einzelhaft

Diskutiere einzelhaft im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; ich muß sagen,man sollte viel. unterscheiden ob es wohnungskatzen sind oder ob sie mal in den freigang dürfen.... ich zb.habe zwei einzelgänger...
  • einzelhaft Beitrag #21
ich muß sagen,man sollte viel. unterscheiden ob es wohnungskatzen sind oder ob sie mal in den freigang dürfen....
ich zb.habe zwei einzelgänger die sich nicht mögen und das seit zweieinhalb jahren und im endeffekt ist ja klein betty auch als einzelkatze eingezogen mit ihren 7 wochen damals und ist normal entwickelt....
wo mona rausdurfte,mußte betty halt herin bleiben....aber generell tendiere ich dazu,das wenn man kitten hat für die wohnung sollten es UNBEDINGT zwei sein,und für den freigang ist es nicht unbedingt ein muß finde ich...
 
  • einzelhaft

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  • einzelhaft Beitrag #22
ich muß sagen,man sollte viel. unterscheiden ob es wohnungskatzen sind oder ob sie mal in den freigang dürfen....
ich zb.habe zwei einzelgänger die sich nicht mögen und das seit zweieinhalb jahren und im endeffekt ist ja klein betty auch als einzelkatze eingezogen mit ihren 7 wochen damals und ist normal entwickelt....
wo mona rausdurfte,mußte betty halt herin bleiben....aber generell tendiere ich dazu,das wenn man kitten hat für die wohnung sollten es UNBEDINGT zwei sein,und für den freigang ist es nicht unbedingt ein muß finde ich...

und welcher verantwortungsvolle katzenhalter schickt sein kitten (womöglich vor der kastra) in freigang?
 
  • einzelhaft Beitrag #23
ich muß sagen,man sollte viel. unterscheiden ob es wohnungskatzen sind oder ob sie mal in den freigang dürfen....
ich zb.habe zwei einzelgänger die sich nicht mögen und das seit zweieinhalb jahren und im endeffekt ist ja klein betty auch als einzelkatze eingezogen mit ihren 7 wochen damals und ist normal entwickelt....
wo mona rausdurfte,mußte betty halt herin bleiben....aber generell tendiere ich dazu,das wenn man kitten hat für die wohnung sollten es UNBEDINGT zwei sein,und für den freigang ist es nicht unbedingt ein muß finde ich...
das sehe ich ähnlich.
beim freigang gibt es die möglichkeit sich selbst den gewünschten kontakt zu suchen...
was übrigens in der tat passiert...
 
  • einzelhaft Beitrag #24
  • einzelhaft Beitrag #25
und welcher verantwortungsvolle katzenhalter schickt sein kitten (womöglich vor der kastra) in freigang?
oh ja, gutes argument.
ich bin von einem kastrierten tier ausgegangen.

ich habe gerade noch etwas gefunden....
das passt doch mal gut hierher!
Kitten sollten wenigstens 12 Wochen alt sein, bevor sie Mutter und Geschwisterchen verlassen, denn erst in diesem Alter sind sie ausreichend sozialisiert.
Es gibt Notsituation z.B. im Tierschutz in denen Kitten bereits mit 8 Wochen abgegeben werden, aber trotz einer möglichen Notlage ist diese Entscheidung nicht gut, ein nicht ausreichend sozialisiertes Kitten kann beginnend von Unsauberkeit, über Ängstlichkeit oder ständiges Miauen bis hin zu Zerstörung von Gardinen, Polstermöbeln etc. eine Menge Probleme mit sich bringen, die die Freude des Menschen an seinem Tier sehr dämpfen können.

Kitten, die jünger als 8 Wochen sind, gehören ohne wenn und aber zur Mutter und den Geschwisterchen, und wenn ein Kittenhalter das nicht einsehen mag, sollte man davon absehen dort ein Kitten zu holen.

