• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Impfen wir unsere Lieben zu Tode?

Diskutiere Impfen wir unsere Lieben zu Tode? im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Weil ich für unsere Katzen das beste tun möchte. Dass mir bekannt ist dass das Präparat, dass unsere Katzen bekommen bezüglich Sarkomen weniger...
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.261
Wenn Dir das alles bekannt ist, warum fragst Du Dich, ob Du weiterhin gegen Tollwut impfen lassen solltest? :?
Weil ich für unsere Katzen das beste tun möchte.
Dass mir bekannt ist dass das Präparat, dass unsere Katzen bekommen bezüglich Sarkomen weniger risikoreich ist kommt nicht von ungefähr, ist ja nicht so als hätte ich mich nicht damit auseinandergesetzt. Ohne den Thread hier gelesen zu haben könnte ich wetten dass das hier auch schon mehrfach erwähnt wurde, dass das Sarkom-Risiko bei einigen Präparaten niedriger ist als bei anderen.

Und dass mir bekannt ist dass die Fledermaustollwut zum einen extrem selten ist (erst recht in unserer Region Deutschlands) und zum anderen noch nicht mal sicher ist ob sie wirklich auf Katzen übertragbar ist bedeutet trotzdem nicht dass das Thema Tollwutimpfung damit erledigt wäre.

Tollwut kann so oder so immer wieder mal auftauchen.
Und letzendlich steckt da auch ein bisschen Solidarprinzip dahinter wenn man seine Tiere impfen lässt.

Ich bin trotzdem unsicher und hätte mir eben ein bisschen Meinungsaustausch gewünscht. Tut mir leid dass ich gefragt habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.262
Hö? Warum tut es Dir nun leid, dass Du gefragt hast?

Das war von mir nicht böse gemeint. Ich habe nur nicht verstanden, warum Du überhaupt darüber nachdenkst.
Ehrlichgesagt, kann ich es immer noch nicht verstehen. :|

Du scheinst doch gut informiert zu sein und weißt, welchen Impfstoff Du wählen solltest um den Schaden so gering wie möglich zu halten, wobei Dir auch bewußt ist, dass jede Injektion schaden kann.
Du weißt außerdem, dass es noch die Fledermaustollwut gibt und auch, dass sie noch nie eine Katze erwischt hat.

Joa, die Tollwut könnte immer mal wieder auftauen.
Deshalb soll man aber nun sein Tier dagegen impfen lassen? Weil die Tollwut vielleicht immer mal wieder auftreten kann?
Nein, für mich kommt das nicht in Frage, auch (und schon gar) nicht aus Prinzip.

LG
Melanie
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.263
Ich habe nur nicht verstanden, warum Du überhaupt darüber nachdenkst.
Wie gesagt: Weil ich das beste für die Katzen möchte und entsprechend unnötige Risken vermeiden möchte.
Für Dich ist das Thema also mit den Argumenten "Sarkom-Risiko" und "Fledermaustollwut ist so selten" schon erledigt und die Antwort hiesse: "Nein, nicht impfen." - Richtig?

Nein, für mich kommt das nicht in Frage, auch (und schon gar) nicht aus Prinzip.
Darf man fragen ob Du Freigänger oder Wohnungskatzen hast?
Bei Wohnungskatzen stellt sich die Frage ja garnicht, da hast Du
a) nicht das Thema Tollwutprävention nach Solidarprinzip und
b) nicht das Problem dass Deine Katzen draußen eingesackt und in Quarantäne gesteckt (oder gleich umgebracht) werden könnten.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.264
Gut, ich möchte auch das Beste für meine Tiere. Da sind wir uns auf jeden Fall einig. :)

Meine Gegenargumente sind:
1.:Sarkom-Risiko
2.:Fledermaustollwut hat noch NIE eine Katze erwischt, da erscheint mir der Nutzen dieser Impfung nicht sonderlich hoch.
Außerdem frage ich mich, ob wir gegen die Fledermaustollwut überhaupt impfen lassen können mit der herkömmlichen Tollwutimpfung. Die Fuchstollwut ist ja ganz anders "aufgebaut", oder?
Man sollte sich auch fragen, ob man in einem gefährdeten Gebiet lebt und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Freigänger eine Fledermaus erwischt, die erkrankt ist. Ja, ich weiß, dass erkrankte Tiere häufig bewegungsunfähig am Boden liegen.
3.: Mir erscheint überhaupt nicht logisch, dass ich gegen etwas impfen lassen soll, was es nicht mehr gibt (Fuchstollwut) aber vielleicht irgendwann mal wieder auftreten KÖNNTE.
Wozu also Prävention?

