Hallo zusammen,
ich habe hier ausgiebig die Themen über Vereinszüchter und sog. Vermehrer verfolgt. Jetzt stellt sich mir folgende Frage:
Vereinszüchter, die hier als einzige zum Vermehren von Katzen Berechtigte angesehen werden, züchten doch konkrete Rassen, oder habe ich das missverstanden? Wenn also nur noch Vereinszüchter vermehren würden, gäbe es doch nur noch Rassekatzen und keine Mischlinge mehr, oder nicht? Warum will man bei Katzen Mischlinge verhindern? In den meisten anderen Tierarten sind Mischlinge doch auch in hoher Zahl vertreten, zum größten Teil sogar gezielt gewollt. Aber warum soll das bei Katzen so verpöhnt sein?
Ich hoffe, mich kann hier jemand aufklären. Vielleicht habe ich das auch einfach nicht richtig verstanden... :???:
Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus!
wenn es um rassekatzenzucht geht ja.
es ist nicht zwingend erforderlich verschiedene rassen zu mischen und wenn dann gehört das in vernünftige hände, mit verstand und bedacht gemacht und ist zudem eine sehr kostspielige aufwändige angelegenheit.
jüngstes beispiel: ein maine coon züchter möchte eine MC mit einem karakal verpaaren, der aufschrei und das entsetzen der mehrheit ist rießen groß! ich frage mich warum!? wenn doch mischlinge und neue kreationen so wünschenswert sind?
alles andere ist wahl- und ziellose vermehrung ohne rücksicht auf verluste!
fakt ist das vermehrer in der regel ihre katzen nicht regelmäßig auf erbkrankheiten testen und untersuchen lassen, was mehrere hundet euro pro tier und jahr kostet, reine profitgier steht hier im vordergrund!
von den voherigen generationen hat man in der regel schon gar keine ahnung mehr
als mischlinge sehe ich unsere hauskatzen mit ihrer großen vielfalt und diese werden nie vom aussterben bedroht sein.
und letztendlich ist das katzenelend groß genug da braucht man nicht noch zusätzlich rassemischlinge produzieren
Beispiel: "[...] Fazit: Mischlinge sind zwar weniger anfällig für rassespezifische Krankheiten – ein Mischling ist jedoch kein Garant für einen gesunden Hund! [...]"
auch solche aussagen sind einfach nur unüberlegt denn mischlinge können genau die selben krankheiten wie ihre vorfahren aufweisen
Aber ist denn die Aussage *Mischlinge wären gesünder* nicht schon längst überholt und völlig veraltet ?
Ich hab mir mal ne CD Von Martin Rütter (Hundetrainer) angeschaut der ganz klar das alles wiederlegt.
LG Conny
die alten ammenmärchen halten sich leider hartnäckig
Warum kein outcross? Das leuchtet mir irgendwie immer noch nicht ein. Dass man besser nicht wahllos Perser auf MC o.ä. setzt ist mir klar. Wenn aber beide Elterntiere getestet sind, wären die Mischlingskitten doch genauso wahrscheinlich gesund wie die reinrassigen, dafür hätte man aber den Genpool wieder ein bischen erweitert...?
und welcher vermehrer lässt seine tiere dahingehend jährlich untersuchen?!
Naja, jede Rasse ist ja mal aus Mischlingen entstanden und war so lange ein Mischling, bis sie als Rasse anerkannt wurde.
das stimmt nicht, die MC z.b. lebt ursprünglich in den wäldern von maine als wildkatze
einfach so wird kein mischling als eigenständige rasse anerkannt, dazu erfordert es viele jahre zeit, einige generationen an nachzuchten, viel platz und einen ganz dicken geldbeutel und wenn man dann glück (ob es ein glück ist!?) hat kann es evtl. eine neue rasse geben
Naja, ich glaube mal gelesen zu haben, dass die rassespezifischen Krankheiten bei den MCs entsdanden sind, weil die gesamte Rasse aus zwei Elterntieren entstanden ist, deren Kitten dann miteinander etc. etc.
Würde man nun ab und an mal ein rassefremdes Tier einkreuzen, das phänotypisch ähnlich ist, würde das doch an der Optik nicht viel ändern, dafür hätte man die genetische Situation ein bischen entschärft.
das ist schlichtweg falsch,
es ist vielmehr den MC züchtern zu verdanken, das heute z.b
HCM allgemein bekannt und im übrigen am häufigsten bei der hauskatze zu finden ist, was vermuten lässt, daß man sich das mit einkreuzungen in die rasse rein geholt hat
Was ich bei Rassezucht wirklich schlimm finde, ist wenn das Wohl des Tieres aus den Augen verloren wird, z. B. wenn bei Hunden sowas wie Chihuahuas mit nem Gewicht von 500 g rauskommen, damit sie auf der Hundeausstellung mehr Punkte kriegen...
wo hast du dir so einen bären aufbinden lassen?
in über 20 zuchtjahren hab ich kein solches ausgewachsenes exemplar gesehen und die existenz ist mir von züchtern im VDH/FCI nicht zu ohren gekommen
Leider sehen das viele MC-Züchter anders. Die Einkreuzung von Foundationtieren würde "die Rasse kaputtmachen", "den Rassestandard zum Negativen verändern", etc. Die meisten Menschen (und offenbar auch einige Züchter:-|) wissen wohl nicht, dass die Maine Coons, mit denen die Zucht damals begann, ganz anders aussahen, als die heutigen 12kg-Kolosse auf den Ausstellungen, die zentimeterlange Pinsel auf den Ohren haben.
das findet man bei anderen rassen und bei hunden auch das ist nichts aussergewöhnliches wenn der mensch die hand im spiel hat ... leider nicht immer zu gunsten der jeweiligen rasse/art
im fall der MC´s auch unumgänglich da man fremdrassen mit einkreuzen musste
wie viele solcher nachweislich 12 kg kolosse kennst du denn?