Kitten sind -auch mit 12 Wochen- Kleinkindern gleichzusetzen und somit sollte verständlich sein, das man niemals Kitten allein hält.
Auch der liebevollste Mensch ersetzt keinen Artgenossen und gerade Jungtiere brauchen einen Spielkumpel, und der sollte logisch im gleichen Alter sein.
Kitten brauchen die ständige Nähe eines Spielkumpels, ihr Tagesablauf besteht überwiegend aus spielen und toben, das sind Bedürfnisse deren ein älteres Tier selten gerecht werden kann.
Bereits mit 12 Monaten ist eine Katze nicht mehr unbedingt gewillt ständig ein Kitten im Schlepptau zu haben, das toben will, und Kater z.B. können in diesem Alter bereits viel zu heftig beim Spiel oder Balgen sein, und ein Kitten evtl. verletzen.
Sind Katze aber bereits im Seniorenalter (beginnt ab dem 8.Lebensjahr) kann ein Kitten für sie sogar Stress bedeuten, sie lieben es selten von einem übermütigen Kitten attackiert zu werden.
Wer also ältere Katzen hat und dennoch ein Kitten dazu haben möchte, sollte immer zwei Kitten nehmen, oder lieber ein Tier das altersmässig zu den anderen passt.

Ein absolutes No-Go sind Kitten in Einzelhaltung, sie werden seelisch verkümmern und die Verhaltenschäden sind vorprogammiert.

Wenn ein Kitten einzieht wird es meist freudig erwartet und auch begrüsst, dennoch sollte man beachten, dass es von dieser Freude nicht 'erschlagen' wird.
Es hat am Umzugstag alles verloren was ihm vertraut war und kommt in eine völlige fremde Umgebung, mit Menschen, die es nicht kennt.
Auch solch ein kleines Wesen sollte Zeit haben sich einzugewöhnen, nicht gleich von der ganzen Familie überfallen werden, auch wenn es noch so niedlich ist.
Ein Zimmerchen in dem alles bereit steht was es braucht und die Gelegenheit diesen Raum erst einmal kennenzulernen sollte man ihm bieten, und an ersten Tag auch nur einen Menschen der mit ihm spielt und es streichelt.
Kitten gewöhnen sich in der Regel schnell ein, aber ein-zwei Tage in denen es ruhiger zugeht sollte sie haben, danach sorgen sie dann selbst für genug Lebhaftigkeit.
 
  • einzelhaft Beitrag #26
Beispiele waren gefordert - voila:

(wohlgemerkt: das war in meiner Prä-Forumszeit *schäm*)
Findus ist mit ca. 6 Wochen ungeimpft von einer Vermehrerin zu uns gezogen. Die erste Zeit war super. Er war total süß und anhänglich, wollte überall dabei sein, manchmal ein bisschen ruppig. Alles toll. Irgendwann fing er an zu pieseln. Er bekam relativ schnell Freigang (mit ca. 4 Monaten!), das musste aber wieder eingestellt werden, da er eine Bisswunde abbekam, die sich entzündete, und es Beschwerden gab, dass er in die Sandkiste gepinkelt hat (Innenhof). Das Pinkeln wurde mehr und fing an zu stinken. Außerdem wurde zusehends nerviger, hat viel gequakt, wollte raus und wirkte insgesamt unglücklich. Außerdem wollte die Bisswunde nicht richtig heilen. Er war mittlerweile 6 Monate alt. Dann war ich mal wieder beim Tierarzt wegen der Wunde und hab auch wegen Kastra und dem Pieseln gefragt. Der meinte, Kastra hätte noch Zeit und er wäre zwar kein Katzenpsychologe, aber wie wärs denn mit einer zweiten Katze? Nach einigen Überlegungen und etwas Überzeugungsarbeit bei meinem Mann durfte dann Nicky einziehen. Auch viiiiel zu früh, verfloht, ungeimpft. Am ersten Tag wurde Nicky noch ordentlich gejagt und verprügelt, am nächsten Tag tobten beide durch die Wohnung, immer abwechselnd einer hinter dem anderen, wildes Geraufe und anschließend wurde tatsächlich schon gekuschelt. Das Foto in meinem Avatar ist kurz nach Nickys Einzug entstanden. Die Aufzuchtsmilch wurde brüderlich geteilt. Erst durfte Nicky, dann hat ihm Findus übers Köpfchen geleckt, ihn mit der Pfote etwas beiseite geschoben und selber etwas getrunken. Dann durfte wieder Nicky usw. Es war sooo schön, die beiden zu sehen. Das Pinkeln hörte schlagartig auf und ich hab richtig gemerkt, wie zufrieden Findus jetzt war.