Ich habe Wohnungskatzen mit Gartenauslauf, der Garten ist gesichert.
Ich habe im Sommer sehr viele Fledermäuse gesehen. ;-)

Hätte ich Freigänger, würde ich nicht anders handeln. :|
Einige Katzenhalter entscheiden eben aus Angst vor Erkrankungen, seine Tiere "überimpfen" zu lassen, andere lassen aus Angst vor Sarkomen und anderen Erkrankungen die durch die regelmäßigen Impfungen auftreten können, nur noch grundimmunisieren.

Wobei ich aus Gründen entscheide, die mir persönlich logisch erscheinen.
Was meinst Du, warum Du impfen lassen möchtest?
Ist es Angst, oder bist Du überzeugt davon, dass Du Dein Tier damit schützt? (Diese Frage soll keine Provokation sein.)


Liebe Grüße
Melanie
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.265
Meine Gegenargumente sind:
1.:Sarkom-Risiko
Haste wie gesagt bei jeder Spritze.

2.:Fledermaustollwut hat noch NIE eine Katze erwischt, da erscheint mir der Nutzen dieser Impfung nicht sonderlich hoch.
Man impft auch nicht gegen Fledermaustollwut sondern gegen terrestrische Tollwut.

3.: Mir erscheint überhaupt nicht logisch, dass ich gegen etwas impfen lassen soll, was es nicht mehr gibt (Fuchstollwut) aber vielleicht irgendwann mal wieder auftreten KÖNNTE.
Wozu also Prävention?
a) Das Tollwut-Virus gibt es sehr wohl noch!!! Die Tollwut ist ja leider bei weitem nicht weltweit ausgerottet. Und nicht nur illegale Tierimporte oder auch Fehler beim Auslandstierschutz (liest man ja gelegentlich dass da Impfungen nicht gemacht wurden obwohl vorgeschrieben) können den Virus wieder einschleppen, da gibt's noch zig andere Möglichkeiten, mal ganz abgesehen davon dass Tiere sich nicht um Grenzen scheren.
b) Eben WEIL wir impfen, ist die Tollwut in Deutschland aktuell ausgerottet.
c) Weil auch die Tollwutimpfung nicht von heute auf morgen wirkt, es also schon zu spät sein kann sie mal eben nachzuholen wenn die Tollwut tatsächlich wieder ausbricht (was jederzeit im Bereich des Möglichen liegt, man muss ja nur ein paar Kilometer nach Osten schielen).

Ich habe im Sommer sehr viele Fledermäuse gesehen. ;-)
Wir haben hier auch jede Menge Fledermäuse - offiziell ist Baden-Württemberg aber aktuell auch frei von Fledermaustollwut (sagte mir zumindest der Mann vom B.U.N.D. gestern).

Was meinst Du, warum Du impfen lassen möchtest?
Ich habe nicht gesagt dass ich impfen lassen möchte sondern hier um Meinungen dazu gebeten.
Ich bin noch unentschlossen.

Ist es Angst, oder bist Du überzeugt davon, dass Du Dein Tier damit schützt? (Diese Frage soll keine Provokation sein.)
Was sollte an dieser Frage provokant sein?
Natürlich hab ich Angst um unsere Tiere und möchte sie schützen so weit ich das tun kann - ohne ihre Lebensqualität einzuschränken (sonst dürften sie garnicht erst in den Freigang).

Die frage ist nur, wovor genau ich denn da Angst haben soll:
Vor einer tatsächlichen Tollwutinfektion? Nein, nicht wirklich. Das halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Aber tatsächlich hätte ich Angst dass hier die Tollwut ausbricht und - so wie's ja vom Gesundheitsamt vorgesehen ist - sämtliche Freigängerkatzen getötet werden wenn man nicht nachweisen kann dass sie gegen Tollwut geimpft sind (und zwar nicht erst gestern).
Ich hab in meiner Kindheit genug Tollwutwarnschilder und abgesperrte Bezirke gesehen dass ich es noch nicht vergessen habe.

