Vera Fauner aus Berlin referierte über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Krankheitsbild der "Limping Kitten", der humpelnden Katzenbabies - so genannt, weil hauptsächlich junge Katzen betroffen sind, die ohne erkennbare Ursachen humpeln (keine Zerrung, Bissverletzung u.ä., aber sehr schmerzempfindlich) und keine Symptome für einen Katzenschnupfen zeigen. Bald stellen sich bei den infizierten Tieren hohes Fieber, Fressunlust, Abgeschlagenheit, evtl. damit verbundene Dehydration, und u.U. auch Läsionen im Maul ein. Der Zustand besonders junger Katzen verschlechtert sich sehr schnell und führt ohne sofortige Gegenmaßnahmen zum Tod.
Es sollte sofort nach Feststellen des Humpelns eine Behandlung mit einem Immunserum an drei aufeinander folgenden Tagen erfolgen. Zur Unterstützung kann ein Antibiotikum verabreicht werden, das als alleinige Behandlung jedoch nicht ausreichend ist.
Die Ursache für "Limping Kitten" ist ein mutierter Calicivirus = Katzenschnupfenvirus nach einer Impfung oder die Ansteckung mit einem mutierten Virus, der sich in den Gelenken der Hinterbeine festsetzt.
Mutierte Viren treten nach Impfdurchbrüchen auf (z.B. nach Auftreten eines neuen Stammes). Die vorhandenen Impfstoffe sind zudem nicht imstande, eine Infektion oder eine Dauerausscheidung zu verhindern.
Vera Fauner verwies auf wissenschaftliche Untersuchungen, wonach in Deutschland noch immer zuviel geimpft wird, d.h. dass es nicht erforderlich ist, jährlich eine komplette Impfung durchzuführen, da einige der Impfkomponenten einen Impfschutz für mehrere Jahre ausbilden. Die jährliche Auffrischung der Impfung wird auch wegen der Entstehung von Fibrosarkomen (bösartige Tumore) diskutiert.