Das heißt für mich: Nie wieder Einzelhaltung für Kitten. Und deswegen bekam Nicky auch ziemlich schnell nach Findus Tod wieder einen Kumpel: Hardy (12 Wochen). Bei meinem dritten Kater Milou denke ich allerdings, er wäre als Einzelkater glücklicher. Er hat Angst vor anderen, besonders vor Hardy. Wer weiß, wie er aufgewachsen ist. Er kam mit ca 10 Monaten zu uns, wurde abgegeben, weil er Freigang wollte. Er lebte zwar 3 Monate mit einem kleinen Katzenmädel zusammen, aber vor meinen größeren Katern hatte er richtig Schiss. Davor lebte er angeblich bei einer 'Oma', wo er schon Freigang hatte. Menschen liebt er dagegen sehr.

LG Susanne
 
  • einzelhaft Beitrag #27
Erfahrungsbericht von vor 8 Jahren:
Ich bin nach einer Trennung wieder in eine eigene Wohnung gezogen und konnte und wollte mir endlich den Traum erfüllen und eine Katze zu mir holen. Naiv und nicht gut genug informiert bin ich los zum Tierschutz und habe den kleinen Pinsel, grade einmal 9-10 Wochen zu mir geholt.
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Ein Schmuser ohne gleichen und mein absoluter Traumkater. Wir waren ein super Gespann! Meine Arbeitszeiten waren ok, dachte ich mir, und wir haben gespielt und gekuschelt und hatte Spaß. Das ging 2 Jahre gut. Dann merkte ich ihm an, das er nicht mehr so viel spielen wollte, er ging an die Tapeten im Flur (ich mußte neu renovieren) und wurde immer schläfriger auf der einen Seite, auf der anderen ganz extrem aufgekratzt, so das ich eigentlich ständig zerkratzt war. Ich liebte diesen Kater abgöttisch und bin zum Tierarzt um ihn durchchecken zu lassen. Alles in Ordnung, kerngesunder Kater.
Dann wurden meine Arbeitstage immer länger und ich war abends hundemüde. ALso auf's Sofa und Kater kuscheln für 'ne Stunde, dann ab ins Bett. Das Kratzen wurde immer schlimmer, das Jaulen vor der Schlafzimmertür, die immer zu war wurde immer heftiger und dann ging das Gepiesel los. Er hat sich als bevorzugte Stelle im Badezimmer die Waschmaschine und Umgebung ausgesucht. Da der Boden leicht abschüssig war, lief alles hinter die Waschmaschine in die Nische und zog in die Fugen. Jeden Tag morgens und abends und teils auch nachts also die Waschmaschine herauswuchten aus der Nische und schrubben. Ich wußte nichts von Myrthenöl und ähnlichem und bekam den Gestank auch nicht weg. Wenn ich keine Zeit hatte durch die Arbeit (teils mit Übernachtungen) kam meine Mutter und hat ihn versorgt und mit ihm gespielt, aber das reichte nicht mehr. Er fing an immer weniger zu fressen, nur noch wenn ich daneben saß und dann auch nur Häppchen. Das Fell wurde schlechter und er immer "komischer", nicht mehr mein Kater.
Irgendwann habe ich geheult weil ich nicht wußte , was los war und es ihm sichtlich nicht gut ging. Bis ich das aber gemerkt habe, hat es 3 volle Jahre gedauert, bzw bis es so deutlich wurde. Vorher hätte ich (und viele Bekannte) geschworen, das er ein zufriedener glücklicher Kater ist.
Da es so nicht weiterging, habe ich mir Rat geholt beim Tierschutz und dann kam Tarzan dazu.
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Dieses kleine Plüschmonster war ebenfalls grade 9 Wochen alt! Und mir hat damals niemand gesagt, das es mit einem inzwischen fast 4 Jahre alten Kater und einem Kitten auch zu großen Problemen kommen könnte.
Mit dem Tag, wo der kleine Knopf einzog, hatte ich meinen "alten" schmusigen, ausgeglichen Kater wieder, der mir so gefehlt hat! Er war sooo wahnsinnig zufrieden, das es mir schon fast wehtat dran zu denken, was ihm die ganze Zeit gefehlt hat und das ich Schuld daran war. Es hätte auch gut sein können, das ich ihn durch mein falsches Verhalten zu einem Einzeltier gemacht hätte und bin unwahrscheinlich glücklich gewesen, das solche Bilder ab dem zweiten Tag (!!!) an der Tagesordnung waren!
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Nie wieder würde ich ein Kitten alleine holen! Sie scheinen vermeintlich zufrieden und glücklich zu sein, aber sie sind es nicht. Wenn eine Katze zeigt, das sie sich unwohl fühlt, ist es schon sehr spät.
Ein Kitten ist und bleibt ein Tierchen, was Gesellschaft braucht von anderen Raufbolden und Kuschelkumpeln und nicht nur den Menschen! Tarzan war das perfekte Beispiel: ich weiß nicht, was er mit seinen paar Wochen schon erlebt hat, aber er hatte Angst vor der Hand und Menschen im allgemeinen. Es hat fast 1,5 Jahre gedauert, bis ich ihn enspannt anfassen durfte. Hätte er Pinsel nicht gehabt, wäre er 1000% ein total verstörter und panischer Kater geworden. Pinsel und Tarzan waren trotz des ALtersunterschiedes ein Herz und eine Seele, die beiden brauchten sich zum glücklich sein!
Mit das Schlimmste waren für mich diese traurigen Augen. Das mag mancher für Blödsinn halten, aber wer den Unterschied mal gesehen hat, weiß was ich meine, wenn ich sage, sie haben traurige und "leblose" Augen und dann plötzlich blitzt und blinken sie wieder.......
 
