Hallo zusammen,
der Kater ist heute Abend in die Falle gegangen... der hat randaliert da drin, oh je.
Naja, ab zum
Tierarzt und erstmal durch das Gitter sediert. Der
Tierarzt hätte sonst nichts machen können. Nachdem noch 2x nachgespritzt wurde schlief er dann endlich...
Das linke Hinterbein sah schlimm aus. Eine offene Wunde und es stand total schief - das Gelenk war schon versteift bzw. Sehnen/ Muskel verkürzt (der
Tierarzt meinte, die Verletzung sei schon so 2-4 Wochen alt).
Es wurde also erstmal ein Rö-Bild gemacht.
Während wir auf das Ergebnis warteten wurde er durchgecheckt, auf einen Chip kontrolliert (hat natürlich keinen) und gleich mal kastriert.
Dann kam das Rö-Bild. Ich versuche jetzt mal, mich einfach und hoffentlich korrekt auszudrücken: er hat sich das Schienbein vom Fußwurzelknochen abgerissen. Das Schienbein ist abgerutscht und liegt jetzt quasi zu tief
neben dem Fußwurzelknochen anstatt darauf. Hier bohrt sich das Schienbein auch nach Außen durch die Haut, daher die offene Wunde.
Der
Tierarzt sagte, dass er ganz sicher große Schmerzen habe und irgendwann an einer Sepsis wohl recht qualvoll eingehen würde. Grundsätzlich sei eine Katze gut in der Lage, mit 3 Beinen klarzukommen - aber nicht so wie bei ihm.
Ich fragte, ob eine OP Sinn machen würde und ihm wieder Lebensqualität geben würde.
Der
Tierarzt meinte, dass er das Bein wieder gerichtet bekommt und der Kater das Bein dann wieder nutzen könne - ohne Schmerzen. Möglich sei zwar, dass das Bein nicht komplett zu beugen sei, aber das wäre keine nennenswerte Einschränkung.
Natürlich habe ich dann mein OK gegeben. Dem Katerchen soll doch geholfen werden.
Um kurz nach 20 Uhr ging er dann in den OP und ich fuhr Heim. Dann endlich um 22.26 Uhr der erlösende Anruf: die OP ist gut gelaufen. Er war zwar noch nicht wach, aber das hat er ganz sicher auch geschafft.
Die Verknöcherungen wurden erfolgreich gelöst, alles per Draht und Schraube gerichtet. Der
Tierarzt sagt, dass das Bein jetzt eine gute, physiologische Stellung hat.
Das hört sich doch gut an, oder?
Er wird jetzt 10- 14 Tage beim
Tierarzt verbleiben. Die erforderliche Nachsorge ist ja mit Freigang nicht vereinbar - und ich glaube nicht, dass er nochmal in die Falle tappt
Ein Problem für mich werden die Kosten werden... habe mit dem hiesigen Katzenschutzbund gesprochen, die beteiligen sich leider nicht. Der
Tierarzt will mir zwar finanziell entgegen kommen da er eine Wildkatze ist, aber bei vom
Tierarzt geschätzten Kosten von €1000 für Kastration, OP und Nachsorge wird da wohl ein riesen Batzen an mir hängen bleiben.
Wie ich das stemmen soll weiss ich noch nicht.
Ich habe hier bereits 26 Tiere aus schlechter Haltung, für deren Versorgung ich arbeiten gehe.
Falls also Jemand von Euch einen Tip hat, wo ich ggfs. nach einem Zuschuss fragen kann: bitte sagt mir Bescheid.
Ich bin erst einmal froh, dass ich ihn erfolgreich fangen konnte und dass er jetzt behandelt wurde. Hoffentlich geht weiterhin alles gut.