Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug?

Diskutiere Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? im Rohfleischfütterung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo, ich habe gerade den Aufruf hier gelesen, man solle sich doch noch besser informieren um nicht "falsch" zu Barfen... Also ich bin vor Kurzem...
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #1
Melcorrado

Melcorrado

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Hallo,
ich habe gerade den Aufruf hier gelesen, man solle sich doch noch besser informieren um nicht "falsch" zu Barfen...
Also ich bin vor Kurzem mit dem Barfen angefangen und mache das noch zu etwa 50%. Ich hab mich Anfangs im DuBarfst-Forum eingelesen und habe mir dort die Anleitung und den Kalkulator runtergeladen. Ich hatte mit zunächst ein Easy-Barf-Test-Set bestellt, aber da ich auch dort verschiedene Dinge hinzufügen musste, hab ich recht schnell auf natürlich Supplemente umgestellt.
Meine Frage bezieht sich nun also auf den Kalkulator. Ich habe bisher jedes Rezept damit zusammen gestellt und mich darauf verlassen, dass die korrekten Mengen dort angezeigt werden. Selbstverständlich wechsel ich durch verschiedene Möglichkeiten der Supplemente (Bsp. Calcium) um Einseitigkeit bei der Supplementierung zu vermeiden. Du diesen Aufruf hier bin ich nun unsicher geworden, ob es reicht die Rezepte mit dem Kalki zu erstellen und danach zusammen zu mischen oder ob man besser einen anderen Weg geht. Und wenn ja welchen??

Eine weitere Frage wäre zum Barfen mit Knochen. Es wird immer gesagt, dass das nur was für Profis ist. Warum eigentlich? Mal abgesehen davon das meine Katzen bisher noch nicht mal bei nem Hähnchenflügel oder -schenkel den Knochen mit gefressen haben...

Ich will nicht falsch machen, sondern meine Katzen (gerade da sie eher anfällig würde alle Möglichen Krankheiten sind) möglichst gesund ernähren. Das Barf an sich wird gut angenommen, nur bei zuviel Wasser bleibt häufig was über und auf gewolftes stehen die Damen und Herren auch nicht besonders...

Ich hoffe das war jetzt nicht zu durcheinander und ihr könnt mir evtl. noch einige Tipps zu dem Thema geben, damit ich WIRKLICH alles richtig mache.

LG
Melanie
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #2
Huhu!

Herzlich willkommen im Barf Club. Also, erstmal, dein Vorgehen ist löblich, erst einlesen, dann loslegen! :smile:

Zu deinen Fragen: Es ist so, dass Katzen nicht DEN einen unumstößlichen Bedarfswert an sich haben, sondern sich der jeweilige Nährstoffbedarf in einem bestimmten Spektrum bewegt (der von Katze zu Katze auch durchaus unterschiedlich ist). Insofern sind die Bedarfsangaben nur grobe Orientierungspunkte, und du wirst ziemlich unterschiedliche Bedarfsangaben in der Fachliteratur finden. Genauso ist es mit dem Fleisch an sich: Der angegebene Nährstoffgehalt ist nur ein Mittelwert, das heißt, in dem konkreten Stück Fleisch ist vielleicht ein bisschen mehr oder weniger von X, Y, Z usw. drin. Hinzu kommt, dass die "Bioverfügbarkeiten" der einzelnen Nährstoffe durch eine wahnsinnig große Menge an Faktoren beeinflusst wird. Also: Der Kalkulator (egal welcher) wird dir niemals genau den Bedarf deiner speziellen Katze berechnen können, sondern nur näherungsweise einen Sollwert bieten.
Daher ist es sinnvoll, langfristig mit unterschiedlichen Kalkulatoren zu arbeiten, die unterschiedliche Referenzwerte haben.