Zuletzt bearbeitet:
  • einzelhaft Beitrag #28
Boaa, ist das ein schöner und ergreifender Bericht... Okay, ich nehme nur noch zwei oder mehr. ;-)
 
  • einzelhaft Beitrag #29
Es ist ja schon einiges eher "Abstrakte" (und auch ganz Richtige) zur Aufklärung geschrieben worden...

Es wäre toll, wenn es hier Leute gibt, die mal einen persönlichen Erfahrungsbericht schreiben könnten - die vielleicht ein Einzelkitten hatten und bei denen es die beschriebenen Probleme gegeben hat ... und was sie dann getan haben.

Das wäre glaube ich sehr hilfreich!

Okay, Einzelkaterbericht, bitte.

Ich habe meinen Kater als Kitten alleine bekommen. Ich hatte zwar drei Wochen Urlaub und meine Mutter war täglich bei ihm, um ihn zu füttern und zu unterhalten und zu spielen, aber irgendwann ist halt doch die Routine eingekehrt.
Vor Gemecker: Ich wollte von Anfang an zwei Katzen, aber mein Mann war komplett dagegen. Zudem sollte Joda schnellstmöglich (ab Frühlingserwachen, vollständiger Impfung und Kastration) Freigänger werden mit einer Menge Nachbarskatzen. Ist halt anders gekommen, als ich wollte, Freigänger ging nicht.

Bereits mit einem halben Jahr kam es zu den ersten Verhaltensauffälligkeiten - hohe Aggressivität, Angriffe (meine Hände sahen aus!), nächtlichen Überfällen, dauerndem Gekratze an allen Türen (stundenlang und manisch) und echten Ansätzen von Depressionen. Mein kleiner, komplett unterforderter Kater (obwohl ich das Haus nicht mehr verlassen habe, wenn Arbeit und Einkaufen rum waren und viel mit ihm gespielt habe), mein kleiner Kater wurde immer ernster und depressiver, schon tendenziell autistisch, selbst das Spielen hat er fast vollständig von selbst aus eingestellt! Seitdem die Minikleine da ist (er war da etwas über 10 Monate alt), hab ich endlich einen normalen Kater, der Interesse an der Welt und Schabernack im Kopf hat.

NIE WIEDER EIN EINZELKITTEN! Das ist, sorry, nahe an der Tierquälerei.
Und ich hatte noch das Glück, dass er weder die Wohnung zerstört noch gepinkelt hat. Ich hatte einfach nur einen unendlich traurigen kleinen Kater, und diese Erfahrung gehört zu den schlimmsten in meinem Leben.
 
  • einzelhaft Beitrag #30
@ moritzstorch, josie und jodas tante
DANKE für die wertvollen und ausführlichen berichte.
diese tragen doch sicherlich zur aufklärung bei.
DAAAAAAAANKEEEEEEEEEEEE!!!!
 
  • einzelhaft Beitrag #31
Es wäre toll, wenn es hier Leute gibt, die mal einen persönlichen Erfahrungsbericht schreiben könnten - die vielleicht ein Einzelkitten hatten und bei denen es die beschriebenen Probleme gegeben hat ... und was sie dann getan haben.