Das Argument das von Tierärzten gerne kommt, nämlich dass es versicherungsrechtliche Probleme geben kann wenn die Katze jemanden beisst finde ich zwar fürsorglich, aber davor habe ich keine Angst (zumal derjenige erstmal beweisen müsste dass das wirklich eine unserer Katzen gewesen ist).
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.266
Wenn ich das richtig verstehe, geht es hier vielmehr um ein grundsätzliches Problem.

Die Frage, sollte ich meine Katzen impfen lassen, um die Solidargemeinschaft nicht zu schädigen.
Je weniger Menschen ihre Katzen gegen Tollwut impfen lassen, desto größer ist die Gefahr, dass bei einer auftretenden Tollwut viele ungeimpfte Tiere die Krankheit weiter geben können.

So wie es bei der Masernepidemie 2006 bei Menschen war.
Damals sind auch kleine Babys erkrankt, die noch zu klein für eine Impfung waren, weil die Eltern oder ein Elternteil ungeimpft war und die Erkrankung weiter gegeben hat.
Masernerkrankungen können auch nach der eigentlichen Erkrankung ganz schlimme Folgen haben und das Gehirn bis zu 10 Jahre nach der Infektion zerstören.


Andererseits aber die Frage, wie sinnvoll ist so eine Tollwutimpfung wirklich.
Gegen die Pocken muss man sich schließlich auch nicht mehr impfen lassen, da sie seit Mitte der 70er als ausgerottet gilt.

War das gemeint?
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.267
Die Frage, sollte ich meine Katzen impfen lassen, um die Solidargemeinschaft nicht zu schädigen.
Je weniger Menschen ihre Katzen gegen Tollwut impfen lassen, desto größer ist die Gefahr, dass bei einer auftretenden Tollwut viele ungeimpfte Tiere die Krankheit weiter geben können.
Zumindest finde ich dass man dieses Thema nicht unter den Tisch fallen lassen sollte, richtig.

Andererseits aber die Frage, wie sinnvoll ist so eine Tollwutimpfung wirklich.
Gegen die Pocken muss man sich schließlich auch nicht mehr impfen lassen, da sie seit Mitte der 70er als ausgerottet gilt.
Richtig, die Pocken sind aber tatsächlich ausgerottet - die Tollwut ist es ja leider nicht, da reicht der Blick über die östliche Grenze aber auch über die westliche. Das ist ja schon ein wesentlicher Unterschied.

Auch.
Ich eiere halt grad wirklich sehr rum ob ich's machen lassen soll oder nicht, drum ja die Frage hier wie denn die Meinungen sind.
Etwas überrascht bin ich schon, hatte eher damit gerechnet dass mir gerade hier zugeraten wird.

Bin halt auch unsicher was den Impf-Zyklus angeht: Braucht es diese Impfung ein Jahr nach den beiden ersten zum Abschluss der Grundimmunisierung (wie bei Seuche auch)?
Oder ist das einfach nur für den Tierarzt praktisch so, weil man's dann zusammenlegen kann?
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.268
Haste wie gesagt bei jeder Spritze.


Man impft auch nicht gegen Fledermaustollwut sondern gegen terrestrische Tollwut.


a) Das Tollwut-Virus gibt es sehr wohl noch!!! Die Tollwut ist ja leider bei weitem nicht weltweit ausgerottet. Und nicht nur illegale Tierimporte oder auch Fehler beim Auslandstierschutz (liest man ja gelegentlich dass da Impfungen nicht gemacht wurden obwohl vorgeschrieben) können den Virus wieder einschleppen, da gibt's noch zig andere Möglichkeiten, mal ganz abgesehen davon dass Tiere sich nicht um Grenzen scheren.
b) Eben WEIL wir impfen, ist die Tollwut in Deutschland aktuell ausgerottet.
c) Weil auch die Tollwutimpfung nicht von heute auf morgen wirkt, es also schon zu spät sein kann sie mal eben nachzuholen wenn die Tollwut tatsächlich wieder ausbricht (was jederzeit im Bereich des Möglichen liegt, man muss ja nur ein paar Kilometer nach Osten schielen).


Wir haben hier auch jede Menge Fledermäuse - offiziell ist Baden-Württemberg aber aktuell auch frei von Fledermaustollwut (sagte mir zumindest der Mann vom B.U.N.D. gestern).