Warum hier trotzdem so viel Wert darauf gelegt wird, sich recht genau an die Vorgaben des Kalkis zu halten: Er bietet dir einfach einen guten Orientierungspunkt, um dauerhaft Über- und Unterversorgungen zu vermeiden. Es macht bei Leber jetzt nicht so einen wahnsinnigen Unterschied, ob du ein Gramm mehr oder weniger nimmst. Bei Bierhefe oder noch schlimmer Seealgen sehr wohl!
(Wenn du mit verschiedenen Kalkis arbeitest, werden dir zwar Abweichungen auffallen, aber eben im Kern nur graduelle. Also bei den guten Kalkis!)
Erstmal kannst du dich auf den Dubarfst-Kalki eigentlich verlassen. Vielleicht kannst du mal ein einfaches Rezept (eine einzige Fleischsorte) per Kopf und Hand und Nährstofftabelle durchrechnen (ist eine echt langwierige Sache, aber eine super Übung zum besseren Verstehen, was du da machst!) und die Ergebnisse mit dem Rezept vergleichen. Wichtig sind die Verhältnisse Calcium-Phosphor, Kalium-Natrium, und Magnesium-Phosphor.

Zu deiner zweiten Frage: Knochen kann gefüttert werden. Wichtig: Nur ungekocht (weißt du sicher!)
Warum da eine gewisse Skepsis ist, man das ganze ganz vorsichtig angehen sollte: Erstens, es gibt Katzen, die sind einfach zu doof, Knochen zu essen. (Ja, ich hab so ein Exemplar. Da steckt das Knöchelchen im Rachen fest.)
Zweitens, und das ist definitiv das größere Risiko: Es besteht die Gefahr, dass sich der sogenannte Knochenkot bildet. Ein bisschen zu viel Knochen gegeben, und deine Katze kann ein ziemliches Problem mit Verstopfung bekommen. Der Kot ist sehr hell, und sehr mürbe und fest, wenn er denn rauskommt. (Barf-Kot ist wegen der guten Verwertbarkeit der Ausgangsstoffe sowieso tendenziell fester und weniger voluminös als Industriefutter-Ausscheidungen).
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #3
Danke erstmal für deine ausführliche Anwort. Wo bekomme ich denn noch andere vernünftige Kalkis?
Zu doof zum Knochen fressen scheinen meine ja auch zu sein... Zumindest bisher... Selbst das einfache Abnagen des Fleisches scheint ihnen zu mühsam.:roll:
Wie macht es denn der "Profi" Barfer? Alles selbst ausrechnen??:shock:
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #4
Du wirst lachen: wenn ich nicht grad wen zum lernen habe, rechne ich wirklich selber. Oder ich geh nach grundrezept. Oder ich nehme judys kalki (google mal). Den von pristine paws hab ich immer noch nicht so recht gerafft. Naja und wenn ich ganz faul bin, nehm ich den kalki von dubarfst
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #5
*schamesröte*
Selbst rechnen - mach ich selten (hab da echt zu wenig Zeit). Hauptsächlich nutz ich den dubarfst-Kalki. Und den Judys. Und ich wünsche mir von Herzen einen Kalki, der leider ausschließlich Tierärzten vorbehalten ist...:sad:
Den Pristine-Kalki finde ich nicht so toll, erstens, weil er echt kompliziert ist (und nicht so schlau aufgebaut) und außerdem viele Werte bei ihm nicht zu erkennen sind (die ganzen Aminosäuren bspw.)
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #6
Du wirst lachen: wenn ich nicht grad wen zum lernen habe, rechne ich wirklich selber. Oder ich geh nach grundrezept. Oder ich nehme judys kalki (google mal). Den von pristine paws hab ich immer noch nicht so recht gerafft. Naja und wenn ich ganz faul bin, nehm ich den kalki von dubarfst

Tatsache? Oh man... So nen BARF-Kurs würd ich auch gern mal machen, oder wen der's mir richtig beibringt. So wie ich's jetzt macht kann ja keiner sagen: Stop, dass ist falsch oder das machst du besser so und so...

*schamesröte*
Selbst rechnen - mach ich selten (hab da echt zu wenig Zeit). Hauptsächlich nutz ich den dubarfst-Kalki. Und den Judys. Und ich wünsche mir von Herzen einen Kalki, der leider ausschließlich Tierärzten vorbehalten ist...:sad:
Den Pristine-Kalki finde ich nicht so toll, erstens, weil er echt kompliziert ist (und nicht so schlau aufgebaut) und außerdem viele Werte bei ihm nicht zu erkennen sind (die ganzen Aminosäuren bspw.)