Ich habe zwar keine Einzelkatze und kann keinen direkt persönlichen Erfahrungsbericht liefern, allerdings hatte eine Nachbarin von früher eine, von der kann ich gerne berichten, denn da habe ich sehr viel von mitbekommen.
Der kleine Kater ist mit 10 Wochen bei ihr eingezogen. Alleine.
Anfangs war auch alles schön und gut, ich war oft da und habe mit der Tochter gespielt und so auch oft den Kater gesehen. Jeder der ihn gesehen hätte, hätte gesagt, dass es ihm hervorragend geht.
Irgendwann, da war er vielleicht 2, erzählte mir dann die Tochter, dass er immer wieder mal in ihr Bett pinkeln würde neuerdings. Vorher gabs das nicht. Da ging er immer ganz normal aufs Kaklo.
Tierarzt wurde aufgesucht, aber es wurde nichts festgestellt. Ich weiß nicht, was dann alles unternommen wurde, zumindest wurde es dann nach einiger Zeit etwas weniger, aber es hörte nicht auf mit dem pinkeln.
Ein paar Monate später waren Tapete und Möbel dran. Nach der Arbeit/Schule war immer etwas anderes kaputt oder zerfetzt.
Also bis dato schon pinkeln und Möbelattacken.
Hinzu kam dann noch, dass er sich dann angewöhnte, auf Füße zu springen und in die zu beißen und zu kratzen.
Wie dem auch sei, es muss wohl noch einiges gewesen sein, auf jeden Fall standen sie dann kurz davor den Kater abzugeben, bis sie dann im Tierheim auch anriefen und von dort aus geraten wurde, mal eine zweite Katze oder einen Kater dazu zu setzen. Das wurde dann auch gemacht.
Die Vergesellschaftung hat knapp ein halbes Jahr gedauert, da ging es anfangs richtig brutal zur Sache.
Aber siehe da, schon noch während der Zusammenführung hörte das pinkeln auf. Möbel und Tapete werden verschont. Das einzige was geblieben ist, aber wesentlich weniger und seltener geworden ist, er geht immer noch dann und wann auf die Füße.
Aber wer weiß, was da noch wird. Mittlerweile ist der Kater etwas über 5 Jahre und da wird das mit den Füßen sicher auch noch aufhören.
Im übrigen liegt der Kater mit seinem neuen Kumpel (ebenfalls Kater) stundenlang zusammen auf der Couch und liegen sich abgöttich.
 
  • einzelhaft Beitrag #32
Einen Erfahrungsbericht über ein einsames Kitten kann ich nicht bieten, aber über eine Katze die ihren Lebensabend so verbringen musste.

Mikesch war die letzte Katze meiner Eltern, eingezogen damals zusammen mit der Mama, die entschieden hatte den Keller meiner Eltern als Wurfplatz wählen, und dann natürlich samt Baby in die Wohnung geholt wurde.
8 Jahre später starb die Mama, meine Eltern haben nicht an einen neuen Spielkumpel gedacht, da sie beide im Rentenalter und immer zuhause waren.
5 Jahre später starb meine Mutter, ich zog zurück zu meinem Vater und bemühte mich für Mikesch doch wieder einen Katzenkumpel zu finden, leider ohne Erfolg, Mikesch hat jede neue Katze quasi fortgeprügelt und so habe ich schweren Herzens akzeptiert das ja wenigstens mein Vater immer Zuhause war.
Und dann starb auch er, und Mikesch in einem Alter in dem eine Katze ganz besonders auf Zuwendung und schmusen geprägt ist, war über Stunden allein und immer noch nicht bereit wieder einen Spielkumpel zu akzeptieren.
Zum Glück hatte ich damals einen sehr tierlieben Chef, ich habe Mikesch mitnehmen dürfen ins Büro, sie war quasi unsere Firmenkatze.
Wäre das aber nicht so gewesen hätte Mikesch ihren letzten Jahre, in denen sie ganz besonders auf Gesellschaft angewiesen war, den halben Tag allein verbringen müssen, weil der Mensch arbeiten und ein Katzenkumpel nicht da war.

Es sind also nicht nur die Kitten, die der Gesellschaft anderer Katzen bedürfen, auch ältere Katzen und besonders die Alten brauchen das.
Und das sollten wir Menschen eigentlich wissen, denn egal wie wir veranlangt sind, wie wir es vorziehen zu leben, ohne ausreichende Gesellschaft und Kommukation mit unseren eigenen Art sind wir nicht glücklich.
 
