• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Impfen wir unsere Lieben zu Tode?

Diskutiere Impfen wir unsere Lieben zu Tode? im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Tine, die Versuchskatzen in der Studie, wurden belastungsinfiziert. Und selbst die Katzen, die keinen nachweisbaren Titer hatten, erkrankten...
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.041
Wenn nun aber ein Test auf AK nicht aussagekräftig ist, wie kommen dann die Studien zustande, die besagen, dass der Impfschutz zB für Seuche mindestens 7 Jahre besteht? Oder bezieht sich die Aussagekraft lediglich auf Leukose?

Tine, die Versuchskatzen in der Studie, wurden belastungsinfiziert. Und selbst die Katzen, die keinen nachweisbaren Titer hatten, erkrankten nicht. (Seuche)

Die Schnupfen geimpften Katzen waren nur teilweise geschützt, durch die Impfung.

Zum Titer messen schreibt Monika Peichel unter anderem,
dass es keine klare Beziehung zwischen Titerhöhe und Schutz gibt.
Am ehesten wohl noch bei der Tollwutimpfung.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.042
Na aber genau DAS liegt doch in meiner Hand.

Aber würdest du in Kauf nehmen, dass die Katze eventuell gar nicht geimpft ist? (Jetzt nochmal auf das Beispiel von Madhatters Luna bezogen.).
DAS würde ich nicht machen. Impfen kritisch sehen hin oder her - die Seuche Grundimmu muss in meinen Augen sein!

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Antikörper eben nicht nachweisbar.

Na sicher sind Antikörper nachweisbar. Auch Scott hat in seiner Studie die Antikörper bestimmt und zum Beispiel beim Parvovirus bei den 15 als Kitten grundimmunisierten Katzen nach 5 Jahren einen Titer von mindestens 1:500 festgestellt (im Mittel: 1:4769).
Der Titer sinkt eben wieder im Laufe der Zeit, und wenn er unter ein bestimmtes Niveau gesunken ist, DANN hat man das Problem, dass man nicht mehr nachweisen kann, dass die gebildeten Gedächtniszellen dennoch einen weiteren Impfschutz bieten, wovon aber ausgegangen wird.

Ich will sagen, wenn ich davon überzeugt bin, dass die Tests eh nicht aussagekräftig sind, dann lasse ich im Zweifel nicht impfen.

Die Frage ist, in welche Richtung nicht aussagekräftig. Negativ ist nicht aussagekräftig, da hast du recht. Aber positiv (in einer bestimmten Höhe) wäre sehr aussagekräftig, mit Konsequenz, dass ich nicht impfen lassen muss.

Die Frage ist immer was ich wissen will. Will ich eine Bestätigung, dass die Katze NOCH NIE mit diesen Viren in Kontakt kam, dann kann ich den Test vergessen. Will ich aber wissen, ob sie schon mal in Kontakt damit war, dann habe ich bei einem positiven Ergebnis eine klare Aussage - und kann dementsprechend agieren :arrow: keine Impfung!

Und da es durchaus gut möglich ist nach einer schon erfolgten Impfung ein positives Ergebnis auch nach längerer Zeit zu bekommen, empfinde ich einen Test, gerade wenn man eh schon Blut abnimmt, durchaus als sinnvoll.

Das ist wie bei dem neuen Test auf die mutierten Coronaviren:
Ist der Test positiv, dann hat die Katze sehr, sehr sicher FIP und ich kann es der Katze ersparen sie mit weiteren Untersuchungen zu quälen.
Ist der Test aber negativ, dann schließt das FIP (leider, leider) nicht aus. Ich kann also eine Katze nicht testen und dann bei negativem Ergebnis sagen, sie hat sicher kein FIP.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.043
:h055: Ich bin schon selbst verwirrt!:lol:

Großes Blutbild klingt super! Soviel steht mal fest!:-D

Was wird geschallt?

Man kann mehrere Sachen schallen? o_O

Ich merke immer wie wenig Ahnung ich eigentlich habe :C

@Finny: Keine Sorge Luna ist spätestens seid 4 Wochen Grundimmunisiert :)
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.044
Klar. Man kann zB auf hcm und pkd schallen.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.045
[...]
@Finny: Keine Sorge Luna ist spätestens seid 4 Wochen Grundimmunisiert :)

Ok, dann muss ich das umformulieren. Dann ist das Beispiel von vor der ersten Impfung. Hatte das jetzt ganz vergessen, dass Luna ja nun schon eine Impfung bekommen hat.

