Die meisten Maine Coons stammen von ganz wenigen Katzen ab, die in den 60er Jahren als Gründertiere (= Foundations) registriert wurden. Vor allem
Sonya Stanilow, die unter dem Namen Tati-Tan züchtete, ist da zu nennen. Dadurch dass die Nachkommen der wenigen Gründerkatzen immer wieder untereinander verpaart wurden, entstand ein einheitlicher Typ, gleichzeitig aber auch hohe Inzucht. Es kamen noch ein paar andere Katzen dazu, was aber nicht viel daran änderte, dass die Inzucht recht hoch war und ist.
In Maine und Kanada gibt es auch heute noch Hauskatzen ohne Papiere, die vom Typ her einer Maine Coon entsprechen. Die können in den USA registriert werden und in die Zucht genommen werden. Dafür gibt es ganz spezielle Regeln und Vorschriften. Über ihre Abstammung ist nichts bekannt, aber man geht davon aus, dass sie mit den registrierten Katzen wenig oder nicht verwandt sind. Das sind heute die Foundations und sie sollen die Inzucht vermindern.
Diese Foundations sind die F0-Tiere. Werden zwei Foundations miteinander verpaart, sind die Nachkommen F1-Foundations, die Enkel F2-Foundations usw. Um aber an den heute auf Shows erfolgreichen Typ züchterisch schneller heranzukommen, werden die Foundations oft mit excellenten Katzen mit Stammbaum verpaart, die Nachkommen sind dann Teil-Foundations.
Züchtet ein Züchter ursprüngliche Maine Coons, dann kann das heißen, dass er einen Typ bevorzugt, wie er früher auf Ausstellungen zu sehen war, also nicht ganz so lange Ohren und nicht ganz so ausgeprägte Schnauzen und vielleicht auch nicht ganz so riesig. Das heißt nicht zwangsläufig, dass mit Foundations gezüchtet wird. Eigentlich müsstest Du den Züchter Deiner Maine Coon fragen, was er unter "ursprünglich" versteht.