Ich habe nicht gesagt dass ich impfen lassen möchte sondern hier um Meinungen dazu gebeten.
Ich bin noch unentschlossen.


Was sollte an dieser Frage provokant sein?
Natürlich hab ich Angst um unsere Tiere und möchte sie schützen so weit ich das tun kann - ohne ihre Lebensqualität einzuschränken (sonst dürften sie garnicht erst in den Freigang).

Die frage ist nur, wovor genau ich denn da Angst haben soll:
Vor einer tatsächlichen Tollwutinfektion? Nein, nicht wirklich. Das halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Aber tatsächlich hätte ich Angst dass hier die Tollwut ausbricht und - so wie's ja vom Gesundheitsamt vorgesehen ist - sämtliche Freigängerkatzen getötet werden wenn man nicht nachweisen kann dass sie gegen Tollwut geimpft sind (und zwar nicht erst gestern).
Ich hab in meiner Kindheit genug Tollwutwarnschilder und abgesperrte Bezirke gesehen dass ich es noch nicht vergessen habe.

Das Argument das von Tierärzten gerne kommt, nämlich dass es versicherungsrechtliche Probleme geben kann wenn die Katze jemanden beisst finde ich zwar fürsorglich, aber davor habe ich keine Angst (zumal derjenige erstmal beweisen müsste dass das wirklich eine unserer Katzen gewesen ist).

Bin halt auch unsicher was den Impf-Zyklus angeht: Braucht es diese Impfung ein Jahr nach den beiden ersten zum Abschluss der Grundimmunisierung (wie bei Seuche auch)?
Oder ist das einfach nur für den Tierarzt praktisch so, weil man's dann zusammenlegen kann?

Du hast gefragt, warum ich nicht impfen lasse bzw was meine Gegenargumente sind.
Deshalb habe ich Dir das Risiko des Impfsarkoms genannt. Das ich dieses Risiko bei jeder Injektion habe, ist mir bekannt (deshalb wäge ich beim Tierarztbesuch auch ganz sorgfältig ab, ob diese oder jene Injektion wirklich sein muß).


Der gängige Tollwutimpfstoff schützt also nachweislich auch gegen die Fledermaustollwut?

Wenn das die gleiche Form der Tollwut ist, warum ist sie nicht auf Haustiere übertragbar wie die Fuchstollwut?


Ja stimmt, die Fuchstollwut ist nicht weltweit ausgerottet.
Okay, ich ergänze meine vorherige Antwort:
Würde ich an der "Tollwut-Grenze" leben und hätte ich Freigänger würde ich sie wahrscheinlich nach diesem Schema impfen lassen:
Katzen sollten so selten wie möglich gegen Tollwut geimpft werden. Dabei sollte man dem relativ neuen adjuvansfreien Produkt den Vorzug geben. Laut Beipackzettel ist dieser Impfstoff so zu geben: Eine Impfung im Welpenalter, eine weitere Impfung ein Jahr später, danach gilt die Impfung für drei Jahre.

Achten Sie auf Tollwutimpfstoffe, die starke Adjuvantien (Wirkverstärker) enthalten, die im begründeten Verdacht stehen, die Bildung von Impfsarkomen (= bösartiger Krebs an der Impfstelle) zu begünstigen.

Eine gesetzliche Pflicht zur Tollwutimpfung besteht übrigens nicht, auch nicht bei Freigängern.
Quelle:


Gut, meine Meinung dazu kennst Du ja nun.:)

Da Du eben gesagt hast, dass es Dir leid tut, überhaupt gefragt zu haben, dachte ich, ich schreibe besser dazu, dass es keine Provokation ist. ;-)

Ob die Tollwut bei Dir irgendwann mal ausbrechen wird, kann Dir natürlich niemand beantworten.
Damit sind wir aber wieder bei dem von mir genannten Gegenargument. ;-) Ich lasse nicht impfen, weil vielleicht mal irgendwann die Tollwut hier ausbricht. Das würde auch für meine Freigänger gelten, wenn ich welche hätte.

Ich würde mich an das oben genannte Schema halten, wenn ich mich FÜR die Tollwutimpfung entscheiden müsste.

Generell sollte man eh nie mehr als nur einen Impfstoff injezieren lassen.
Die Belastung für den Körper, ist einfach zu groß.

LG
Melanie
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.269
Der gängige Tollwutimpfstoff schützt also nachweislich auch gegen die Fledermaustollwut?
Das hab ich nicht gesagt, ist das so?