Da bin ich ja beruhigt.;-) Ich richte mich schon voll und ganz nach dem DuBarfst Kalkulator... Zu sebstausrechnen fehlt mir a) ebenfalls die Zeit (ich brauch sowieso immer Stunden bis ich mit einem Rezept, also Fleisch schneiden, Suppies mischen und alles portionieren, fertig bin) und b) bin ich nicht grad 'n Genie was Mathe angeht.:oops: Weiss nicht ob ich mir das zutrauen würde...

Hab den Judy's Kalki gefunden und runter geladen. Werd ihn das nächste Mal gleich mal ausprobieren.
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #7
Gut, die Mathekünste, die notwendig sind, beschränken sich echt auf die vier Grundrechenarten (und evt. ein bisschen Prozentrechnen). Das ist nicht sooo schwer, nur langwierig, weil du ja die Vitamine, zumindest die Basis-Spurenelemente und Eisen, Jod usw. ausrechnen musst...
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #8
Gut, soviel Mathe kann ich dann wohl doch noch, auch wenn ich rechnen grausig finde. :p
Und anhand welcher Bedarfswerte rechnet man das dann aus? Und woher weiss ich wieviel wovon wo drin ist? Ich meine, wenn ich beispielsweise die Werte aus dem Kalki nehme, kann ich wohl genauso gut gleich mit ihm rechnen, oder sehe ich das falsch?:???:
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #9
Unterschiedliche Nährwerttabellen (einige findest du bspw. in unserer Barf-Gemeinschaft aufgeführt). Und die Bedarfswerte - naja, in Veterinärliteratur, bspw. dem Horzinek. Bei dubarfst gibt es irgendwo eine Tabelle, in der verschiedene Bedarfswerte aus unterschiedlichen Büchern zusammengefasst sind...
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #10
Oh man... Jetzt weiss ich wieder warum ich so lang gezögert hab mit dem Barfen anzufangen...:a080:
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #11
Du es ist nicht so schwer wie du meinst.

Woher kommst du denn? Seh grad nicht ob du einen ort angegeben hast, weil ich mitm iphone online hin.
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #12
Entspann dich! Du hast ja den Kalki fürs erste. Und du kannst ja einfach mal parallel rechnen, zum Üben. D.h. Bedarfswerte des Kalki und die Datenbank nehmen und dann selbst rechnen und kontrollieren über den Kalki. Und dich dann an das Unternehmen "ich rechne meine Rezepte alleine aus" heranwagen, wenn du weißt, worauf du bei was achten musst.
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #13
Sei einfach froh, dass du es anders lernen darfst, als ich :mrgreen:
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #14
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #15
Rheine kenn ich. Ist dir hamm zu weit? Wenn nein, meld dich ab ca mitte juli bei mir. Dann bin ich umgezogen dahin und muss wieder basteln.

Ich hatte einen taschenrechner, bedarfs- und nährwertetabellen und was zu schreiben. Achja und ich kannte die verhältnisse. Und so hab ich barfen gelernt ^^
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #16
Wie meinst du denn das? Wohne in Rheine, das liegt in der Nähe von Münster und Osnabrück. Plz 48432

Hey,ich komme aus Münster, vielleicht kriegen wir ja zusammen "Rechenunterricht"?:)
Ich würde sooo gerne meine rezepte selber ausrechnen,grade wegen meiner SDÜ_Katze,bin aber zu blöde dafür
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #17
Danni wegen mir gern. Allerdings rechne ich nur für gesunde katzen bei mir bzw für ne miez mit struvitneigung.
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #18
Das wäre kein Ding,Tine, mir gehts es "nur" um das Prinzip überhaupt.Weil ich überhaupt nicht weiß wo ich da anfangen soll mit rechnen und so...Wenn ich das einmal gecheckt habe,kriege ich das mit dem Jod schon hin..und so lange gibt es dann leider pi mal daumen Fisch für Luzi
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #19
Hey,ich komme aus Münster, vielleicht kriegen wir ja zusammen "Rechenunterricht"?:)
Ich würde sooo gerne meine rezepte selber ausrechnen,grade wegen meiner SDÜ_Katze,bin aber zu blöde dafür

Das klingt doch gar nicht schlecht. :smile:
Nen Kater mit Struvitneigung hab ich auch. Also perfekt. Das wäre ja cool. Hamm krieg ich noch hin.;-)
 
  • Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug? Beitrag #20
Dann ab ca mitte juli nochmal auf mich zukommen.
 
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Barfen mit Kalki nicht "sicher" genug?

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