Was ich meinte war einfach nur eine Katze mit völlig unklarem Impfstatus - wie Luna es eben vor der Impfung bei euch war ;-).
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.046
Mara, da die Katze bereits drei Jahre alt ist, würde ICH das wohl in Kauf nehmen.
Sie wird in ihrem Leben schon "konfrontiert" worden sein und Antikörper gebildet haben. Zumal sie ja auch Freigängerin ist.

Es ist aber vollkommen in Ordnung, wenn das nicht jeder so sieht.

Ja, so schreibt Monika Peichel auch, dass man Impfantikörper messen KANN, sie es aber nicht für sinnvoll hält weil es eben keine klare Beziehung zwischen Titerhöhe und Schutz gibt.
Ich habe das ja eben erklärt und für mich ist das durchaus logisch.
Ich meine wie kann eine Katze die eine Belastungsinfektion bekommen hat und keinen nachweisbaren Titer hatte, NICHT erkranken?
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.047
Klar. Man kann zB auf hcm und pkd schallen.

Danke für die Info :)

Ich dachte man macht das alles in einem Rutsch und der Arzt gibt einfach alle wichtigen Stellen die man so schallen kann ab ;)

Ja, manchmal bin ich doch etwas blauäugig :-D
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.048
Mara, da die Katze bereits drei Jahre alt ist, würde ICH das wohl in Kauf nehmen.
Sie wird in ihrem Leben schon "konfrontiert" worden sein und Antikörper gebildet haben. Zumal sie ja auch Freigängerin ist.

Es ist aber vollkommen in Ordnung, wenn das nicht jeder so sieht.

Ja, das sehen wir dann wohl unterschiedlich :).

Ja, so schreibt Monika Peichel auch, dass man Impfantikörper messen KANN, sie es aber nicht für sinnvoll hält weil es eben keine klare Beziehung zwischen Titerhöhe und Schutz gibt.
Ich habe das ja eben erklärt und für mich ist das durchaus logisch.
Ich meine wie kann eine Katze die eine Belastungsinfektion bekommen hat und keinen nachweisbaren Titer hatte, NICHT erkranken?

Wenn ich weiß, dass die Katze schon geimpft wurde, dann mag die Argumentation greifen. Wenn ich aber gar nichts weiß, dann kann es für mich ein gutes Hilfsmittel sein ;-). Auf mehr wollte ich gar nicht raus.
Nicht falsch verstehen. Ich meine ja nicht, dass es Sinn macht bei einer bereits geimpften Katze den Titer zu bestimmen und anhand der Höhe zu beurteilen, ob ein ausreichender Impfschutz da ist oder nicht. Sondern nur, dass ich eine Titerbestimmung bei völlig unklarem Impfstatus für nicht völlig unsinnig halte, da ich so eine Katze vor unnötiger Impfung bewahren kann. Denn wenn ein hoher Antikörpertiter bestimmt wird, dann ist der Schutz doch auch in soweit gegeben, wie eine Impfung ihn herstellen könnte, oder nicht? ... oder die Katze ist erkrankt.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.049
Ich würde mich hier Mara anschließen.
Die Studien, von denen ich bisher gelesen habe, sind auch immer von einem Titer ausgegangen.
Es wurde soweit ich weiß von Scott auch getestet, ob eine nochmalige Impfung eine Veränderung des Titers mit sich bringt (Ergebnis: der Titer steigt kurzfristig an, fällt dann aber wieder auf den vorherigen Wert).

Pragmatisch gesehen ist es doch aber so, dass auch bei uns Menschen kein Titer ermittelt wird.
Wir werden geimpft und fertig.
Ich finde es auch nicht sinnvoll, jede Impfung von der Bestimmung des Titer-Wertes abhängig zu machen.