Wenn das die gleiche Form der Tollwut ist, warum ist sie nicht auf Haustiere übertragbar wie die Fuchstollwut?
Ob die Fledermaustollwut auf Haustiere übertragbar ist oder nicht steht ja noch garnicht fest soweit ich informiert bin (durch den B.U.N.D.-Mann). Selbst dann bliebe aber die Frage im Raum stehen ob Haustiere Überträger sein können, denn für den Menschen ist die Fledermaustollwut ja genauso lebensgefährlich wie die terrestrische Tollwut.

Würde ich an der "Tollwut-Grenze" leben ...
In Deutschland lebst Du ja gewissermaßen schon an der "Tollwut-Grenze". Und Fledermaustollwut gibt's - soweit ich das auf den Karten sehe - eher im Norden Deutschlands als im Süden.
Letztendlich ist es aber auch eher so (zumindest den dokumentierten Fällen nach) dass an den bekannten Fällen von Tollwut in Deutschland in den letzten 10 Jahren Tiere aus dem Ausland beteiligt waren.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.270
Das hab ich nicht gesagt, ist das so?


Ob die Fledermaustollwut auf Haustiere übertragbar ist oder nicht steht ja noch garnicht fest soweit ich informiert bin (durch den B.U.N.D.-Mann). Selbst dann bliebe aber die Frage im Raum stehen ob Haustiere Überträger sein können, denn für den Menschen ist die Fledermaustollwut ja genauso lebensgefährlich wie die terrestrische Tollwut.


In Deutschland lebst Du ja gewissermaßen schon an der "Tollwut-Grenze". Und Fledermaustollwut gibt's - soweit ich das auf den Karten sehe - eher im Norden Deutschlands als im Süden.
Letztendlich ist es aber auch eher so (zumindest den dokumentierten Fällen nach) dass an den bekannten Fällen von Tollwut in Deutschland in den letzten 10 Jahren Tiere aus dem Ausland beteiligt waren.

Ich gebe zu, dass Du eine für mich, merkwürdige Art hast, zu diskutieren.
Leider gehst Du nicht auf alles ein, was ich schreibe und irgendwie scheinen wir uns nicht richtig zu verstehen.

Ich wollte von Dir wissen, ob das so ist. Ich weiß es nicht.

Genau das ist der Punkt, für mich.
Nichts ist gewiss, nichts nachweisbar.
Was ich habe, an Infos ist das hier von der Tierärztekammer, die getestet haben und zu folgendem Schluß gekommen sind:
Eine Übertragung auf Haustiere konnte im Tierexperiment bislang nur unter Anwendung sehr hoher Dosen und cerebraler Infektion erfolgen.
Quelle:


DAS reicht mir nicht um mich FÜR die Impfung meines Tieres zu entscheiden.
Für mich gibt es mehr Gegenargumente als welche die dafür sprechen.

Ja, vielleicht können Haustiere übetragen, vielleicht bricht hier irgendwann die Tollwut aus, vielleicht, vielleicht, vielleicht.
MIR reicht das nicht.

Gut, dann noch deutlicher:
Würde ich an der Grenze zu (z.B.)Polen wohnen und hätte ich Freigänger, würde ich ernsthaft über eine Tollwutimpfung nachdenken.

LG
Melanie
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.271
Zu Impfungen zugeraten wird hier eher nicht, da die meisten hier, die sich ein wenig mit den Impfungen beschäftigt haben, die Impfpraxis der deutschen Tierärzte kritisch sehen.

Dabei geht es nicht darum, dass Impfungen grundsätzlich abgelehnt werden.
Impfungen an sich sind natürlich sinnvoll und notwendig.
Aber die Impfungen für Tiere sind längst nicht so gut überprüft und dokumentiert, wie die Impfungen für Menschen.
Impfzyklen sind willkürlich festgelegt und es wird gegen Erkrankungen geimpft, gegen die nicht wirklich sinnvoll geimpft werden kann.
Manche Impfstoffe stehen sogar in dem Verdacht die Erkrankung erst auszulösen.

Da Tiere immer noch als Sachen gelten, ist es wohl nicht so wichtig, näher zu untersuchen, was die Impfungen für Folgen haben. Man wird den Verdacht nicht los, dass es sowohl bei Tierärzten und Pharmaindustrie hauptsächlich darum geht, viel Geld zu verdienen.