  • einzelhaft Beitrag #33
das hast du super beschrieben!
danke für diesen, zum teil sehr persönlichen, beitrag.
 
  • einzelhaft Beitrag #34
Mia kam zu uns, wenn ich nun nachrechne genau 13 Wochen war sie alt. Natürlich habe ich alle Fehler gemacht die möglich waren, bis auf Futter... Das war von Anfang an in Ordnung(komisch was, natürlich wurde das Futter trotzdem besser :)) naja Mia hatte ein Halsband mit Glocke und war alleine, das Aren die schlimmsten Punkte. Nachdem ich mich hier eingelesen hatte habe ich das Halsband entfernt (sie ist immer noch alleine gewesen) 5 Tage später, ich saß mit Schwiegermama Kaffee trinken, hörte ich ein heiseres Maunzen. Mia hing am Kratzbaum, eine Gummieschnurr (Spielzeug) um ihren Hals, zog sich immer weiter u und nahm ihr die Luft zum Athmen ( Moment...*Tränen aus den Augen Wisch). Ich bin natürlich gleich hin und hab sie befreit, hätte sie noch ein Halsband an gehabt, wäre es wohl noch schlimmer gekommen. Gott bin ich froh das ich da gewesen bin. Naja bei uns baumelt hier nix mehr rum, weder Katz noch Spielzeug.

Wie ich gemerkt habe das sie alleine war? Auch ich sah ihre Augen... Es fehlte was... Also (vom Forum natürlich mittlerweile darauf aufmerksam gemacht) zog eine Kumpeline ein. Und gerade fält mir auf das Mia seit dem keine nächtlichen Attacken auf Gesichter macht.

Mia geht es gut, je mehr Weitere Katzen desto besser, aber das ich Zoe nicht antun, der is schon Mia in manchen Situationen zu viel XD
 
  • einzelhaft Beitrag #35
Ich habe mir vor ca 10 Jahren EINE Katze angeschafft - ca 5Monate alt.
Sie hat nie irgendwo Hingepieselt, hat nix zerkratzt oder ähnliches. Ich habe mich aber SEHR intensiv mit ihr beschäftigt. Heißt:
Abends nach der Arbeit spielen und das nicht nur ne Stunde. Mehrere Tage weg und Mietze allein zu Hause lassen-ging nicht.
Ich hab mir dann später und auch jetzt Gedanken gemacht, wegen 2.Katze. Aber, wie reagiert meine? Fängt sie dann mit den ganzen Niggeligkeiten an (die sie jetzt nicht hat). Das möchte ich nicht riskieren.
Wenn ich mir heute nochmal eine Katze holen würde, dann nur aus dem Tierheim, nur eine Ältere. Kein Kitten!

Ach, ein Problem hat sie doch: Sie hängt an MIR. LG
 
  • einzelhaft Beitrag #36
Unsere erste Katze, kam auch als Einzelkatze und viel, viel zu früh zu uns. Sie war damals vllt 9 Wochen alt.
Zuerst lief sich 2 Wochen völlig verängstigt durch die Wohnung, bis sie sich anschließend doch an uns gewöhnte und mit uns schmuste. Das ging ca. 2 oder 3 Monate so weiter. Wir tagsüber in der Schule, Mama arbeiten. Katze... allein.
Nach eine gewissen Zeit wurde ihr "spielen" immer ruppiger. Sie lies sich nicht mehr gerne streicheln. Fing an die gesamte Wohnung voll zu pieseln. Kratzte an Tapeten (nicht mehr normal). Suchte jegliche Möglichkeit zu flüchten.<-- Fatal. Wohnzimmerfenster auf, Katze im Flur. Meine Schwester geht rein und bemerkt nicht, dass Momo mit hineingelangt. Ja, irgendwann dachte sie sie wäre eine Schwalbe und ist einem Vogel hinterhergehüpft. Einige Meter in die Tiefe. Ergebnis, Nasenbluten und Regenbogenhautverletzung. Aber trotzdem kam sie mir in diesem Moment so glücklich vor, wie noch nie. Sie war draußen wenn auch nur kurz und verletzt, aber zum ersten Mal konnte sie ihr Leben selbst bestimmen.