Gewisse Impfungen halte ich einfach für notwendig.
Bei der Katzenseuche würde ich einfach ggf. 2. Impfung vornehmen lassen, dann gehe ich auf jeden Fall sicher.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.050
Nicht falsch verstehen. Ich meine ja nicht, dass es Sinn macht bei einer bereits geimpften Katze den Titer zu bestimmen und anhand der Höhe zu beurteilen, ob ein ausreichender Impfschutz da ist oder nicht. Sondern nur, dass ich eine Titerbestimmung bei völlig unklarem Impfstatus für nicht völlig unsinnig halte, da ich so eine Katze vor unnötiger Impfung bewahren kann. Denn wenn ein hoher Antikörpertiter bestimmt wird, dann ist der Schutz doch auch in soweit gegeben, wie eine Impfung ihn herstellen könnte, oder nicht? ... oder die Katze ist erkrankt.

Da sind wir uns auf jeden Fall einig!:)
Wir hatten ja das Beispiel "Madhatter" und diese Katze ist drei Jahre alt, schon seit geraumer Zeit Freigängerin und bereits vor gut vier Wochen geimpft worden. DIESE Katze würde ich nicht nochmal nachimpfen lassen und auch keinen Titer prüfen lassen.

Klar, wenn ein hoher Titer bestimmt wird, dann ist der Schutz gegeben. Man würde nicht impfen. Der Sinn der Bestimmung wäre also erfüllt.
Dumm ist nur, wenn der Titer nicht nachweisbar ist (so wie in der Studie), die Katze aber trotzdem geschützt ist und eben nicht erkrankt. Diese würde man dann ja aber impfen lassen. Und deshalb, halte ich das (generell) nicht für sinnvoll.

Pragmatisch gesehen ist es doch aber so, dass auch bei uns Menschen kein Titer ermittelt wird.
Wir werden geimpft und fertig.
Ich finde es auch nicht sinnvoll, jede Impfung von der Bestimmung des Titer-Wertes abhängig zu machen.

Gewisse Impfungen halte ich einfach für notwendig.
Bei der Katzenseuche würde ich einfach ggf. 2. Impfung vornehmen lassen, dann gehe ich auf jeden Fall sicher.

In meinem Job besteht ja die Pflicht, mich gegen Hepatitis impfen zu lassen und da wird voher immer der Titer "gemessen". Ist er hoch genug, werde ich nicht nachgeimpft.;-)

Was die zweite Seucheimpfung betrifft, meintest Du jetzt nicht die Katze von Madhatter, oder?

Liebe Grüße
Melli
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.051
Nein ich meinte so allgemein, wenn man nicht weiß, ob eine Katze schon geimpft ist.
Das man in diesem Fall eben einfach eine Seuchenimpfung machen lässt, ohne das man weiß, ob schon geimpft wurde.

Bei Leukose weiß ich nicht, ob man der Test auf eine Leukose-Erkrankung das gleiche ist wie eine Titer-Bestimmung. Da mag ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

Ich meine, in den meisten Fällen wird bei Menschen keine Titer-Bestimmung gemacht. Bei mir noch nie.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.052
Ich habe etwas Neues! :shock:

Dennoch besteht ein weiteres Tollwutreservoir bei Fledermäusen. Hier wird die Krankheit aber durch andere Viren (Europäische Fledermaustollwutviren) hervorgerufen. Die Fledermaustollwut ist eine eigenständige Erkrankung, die von der Fuchstollwut oder „klassischen Tollwut" abzugrenzen ist und durch das Fledermaustollwutvirus, auch EBLV genannt, hervorgerufen wird. Andere Tiere und auch der Mensch sind zwar für dieses Virus empfänglich, Erkrankungen des Menschen und anderer Tiere an Fledermaustollwut sind jedoch äußerst seltene Einzelereignisse. Bislang wurde es nur fünfmal in Europa bei Säugetieren nachgewiesen, davon einmal in Deutschland im Gewebe eines Marders (2001). Ansonsten spielt sich das Krankheitsgeschehen in der Fledermauspopulation ab
Quelle:


Und:

Eine Übertragung auf Haustiere wie Katzen und Hunden wurde bis jetzt nicht berichtet. Eine Übertragung auf Haustiere konnte im Tierexperiment bislang nur unter Anwendung sehr hoher Dosen und cerebraler Infektion erfolgen.
Quelle:


Da die Vieren auch andere sind, als bei der Fuchstollwut, stellt sich mir die Frage, ob wir gegen die Fledermaustollwut überhaupt impfen können?
Aber wenn sie eh nicht übertragbar ist...