Hier im Forum finden sich durchaus Beispiele, wo ein Kitten direkt nach der Impfung gestorben ist.
Wo Tierärzte kranke Tiere geimpft haben, die das ebenfalls nicht überlebt haben.
Natürlich kann nicht immer ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung gezogen werden, aber in einigen Fällen ist es schon auffällig.

Deswegen finde ich, dass man sich als Halter immer informieren sollte und gut überlegen, ob man selbst eine Impfung für sinnvoll hält.
Wann diese angebracht ist, wie sie gegeben werden sollte und wohin und so weiter.
Es ist nicht immer gut, sich nur auf seinen Tierarzt zu verlassen.
Grundsätzlich halte ich die Aussage "So viel wie nötig, so wenig wie möglich!" für sehr sinnvoll.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.272
Ich würde mich an das oben genannte Schema halten, wenn ich mich FÜR die Tollwutimpfung entscheiden müsste.
Wenn wir uns dafür entscheiden werden wir uns an das Schema halten, das der Hersteller bzw. die Tierärztin empfiehlt. Gegen das genannte Präparat scheinen ja Eurerseits jetzt keine weiteren Einwände zu bestehen, oder?

Generell sollte man eh nie mehr als nur einen Impfstoff injezieren lassen.
Die Belastung für den Körper, ist einfach zu groß.
Das irritiert mich auch ein bisschen, ich hoffe es war kein Irrtum der Tierarzt-Helferin.
Bezüglich Injektions-Anzahl (da kann ja die gleiche Kanüle benutzt werden denke ich) und Stress für die Tiere (die ja nach wie vor wie gesagt sehr scheu sind) wären mehrere Termine aber auch wieder eine große Belastung.
Ich werde diesbezüglich nochmal nachhaken.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.273
@Louisella:

Ich denke, du kennst alle Fakten, die uns auch bekannt sind. Ob du nun einen Impfschutz gegen Tollwut haben möchtest und dir ansonsten die (von dir erwähnten Risiken) zu hoch sind, musst alleine du entscheiden. Da gehen die Ansichten auseinander.
Ich denke, wenn du dieses Jahr nicht nachimpfen lässt ist nicht gesichert, dass überhaupt ein Impfschutz besteht. Daher würde ich sagen, wenn du Wert auf den Schutz legst, dann lass dieses Jahr noch einmal impfen.

Was ich nicht verstehe ist, dass letztes Jahr zwei Mal geimpft wurde.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.274
Ich gebe zu, dass Du eine für mich, merkwürdige Art hast, zu diskutieren.
Ich fand's schon irritierend mich selbst zitieren zu müssen, sorry.

Leider gehst Du nicht auf alles ein, was ich schreibe und irgendwie scheinen wir uns nicht richtig zu verstehen.
Ich kenne ja jetzt Deine Gegenargumente, die sind mir nicht neu, was ich dazu sagen konnte hab ich ja schon gesagt.

Ich wollte von Dir wissen, ob das so ist. Ich weiß es nicht.
Ich kann es auch nicht wissen, weil's dazu keine verlässlichen Informationen gibt. Was der Mann vom B.U.N.D. dazu sagt lief auf zwei Dinge raus:
a) Deutschland ist derzeit frei von terrestrischer Tollwut, was vor allem der Impfung der Füchse über Köder in großangelegten Aktionen zu verdanken ist.
b) Baden-Württemberg ist derzeit frei Fledermaustollwut.
c) Fledermaustollwut ist für Menschen genauso lebensgefährlich wie die terrestrische Tollwut.
d) Ob Katzen an Fledermaustollwut erkranken können und/oder diese übertragen können ist unklar.
e) Das Wiederausbrechen von Tollwut ist jederzeit möglich, gerade in Zeiten der Globalisierung, je weniger ungeimpfte Tiere draußen unterwegs sind, desto geringer die Gefahr einer Epidemie (oder gar Pandemie). Hier kommt eben das Solidarprinzip ins Spiel.

Was ich habe, an Infos ist das hier von der Tierärztekammer, die getestet haben und zu folgendem Schluß gekommen sind:

Quelle:
Du hängst Dich zu sehr an der Fledermaustollwut auf - das ist ein Randargument, mir geht's ja um die Impfung gegen die terrestrische Tollwut.
Und zudem garnicht in erster Linie darum, dass sich unsere Katzen mit Fledermaustollwut infizieren könnten.

