogenen Tieren zu 70-75% aus diesen 5 Katzen bestehen, sind einige Züchter dazu übergegangen, durch so genannte New Foundations den Genpool zu erweitern und die Inzuchtwerte zu senken. Diese Tiere werden sehr sorgfältig in abgelegenen Gegenden (Indianerreservate, Bauernhöfe, Wälder) von Maine und Kanada "eingesammelt", auf alles mögliche untersucht, bei einem Verein registriert usw. Kritiker dieser Zuchtpraktik behaupten allerdings, dass diese Katzen einfach irgendwelche langhaarigen Mischlinge sind.