LG
Melanie
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.053
Melli, ich habe die letzten Seiten nachgelesen, aber nicht viel mehr, hoffentlich wiederhole ich jetzt nicht etwas:

Wie du ja weißt, habe ich gerade 3 TÄ durch.
Nr 1....impft jedes Jahr Tollwut, Seuche, Schnupfen.
Nr 2....Tollwut alle 2 J., Seuche und Schnupfen jedes Jahr
Nr 3....Tollwut jährlich., Seuche und Schnupfen alle 3 Jahre

Jetzt frag ich mich, wenn man da das neue Tollwutimpfmittel nimmt, wären da ja auch nur alle 3 Jahre nötig.

Ich habe irgendwo gestern eine Liste mit allen Impfstoffen und deren Haltbarkeit gespeichert, interessiert das hier?

Dann gibt es offenbar auch langsam Neuerungen, daß die amerikanische Impfempfehlungen hier Einzug halten.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.054
Muggel-Moni, laß bitte Deinen 15 Jahre alten, kranken Kater, gar nicht mehr impfen.

Keine, von diesen Impfempfehlungen würde ich nachgehen.

Für die Tollwut gibt es übrigens einen Impfstoff, der vier Jahre schützt!

Enduracell T Pfizer Tollwut 1 Impfung Alle 4 Jahre
Quelle:


Aber wie ich ja oben gepostet habe, kann die Tollwut von Fledermäusen gar nicht übertragen werden!;-)

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.055
Wirklich zwingend brauchst du eine Tollwutimpfung nur, wenn du mit der Katze ins Ausland willst. Das muss dann im Heimtierausweis vermerkt werden.
Und da darf die Impfung nicht älter als 1 Jahr sein. Egal, wie lange der Impfstoff hält.

Ansonsten ist die total überflüssig.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.056
Frigida-Moni, war Dir klar, dass die Feldermaustollwut, gar nicht übertragbar ist?
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.057
Nee, das wusste ich auch nicht. Ich hatte nur gelesen, wie viele Fälle von Fledermaustollwut überhaupt vorgekommen sind. Dabei ist niemand außer der befallenen Fledermaus zu Schaden gekommen.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.058
Ah okay!:)

Interessant ist ja auch, dass sie von "Haustieren" schreiben.
Also ist dieser Link bestimmt auch interessant für Hundebesitzer.:)
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.059
Hmm, Melli ich bin ja auch ein Impfgegner und bei reinen Wohnungskatzen ist
die Tollwutimpfung natürlich völlig überflüssig.
Aber was hältst Du von dem Argument, dass die klassische Tollwut nur deshalb in Mitteleuropa
fast völlig verschwunden ist, weil dagegen geimpft wurde ?
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.060
Mark, ich muß Dir leider eine Gegenfrage stellen.
Obwohl die Tollwut nun verschwunden ist, sollen wir fröhlich weiterimpfen, weil sie EVTL. nochmal auftreten KÖNNTE?

Läßt Du Dich (vielleicht jährlich) gegen die Pest impfen?
(Also die gab es mal und ja, vielleicht auch heute noch und ich weiß auch gar nicht, ob es dagegen einen Impfstoff gibt. Das sollte nur ein Beispiel sein.)

Liebe Grüße
Melli
 
Thema:

Impfen wir unsere Lieben zu Tode?

Impfen wir unsere Lieben zu Tode? - Ähnliche Themen

Impfen-Grundimmunisierung-Impfstoffe /Antikörperbildung: Wie steht Ihr zu diese Thema u. habt ihr das auch schon erlebt, v. Eurem TA gesagt bekommen, gelesen, wisst Ihr über eine andere Vorgehensweise...
Meinung zum Impfen: Hallo! Wir haben unsere beiden Katzen nur einmal grundimmunisieren lassen, also Katzenseuche, Leukose usw. Das war vor 2 Jahren. Meine Freundin...
Lympho-Sarkom und FIP Warnung!: Ihr Alle habt mich getröstet und wart sehr mitfühlend. Ich möchte hier nun auch einen Dienst für Euch alle tun und damit verhindern, dass Euch...
Oben Unten