Ja, vielleicht können Haustiere übetragen, vielleicht bricht hier irgendwann die Tollwut aus, vielleicht, vielleicht, vielleicht.
Haustiere können nachweislich Tollwut übertragen, da gibt's kein "vielleicht".
Sonst müssten sich Tierärzte ja nicht dagegen impfen lassen, oder?
Tollwut ist eine auch für den Menschen tödliche Erkrankung, und eine schrecklich verlaufende noch dazu. Nicht umsonst gibt's deshalb so harte gesetzliche Bestimmungen.
Tatsächlich ist richtig dass im Tollwutfall gesetzlich vorgegeben ist dass freilaufende Haustiere, die keine Impfung nachweisen können, getötet werden. DAS macht mir tatsächlich Angst, denn ich erinnere mich wie gesagt an Tollwutschilder aus meiner Kindheit.
Dass Ebola jemals wieder ausbricht hat vor 40 Jahren auch niemand gedacht - es tut mir leid dass ich dieses fürchterliche Beispiel benutzen muss. Und dass sich dann plötzlich auch Krankenschwestern in Spanien infizieren wurde zuvor erst recht für unmöglich gehalten.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.275
Auch meine Tiere sind tollwutgeimpft. Wir leben hier in einer Fledermauszone und es wurde letztes Jahr ein Mensch gebissen von einer Fledermaus die nachweislich Tollwut hatte. Auch wenn meine nur den Freigang im Katzenzwinger haben möchte ich nicht, dass meine Tiere, wenn sie nicht geimpft sind von Amts wegen getötet werden.

Impfen ist wichtig, aber bitte nach den modernsten und neusten Stand der Wissenschaft.

lg
Verena
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.276
Grundsätzlich halte ich die Aussage "So viel wie nötig, so wenig wie möglich!" für sehr sinnvoll.
Danke - an dieses Motto halte ich mich normalerweise gerade bei sowas auch.

Ich denke, wenn du dieses Jahr nicht nachimpfen lässt ist nicht gesichert, dass überhaupt ein Impfschutz besteht.
Den Gedanken hab ich ja eben auch im Hinterkopf, für mich klingt das so als wäre das wie mit der "normalen" Grundimmunisierung bei der man ja auch die Abschlussimpfung nach einem Jahr gibt (deswegen haben wir ja den Termin).

Ich muss aber dazusagen dass wir ein ganz kleines bisschen Durcheinander haben mit den Impfterminen, die sind nämlich bei den beiden leicht verschoben. Wir werden bei der einen Katze jetzt nach 11 Monaten und bei der anderen nach 13 Monaten die Grundimmunisierung abschliessen, die Tierärztin sieht da kein Problem. Ich denke die beiden kommen mit der Aktion Tierarzt besser klar wenn wir beide gleichzeitig hinbringen.

Tollwut wurde aber bei beiden gleichzeitig geimpft, das würde auch noch in einem Monat reichen von der Frist her.

Was ich nicht verstehe ist, dass letztes Jahr zwei Mal geimpft wurde.
Das gehört wohl so laut Herstellerempfehlung. Ich bin da grad auch leicht verunsichert, scheint aber normal zu sein.

Ich muss zu meiner Entschuldigung dazusagen dass ich - trotz langjähriger Katzenerfahrung - das erste Mal auch für solche Entscheidungen zuständig bin und somit keinerlei Erfahrung damit habe.
Warum die beiden nicht gleichzeitig gegen Seuche geimpft wurden könnte ich die Pflegestelle fragen - ich tippe aber weil die Kleine da tatsächlich nur Haut und Knochen war.
Hilft aber bezüglich Tollwut auch nicht weiter - das hab ich damals entschieden und mich eben hinterher gefragt ob's wirklich hätte sein müssen.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.277
Wir werden bei der einen Katze jetzt nach 11 Monaten und bei der anderen nach 13 Monaten die Grundimmunisierung abschliessen, die Tierärztin sieht da kein Problem. Ich denke die beiden kommen mit der Aktion Tierarzt besser klar wenn wir beide gleichzeitig hinbringen.