Es ging noch eine Weile gut in der Wohnung, als sie dann allerdings vollständig genesen war, ging das Ganze von vorne los. Schlimmer als vorher.
Also haben wir beschlossen sie draußen leben zu lassen. Mein Stiefvater hat GsD die Möglichkeit dazu, sonst hätten wir sie wohl abgeben müssen.
Mittlerweile lebt Momo glücklich dort. Mag allerdings immer noch keine anderen Katzen. Gar keine. Da sieht man mal, wie viel wir damals als Einzelkitten bei ihr zerstört haben.
 
  • einzelhaft Beitrag #37
morgens um 7 geht man aus dem haus, ab zur arbeit. gegen 17.30 uhr ist man dann wieder da. es folgt haushalt (zeit, die man nicht für die katze hat). dann folgt evtl der einkauf (wieder zeit, die man nicht für die katze hat). dann folgt ne runde relaxen, ggf die wand anstarren und nichts tun (zeit, die man nicht für die katze hat). kurz dem tierchen über den kopf streicheln, weil das essen auf den tisch muss (zeit, die man nicht für die katze hat). nach dem essen (zeit, die man nicht für die katze hat), widmet man sich dem katzentier (ohne hintern und ohren ablecken, kratzbaum hoch und runter watzen etc). alles, um kurz darauf geschafft ins bett zu gehen.

was fehlt? achja: freunde, termine, freizeit, evtl überstunden, mal ein schlechter tag, krankheit und dadurch mattigkeit.... das geht alles von der zeit der katz flöten.

wenn man dann morgens um 6 aufsteht, hat man eine std zeit sich fertig zu machen um um 7 wieder das haus zu verlassen.

summa summarum, wie viel hat katz effektiv von einem?


meine katze bekommt jeden tag MINDESTENS 5-6 STD aufmerksamkeit da ich im moment nur für die katze da bin. und nochmal- ICH ARBEITE NICHT. Außerdem ist mein Freund auch noch da und er beschäftigt sich mindestens genauso viel wie ich mit ihr. ihr tut gerade so als wär ich und andere leute ein tierquäler. es gibt viele leute die nur eine katze halten. ich finde das nicht fair wie bösartig ihr teilweise argumentiert wenn ich hier weiter so angegiftet werde, werde ich mich wohl wieder abmelden hier. ich kenn mich vllt nicht so gut aus wie ihr - aber katzen sind doch einzelgänger! Klar wär ne zweite Katze eine überlegung wert aber ich kann das nicht alleine entscheiden - da ich nicht alleine lebe. Außerdem werde ich den Tierarzt nach seiner Meinung fragen
 
  • einzelhaft Beitrag #39
meine katze bekommt jeden tag MINDESTENS 5-6 STD aufmerksamkeit da ich im moment nur für die katze da bin. und nochmal- ICH ARBEITE NICHT. Außerdem ist mein Freund auch noch da und er beschäftigt sich mindestens genauso viel wie ich mit ihr. ihr tut gerade so als wär ich und andere leute ein tierquäler. es gibt viele leute die nur eine katze halten. ich finde das nicht fair wie bösartig ihr teilweise argumentiert wenn ich hier weiter so angegiftet werde, werde ich mich wohl wieder abmelden hier. ich kenn mich vllt nicht so gut aus wie ihr - aber katzen sind doch einzelgänger! Klar wär ne zweite Katze eine überlegung wert aber ich kann das nicht alleine entscheiden - da ich nicht alleine lebe. Außerdem werde ich den Tierarzt nach seiner Meinung fragen

scuzzi aber ich lese dich grad zum 1. mal o_O also habe ich nicht gegen dich geschrieben, sondern allgemein. das, was hier auch gewollt wurde: allg. argumente. nirgends steht "lunaxia muss fertig gemacht werden" im posting. also ist deine aussage ein wenig verkehrt.

btw: wenn du dich wie eine katze um deine katze kümmerst, hätt ich gerne fotos davon, wie du ihr den hintern und die ohren auslutscht. ist bestimmt lustig der anblick ^^ ebenso der anblick, wie du mit ihr den kratzbaum hoch und runter jagst, quer übers sofa schießt, eine ars*hbombe auf deine katze machst und pfotenhiebe einsteckst, ohne mit der wimper zu zucken.

denn das alles machen katzen untereinander. mehr als 5-6 std am tag.
 
  • einzelhaft Beitrag #40
Und nochmal: bist du die nächsten 15-20 Jahre daheim?
Das ist nicht böse gemeint, hier will nur jeder das Beste für die Katz.
 
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