Ich denke auch nicht, dass das ein Problem ist. Das Jahr ist nicht in Stein gemeiselt. Es sind nicht hups alle Antikörper weg. Eher ist es so, dass die ganze Zeit kein richtiger Schutz bestand.

Das gehört wohl so laut Herstellerempfehlung. Ich bin da grad auch leicht verunsichert, scheint aber normal zu sein.

Bei der Tollwutimpfung eben nicht. Ich hatte mich die ganze Zeit gewundert, weil ich es so nicht kenne. Ich habe dann mal auf der Seite geschaut und auch dort steht, EINE Impfung im Welpenalter.



Das finde ich dann wirklich schade, wenn das die TÄ nicht wissen :-(.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.278
Auch wenn meine nur den Freigang im Katzenzwinger haben möchte ich nicht, dass meine Tiere, wenn sie nicht geimpft sind von Amts wegen getötet werden.
Auch für Dich ist das also ein Argument pro Impfung. Danke, ich dachte schon ich bin die einzige.

Impfen ist wichtig, aber bitte nach den modernsten und neusten Stand der Wissenschaft.
Ich hoffe wir sind mit dem genannten Präparat da richtig - unsere Tierärztin ist, soweit ich das beurteilen kann, da durchaus auf dem Laufenden. Unsere Katzen wurden von dieser Tierarztpraxis, die einen sehr guten Ruf auch überregional hat, von Anfang an betreut (auch schon seitens der Katzenhilfsorga aus) und ich bin eher positiv überrascht als negativ, wobei ich natürlich keinen Vergleich habe.
Gibt's eigentlich sowas wie ein "Tierarzt-Ranking" irgendwo? Ich würde dieser Praxis für den tollen Service auch für verunsicherte "Newbies" gerne ein paar Punkte geben.

Ich denke auch nicht, dass das ein Problem ist. Das Jahr ist nicht in Stein gemeiselt. Es sind nicht hups alle Antikörper weg. Eher ist es so, dass die ganze Zeit kein richtiger Schutz bestand.
Der Gedanke dass wir auch bei der Tollwutimpfung dem Plan mit der Grundimmunisierung folgen sollten (egal wie wir uns für die Zukunft entscheiden, d.h. dann in 3 Jahren) verfestigt sich bei mir.
Ich muss ja nach dem Abschluss der "normalen" Grundimmunisierung sowieso dann für die Zukunft überlegen wie wir da weiterverfahren wollen - da gibt's ja auch sehr unterschiedliche Meinungen.

Bei der Tollwutimpfung eben nicht. Ich hatte mich die ganze Zeit gewundert, weil ich es so nicht kenne. Ich habe dann mal auf der Seite geschaut und auch dort steht, EINE Impfung im Welpenalter.



Das finde ich dann wirklich schade, wenn das die TÄ nicht wissen :-(.
Ich kann jetzt gerne die Impftermine hier reintippen oder die Kleber im Impfpass einscannen - wenn da schon zuviel geimpft wurde gefällt mir das natürlich garnicht, ich finde ja auch dass man's nicht übertreiben soll, drum ja die Bitte um Entscheidungshilfen.
Andererseits kann ich mir gerade bei dieser Tierärztin nicht vorstellen dass sie's übertreibt oder aus finanziellen Interessen mehr macht als nötig. Ich werde nachfragen, das wird sich sicherlich aufklären.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.279
Mir ist wichtig , dass die TÄ mehr Bewusstsein dafür bekommen und die Tierärztkammern endlich mal ein einheitliches Impfschemata erstellen und nicht auf zwanzig Jahren alten Erkenntnissen rumreiten.

lg
Verena
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #1.280
Mir ist wichtig , dass die TÄ mehr Bewusstsein dafür bekommen und die Tierärztkammern endlich mal ein einheitliches Impfschemata erstellen und nicht auf zwanzig Jahren alten Erkenntnissen rumreiten.
Und in welche Richtung würdest Du da tendieren?
Es gibt ja Leute die (nach der Grundimmunisierung) jährlich gegen Seuche & Co. impfen. Das wäre mir (nach meinem aktuellen Kenntnisstand) dann doch zu viel und teils ist das wohl tatsächlich auch Geldmacherei von Tierärzten denen ich nicht über den Weg trauen würde.
Unsere Tierärztin bzw. das Praxisteam dort vertritt da eher eine gemässigte/ganzheitliche Meinung.
So zumindest mein bisheriger Eindruck.
 
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